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Saba Freiburg W3
#21
Vorletzter Durchgang ( Deckpolitur ) mit Schellack . 

Das Licht habe ich extra so ausgerichtet damit ich sofort sehe ob der Ballen zu Beginn zu feucht oder zu trocken und wann der Ballen " aufgebraucht " ist . 

Man sieht recht gut wie das Isopropanol , Ethanol sofort verdunstet , so sollte das meiner Meinung nach aussehen beim Auftragen einer Deckpolitur , zumindest schaut die Oberfläche mittlerweile recht ansehnlich aus . 







Garnicht so einfach mit der rechten Hand zu polieren und mit der linken Hand das smartphone zu halten .  Dodgy
mit freundlichen Gruss

Uli

Erzähle es mir – und ich werde es vergessen.
Zeige es mir – und ich werde mich erinnern.
Lass es mich tun - und ich werde es behalten.

(Konfuzius)
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#22
Guten Abend 

Meine erste Gussform und mein erster selbst gegossener Knopf . 

Das Ergebniss kann nur so gut sein wie die Gussform . 

Die Gussform war nicht gut , Lufteinschlüsse an der Seite die nach unten zeigte . 

Beim Giessen habe ich die Form in ein Marmeladenglas gelegt und ein wenig Vacuum im Glas erzeugt . 

Der Knopf bzw. das Giessharz ist Blasenfrei . 

Gestern als ich die Gussform anfertigte hatte ich noch kein Glas , das habe ich mir heute erst gebastelt . 

Also werde ich nochmal eine Gussform erstellen und nochmal einen Knopf giessen . 

Immerhin habe ich den Farbton ganz gut getroffen .  Wink


Die unbrauchbare Form mit Luftblasen 

   

Luft kommt aus dem Giessharz nach oben ( ca. 200mbar Vacuum ) 

   

highend Vacuumkammer  Wink

   

   

   

   
mit freundlichen Gruss

Uli

Erzähle es mir – und ich werde es vergessen.
Zeige es mir – und ich werde mich erinnern.
Lass es mich tun - und ich werde es behalten.

(Konfuzius)
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#23
Respekt mein lieber Uli, Respekt! Sowohl für das nachgießen als auch für das kleine Politurvideo. Vieles ist möglich, man muß sich nur drangeben.....
Ja, ich habe ja auch damals beim Treffen bei mir dem lieben Andreas bei der Schelack Politur zugesehen. Einmal hatte er in der Kneipe bei 40Grad eine Schweißüberströmte Vorführung gemacht. Irgendwann traue ich mich da auch mal drann.
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#24
Gut sieht das aus.
Für einen ersten versuch ist das erste klasse.


Eventual kann das vacuum noch mit einer elektrischen zahnbürste unterstützt warden.
Das rütteln löst die Blasen an den Formwänden ab, welche dann einfacher nach oben wander.
Zahnbürste am Glas befestigen und das Glas auf ein par gefalltete Lappen stellen.
Diese unterlage unterstützt die wibration.
Das gild sowol für das giessen der form, als auch für das Bauteil.

Jetzt must du an diesen prototype das loch bohren ausprobieren.
Ich würde mir hierfür auf der drehbank eine aufnahme drehen .
Sehr dünnwandig und aus weichen kunststoff.
Arnite oder Teflon eignen sich gut und können prezise bearbeitet werden. Sie kratzen auch nicht.
Nylon PA6 ist zum beispiel volkommen ungeeignet.
Eine aufnahme aus Aluminium kann auch gehen.
Danach wird der knopf eingespannt und das backenfutter noch ein bischen weiter stramm angezohgen .
Dadurch wird der knopf fest eingespannt. Man kann dann den anguss abdrehen und das loch bohren.
Alles wird schöhn grade und zentrisch.
Die aufnahme kann wenn man sie mit einem kragen versehen hatwiederverwended warden.
Der dünne kragen dient dazu die aufname an den drei backen anzulegen
So eiert es hinterher nicht.
Printed on recycled Data
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#25
Hallo Freunde,

ja ich habe den Uli ja schon persönlich hier bei uns kennen gelernt. Der Uli ist so ein Naturtalent. Zu Beginn hatte ich ihm geschrieben, ich würde das so und so und auch so machen. Ich merkte dann, Mensch der verflüchtigt sich, der macht das ganz anders, auf diese Idee wäre ich nie gekommen. Ja, so kann das auch sein. Also frage ich manchmal bei Uli, wie haste denn das wieder gemacht. Ich finde das sehr gut, wie Uli sich einbringt. Nicht lange lamentieren - machen! Auch wenn's erst mal nichts wird. Natürlich wollte ich ursprünglich dem Uli diesen Knopf nachgießen. Dann dachte ich aber, nee, laß ihn mal machen. Vielleicht kann man was abgucken.

Ich habe meine Kenntnisse zum Knopfgießen seinerzeit im Radiomuseum Bocket vom Frank (Moschti) bei einer Vorführung dieser Technik erworben. Da sah ich, warum meine Knöpfe nichts wurden. 1. Fehler: Na ich habe die Masse (2 K.) mit einem Mixer verarbeitet. Hui, hatte ich Luftblasen. Nun muss die Abformmasse innerhalb weniger Minuten verarbeitet werden. Soviel Luftblasen - naja, die waren nicht mehr zu beseitigen in der kurzen Zeit. Bei der Gußmasse war das ebenso, ich verwendete das mit einer schnellen Topfzeit (ein großer Fehler. Auch das war nach 5 Minuten hart). So bekam ich also mehr "Schaumschläger" als Knöpfe.

Der Frank machte das ganz anders. Er verwendete dieselbe Gußmasse, mischte die 2 Komponenten aber mit einem Zahnstocher. Nur ist es bei größeren Mengen manchmal möglich, dass die Masse nicht richtig vermengt wird. Ich besorgte mir diese Holzspatel, wie sie der Arzt bei der Hals-Kontrolle verwendet. Damit klappte das gut. Natürlich besorge ich mir heute nur noch Gießmasse mit längerer Topfzeit. In 45 Minuten bekommt man die Luftbläschen weg.

Die Idee von Uli hatte ich auch schon mal aufgegriffen. Ich besorgte mir eine Kuchenglocke mit Entlüftung. Der Deckel hatte von unten eine Dichtung. Von oben hatte das Ding eine winzige Luke zum Entlüften. Hier steckte ich, ähnlich wie Uli, einen dünnen Schlauch durch. Der ging an eine kleine Kunstoffpumpe. Irgendwie war ich mit diesem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden. Auch nach mehreren Versuchen nicht. Ich verwarf dieses Verfahren.

Heute rühre ich die Massen nur mit dem Holzspatel. Ich bin mit den Ergebnissen zufrieden. Obwohl: Kleinste Luftbläschen sieht man hin und wieder.

Ich habe auch manchmal solche Knöpfe wie Uli zu fertigen. Wie mache ich das? Ich dichte sämtliche hohlen Stellen des Knopfes von hinten mit Knete für Kinder ab. So habe ich hinten am Knopf keinerlei Vertiefungen etc. Den Knopf befestige ich mit Knete am Boden eines Kunstoffbechers. Nun kommt die Abformmasse. Sie verläuft. Jetzt, wenn die Masse trocken ist, fummle ich den kompletten Knopf aus seiner Form. Die Masse ist sehr, sehr dehnbar und reißt kaum. Reißt sie, umso besser, dann wird der Originalknopf entnommen und die Form mit Klebeband fixiert. Schon kann gegossen werden. Keine Angst, den Riß in der Form sieht man nicht. Diese Form kann immer wieder verwendet werden.

Der Uli ist einen Schritt weiter gegangen. Auch ich habe damit schon experimentiert. Er hat 2 Formen angefertigt. Dazu gibt man eine 6 mm Achse in die Knopfaufnahme. Ich hänge dann den Knopf über Kopf in den Kunststoffbecher. Jetzt wird die Masse (siehe Uli's Bilder) in den Becher geschüttet. Wenn die Masse so hart ist, steche ich drei dünne, aber lange Nägel, in unregelmäßigen Abständen in die Gußform. Ich sprühe nun auch die oberen Ränder der Gußform wenig Siliconspray. Nun kommt die 2. Form und man gießt bis zum Ende des Knopfes, also dessen Schaft. Ist diese Form auch getrocknet, wird der ganze Aufbau aus dem Becher gepult (oder Becher zerschneiden). Nun kann man die beiden Formen auseinander nehmen. Die 3 Nägel werden jetzt so in die Löcher gefummelt, dass die Abstände wie vorher stimmen. Jetzt kann man oben durch das Schaftloch die angemischte Gießmasse geben. Das Zeug hat eine lange Topfzeit. Also immer wieder absetzen. Etwas in die Form schütten, die Gußform etwas drehen, damit die Masse in jede Ritze gelangt. Achtung die Form nicht kneten! Irgendwann ist die "Pampe" bis oben zum Knopf. Ich warte nun grundsätzlich 2 Tage, bis also die Masse richtig hart ist. Dann nehme ich die Formen auseinander. Man muss halt hinterher die Achsaufnahme bohren und das Loch für die Madenschraube.

Diese Arbeiten erledigt mir immer mein Freund Norbert-W. Ich habe auf diese Weise schon viele Knöpfe nachgefertigt. Sie sind kaum vom Original zu unterscheiden.

Nun sollen die Knöpfe natürlich auch farblich schön passen. Nimmt man Farbe, dann ist hier Mixol die 1. Wahl. Ich verwende allerdings Farbpiment. In diesem Falle (Uli) wenig braun und töne mit noch weniger Schwarz ab. Das Pigment ist unwahrscheinlich ergiebig. Also nur ganz wenig verwenden. Eins ist sehr wichtig. Die Farbgebung sollte nur im Kunstharz erfolgen. Bis man den richtigen Farbton erreicht, dauert es doch etwas. Erst jetzt gebe ich Härter dazu. Einge Tropfen mehr als vorgegeben. Jetzt vorsichtig den Härter unter mischen und abwarten. Man kann - wenn denn die richtigen Mischfarben vorhanden sind - fast alle Farben hin bekommen.

Man kann auch Mixol und Pigment vermischen. Das muss man bei elefenbeinfarbigen Knöpfen machen. Ich nehme etwas weiß (Mixol) und töne ganz wenig mit Pigment ab.
Achtung die "Gußvorlagen" müssen vorher peinlich gereinigt werden. Jede, auch kleinste Unebenheit, sieht man auf dem Knopf Nachguß. Also auch dieses ist kein Hexenwerk. Trotzdem vorhin wurden 2, schon länger von mir gesuchte Knöpfe bei ebay angeboten. Dem gebe ich natürlich grundsätzlich den Vorrang.

Aber jetzt noch eine Frage an Uli: Ich sehe in der zweiten Form, dass Du auch den Knopf durchgehend gegossen hast? Oder täuscht das?
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#26
Hallo Andreas

Ja , ist am Stück .

Nachher gieße ich den nächsten Knopf , mal schaun wie der wird .
mit freundlichen Gruss

Uli

Erzähle es mir – und ich werde es vergessen.
Zeige es mir – und ich werde mich erinnern.
Lass es mich tun - und ich werde es behalten.

(Konfuzius)
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#27
Hallo 

Den zweiten Knopf habe ich gerade eben gegossen . 

Betr. Vibrationen , die Idee hatte ich auch schon und vorhin umgesetzt . 

Das Prinzip kennt man ja vom Betongiessen , Stichwort Rüttelflasche .  Wink

Die Gussform in das Glas gelegt , Vacuum erzeugt , und das Glas an die Fläche eines Schwingschleifer gehalten und eingeschaltet , ein zwei Minuten später kam keine Luft mehr aus dem Giessharz . 

Die Gussform habe ich mit knetbarer Karosseriedichtmasse die etwas klebrig ist am Glasboden befestigt damit mir die Gussform nicht im Glas umher wandert wenn der Schwingschleifer eingeschaltet wird . 

Wenn man das Glas mit der Hand auf die Fläche des Schwingschleifers hält kann man recht gut dosieren wieviel Vibration auf das Glas übertragen wird . 

Später werde ich dann sehen ob sich das gelohnt hat oder nicht .
mit freundlichen Gruss

Uli

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(Konfuzius)
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#28
(Gestern, 11:20)Andreas_P schrieb: Der Uli ist so ein Naturtalent. Zu Beginn hatte ich ihm geschrieben, ich würde das so und so und auch so machen. Ich merkte dann, Mensch der verflüchtigt sich, der macht das ganz anders, auf diese Idee wäre ich nie gekommen. Ja, so kann das auch sein..

gell? Macht immer Spass zu lesen wie souverän und erfolgreich er alle Probleme gelöst bekommt!
Gruß,
Jupp
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wenn man nur den Hammer kennt, sieht jedes Problem aus wie ein Nagel
--------
Zensur findet im Endgerät statt (CCC)
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