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Energiekosten-Messgerät
#1
Hallo zusammen
Mal wieder erfahren, dass billig sich nicht lohnt.
   
Hab dieses Teil gekauft. Wie empfohlen, zwei Stunden aufgeladen. Benutzung versucht, aber Display tot. Reset gedrückt, Display immer noch tot. Beim Verkäufer reklamiert, neues Teil erhalten.
Mit Ersatz das Gleiche gemacht, aber Display auch tot. 24 Stunden aufgeladen und????? Display immer noch tot.
Verkäufer angerufen, tut ihm sehr Leid. Geld innerhalb von 10 Minuten zurück erhalten, Geräte soll ich entsorgen.
Nun packte mich der Ehrgeiz. Gerät aufgemacht und gemessen.
   
   
Akku-Pack war leer. Akku entfernt, Gerät am Trenn-Trafo angeschlossen und an den beiden Batterie-Polen gemessen, Ergebnis: 4,6V= und 0,026mA. Danach an den Batteriepolen 3V Gleichspannung angelegt und siehe da, Display wacht auf.
Also Akku-Pack (4€) bestellt und eingelötet. Ergebnis Gerät funktioniert und wird nicht entsorgt. Mit dem zweiten Gerät das Gleiche gemacht, Ergebnis: auch wieder einsatzfähig.
   
Grüße aus Bornheim
Werner
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#2
Super!
Und so einfach und billig!
Und jetzt hast eins zu verkaufen? Sag mir doch mal nen Preis!

PS: Akkupacks reanimieren war nicht? Ich probier das immer mit Laborneztteil und sanfter Gewalt. Oft klappts.
Gruß,
Uli
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#3
Hallo,

ja, ein schöner Erfolg ... ich will ja nichts mies machen, aber u.U. haben diese Geräte weitere Probleme. ich weiß jetzt nicht für welchen Dauerstrom die gebaut sind, aber die Lötung der Ausgangsleitung (?) an der Leiterplatte ist nicht eben vertrauenserweckend.

Es kommt noch hinzu, daß die meisten dieser Geräte weder verzerrte Lastströme, noch Blindleistung richtig rechnen können (selbst probiert), obwohl man das aufgrund des Schaltungsaufwandes denken könnte. Das ist zugegeben auch eine schwierige Aufgabe und erfordert rel. hohe Abtastfrequenzen im kHz-Bereich incl. hochwertiger Stromwandler. Und so kommt es häufig vor, daß irgendwelche Standby-Schaltnetzteile zu "5...10W"- Anzeige führen, da mit Kommastelle ist das ja bestimmt genau. Sogar der yt-chanel des " Computer Club" verbreitet solche Falschangaben (siehe Energiekostenvideo).

Die zwei Sachen würde ich beim Gebrauch im Auge behalten, 10A würd ich da nicht drüberjagen.

Gruß Ingo
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#4
Hallo, Energiekosten setzen sich in diesem Fall aus Spannung mal Strom mal Zeit zusammen.
Kannst Du aus der Schaltung ersehen wie diese Werte abgegriffen und an das Rechenwerk übergeben werden?
Sind da Wandler oder Sensoren erkennbar?
Kalender und Uhr scheint drin zu sein. Kosten je kWh musst Du über die Tastatur als Festwert eingeben?
Gruß Manfred
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#5
Hallo Manfred
Deine Fragen kann ich Dir nicht beantworten. Dafür fehlen mir die Kenntnisse.
Die Kosten kann man eingeben.
Grüße aus Bornheim
Werner
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#6
Hallo Werner,

ich benutze die Vorläufer solcher Geräte, funktionieren immer noch gut. Die funktionierten allerdings noch ohne Akku.

Gruß Chris

           
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#7
Wenn die Blindleistungskomponente nicht berücksichtigt wird, sollte man das nicht so verbissen sehen, denn dann sind die realen Kosten im Privathaushalt eben etwas weniger, als angezeigt. Die Dinger werden ja meistens eh nicht für alle Verbraucher genutzt. Bei kostenkritischer Energieüberwachung bei Heizungen, ist der COSphi eh fast irrelevant. VG Micha
... bei AM-Empfang ist die KW das Salz in der Suppe
... vernünftige Allstromgeräte haben eine Grätzbrücke im NT



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#8
Hallo, nun mal zur Technik dieser Geräte.
Es gibt "Magnetfeld-Sensoren", die reagieren auf ein vorhandenes oder nicht vorhandenes Magnetfeld und geben eine Gleichspannung aus die ich dann weiterverarbeiten kann. Wenn diese ausgegebene Spannung abhängig von der Stärke des Magnetfeldes ist, dann kann ich sie bei Elektromagneten auch dem Stromfluß zuordnen.
Ich habe selbst ein Zangenamperemeter für 0 bis 100 Ampere. Genauigkeit + - 3%. Und das Gerät hat noch 2 Anschlußbuchsen für Messschnüre und umschaltbare Spannungsbereiche 200 und 660 V. Hier arbeitet ebenfalls ein Sensor der auf das elektrische Feld reagiert. Kennt ihr selber: Berührungsloser Spannungsanzeiger, wird außen an ein Kabelgehalten und leuchtet wenn direkt darunter z.B. L1 liegt.
Das Gerät kann ohne Umschaltung sowohl Gleich-als auch Wechselspannung anzeigen.
Für 12 Euro aus der Wühlkiste beim Lebensmitteldiscounter gekauft ist es für Störungssuche geeignet, für mehr auch nicht.
Was kann nun der "Energiekosten-Anzeiger" ?
Gibt der den Momentanwert aus wie beim Auto die Kraftstoff-Momentan-Verbrauchsanzeige?
Oder speichert der die geleistete Arbeit und gibt kWH an?
Gruß Manfred
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#9
Hallo,

Micha, das stimmt schon, daß bei üblichen Haushaltslasten die Blindleistung nicht so ins Gewicht fällt. Problematisch sind hier v.a. die erwähnten verzerrten Ströme.

Wirkleistung ist nicht einfach ein Produkt der Effektivewerte von Strom und Spannung, jeder Momentanwert von Strom und Spannung muß je nach Spektrum der Zeitverläufe für sich multipliziert und dann erst die Produkte intergriert werden.
Also vereinfacht gesagt: Die Sinuskurve von Strom und Spannung muß ihrer Verzerrung entsprechend (hauptsächlich ist der Strom verzerrt) in "kleine Streifen" (also Zeitabschnitte) unterteilt werden, die Höhe von U und I in diesen unterteilten Abschnitten multipliziert werden und dann erst darf der Mittelwert dieses resultierenden Verlaufs der Leistung für die Aufsummierung (Integration) zur Arbeit/Energie gebildet werden.

Wären Strom und Spannung rein sinusförmig, würde die Multiplikation der Effektivwerte einer Halbperiode genügen, da Effektivwert und Verlauf mit bekanntem konstanten Faktor verknüpft sind.  Nee, stimmt nicht, da die Winkelinformation dadurch verlorengeht ! Ich denke, bei kontinuierlicher Leistungsmessung müssen wirklich Momentanwerte mit einer gewissen Auflösung multipliziert und dann erst zur Leistung intergriert werden ! Wenn man mit Effektivwerten rechnen möchte (auch wenns 10ms sind), muß die Winkelbeziehung nebenher bekannt sein...
...Ich glaub, ich muß das nochmal repitieren ^^

Bei verzerrter Stromaufnahme entsteht auch etwas Verzerrungsblindleistung, diese würde durch das feinere Unterteilen ebenfalls erfaßt.

Die genaue Ermittlung der Wirkleistung...-arbeit ist nicht ganz einfach wie man sieht, aber heute eigentlich kein Problem mehr, früher war das viel schwieriger, wobei so ein Dreheisenmeßgerät und Ferrariszähler einen guten Job machen, hier passiert viel auf mechanischem Weg. Elektronisch ist  es ist schwieriger, v.a. mit billiger Massentechnik, deshalb darf man den billigen "Energiekostenmeßgeräten" prinzipiell nur wenig vertrauen. Durch die Bildung des Intergrals ... also das Aufsummieren zur Arbeit wird der absolute Fehler mit der laufenden Zeit immer größer ! Wenn also statt <1W die besagten 5...10W Standbyleistung angezeigt werden, hat man  eine Aussage, für die man hätte auch aus dem Fenster schauen können.

Bei normalen ohmschen Verbrauchern kann man die Kosten auch mit dem Taschenrechner abschätzen, o.k., bei der Waschmaschine und dem Spüler weiß man ja nicht genau, wie die Schaltzeiten der Heizung sind.... Das kann also zu schwachsinnigen Leistungsabschätzungen fürs Kochen/Backen und Waschen/Spülen führen, wie man sie in gewissen Ratgeberzeitschriften findet... Hier kann man mit so einem einfachen Gerät u.U. was sinnvolles rauskriegen.

Gruß Ingo
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