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Grundig 4010 wenig bass
#1
Hallo

Als erstes möchte ich mich vorstellen.
Mein Name ist Günter Antonius und ich lebe in Wessum im westmünsterland.

Ich interessiere mich unter anderem sehr für die Restauration von röhrenradios der 50er Jahre wovon ich auch schon einige meist mit Erfolg restaurierte. Außerdem fahre ich gern ausgedehnte Touren mit dem Fahrrad. 
Von Beruf bin ich Tischler.

Ich habe hier ein Grundig 4010 von meinem Schwager welches ich mir mal ansehen und vor allem aufhübschen soll. 

Bei der Durchsicht des Gerätes merkte ich gleich das es wohl etwas mehr werden könnte.
Der ausgangsübertrager hängt nur an einer Schraube und es waren bereits einige kondensatoren bunt gewechselt worden.
Das Gerät spielte zwar mit ach und eher weniger Krach aber alles sehr bescheiden.

Mir fiel sovort auf das es einen viel zu schrillen Klang hat. Das hat man aber ja wohl häufig bei den Geräten durch fehlerhafte kondensatoren. Nachdem ich den koppelkondensator und siebladeelko gewechselt hatte wurde es schon besser. 

VorGestern dann bei einer Familienfeier wurde ich auf das Gerät was schon etwas länger bei mir steht angesprochen und gestern bei dem schlechten Wetter wollte ich weiterwerkeln.
Nach reichlichem Alkoholgenuss sollte man das wahrscheinlich nicht tun aber so ist es nun mal.
Ich habe kompromisslos alle papierwickler gewechselt. Das Gerät spielt eigentlich nun sehr gut mit prima Empfang und ohne brumm.

Nur leider spielt es immer noch zu schrill. Wenn ich den höhenregler komplett zudrehe ist es sogar ein angenehmer Klang. Allerdings nur Zimmerlautstärke. Mehr kann die Verstärkung nicht.
Wenn ich bei nun voll aufgedrehtem lautstärkepoti die Höhen aufdrehe schreit es mir fast die Ohren wech. Aber nur Hochton! 

Am lautstärkepoti bin ich beim kondensatorwechsel etwas ins schwimmen geraten!
Ein so wie ich glaube 5ohm Wiederstand baumelt unverlötet herum. Ich weiß nicht genau ob das sogar vorher auch so war. Vieleicht kann mir von euch jemand sagen wo er hingehört?

Aber ich glaube nicht mal das der Fehler hiervon herrührt.?

Wenn ich den bassregler betätige geschieht akustisch gar nichts meine ich. Ich habe ihn schon etwas mit kontaktspray behandelt und auch diesen Wiederstand einfach an verschiedene Kontakte in seiner Nähe gehalten aber entweder ist der Ton dann ganz wech oder unverändert.
Ein anderer Wiederstand von 2 megaohm am lautstärkepoti wurde wohl mal geflickt? Dieser hat aber auch noch ca seinen Wert von 2,2 megaohm.

Ich habe bereits die El12 geprüft und auch die EABC
Der Gleichrichter ist auch ok.

Nun weiß ich leider nicht viel weiter mit dem Gerät.
Es wäre toll wenn ihr mir helfen könntet dabei,

Mit freundlichen Grüßen, Günter Antonius
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#2
Hier noch die bilder

   

   

   

   
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#3
Das Thema hat sich erledigt. Ich habe den Fehler gefunden und auch die Position des Wiederstand.
Danke für euer interesse
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#4
Hallo Günteranton,

herzlich willkommen hier im Forum.

Klar in Wessum wird immer gerne gefeiert. Ich komme gebürtig aus Ahaus und weis wo von du sprichst. :-).
Ich freue mich, dass aus meiner alten heimat nunmehr jemand den Weg ins Forum gefunden hat, auch wenn du deine Fehler selbst löst. :-)
Viele Grüße

Franz Bernhard

... und die Radios laufen nicht weg!

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#5
(15.01.2020, 23:40)Günteranton schrieb: Das Thema hat sich erledigt. Ich habe den Fehler gefunden und auch die Position des Wiederstand.
Danke für euer interesse

Es wäre schön, wenn Du uns den betroffenen R mitteilen würdest, damit auch andere von Deinem Erfolg profitieren können.
Beste Grüsse

Thorsten


"Das Leben ist nichts weiter als das Proben für eine Vorstellung, die niemals stattfindet."

(Die fabelhafte Welt der Amelie)
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#6
(16.01.2020, 00:20)Franz Bernhard schrieb: Hallo Günteranton,

herzlich willkommen hier im Forum.

Klar in Wessum wird immer gerne gefeiert. Ich komme gebürtig aus Ahaus und weis wo von du sprichst. :-).
Ich freue mich, dass aus meiner alten heimat nunmehr jemand den Weg ins Forum gefunden hat, auch wenn du deine Fehler selbst löst. :-)

Ich komme gebürtig auch aus Ahaus. In Wessum sollte man trinkfest sein!  :beer …aber Alkohol und radiobasteln passen nicht wirklich zusammen....

Der Fehler war eigentlich gar kein Fehler. Ich hatte einen kleinen Lautsprecher so wie immer angeschlossen ans Chassis und scheinbar passte er nicht wirklich zum Gerät vom wiederstandswert her. Mit den eigenen Lautsprechern klingt das Gerät sehr gut und auch bassstark.

Den baumelnden Wiederstand habe ich nach Schaltplan verlötet. Habe aber lange darin gesucht!

Jetzt habe ich aber noch einen Fehler: ich habe eine russische Ersatzröhre für die em34 eingesteckt und der Schirm wird nicht angesteuert. Bei der völlig verbrauchten el34 war das aber wohl auch schon so soweit man es denn überhaupt noch sehen konnte in völliger Dunkelheit.

Vieleicht kann mir ja dabei jemand helfen?

Aber bevor ich mir da einen Wolf suche lass ich es einfach so. Sie leuchtet wohl schön hell halb geschlossen. Vieleicht mache ich einen kleineren Wiederstand rein damit sie etwas weiter schließt.
Ich hatte schon mal ein Grundig mit dem selben Fehler.

Mir wurde damals gesagt das Grundigs das sehr oft hätten!

Ich restauriere lieber Saba. Wenn ich sehe wie man bei Grundig die Dinge verlötet hat bekommt man das Grauen. Da kann ich es ja fast besser.
Aber schönere Furniere hatte Grundig muss ich sagen.

Mit freundlichen Grüßen
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#7
Ps.

Das Radio brummte auch nach Austausch der siebelkos etwas.
Ich habe einfach anstatt 50 dann 100microfarad genommen. Brummen ist wech! Vieleicht nur mal als kleiner Tipp! 

Ich hatte mal ein Gerät wo ich vermutete das das Brummen vom siebelko kommt, nach dem Austausch brummte es sogar noch mehr. Scheinbar haben die Bauteile heute nicht mehr die Qualität von früher!
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#8
Moin moin Günther,
willkommen im Forum.....der Radiovirus verseuchten.....
Das Magische Auge benötigt zur Anzeige, die Anodenspannung und eine negative Kleinspannung, die bei UKW-Empfang aus der Ratiospannung gewonnen wird und in voller Höhe ( ...diese steigt mit der Empfangs Feldstärke des Senders) am Ratio Elko C85, anliegt, dieser Elko ist im Gegensatz zu den anderen Elkos in Röhrenradios, mit dem + Pol an Masse gelötet, weil es ja eine negative Spannung ( -0,5 bis -55 V/DC), ist. Diese Ratiospannung läuft dann über einen hochohmigen Widerstand R23; R25 und R26 an das Steuergitter des MA.
Messe also zuerst am (unbedingt erneuertem) Ratio Elko bei Empfang eines starken UKW-Sender, die Höhe der Ratiospannung und verfolge Sie an den benannten Widerständen, bis zum Steuergitter des MA, hier liegt dann der Kondensator C3 ( denn auch wechseln), weil dieser bei Defekt, die Ratiospannung auf Masse kurz schließt. Am Steuergitter müssen von der Höhe der Ratiospannung am Steuergitter des MA, noch gute 70% anliegen, damit diese je nach Empfangsfeldstärke, aus lenken kann.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#9
Hallo Günteranton, herzlich Willkommen hier
ich habe das jetzt fünf mal gelesen aber so richtig Schlau bin ich nicht geworden was du gerne möchtest.

Eine EM34 gegen eine Russenröhre  6E5C (6E5S) wechseln erfordert ein Umlöten dreier Anschlüße. Die 6E5C hat nicht  zwei Leuchtsektoren wie die EM34 sondern nur einen.
Das umverdrahten sollte so aussehen

   

   

bitte auch die Empfehlungen von Harry folgen...
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#10
Hallo Günter Antonius,
Dietmar hat schon alles zum EM34-Umbau geschrieben,
ich würde aber noch einen Widerstand in die +250V-Zuleitung einbauen, das erhöht die Lebensdauer der Russen-Röhre,
einen Widerstand im 20 KOhm-Bereich
Viele Grüße,
Rolf
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#11
Natürlich hatte ich den Sockel passend umgelötet.
Sie leuchtet ja auch aber verändert ihren Leuchtschirm je nach ratiospannung nicht!
Sie öffnet und schließt sich also nicht.
Aber danke für den umlötplan
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#12
Ich vermute nun den Fehler im Ratio Elko! Ich habe den Ratio Elko nicht als solchen erkannt da er bei dem Grundig 8uf Kapazität hat und als sogenannter elyt Kondensator ausgewiesen ist! Eine Polung war auch nicht aufgedruckt. Ich kenne keinen elyt Kondensator und habe ihn gewechselt weil ich nichts falsch machen wollte gegen zwei parallel verlötete bipolare Elkos. Kann es sein das man keine bipolaren Elkos nehmen darf?? Ansonsten spielt das Gerät einwandfrei mit gutem Empfang! Die kondensatoren habe ich alle gewechselt.
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#13
Wie Harry oben schon schrieb wird die -Spannung mit dem Ratioelko erzeugt. Hier muss der +Pol an Masse. Bitte keinen Bipolar nehmen. Du kannst auch einen 10yF Kondensator nehmen 60/100V oder so.

   
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#14
Ich habe den bipolaren Elko gewechselt gegen einen gepolten mit 10uf aber natürlich ohne Erfolg.
Den Weg soweit möglich vom ratioelko zum em34 überprüft hatte ich gestern schon aber das mache ich nochmals  sobald ich Zeit habe und werde davon berichten.
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#15
Günther, warum verräts du uns nicht die Höhe der Ratiospannung am Ratio Elko und dann am Steuergitter des MA.....weil, wie können wir dir sonst helfen, wenn wir nicht wissen, ob überhaupt Ratiospannung aus der ZF-Verstärkung gewonnen wird ?
Und das Steuergitter des MA kann nur anzeigen, was an Ratiospannung höhe da ist oder nicht.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#16
Was mich etwas wundert ist: pin 7 und Pin 8 der em34 sind von Grundig mit einer drahtbrücke verbunden worden. Die steuerleitung vom ratioelko wurde mit einer an Masse angeschlossenen drahtabschirmung versehen. Diese masseverbindung endet aber ca 2 cm ohne Kontakt zur röhrenfassung.

Bevor ich mir den sprichwörtlichen Wolf suche!...
Könnte ich nicht einfach eine neue Verbindung vom ratioelko zur anzeigeröhre legen??
Natürlich mit den passenden Wiederstand und kondensatoren?
Und wenn ja, wie genau müsste ich das bewerkstelligen???

Überigends habe ich allerdings an einem nur mittelstarkem Sender -16 Volt gemessen am ratioelko.

Jetzt muss ich leider gleich zur Schicht.
Einen schönen Tag wünsche ich noch und schon mal vielen Dank für eure Hilfe soweit.
Mit freundlichen Grüßen
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#17
Ps.
Der Schirm steht halb geöffnet hell erleuchtet.
Aber er bewegt sich rein gar nicht.
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#18
In der Nähe des Auges befindet sich soweit ich es sehe kein Kondensator c3.
Aber der mag in der Schaltung ganz wo anders untergebracht sein?

Die zurückverfolgung der anschlussverbindungen ist etwas schwierig da zum einem es teilweise sehr beengt zugeht und zum anderen die Farbe der Leitungen teils unkenntlich geworden ist.

Mit freundlichen Grüßen
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#19
Hallo Günther,
warum lässt du dir " alles aus der Nase" ziehen, -16V am Ratioelko bei mittelstarkem Sender lässt doch schon mal auf eine höhere bei stärkerem Sender hoffen, wieviel aber am Steuergitter des MA ankommen, schreibst du immer noch nicht !!!"
Auch messe mal den Widerstandswert in Abzug der 3 bereits benannten Widerstände,
und dann zur Masse bei stromlosem Radio, vom - des Ratioelkos zum Steuergiter des MA und beziffre uns diese beiden Messwerte.
Schaue auch mal in den Schaltplan, denn in meinem zum 4010W ist am Steuergitter des MA, der C3=10nF zur Masse, bei deinem etwa nicht ?
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#20
Hallo

Ich war leider arbeiten, sobald ich Zeit habe werde ich es überprüfen soweit ich kann und davon berichten.
Da ich keinen elektrotechnischen Beruf erlernt habe und auch beim restaurieren von Radios eher am Anfang meiner kariere stehe entschuldigt bitte meine teilweise Unwissenheit.

Ich wünsche aber schon mal ein schönes Wochenende.
Gruß aus dem westmünsterland
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