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Blaupunkt 3G4
#1
Hallo Freunde,

an sich wollte ich kein weiteres Gleichstrom-Radio aufnehmen. Nun ist das Gerät in einem schönen, einwandfreien Bakelit-Gehäuse. Optisch sieht es sehr schön aus. Nur technisch - ja da muss was geschehen.

Das 1. Manko: In dem Gerät fehlen sämtliche Röhren.

Die BCH1 hat eine Heizspannung von 24 Volt - 0,18 A

Die RENS1884 ist im Original vorhanden 20 Volt - 0,18 A

Die BL2 ist im Original vorhanden 30 Volt - 0,18 A


Nun habe ich den Plan, statt der BCH1 eine CCH1 zu verwenden. Sie soll umgesockelt werden. Diese Röhre hat 20 Volt - 0,2 A

Als Urdox soll ein U1218 mit 0,18 A verwendet werden.

Jetzt die Frage an Euch: Kann ich ruhig besagte CCH1 verwenden? Oder gibt es da bessere Alternativen? Nun wollte ich auch mal versuchen, statt des Urdox einen MP-Kondensator zu verwenden? Ließe sich das machen und mit welcher Kapazität?

Vielleicht könnt Ihr mit helfen?!
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#2
Mit den Originalröhren benötigst du bei 230 V Netzspannung einen Vorschaltkondensator von 2,64 uF.

Mit einer ACH1 könnte ich dienen.
Grüße aus dem Odenwald,

Werner


Lesen gefährdet die Dummheit!
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#3
"einen MP-Kondensator zu verwenden? Ließe sich das machen und mit welcher Kapazität? "

Unter "Berechnungen in der Radio-Technik" findet sich eine Graphik (und eine Formel) zur Bestimmung der Kapazität eines Vorschalt-Kondensators im Heizkreis.

Die 200 mA für die CCH1 sind ca. 10% mehr als die 180mA der anderen Röhren. Hier kann man das durch Parallel-Widerstände im Heizkreis ausgleichen.
Da die CCH1 einen Topfsockel hat und die BCH1 einen Stiftsockel, empfiehlt es sich, die Fassung auszutauschen.

Dietmar
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#4
Hallo Andreas,

wie ich das verstehe, willst Du das Gleichstrom-Radio in ein Allstrom- Radio umbauen mit Erzeugung der Anodenspannung über Diode aus der Netzspannung und die Heizung wie bisher über Vorwiderstand betreiben.

Das mit der Anodenspannung ist noch das kleinste Problem. Diese Gleichstrom- Röhren waren aber tatsächlich nur auch für Gleichstrom- Heizung vorgsehen, wenn man diese mit Wechselstrom heizt, können daraus Brumm- Probleme entstehen, besonders die RENS1884 ist da sehr gefährdet.

Das mit der Heizung ist aber fast noch harmlos, denn die Lautsprecher- Feldwicklung liegt auch im Heizkreis ! Da hättest Du mit Wechselstrom- Heizung den Mega-Brumm ! Also kommst Du an einer Gleichstrom- Heizung nicht vorbei !

Als realistische Lösung schlage ich vor, ein kleines Netzteil zu bauen, das die Gleichspannung aus der Summe von Röhrenheizung, Urdox, Skalenlampe und Feldwicklung liefert.

Wenn Du die CCH1 verwenden willst, muss der Heizkreis extra wegen dieser auf 200 mA ausgelegt werden und für alles außer der CCH1 muss ein Bypass- Widerstand für 20 mA geschaltet werden, um wieder auf deren 180 mA zu kommen, wozu sie ausgelegt sind.

Weil wegen dem Sockel die Verwendung der CCH1 eh schon eine Bastelei wird, wäre es vielleicht einfacher, stattdessen eine UCH42 zu verwenden. Diese hat nur 14V, 100 mA Heizung. Man bräuchte dann nur einen Bypass- Widerstand für 14 V, 80 mA und für den Rest dann wieder 180 mA. Die UCH42 könnte man in eine ausgehöhlte Europa- Röhre einbauen, die ungefähr der BCH1 ähnlich sieht.

Grüße,
Jacob
Die Sockel sind (schon) an den Röhren !


°~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~°~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~°

I'm a face without a book !



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#5
Hallo Freunde,

ich danke Euch schon mal sehr, für Eure wertvollen Tips.

Werner, danke für die Berechnung des Kondensators und für das Angebot der ACH1. Ja, diese Röhren sind wenigstens gängig. Davon habe ich genug.

Ja, Dietmar, auch Dir vielen Dank für die Hinweise.

Danke auch Dir, Jacob. Also ich habe das bisher so geplant. Ein freundliches Mitglied hier aus dem Forum hatte mir ein perfektes Gleichstromnetzteil gebaut und geschenkt. Ich zeige Euch davon Bilder. So bekommt das Radio also komplette Gleichspannungs-Versorgung, incl der Röhrenheizungen.

Ich hatte früher mal versucht, nur die Anodenspannung als Gleichspannung zur Verfügung zu stellen und die Heizfäden mit Wechselspannung gespeist. Stimmt, da war ein unschönes Brummen.

Nach den Erklärungen vom Jacob bin ich doch versucht, mir von unserem technischen Stammlieferanten ebay eine BCH1 zu organisieren. Eine Röhre ist dort noch rel. günstig zu bekommen. Das Gerät ist Baujahr 1934. Es wäre eigentlich schade, wenn ich es technisch so umbauen müßte. Als einziges bliebe also nur noch die Urdox. Da durchforste ich noch mal meine Bestände.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#6
Hallo Freunde,

Mensch, was habe ich hier für einen Blödsinn geschrieben. Das fiel mir dann in der Nacht ein. Hier mal die Klarstellung. Das Radio soll dann an einem reinen Gleistrom-Netzteil betrieben werden. So war vom Anfang an meine Planung. Wie kann also solch ein Radio statt der Urdox mit einem Kondensator !! im Heizkreis betrieben werden? Also, absoluter Unsinn. Bitte entschuldigt meinen Irrtum. Natürlich ist mir dieser Sachverhalt klar.

Ich werde nachher noch mal schauen, was ich an Urdoxen zur Verfügung habe. An der Röchre BCH1 bin ich weiterhin dran.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#7
Ja und eben bekomme ich Bescheid, dass ich die BCH1, mit guten Werten, für einen guten Kurs (Preisvorschlag wurde akzeptiert) bekommen habe. Bleibt also nur noch die Urdox.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#8
Hallo Andreas,

von mir könntest Du einen EU XII bekommen. Bedingt aber Änderungen im Heizkreis.

Dietmar
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