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Interessenbekundung FPGA Kurs
#1
Hallo Forennutzer,

Zur Zeit läuft ja der Einstiegskurs für Microcontroller, ich war und bin immer noch positiv überrascht von dem großen Interesse und
dem Durchhalten der Kursteilnehmer. Sogar ein paar PIC-ler haben wir jetzt.

Mittelfristig, in ein paar Monaten, plane ich einen Einstiegskurs in das Themengebiet FPGA.
FPGAs oder Field Programmable  Gate Arrays sind kleine Chips mit einer Großzahl an Logikblöcken, die über eine Hardwarebeschreibungssprache so miteinander verknüpft werden können, das man sein ganz persönliches IC als
Endergebnis erhält. Diese FPGAs können dann einfache Logic-ICs sein, Schnittstellenbausteine, Microprozessoren und und und. Jederzeit lässt sich das FPGA durch das Laden einer neuen Konfiguration zu einem anderen IC verwandeln.

Wer hat also Interesse an FPGAs und würde an so einem Kurs teilnehmen wollen? Ist das Interesse groß genug um überhaupt einen Kurs anzugehen? Dies möchte ich hier in Erfahrung bringen.

Das Kurs-FPGA samt Programmiergerät sollte zwischen 20 und 30 Euro kosten. Wir werden also für unsere Versuche kein 1k-Euro FPGA-Board brauchen! Als Hardwarebeschreibungssprache wird hauptsächlich Verilog dienen, VHDL werden wir kurz anreißen und die Unterschiede zu Verilog darstellen. 

Gruß Bernhard
Ansprechpartner für Umbau oder Modernisierung von Röhrenradios mittels SDR,DAB+,Internetradio,Firmwareentwicklung. 
Unser Open-Source Softwarebaukasten für Internetradios gibt es auf der Github-Seite! Projekt: BM45/iRadio (Google "github BM45/iRadio")
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#2
Moin

Daran habe ich interesse und da hast du auch meine Unterstützung, trotz dass ich nur Basic-Wissen habe.

Fairweise müsste ich sagen, dass man  grössere Geduld mitnehmen müsste, denn  FPGA Entwicklungsumgebung ist in der Regel beim Bedienung schlecht gemacht   Ausserdem sollte man besser Finger von Schaltplaneditor weglassen und gleich mit Verilog anfangen. Gut dass du Richtung Verilog vorschlägst. VHDL, darüber fluchen viele Frickler.

Verilog ist  Hardwarebeschreibungsprache und vorallem: Diese Sprache lehnt  auffällig C-Struktur an. Keine grosse Umstellung, nur  Gewöhnung ist nötig.


Verilog-tutorial (englisch, aber recht brauchbar)
http://www.asic-world.com/verilog/veritut.html

Ich spiele und nutze Lattice CPLD & FPGA.  Ich fasse berufsbedingt (Produktion& Reparatur) täglich ihm an, entsprechend fällt übrige Material ab. (es sei denn 300€ FPGA-Board, der sogar 486er CPU mitsamt Chipsatz simulieren kann)
Ihr werden Altera oder Xilinx wegen Verbreitung und Kosten nutzen.  Lattice Entwicklungsumgebung ist kostenlos, aber  ist mit  MAC-Adresse von Computer verifiziert ("Node-Lock" )

Grüss
Matt
Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.
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#3
Hallo Matt,

Danke für den Zuspruch! Ja ich bin über Verilog zu den FPGAs gekommen und habe dann VHDL gemacht. Hätte ich mit VHDL angefängen, wäre es sicher schwieriger geworden! VHDL ist mir irgendwie zu aufgebläht.
Bis jetzt ist geplant Alteras zu nutzen, zusammen mit USB Blaster. Beides gibt es sehr günstig und so ein EP2C5.... /EP4... dürfte für den Einsteigerkurs absolut ausreichend sein oder meinst Du das ein noch größerer Cyclone vielleicht doch besser wäre? Ich habe mit den "kleinen" FPGAs auch ein SDR - RX wie TX gebaut. So etwas könnte als Fernziel in einem Radioforum angestrebt werden. Oder auch nicht?! Es ist immer schwer etwas passendes als Projekt/Aufgabe zu finden, wenn sich potentielle Teilnehmer nicht äußern (können), weil wahrscheinlich nie etwas von FPGAs gehört. Das ist so wie mit einem Breitbandantibiotika auf einen Infekt los zu gehen, in der Hoffnung das man das passende gefunden hat was anschlägt und im Fall des Kurses auf Interesse stößt.

Gruß Bernhard
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#4
Meine mometane einzige Projekt, der ich  jedoch links liegen gelassen habe, da eine andere Projekt wichtiger ist.
Diese Projekt: Es wird  BT/ADV471 RAMDAC (typische VGA-Grafikkarte-DAC) adaptiert und ins LVDS 7:1-Potokoll zur TFT Display umwandeln, inklusive freidefinierbare Farbpalette.

Wichtig bei SDR ist wohl: interne Speicherblöcke und ggf. DSP-Prozessor.  Es gibt FPGA ohne interne Speicherblöcke, damit taugt der nur für einfache Sachen.
Ich bin allgemein in Digitaltechnik recht zurückhaltend und auch entsprechend wenige Erfahrung/Skill.

Ausserdem  gibt  zwischenCPLD und FPGA grosse Unterschiede.
Geschwindigkeit/Timing:
CPLD hat sehr gut kontrollierbare Laufzeit und ist sehr schnell.
Mit modernste CPLD  kann man  500Mhz direktzählende Zähler mit Reserve aufbauen. FPGA  kotzt oft schon bei 100Mhz Taktfrequenz.

Intergration:
  Dafür  kann in CPLD nur wenig Logikelement aufgebaut, der jedoch SOFORT bei Einschalten bereit ist.  Bei FPGA holt der  Bitstream (so heisst Datei für ihm, Lattice) aus SPI-Flash, nach (bis zu paar) Sekunde ist der bereit. Aber für meiste Anwendung ist das keine Problem. 

Endfazit:
Am besten vergisst man CPLD und konzentiert auf mittelgrosse FPGA mit interne Speicherblöcke.
Grosse FPGA ist geil, aber kostet menge Geld.

Nochmals: Ich habe nicht grosse Wissen darüber, aber hantiert beruflich bedingt in Produktion damit.

Grüss
Matt
Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.
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#5
(22.01.2020, 22:17)Matt schrieb: Grosse FPGA ist geil, aber kostet menge Geld.

Das ist der Punkt wo ich dann immer schauen muss, das es für einen Kursteilnehmer nicht zu teuer wird. Der Preis ist sicher 
das größte Einstiegshemmnis für Kursteilnehmer! 

20-30 Euro für alles (FPGA/Programmer), das kann man verschmerzen, wenn sich nach den ersten Lektionen rausstellt, das FPGA/Hardwareentwicklung für ein persönlich doch nichts ist.

200-300 Euro und mehr: Das kannst Du selten einen Einsteiger antun der erstmal testen möchte wie er mit FPGAs klarkommt.

Für eine gute Stange Geld aber es gibt schon richtig g**le FPGAs Boards!!!  Heart 

Na mal sehen wie viele sich mit FPGA auseinandersetzen wollen. Zeitlich wird der Kurs erst nach dem Einstiegskurs zu Microcontrollerprogrammierung kommen, damit die Last für Leute die gern beides ausprobieren wollen nicht zu groß wird.

Gruß Bernhard
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#6
Hallo, Bernhard,

nochmals Hut ab für Deine professionell gestalteten Lehrgänge.

Auch ich, als bisher "Nur-Bascom-Ahnung-Habender", daher nur mit AVRs zurechtkommend, hätte womöglich Interesse.

Wunsch-ICs zu kreieren machen AVR-, PIC-, BASCOM-, C- oder Assemblerfreaks zuhauf. Die Chips sind billig und wer seine Lieblingschips mit Lieblingscompiler flasht, hat sein Ziel erreicht, für den Anwendungsfall meistens nur unter 1% ausgelastet, da nicht als Zentraleinheit gedacht.

Für simple Ein-/Ausgabe-/Anzeige-Optionen etc reicht das,
billig, schnell gemacht - mein Wunschschaltkreis.

Für anspruchsvolle Ansteueroptionen, welche extrem schnell sein müssen, etc, kommt man irgendwann mit dieser Philosophie an die Grenzen, dann will man mit irgendwelchen externen superschnellen Schieberegistern, Frequenzteilern bzw Logikbausteinen das Problem erschlagen und plötzlich ist die Leiterplatte voll.

Was liegt dann näher, wenn man superschnelle Logig-ICs mittels der genannten Technik selber kreieren kann.

VERILOG scheint allgemein erlernbar zu sein, der zeitliche Aufwand muss sich jedoch lohnen.

Bernhard, jetzt liegt es an Dir, die Mitleser von den Vorteilen der FGPA-Programmierung zu begeistern und zu überzeugen. Wenn dies zu lang erwarteten Problemlösungen für Elektronikamateure ( nicht Grossserienfertiger sind gemeint) führt - ich wäre dabei.
VG Micha
... bei AM-Empfang ist die KW das Salz in der Suppe
... vernünftige Allstromgeräte haben eine Grätzbrücke im NT



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#7
Hallo Bernhard,

diese Schulung würde auch mich sehr interessieren. Ich habe ja den "Hedghog" Normwandler für 405 Zeilen TV und kenne den Entwickler Frank C. in Irland. Die Sourcen in VHDL habe ich dazu auch. Ich würde das Teil gerne umprogrammieren können für andere Normen. Damit wäre für mich ein konkreter Anwendungsfall gegeben der meine Motivation enorm steigert Smile 

Hier wird ein EP2C5T144  Board verwendet das ich in mehrfacher Ausführung habe. Auch ein USB Blaster ist vorhanden.

Die "Quartus" Software von Altera (mittlerweile IBM) zum programmieren habe ich auch und die Sourcen von Frank C habe ich damit schon erfolgreich kompilieren und flashen können.

Was ich gerne machen würde wäre einen AM Stereo oder vielleicht IBOC Modulator mit diesem FPGA. Das wäre toll. Oder einen Sender der 4 AM Programme gleichzeitig erzeugt. Ideen habe ich dazu viele und in diesem Falle würde ich auch irgendwo die Zeit für die Schulung abzwacken, weil mich das brennend interessiert. GNU Radio ist zwar schön aber man benötigt immer einen PC der damit läuft. Ich hätte aber gerne eine Schaltung die ohne PC die Signale erzeugt.

Die Kosten für die Teilnehmer wären sehr überschaubar, da die Quartus "Web Edition" kostenlos ist und nur eine Registrierung erfordert und das Board in China nur ca. 10$ kostet. Der Blaster mit 3$ bei Aliexpress ist da schon fast zu vernachlässigen...

Also Ich wäre dabei. mit VHDL habe ich mich schon etwas befasst und gelernt was eine "Entity" ist usw. Verilog das "Konkurrenzprodukt" kenne ich nicht, aber es wäre reizvoll z.B. den Code vom Hedghog auf Verilog umzuschreiben...
Viele Grüße
Semir
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"Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer der wußte das nicht, und hat es gemacht."
(Prof. Hilbert Meyer, Uni Oldenburg)
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#8
(23.01.2020, 01:37)hardware.bas schrieb: VERILOG scheint allgemein erlernbar zu sein, der zeitliche Aufwand muss sich jedoch lohnen.

Im Prinzip ist Verilog nicht komplexer als C, ich würde sogar sagen das Basic-Programmierer damit vom Syntax her noch weniger Umstellungen haben.



(23.01.2020, 01:37)hardware.bas schrieb: Bernhard, jetzt liegt es an Dir, die Mitleser von den Vorteilen der FGPA-Programmierung zu begeistern und zu überzeugen. Wenn dies zu lang erwarteten Problemlösungen für Elektronikamateure ( nicht Grossserienfertiger sind gemeint) führt - ich wäre dabei.
VG Micha

Auch in einem FPGA-Einstiegskurs müssen wir klein anfangen Micha! Sprich Pins "klappern" lassen, Zähler , ….
Das sieht im ersten Moment so aus, als hätten FPGAs gegenüber Microcontrollern gar keinen Vorteil! Der wenig motivierte und hinterfragende Teilnehmer wird mit Sicherheit denken, warum soll ich dann FPGAs lernen zu "programmieren".
Erst wenn der Kursteilnehmer erkennt, das man mit Verilog oder VHDL keine sequenziell ablaufende Programme erstellt, sondern logische Chipstrukturen beschreibt, mit denen man viele Sachen plötzlich parallel verarbeiten kann, dann hat der Teilnehmer die Vorteile von FPGAs erkannt.

Ein Beispiel: Vor ein paar Tagen habe ich im FAQ zum uC-Einsteigerkurs berichtet, das eine Lösung der Hausaufgabe eines Teilnehmers Probleme mit der Tastenerkennung hat. Grund war das der Controller einen Flankenwechsel verpasst, weil er sich mit anderen Aufgaben beschäftigt! Klar man könnte mit Interrupts arbeiten und so das Problem lösen, aber in Wirklichkeit pausiert dann nur ein anderer Teil des Programms! FPGAs würden bei solchen Problemen müde lächeln! Hier würden beide Aufgaben im Chip gleichzeitig erledigt, weil wir für die Aufgabe eine logische Chipstruktur erstellt haben und kein sequenzielles Programm für einen Microcontroller!

Gruß Bernhard
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#9
(23.01.2020, 01:40)Semir schrieb: Hier wird ein EP2C5T144  Board verwendet das ich in mehrfacher Ausführung habe. Auch ein USB Blaster ist vorhanden.

Ja diese Boards habe ich auch gesehen. Die haben natürlich den Vorteil das praktisch nichts anderes an "Demo"-Hardware untergebracht ist. Keine LED-Leisten, keine 7-Segmentanzeigen oder Piezopieper. So ein Board könnte später direkt als "Motherboard" in einer Anwendung integriert werden ohne das irgendwelches Klimbim bereits Pins belegt.

(23.01.2020, 01:40)Semir schrieb: Was ich gerne machen würde wäre einen AM Stereo oder vielleicht IBOC Modulator mit diesem FPGA. Das wäre toll. Oder einen Sender der 4 AM Programme gleichzeitig erzeugt. Ideen habe ich dazu viele und in diesem Falle würde ich auch irgendwo die Zeit für die Schulung abzwacken, weil mich das brennend interessiert. GNU Radio ist zwar schön aber man benötigt immer einen PC der damit läuft. Ich hätte aber gerne eine Schaltung die ohne PC die Signale erzeugt.

Dazu müsste die komplette Audiocodierung in ein FPGA "gegossen" werden.  Um das halbwegs in machbarer Zeit den Griff zu bekommen, wäre ein Softcore auf einem FPGA der bessere Weg. Damit wäre der FPGA aber auch wieder soetwas wie ein PC! Ein stromsparendes LinuxSoC hingegen würde die Sache genauso gut erledigen können und kostengünstiger sein. Ein 10 oder 12 Bit DAC an den GPIOs und Du hättest soetwas wie ein LimeSDR mit integriertem PC.
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#10
Bernhard,

danke für Dein Statement ... ich bin dabei.

VG Micha
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#11
Ich werde mit großem Interesse mitlesen

Gruß
Wilhelm
Niemandes Herr, Niemandes Knecht,
so ist es gut, so ist es recht

von Fallersleben
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#12
Lesen Wilhelm, das machen viele aber ohne Praxis bleibt es nur Theory und wenig hängen! Nach der Synthese des Verilogcodes sollte man den neu erschaffenen Chip wenigstens im Simulator ausprobieren. Also aktiv mitmachen!

Ich freue mich schon und werde wieder intensiv mitmachen.

Otto
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#13
Hallo Zusammen,

das EP2C5T144 Board hat immerhin 3 LEDs schon an Board. Wenn die Boards aus China kommen sind diese so Programmiert, dass diese LEDs in einer gewissen Reihenfolge Blinken. Ich hatte aber auch schon Boards die waren nicht Programmiert da blieben die LEDs aus. Eine weitere LED zeigt das Vorhandensein der Betriebsspannung an. Spannungsregler für alle benötigten Spannungen wie 3V3 und 1V8 sind schon auf dem Board.

Eines möchte ich hier allerdings nicht verheimlichen. Ich hatte einmal eine Lieferung von diesen Boards die grottenschlecht gelötet waren. Das Ergebnis war, dass diese sich nicht programmieren ließen. Das konnte ich aber durch fluxen und Nachlöten beheben. Einige Bastler in UK die dort mit den Boards arbeiten hatten das gleiche Problem.

Trotzdem fände ich dieses Board gut geeignet um FPGA Experimente zu machen. Es sei mir gestattet einige Ideen hier mal niederzuschreiben:

a) einfache Programmierung diverser Ports um eine der on Board LEDs zum Blinken zu  bringen

b) Abfrage von Pins um Schaltfunktionen zu erkennen z.B. damit die Blinkfrequenz der LEDs zu verändern

c) Pin Abfrage im Tristate Modus d.h. Funktion1 = Pin an Masse, Funktion2 = Pin an +5V, Ruhezustand Pin ist offen

d) Realisierung einer Ampelsteuerung, Eines Lauflichts oder vergleichbarer Lichtsteuerung.

e) Aufbau eines Sinusgenerators mit Ausgabe über ein R2R Netzwerk. Hier könnte eine NCO (Numerically Controlled Oscillator) programmiert werden, dazu gibt es sogar fertigen Code.

f) Aufbau eines Wobbelgenerators basierend auf e) mit Ausgabe eine Triggersignals und einen Blanking Signals für ein Oszi

g) Anbindung eines A/D Wandlers für Audiosignale.

h) Implementierung einer LED bar Graph anzeige mit Peak hold die das Signal von g) visuell anzeigt

i) Implementierung einer AM Modulation aus dem vorangegangenen

j) Mehrfach AM Modulator für X Kanäle, Ausgabe über R2R Netzwerk in 12-14bit. Daraus könnte auch eine Lösung gebaut werden die als Abgleichhilfe gängige Signale im MW Band liefert z.B. 530kHz, 801kHz und 1584kHz. Diese könnten genutzt werden um einen Skala zu eichen.

k) Erweiterung auf AM Stereo nach CQUAM Verfahren

l) einfacher Synchrongenerator für CCIR und EIA Signale

m) Erweiterung des Generators mit Testbildern und Farbe in NTSC und PAL eventuell auch SECAM

Das sind nur ein paar Ideen die mir so vorschweben. Sicher haben andere Teilnehmer hier noch weitere Ideen und Anregungen, aber das sollte auch nur ein Anfang sein.

Da ich den kompletten source Code für den Hedghog Normwandler in VHDL habe könnte dieser auch einige interessante Anregungen geben, denke ich.
Viele Grüße
Semir
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#14
Ein Cylcone II oder IV ist in Form dieser kostengünstigen Boards auch mein bisheriger Favorit. Dort findet man Sie in den kleinsten Versionen mit gut 5-6k Logic-Elementen verbaut. Für einen Einstiegskurs sollte das ausreichend sein, wobei wir natürlich sehen müssen was an Anwendung letztendlich in so einen kleinen FPGA reinpasst. Einer mit jahrelangen FPGA-Kenntnissen kann da funktionell mehr reinquetschen als FPGA-Neulinge in einem Einsteigerkurs! Die grundliegenden Sachen die wir jetzt auch schon im uC-Kurs machen sind damit kein Problem, auch kleinere Signalgeneratoren oder Sender nicht. Flexibler, auch mit Hinsicht eines Fortgeschrittenenkurses und ggf. SDR-Anwendungen wäre ein Hybrid: FPGA samt uC auf einem Bord oder wenigstens ein FPGA in dem zusätzlich eine CPU als Softcore reinpasst ohne das eine Knappheit an LEs vorherrscht.  

Es gibt ja einige interessante Boards auf dem Markt: https://shop.trenz-electronic.de/de/Prod...GA-Boards/

Ein EP2-Board, beim Chinesen ab 3-4 Euro, in Deutschland um die 15-20 Euro, ein EP4-Board bis zu 30 Euro werden aber kostentechnisch die Grenze sein die man hier als Kursmaterial in einem Einsteigerkurs zum "Reinriechen" verlangen kann? Der Einsteiger wird sich kein Trainerboard DE0/1, Genesys2 mit zusätzlich RAM, Basys3 und und und leisten wollen. Das was wir hier im Forum mit einem Fl2k, LimeSDR und GNURadio an Anwendungen zeigen, sollte also in eine Kursstufe, wo der Teilnehmer schon weiß, ja das will ich und 100 oder 150 Euro für die Gesamthardware sind mir nicht zu schade. Ich weiß nicht, vielleicht täusche ich mich auch und die Leute sind als Einsteiger bereit gleich zu Kursbeginn mehr Geld auszugeben? Potentielle Kursteilnehmer dürfen sich hierzu gern an dieser Stelle äußern!

Ein Mojo V3, nicht mehr oder weniger obsolet als ein EP2/4-Minimalboard und mit 30-40 Euro durchaus noch zu bekommen ist vielleicht auch ein geeignetes Einstiegsboard. Matt, Semir, was sagt Ihr dazu, Ihr seid ja auch schon FPGA-erfahren. Vielleicht habt Ihr ja noch andere Boards im Auge als die hier genannten?

Gruß Bernhard
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#15
Ich habe hier eine haufen FPGA Eval-Kit von Lattice, meiste davon hat 6 bzw. 12klut  ( k = 1000 , lut = eine Look up tabelle  ~ Logikelement)  Aber alle ist nicht mehr ganz aktuell.
   

Und ich habe irgendwo 20 stück  Tachyssema HV-3 Board mit Lattice ECP3-150.  Diese FPGA hat 149 klut.
Aber diese Platine braucht Slot und Platine. ( HV-3 Board ist Steckkarte)  Nachkaufen von diese Teile ist anders als einfach.
Jedoch plane ich kleine Serie von diese Adapter. Aber nicht sofort und das hat auch noch "low priority".


Daher wird ich  nach euch richten oder ich mache mit Lattice und ihr mit Altera.
Wenn Altera Entwicklungsumgebung ohne node-lock und ohne Sanduhr-Lizenz ausgestattet ist, dann würde ich es vorziehen.

Grüss
Matt
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#16
Hallo Bernhard,

ich habe mit FPGAs fast keine Erfahrung bis auf das Hedghog Projekt das ich mit Quartus kompilieren kann hatte ich bisher nichts mit FPGAs gemacht. Ich habe heute gerade mal wieder die Quartus Software aufgemacht und etwas damit herumprobiert. Die ist schon sehr umfangreich und ohne Vorkenntnisse erschließen sich viele Funktionen nicht.

Ich denke ein Kriterium sollte die Verfügbarkeit von einer kostenlosen Entwicklungsumgebung sein. Da gibt es ja eine große Bandbreite von Kostenlos bis sehr teuer. Außerdem haben sich einige Firmen noch Gemeinheiten ausgedacht wie:

- Man muss eine Firmen-Email haben um sich zu registrieren damit man den Download starten kann
- Die Software wird mit einer MAC Adresse verknüpft
- Die Software ist nur zeitlich begrenzt nutzbar.usw.

Manchmal denke ich die Firmen wollen gar nicht, dass Leute ihre FPGAs einsetzen wenn man die Hürden betrachtet. Aber zumindest die "doofen" Bastler wollen sie draußen halten.

Auch bei Aterra das ja nun zu Intel gehört war es nicht ganz einfach die Software herunter zu laden. Selbst die alten Versionen in der kostenlosen "Web Edition" erfordern eine Registrierung mit einer Firmen-Email. Ich habe die von meinem AG genommen, da ich weiß, dass ich hier von diesem Rückendeckung habe (ist ja eine Fortbildungsmaßnahme) aber das ist eigentlich auch nicht der korrekte Weg.

Mir ist es egal ich habe die Software aber ich kann auch eine andere benutzen, wenn Du eine Alternative anbieten kannst. Es geht ja hier ums lernen und die erworbenen Kenntnisse sind sicher auch mit anderen Software Paketen nutzbar.

Was die Kosten angeht, denke ich würden die meisten hier sicher lieber klein anfangen. Wenn dann das Interesse geweckt ist wird der eine oder anderen sicher auch bereit sein mehr auszugeben, aber am Anfang sollte es nicht so teuer sein. Das bezieht sich auf die 3 Faktoren:

- Entwicklungsboard
- Programmiergerät
- Softwareumgebung

Alle Komponenten sollten in Summe erschwinglich sein. Ich denke unter €50,00 für alles. Das ist aber nur meine bescheidene Meinung.
Viele Grüße
Semir
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#17
Hallo.
Ich wūrde auch erst mal mit dem Ep2c5 Minimal Board anfangen. Wird ein Wifi oder Ethernet Stack gebraucht kann man den doch als Esp32 oder Raspberry Zero fūr 10 € reinhängen. Das ist viel preiswerter als ein FPGA Board mit zusätzlichen ARM Core oder einem größeren FPGA mit SoftCPU.

Otto.
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#18
(03.02.2020, 21:23)OttoBerger schrieb: Hallo.
Ich wūrde auch erst mal mit dem Ep2c5 Minimal Board anfangen. Wird ein Wifi oder Ethernet Stack gebraucht kann man den doch als Esp32 oder Raspberry Zero fūr 10 € reinhängen.  Das ist viel preiswerter als ein FPGA Board mit zusätzlichen ARM Core oder einem größeren FPGA mit SoftCPU.

Otto.

Ja klar, das können wir so machen! Auf "teuren" Boards sind die Komponenten ja auch nur über einen zu spezifizierenden Datenbus miteinander verbunden und die paar "Strippen" kann der Anwender auch selbst ziehen?!

Ich hätte vielleicht noch eingebracht das man bestimmte teure Boards oftmals (vergleichsweise zum Neupreis) sehr günstig über Ebay (Kleinanzeigen) erwerben kann. Hier so ein Beispiel:

   

Ein Altera/Intel Stratix II EP2S60 , NIOS II SDK zum Beispiel bekommt man oftmals für einen Bruchteil des Neupreises. Das ist sicher nichts für den totalen Einsteiger, aber wenn jemand nach dem Einstiegskurs sagt, jawohl FPGA - da mache ich was mit - zum Beispiel ein SDR-TX inklusive Generierung des Modulationssignal ohne(!) PC, ist das durchaus ein Weg den man gehen kann.

Für uns im Einsteigerkurs sollten wir aber alle das gleiche Board haben, deshalb lege ich jetzt fest, wir benutzen im Kurs das EP2C5T144 Minimal Board + als Programmer einen USB-Blaster, so wie nachfolgend gezeigt:

       

Wer bei Google nach "EP2C5T144 Minimal Board" sucht, der findet haufenweise günstige Angebote für dieses FPGA-System!

Darauf ist ein Cyclone 2, dessen Handbuch man hier findet: https://www.intel.com/content/dam/www/pr...cii5v1.pdf

Die passende Quartus-Entwicklungsumgebung gibt es bei Intel zum Download, der Cyclone 2 wird dabei bis zur Version 13.0.1 unterstützt, die aktuellste Version 19.xxx also nicht benutzen, sondern explizit die ältere Version downloaden: https://fpgasoftware.intel.com/13.0sp1/?edition=web

Die Entwicklungsumgebung gibt es für Windows und für Linux! Man muss sich registrieren, als Geschäftsadresse sollte man eine halbwegs offiziell aussehende Adresse wählen, wahrscheinlich funktionieren aber auch gmx, gmail und co.???? Wer keine "ordentliche" Adresse besorgen kann, der kann die DVD-ISOs dann auch von mir bekommen, bzw. ich stelle die Images in die Wolke.

Gruß
Bernhard
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#19
Hallo Bernhard,

das freut mich, dass es jetzt hier los geht. Da muss ich doch gleich mal eines meiner Boards aus dem Keller holen und den USB Blaster bereitlegen  Big Grin

Ich habe hier übrigens auch einzelne Cyclone 2 FPGAs und passende Eproms für ein Projekt Hedghog II wo der FPGA direkt auf dem Board aufgelötet wird. Das habe ich mir allerdings bisher nicht angetan, in Anbetracht der filigranen Pins.

Es ist super, dass Du diesen Kurs anbietest! Ich glaube das ist in der Deutschen Forenwelt einmalig was Du hier einbringst! Meinen herzlichen Dank dafür!

Falls jemand hier im Rhein-Main Gebiet die Software haben möchte oder Hilfe bei der Installation benötigt helfe ich gerne. Ich habe die Linux und die Windows Variante.

Noch ein Hinweis: Die Quartus Software kann man allein installieren, dann ist der Download nur ca. 1,8GB groß. Zusätzlich muss man dann noch die "Devices" herunterladen. In unserem Fall reicht die Datei mit der Cyclone Familie (Nicht die für Cyclone V). Wenn die Software läuft muss man unter "Tools" "Add Device" die auf ".qzh" endende Device Datei importieren. Erst dann kann die Software den Cyclone II nutzen.

Ich freue mich auf den Kurs!
Viele Grüße
Semir
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#20
Hallo Semir, hallo Interessierte,

ob wir die Einzigen sind die so etwas in einem Forum machen, keine Ahnung. Unter den Radiobastlern im deutschsprachigem Raum wahrscheinlich schon, aber es gibt sicher viele Computerforen wo FPGAs an der Tagesordnung sind. Denke da an die Retrocomputer-Szene, die mit FPGAs die alten Kisten komplett in Verilog oder VHDL nachbauen oder mit FPGAs Ersatzchips herstellen, weil der Originalchip nicht mehr zu bekommen ist.

Ich habe mal bei ebay geschaut und es gibt in Fernost einige Händler die diese EP2C5T144-Boards samt USB-Blaster als Set verkaufen! Für 10-15 Euro inklusive Versand. Wer also nicht dem Corona-Wahn verfällt und die Lieferzeit - aktuell irgendetwas zwischen 30 - 60 Tagen - ertragen kann, dann kauft ruhig beim Chinesen ein. Ob das jetzt originale EP2C5 sind oder Clones, das kann ich nicht sagen. Im Netz liest man das einige Top-Boards bekommen, andere wiederum schlecht gelötet oder noch voller Flußmittelrückstände sind.

Bei Amazon findet man zum Beispiel so ein Anbieter, mit Top-Bewertungen: https://www.amazon.de/diymore-Cyslonell-...01NCEJ8YI/

das gleiche Board hier aber wohl mit katastrophaler Fertigung: https://www.amazon.de/ARCELI-Altera-Cycl...B07BVN2R7X

Bei den verbogenen Pins muss man sagen, das auch die Leute von Amazon nicht immer mitdenken bei der Wahl der idealen Verpackung! Ich hatte da schon DDS-Module bekommen, die waren ohne Umverpackung einfach in ein Luftpolsterumschlag gesteckt! Irgendwie ist dann das Postauto drüber gefahren oder der Postbote ist mal drauf gelatscht. Kostenlosen Ersatz gab es immer und in 1 - 2 Tagen nachgeliefert.  Passiert so ein "Unfall" bei einem Produkt aus China, naja - dann nochmal 30-60 Tage warten.

Wir fangen ja noch nicht gleich an. Es gibt einige aus dem uC-Kurs die mich auch schon angeschrieben haben das Sie FPGAs kennenlernen wollen, aber bitte nicht parallel. Wir haben also noch etwas Vorlaufzeit für die Besorgung der Teile. Brauchen wir nochmal eine Einkaufsliste für den "Kleinkram" wie LEDs, Taster, Widerstände, 7-Segmentanzeige usw.??? Ich denke das haben die meisten daheim liegen, oder? Wer den uC-Kurs mitmacht, der hat auf jeden Fall eine gute Grundlage an Bauelementen! Wir werden auch hier wieder mit den einfachsten Sachen anfangen und uns dann Stück für Stück hocharbeiten.

Gruß Bernhard
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