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SABA Automatic Motoren, Grund für häufigen Defekt
#1
Hallo zusammen,

ich bin neu hier, erstmal etwas zu mir:
Mein Name ist Jan, ich bin Mitte 20 und komme aus Stuttgart. Neben meiner Leidenschaft für (Kopfhörer) HiFi repariere ich seit fast 10 Jahren gerne Röhrenradios.
Das wurde mir in die wiege gelegt, Elektronik zum anfassen, Lichter und Lautsprecher interessierten mich schon als kleines Kind. War klar das ich irgendwann Röhrenradios für mich entdecke. 
Nun lief das Elternhaus irgendwann über und ich musste Geräte abgeben, ich habe mich daraufhin entschlossen hauptsächlich Spitzengeräte der 50er und 60er anzuschaffen oder Geräte mit besonderen Eigenheiten. 
Dabei kristallisierte sich eine Leidenschaft für die großen SABAs, hauptsächlich Freiburg, heraus. Warum SABA?
Zum einen sind die Verarbeitungsqualität und technische Besonderheiten zu nennen, gerade die Automatic ist beeindruckend für mich. Die Ingenieure verdienen meiner Meinung nach heute noch Hochachtung für diese Entwicklung.
Für mich (Das darf jeder anders sehen!) klingen die SABAs außerdem einfach am besten. Meine Sammlung umfasst Freiburg 9, 6-3D, (Aktuelles Projekt) WIII sowie einen 3DS und einen Bodensee WIII. Jedes dieser Geräte wurde Teilzerlegt, die mechanischen Bauteile im Ultraschallbad gereinigt und neu gefettet sodass sie funktionieren wie neu sowie alle defekten Kondensatoren erneuert gegen Stilechte Neuteile. Das 3DS war bisher mein aufwändigstes Projekt, es hat einen neuen Lack bekommen sowie vergoldete Zierleisten. Ich erfreue mich jeden Tag an diesem Empfänger.
Überholen möchte ich noch Freiburg W10, 100 sowie den 18er, letztern werde ich aber eher nie bekommen  Rolleyes

Jetzt aber zur Frage:

Man ließt öfter von defekten Motoren bei den SABA Automatics, ich selber hatte schon einen. In den Foren gibt es Empfehlungen die Automatic immer abzuschalten, SABA hat das aber nicht direkt vorgesehen und wenn dann nur als Freilauf falls man selber "von Hand" den Sender suchen möchte. Im 3DS und 6-3D sind die Motoren immer aktiv. Schuld soll die hohe Erwärmung der Bauteile sein.
Was ich mich frage: Selbst wenn die Wicklung innen 80C° heiß wird (außen sind es geschätzt ~50C°) ist das garkein Problem für den Isolierlack. Ebenso halte ich die Theorie für unwahrscheinlich das der Lack gealtert ist, dann müssten die Netztrafos auch alle defekt sein. In den kleinen SABAs werden diese ähnlich heiß wie die Motoren. Ist es nicht wahrscheinlicher das die defekten Motoren eher an Überlastung durch defekte Papierkondensatoren gestorben sind?
Mich würde interessieren ob jemandem sein Automatic kaputt gegangen ist nach dem tausch aller anfälliger Kondensatoren?

Gruß,
Jan
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#2
Hallo Jan, herzlich Willkommen hier.

Ja zu deiner Frage mußt du mal auf die Experten warten. Ich habe zwar schon ein paar Automatics gemacht aber noch nie die Temperatur des Motors gemessen. Handwarm waren die.
Nach dem tausch aller relevanten Teile habe ich noch keinen defekten Motor bei mir feststellen können. Anfällig waren eher die vielen Kontakte. Hier kann man noch so viel reinigen, wenn die vorher mal angekokelt waren wirds sehr schwer die wieder sauber zu bekommen.
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#3
Hallo Jan,

Tatsache ist, die ständig eingeschaltete Automatik war damals üblich und normale Handhabung und konstruktiv auch so vorgesehen. (Alles andere wäre absurd: Die Automatik sollte den Sender ständig "auf Mitte" halten - was nützte das, wenn sie nicht ständig arbeitete!?)
Tatsache ist auch, der Motor wird sehr warm (nach dem menschlichen Empfinden kann man auch sagen heiß, wobei man schon beim Befühlen eines 50 Grad warmen Gegenstandes sofort zurückzuckt!).
Heute begegnen den Hobbyisten regelmäßig defekte Motoren, meist mit Schluß von einer Wicklung nach Masse. Das heißt aber noch lange nicht, dass jeder Motor kaputt geht! Ist der Motor also zu arg "auf Kante genäht" oder handelt es sich um eine erhöhte Anfälligkeit im Alter? Letzteres wohl schon, denn zu "Lebzeiten" dieser Radios, also während der intendierten Nutzungsdauer von 10 bis 15 Jahren, waren Motorausfälle kein Thema, wie man hörte.

Also ein Altersgebrechen? Wohl schon. Der Draht und damit seine Lackisolation ist sehr dünn, der Biegeradius auf dem sehr kleinen quadratischen Spulenkern sehr klein, kleiner jedenfalls als bei üblichen Netztrafos. Erhitzung auf eine relativ hohe Temperatur und Abkühlung bei/nach jedem Betrieb lässt die Materialien mechanisch arbeiten, in Verbindung mit einer Alterung nach Jahren (ein Frei-9 ist 60 Jahre alt!) könnte die Isolation schon marode werden lassen.

Sollte man seinen Freiburg (Meerburg, Konstanz 8, Schwa-6...) also schonen und die Automatik abschalten? Das ist Geschmackssache, meine ich. Ich persönlich bin da recht gnadenlos, zumal eine Reparatur zwar aufwendig aber doch möglich ist (im Gegensatz zu Fernseh-Zeilentrafos!). Wenn mein Auto eine Klimaanlage hat, dann benutze ich diese auch. Wenn mein Backofen eine Grillfunktion hat, warum sollte ich sie nicht benutzen? Wenn ich meinen Freiburg 15 spielen lasse, dann stundenlang mit eingeschalter Automatik. Passiert ist in 28 Jahren, solange habe ich ihn, nichts.

Zu beachten ist natürlich, dass wir heute 10 bis 18 Volt mehr Netzspannung auf der Leitung haben. Das führt natürlich zu einer Mehr-Erwärmung die es zu vermeiden gilt. Die meisten Freiburgs sind auf 240 Volt einstellbar, einfacher kann man es nicht haben. Wo das nicht geht, z.B. Freiburg 8 oder 9, tut's ein kleiner Vorschalttrafo 230 auf 12 bis 18 Volt, ein Ampere, in der bekannten Redukionsschaltung.

VG Stefan

PS: Was ist denn ein Keksstein? Ich vermute mal die Ablagerung im Kessel, wenn man täglich Kekse kocht?
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#4
Vielen Dank für die Antworten und das Willkommen! 

ich bin da auch recht schmerzfrei und lasse die Automatic an, die Motoren vom 3DS kann man nach einer Weile nicht mehr anfassen. Für Trafoisolierlack ist das kein Problem, natürlich wird er gealtert sein aber es müssten dann Netztrafos genauso betroffen sein, in vielen Geräten werden die ähnlich warm wie die Motoren der SABAs. 

Ich habe mal einen ausschnitt aus dem Schaltbild angehängt vom 6-3D, ich denke das nur der 0,35uF Kondensator und eine Fehlende Spannung "V1" die Motoren beschädigen kann. (Wobei ich sagen muss das ich nicht jedes Detail der Motorsteuerung verstehe!!!)

"c" und "d" hängen an der Anodenwechselspannung, ich vermute der C ist ein Kapazitiver "Vorwiderstand"? (Dann würden ~20mA durch die Wicklungen fließen, passt!) Wenn der Leckt fließen schnell unzulässig hohe Ströme. Der 0,25uF könnte den Arbeitspunkt der Pentode der ECL80 verschieben, dafür ist die Gleichspannung aber viel zu gering als das seine Isolation Probleme machen kann. (V1, am anderen Ende wird eine Wechselspannung immer dann angelegt wenn die Automatic arbeiten soll)
V1 ist eine Negative Vorspannung,  die wird mit einer Selendiode erzeugt. Fällt diese Vorspannung aus fließt wieder zu viel Strom durch den Steuermotor, ich denke das ist der gefährlichste Fall.

Zusammengefasst würde ich mindestens die 0,35uF tauschen und die Selendiode im Netzteil prüfen bzw. durch Silizium ersetzen. Im Netzteil lieber zu hohe negative Vorspannung als zu niedrige. In meinem 3DS war die Vorspannung damals ganz ausgefallen was zu Störungen der Automatic führte, ich vermute der Motor wäre gestorben hätte ich den Fehler nicht beseitigt.

   

Kann man das so stehen lassen?

Gruß,
Jan
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#5
Hallo Jan
bitte die Bilder auch mit dem Button rechts "in den Beitrag einfügen", einfügen, das habe ich jetzt mal gemacht, Neuforumbonus Smiley53
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#6
Dankeschön, ich werde es in Zukunft beachten!
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#7
Hallo.

Ich hatte in deinem anderen Thread geschrieben das manche sich die messingleiste vergolden lassen.
Du bist also auch einer von dieser Gattung....mein Respekt!...

Mir wäre das aber ein Zuviel des guten.

Die 3Ds Modelle sind so konstruiert das man die Motoren nicht abschalten kann! Viele bezeichnen das als einen Konstruktionsfehler.

Man kann nun hingehen und einen einfachen Kippschalter zb an die Rückwand anbringen oder aber was für dich als Perfektionist in frage kommt es mit dem Automatik ein,aus Schalter verbinden was ich schon des Öfteren gelesen habe.
Wie das im Detail gemacht wird kann ich dir aber leider nicht sagen.

Wenn der Motor so heiss wird das man ihn nicht berühren kann würde ich das auf jeden Fall machen! Das ist absolut nicht normal so und diese Motoren sind wenn man überhaupt einen bekommt sauteuer!
Bevor du da keine Lösung hast und das Gerät unbedingt hören möchtest würde ich ihn abklemmen!

Soweit ich weiß werden aber ab dem freiburg6 die automatikmotoren mit dem automatikschalter komplett abgeschaltet so das im nichtautomatikmodus die Motoren nicht leiden.

Ich würde beim Radiohörern immer die Automatik ausschalten. Früher war das anders.
Dafür sind die Teile einfach zu teuer und aufwendig zu reparieren wie ich meine.

Mit freundlichen Grüßen
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#8
Ich habe jetzt noch mal alles gelesen.

Es mag sein das auch verschiedene Motoren bei Saba verwendet wurden im 3Ds
Allgemein wurde ja damals viel in der laufenden Serie geändert.

Ich möchte niemanden kritisieren und es kann auch sein das ein so heiß laufender automatikmotor nicht daran stirbt! Ich weiß das nicht genau aber würde es auch nicht riskieren.

An meinem Freiburg 3Ds wird der Motor lange nicht so heiss. Höchstens handwarm.

Die dicken motorkondensatoren hast du ja getauscht und verharztes fett entfernt auch an allen seilrollen denke ich.

Der 3Ds ist mein ganzer Stolz! Regelrecht auferstanden aus Ruinen! Ein ganz tolles Gerät!
Aber ich denke das deiner noch viel schöner ist....
Ich bin leider nicht ganz so der Perfektionist.
Bitte zeige doch mal Bilder von deinem Radio!

Aaaber....ich bin ja leider schwerhörig....
Ich finde die Freiburgs haben einen ganz tollen eindrucksvollen Klang!
Wenn ich aber lange damit Radio höre fängt es bei mir an zu nerven.

Vor allem der bassregler wird zum allerbesten Freund. Ich kann kaum die Finger davon lassen.
Ich finde die Freiburgs haben zu viel Bass und zu viel Höhen.
Die mittleren Frequenzen fehlen etwas im Klang finde ich.

Aber klangbeurteilung ist ja immer subjektiv.

Mit freundlichen Grüßen
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#9
Ich möchte etwas schreiben, was viele Saba-Fanboy (Entschuldigung für Wortwahl) nicht gerne höre.

Saba's Spulenerzeugnisse ist auffällig öft an Kanten genäht.  Daher ist Trafo-Umschaltung auf 240V  goldrichtige Entscheidung.

Grüss
Matt
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#10
Hmmmm....und ich dachte immer das gerade Saba die allerbeste Technik hatte? Die allerausgefeilteste aber ganz sicher!
Was ich aber fast sicher weiß ist folgendes! Saba hatte mit Abstand die schlechtesten Furniere auf dem Gehäuse. Keile angesetzt, mehr Splint als Kernholz und sogar in der Länge nach gestückte Furniere gehen eigentlich selbst heute gar nicht. Die dunkelen Gehäuse sind ganz besonders schlimm! Es blutet mir das Herz Das Saba gerade am Gehäuse so gespart hat. Da sind die Grundigs wirklich eine völlig andere Welt! Eigentlich kann man ein Saba fast nur möglichst dunkel restaurieren. Aber ich denke das viele da auch eigentlich kein Auge für haben?
Heutzutage wird ja auch Brennholz als kernbuche verkauft und Eiche muss möglich viele Äste und Spiegel haben. Nussbaum so bunt wie es eben geht mit viel Splint!...vieleicht war Saba damals seiner Zeit ja auch nur um 60 Jahre voraus!...Smileys...
Mit dem 240 Volt umschalten habe ich auch schon viel drüber nachgedacht...
Nur,....besteht dann nicht vieleicht auch die Gefahr das die elektonenröhren unterheizt werden?
Was für das eine gut ist, ist für das andere vieleicht auch schlecht?
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#11
Korrekt, dass Saba  interessante und innonative Technik hat, das widerspreche ich dich nicht. 

Mess einfach  Heizspannung: Wenn es innerhalb 6,3V 10% ist, ist alles gut.

Grüss
matt
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#12
Ich habe seit fielen monaten die Saba meersburg auf dem tisch und komme nur selten zum basteln.
Aber da ich mich mit diesen Gerät mehr als normal befast habe, kann ich auch einige sachen dazu schreiben.
Das wechseln der Kondensatoren bewirgt wirklich fiel. Schaut man sich den beitrag an welchen ich dazu geschrieben habe wird mann schnell rauskriegen warum die spulen heis werden.
Wenn die Kondensatoren welche direckt mit der hohen Spannung in serie sind problem haben ,und zum widerstand mutieren (Der grosse hatte nur noch 800 Ohm) dann wird es kritisch.
Ich habe mir in die leitung zum motor eine sicherung eingebaut.
Die kann bei ausfall des Kondensators die ganze sache unterbrechen.
In der schaltung wird ja angegeben welcher Strohm da fliessen muss. Ich glaube es wahren 50mA
Printed on recycled Data
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#13
https://www.radio-bastler.de/forum/showt...?tid=12754

Im moment bin ich auf der arbeit. Deswegen kann ich nicht so ausgiebig schreiben wie ich es gerne möchte.
Auserdem ist es Montag. Alle wollen sie was Von mir und lassen mich nicht in ruhe im Internet rumtrödeln.........

Oben ist der Link zu meiner Arbeit an der Meersburg 6 Automatick. Leider ist noch immer nicht 100% fertig.
Aber mann kann schon zu 95% sehen um was es sich bei dieser Arbeit handelt.
ERs geht nicht nur um den Kondensatorwechsel. Es warden auch andere sachen angesprochen.

Ich habe laut der dort veröffentlichten schablone eine sicherung mit 80mA eingebaut.
Folglich sollte der strom der Spulen diesen wert nicht übersteigen.
Du kannst die Kondensatoren so wie auf meiner anleitung für diese Meersburg, und auch die baugleichen Freiburg verwenden.
Lese dir mal den text durch, denn da kann man fiele stellen sehen welche wichtig für diese Automatick modelle sind.
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#14
hä, ich versteh  nur Bahnhof.
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#15
Das Saba Freiburg 3Ds hat gefühlt hunderte kondensatoren und auch unheimlich viele Elkos. Vor allem an Elkos haben sie wahrlich nicht gespart! Die haben alles eingebaut was gut und teuer ist! Elkos von Siemens welche angeblich unzerstörbar sein sollen und selbst hergestellte papierwickler im Glasröhrchen. Die Saba kondensatoren sind eine Augenweide mit ihrem goldenen Aufdruck! Aber eine kondensatorkur macht gerade bei Saba Geräten enorm viel aus wie ich auch schon gedacht habe. Ich wechsele mittlerweile ausnahmslos alle kondis und auch die Elkos.
Das Gerät hatte einen klirrgrad von unter einem Prozent!
Phillips machte 5 Jahre später Werbung für einen klirrgrad von 2.5 Prozent für seine Eisenlose Endstufe wenn ich mich richtig erinnere.

Das Freiburg 3Ds war damals sicherlich eine Klasse für sich und von keinem anderen Hersteller erreicht!
Selbst der große Max Grundig konnte seine entwicklungsingeneure so lange in ihrem Labor einsperren wie er wollte. Das hat auch Grundig nicht erreicht!

Mich wundert aber das Saba anschließend den Freiburg 6 baute. Dieses Gerät kommt nach meiner bescheidenen meinung nicht an das 3Ds heran. Es ist auch bedeutend kleiner und leichter. Und das in einer Zeit wo Qualität oft mit Größe und vor allem Gewicht assoziiert wurde.

Ich habe aber auch schon gelesen das Saba mit dem 3Ds kein Geld verdiente da auch zu geringe Stückzahl trotz des sehr hohen Preises!

Mit freundlichen Grüßen
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#16
Juan
Ich habe deine Anleitung gerade bis zum Thema y kondensatoren gelesen....das meiste davon habe ich aber vorher schon mal gelesen...
Ich muss sagen das du dir sowohl sehr viel Arbeit mit dem Gerät als auch mit der Anleitung gemacht hast und spreche dir meinen absoluten Respekt dafür aus! Die Wimas sind wohl mit die allerbesten kondensatoren aber ich würde sie wegen der kurzen Beine nur ungern verwenden.

Bei meinen Sabas waren die netzentstörkindensatoren immer defekt mit ausgeflossener vergussmasse!
Ich muss gestehen das ich aus Unwissenheit normale kondensatoren verwendete aber immer als 630 Volt! Ich habe wenn ich mal ein Gerät verkaufe immer Angst das etwas passiert! Man kann da nicht vorsichtig genug sein. Ich beschreibe die Geräte sehr gut und weise offen auch auf etwaige Fehler hin! Auch teste ich die Geräte wochenlang. Dann weise ich auch darauf hin das die radios nur von fachkundigen Personen betrieben werden dürfen und heutigen Sicherheitsvorschriften nicht entsprechen! Etc..etc..aber trotzdem ist mir dabei immer etwas unwohl.
Zwar gehen die meisten Radios wohl nach Asien aber trotzdem....

Ich löte die Bauteile meist an den alten Drähten an weil an den originallötpunkten es bei mir oft vorkommt das dann auch anderes ins „Rutschen“ gerät und zum anderen erkenne ich dadurch das ich ca 1cm Draht stehenlasse den Platz für das neue Bauteil.
Mir wurde gesagt das man es ruhig auch so machen kann aber letztens meinte ein elektroniker das dies absoluter Pfusch sei?!

Ohne Werbung machen zu wollen. Beim antik Radio Shop gibt es Kondensator Sortimente mit so ziemlich allen gängigen Werten zu kaufen. Mit solch einem Sortiment hat man auf einen Schlag so ziemlich die allermeisten kondensatoren zur Hand. Auch Elko Sortimente. Der Inhaber ist ein absolut vertrauenswürdiger Fachmann und blitzversender! 
Mit anderen auch großen Versendern habe ich leider eher schlechte Erfahrungen machen müssen.

Aber ich schweife völlig vom Thema ab. Bitte entschuldigt!

Mit freundlichen Grüßen
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#17
Hallo Matt
Wo bist du steckengeblieben?
Den unklaren teil können wir noch mal genauer besprechen.

Ohne jetzt gezielt auf meinen beitrag ausweichen zu wollen, Aber dort wird es sehr patent dargestellt warum die SABA Kondensatoren mitlerweile alle zu tauschen sind.
Es ist auch eine tabelle da, mit den gemessen widerständen in diesen Kondensatoren.
Ich bin auch der meinung das es nichts nützt, und alle Cs raus müssen, aber hier wollte ich auch den nachweis dazu bringen.
Dieser teil meiner Restaurierung ist auf welchen ich eigentlich hinweisen will.

Die 3ds Ist ein aparat für sich selbst. Ich glaube den kann man nicht mit der Freiburg 6 vergleichen.
Ich habe alle drei modelle in der sammlung. Zwei 3DS, zwei Freiburg 6 automatick und zwei Meersburg 6 automatic. Man hat sich bei der sache mit der Freiburg 6 wohl gedacht das es mit weniger auch ghet.
(auf den Lohrbehren der 3DS ausruhen) Gegentackt und genug lautsprecher leistung machen es.
Dabei sind die Meersburg 6 und die Freiburg 6 genau das selbe Radio. Nur der verstärker und Lautsprecher bestückung sind anders. (kleiner unterschied im Automatick filter nicht mit einbegriffen)
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#18
Ups, da haben wir gleichzeitig was geschrieben.
Ja, die einem machen es so, die anderen so. Der eine füllt die alten Kondensatoren aus, der andere lötet rein was gerade da ist.
Mir ging es in diesen fall zuerst um die Sicherheit, spähter darum das man bei diesen grossen geraten auch problemlos Radial bautele verwenden kann. und das es auch kein grosses problem darstellen muss.
Es kommt eben darauf an wie man es machen will.

Ich will noch darauf hinweisen das der beitrag nicht fertig ist. Es sind noch einige stellen die abgeänder werden müssen (ich bin noch nicht fertig geworden weil ich in erster linie in der Werkstat zu tuhen habe) Im Bastel zimmer ist es im moment zu kalt um dort zu sitzen. Obwohl es diese woche generell sehr warm geworden ist. 25ºC und mehr..........Das wetter Spielt ferrückt.

Zurück zum tema. Es werden in der schaltung die strohmangaben gemacht. Wenn man diese angabe gleich beim trafo von derdes eigentlichen radios abzihet kommt man auf 50 oder 51mA (aus dem kopf), den ich habe die schaltung nicht vorliegen. diese 50mA sind der verbrauch der trafowicklung welche sich suchlauf und lautstärke motor teilen.
Die sicherung schützt dann nur den teil der Wicklungen welcher direckt angeschlossen ist.
Ist ein von mir forgesehenes gadget. Wenn du diese leitung unterbrichst (abklemmst sollten beide motoren KALT bleiben. Der lautstärke motor wird sowieso nur bei fernsteuerungs betrieb unter spannung gesetzt.
Er sollte dann bei abgklämmter versorgung komplet kalt bleiben
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#19
Im 3DS ist es wirklich ganz einfach einen Schalter für den Motor einzubauen, es gibt eine separate 270V Wicklung die (auf den ersten Blick) nur für die Automaticmotoren ist. Man müsste mal nachmessen wie hoch die Temperatur der Motoren ist, ich kann mich wieder erinnern das die negative Vospannung zu groß war. Allerdings wurde mit einem modernen DMM gemessen, Saba benutzte ein recht niederohmiges Analoginstrument. Im Voltbereich können das nur ein paar kOhm sein was das Ergebniss erheblich verfälscht, weil ich außerdem nach Betrachtung des Schaltbildes meinte lieber zu hohe negative Spannung als zu niedrige habe ich es so gelassen. Das schont die Motoren eher noch.

Wer wegen der erhöhten Netzspannung (4,5%) kann man auch überlegen den Kondensator der als "Vorwiderstand" zu dienen scheint kleiner zu machen. Die ganze Wahrheit kann das aber nicht sein, denke das der Kondensator noch eine andere Aufgabe haben muss. Im 3DS gibt es eine eigene Wicklung für die Motoren, die hätte man gleich passend machen können.

Auch SABA baute keine perfekten Geräte, da gab es keinen Hersteller. Die Lackierung des Chassis, Die Auswahl des Furniers... vieles hätte man besser machen können.
Ich kenne es vom Freudenstadt 6-3D, dessen Netztrafo glüht auch nach tausch der Kondensatoren. Ich habe einen 7er Freudenstadt gehabt dessen Trafo durchgebrannt ist (Unendlich Ohm Primär) allerdings wurde der bis um Tod gequält. (Teerkondensatoren explodiert)

Ich glaube der 3DS war so ein Gerät um zu zeigen was man machen kann. Die Automatic war wohl in der Entwicklung teuer genug, da kam es vielleicht nicht mehr darauf an. Später haben sie das bestimmt billiger bauen können, es stimmt das der 6-3D im Gegensatz zum Vorgänger Details vermissen lässt. 
Die Verwandheit von Meersburg und Freiburg erkenne ich nicht, man könnte sagen das ein Meersburg ein um Automatic erweitertes Freudenstadt ist.

Bilder von meinem 3DS im Anhang.

Gruß,
Jan

[Bild: f5qwccwm.jpg]

[Bild: msma8qv6.jpg]
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#20
toller Bericht zu der Restauration Chingachgok.

In dem Beitrag geht es um eine Bastelhilfe aus Holz, der leider nicht funktioniert.
Nach so etwas suche ich schon lange und würde mir das gerne nachbauen.
Kannst Du den Link hier mal einstellen, vielen Dank.


Und zurück zum Thema Smiley53
Herzliche Grüße

Pitter
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