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Quartus auf Debian buster installieren
#1
Hallo Freunde,

da selbst die neueste Quartus-Software offenbar keine signierten Treiber für Windows64 mitbringt (und daher *JEDER* Start der Quartus-Software im speziellen Modus mit nicht-signierten Treibern erfolgen muß!), dachte ich, es sei eine gute Idee das auf mein Linux zu installieren. Als Hilfestellung hier meine Erfahrungen damit:

Das entpacken des heruntergeladenen tar-Archives ist unproblematisch:

Code:
mkdir tmp
cd tmp
tar xvf ../Quartus-web-13.0.1.232-linux.tar

Es erscheint die Datei setup.sh sowie ein Verzeichnis components. Das setup.sh gestartet tut - nichts... Leider auch keine Fehlermeldung. Mittels strace lässt sich der Zugriff auf libc als Ursache lokalisieren.

Debian installiert defaultmässig nur 64bit, kein 32bit-Support. Der muß nachträglich hinzugefügt werden, ebenso die libc6 für 32bit, damit das Installationsprogramm überhaupt startet:

Code:
sudo dpkg --add-architecture i386
sudo apt update
sudo apt install libc6:i386

Danach kann das setup.sh gestartet werden. Es erzählt  einem seitenlang irgendwelche Lizenzen die jeweils mit ENTER weiterzublättern sind und am Ende mit J zu bestätigen sind. Danach kommen die interessanteren Sachen. Die Voreinstellungen sollten passen. Die Idee, Quartus im Anschluß gleich zu starten kann man getrost mit N beantworten, es läuft sowieso nicht, da noch etliche Bibliotheken fehlen.

Zunächst muß eine alte Version der libpng12 für i386 installiert werden, die aktuelle 16-16 funktioniert nicht:

Code:
wget http://ftp.de.debian.org/debian/pool/main/libp/libpng/libpng12-0_1.2.50-2+deb8u3_i386.deb

Dieses Paket lässt sich aktuell weder mit apt noch mit dpkg installieren, daher die Datei lib/i386-linux-gnu/libpng12.so.0.50.2 aus dem Paket data.tar.xz im .deb extrahieren. Diese Datei ins lib-Verzeichnis kopieren und einen symlink anlegen:
Code:
sudo cp libpng12.so.0.50.2 /usr/lib/i386-linux-gnu
pushd /usr/lib/i386-linux-gnu
sudo ln -s libpng12.so.0.50.2 libpng12.so.0
popd

Danach die restlichen fehlenden Bibliotheken nachschieben:

Code:
sudo apt install libfreetype6:i386
sudo apt install libsm6:i386
sudo apt install libxrender1:i386
sudo apt install libfontconfig1:i386
sudo apt install libxext6:i386

Danach startet die Quartus-Software. Ob die Programmierung gelingt, muß ich noch herausfinden.

Hoffe dem einen oder anderen geholfen zu haben.

Bernd
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#2
Hallo Bernd,

danke erst mal für die nützlichen infos und Hinweise.

Hast Du mal probiert einen USB Blaster unter Linux zu nutzen. Ich habe das bisher nicht hinbekommen und programmiere die Teile unter einer virtuellen Maschine mit Windows. Kompilieren geht ohne Probleme aber die .jic Datei lässt sich nicht in das EEPROM des FPGA Boards flashen der Programmierer bricht nach ca. 30s ab. Entweder ohne Fehlermeldung oder mit der Meldung, dass der Blaster nicht ansprechbar ist. Unter Windows geht es mit der unter Linux erzeugten jic Datei problemlos und das Programm läuft.

Ich verwende für meine Tests die Quelldaten für den "Hedghog" Normwandler. Die Programmierten Boards funktionieren auch wie sie sollen.

Ich nutze derzeit einen billigen China Nachbau des USB Blaster. Jetzt habe ich mal ein anderes Modell bestellt mal sehen ob das unter Linux funktioniert. An den Rechten scheint es nicht zu liegen, da auch unter Linux das FPGA Board richtig erkannt wird als "EP2C5". Die entsprechende"rules"  Datei für den USB Blaster habe ich auch in /etc/udev/rules.d eingepflegt hier der Inhalt:

SUBSYSTEM=="usb", ENV{DEVTYPE}=="usb_device", ATTR{idVendor}=="09fb", ATTR{idProduct}=="6001", MODE="0666", NAME="bus/usb/$env{BUSNUM}/$env{DEVNUM}", RUN+="/bin/chmod 0666 %c"

Die Device und Vendor IDs stimmen das habe ich mit lsusb verifiziert.


Bin mal gespannt ob Du es zum Laufen bekommst.
Viele Grüße
Semir
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"Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer der wußte das nicht, und hat es gemacht."
(Prof. Hilbert Meyer, Uni Oldenburg)
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#3
(16.02.2020, 14:48)Semir schrieb: Hast Du mal probiert einen USB Blaster unter Linux zu nutzen. Ich habe das bisher nicht hinbekommen und programmiere die Teile unter einer virtuellen Maschine mit Windows.
[...]
Bin mal gespannt ob Du es zum Laufen bekommst.

Nein, noch nicht probiert. Aber das Gefummel mit dem speziellen Start von Windows wegen der unsignierten Treiber wollte ich mir nicht antun.
 
Ich habe gerade festgestellt, daß ich genau 2mal mit jtagconfig die aktuelle chain abrufen kann, beim dritten mal wird hinter dem Programmer nach Timeout nichts mehr gefunden...Mein Board blinkt mit den drei LEDs neben dem Schalter im Sekundentakt. Wenn Du mir sagst wie ich etwas zur Probe reinladen kann, kann ich es probieren.

Bernd
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#4
Hallo Bernd,

Schau mal hier:

https://electronics.frankcuffe.ovh/hedghog

unten sind die Projektdateien. Den .jic File kannst Du dir dort herunter laden der hat ca. 524kb Wenn die Programmierung des FPGA erfolgreich war wirst Du eine andere Blinksequenz der 3 Dioden sehen.
Viele Grüße
Semir
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#5
Hmm, ich komme nicht weiter. Die überladene GUI stellt mich vor Rätsel, sie will das JIC-File nicht einfach in einem Projekt öffnen. Also habe ich mal per cmd line versucht. Aber da komme ich nicht weiter, bereits ein blank check schlägt fehl:

Code:
quartus_pgm --mode=JTAG -o 'B;HEDGHOG_V05_1_03_2019.jic'
[...]
Error (209062): Flash loader IP not loaded on device 1
Error (209012): Operation failed

Das mit diesem blöden Debian kein Copy&Paste von der Kommandozeile geht ist auch etwas nervend...

OK, gefunden, man muß laut Intel noch Option I angeben. Damit schlägt dann die Programmierung ebenfalls fehl, vermutlich wegen des mehrfachen Zugriffs:


Code:
quartus_pgm --mode=JTAG -o 'IBPV;HEDGHOG_V05_1_03_2019.jic'
[...]
Info (209007): Configuration succeeded -- 1 device configured
Error (209037): JTAG Server can't access selected programming hardware

Irgendwie kann ich nicht mehrmals hintereinander auf den USB-Blaster zugreifen. Vielleicht ist das Chinading auch einfach Mist. Oder die Software. Beim Anstecken leuchtet die ACT-LED dauerhaft. Beim ersten Zugriff mit jtagconfig geht sie danach aus. Beim zweiten Zugriff mit jtagconfig blinkt sie einmal auf. Beim dritten bleibt sie aus und blinkt einmal kurz nach etwa 15s. Ab dann ist kein Zugriff mehr möglich.
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#6
Mit dem Altera USB-Blaster läuft es eigentlich sehr gut so wie hier beschrieben:

https://www.intel.com/content/dam/www/pr..._blstr.pdf
https://blog.atomminer.com/fighting-alte...on-ubuntu/

Sollte doch bei der 13.0.1 auch funktionieren?
Bei den Nachbauten des USB-Blaster muss ich unter Linux das Gerät hin und wieder vom Bus trennen und neu verbinden. Fragt mich nicht wo es da hängt, ich denke es liegt an der Firmware der Nachbauten das sich der Adapter einfach vom System abmeldet. Ein Update der FW des Blasters habe ich aber noch nicht versucht.

Gruß
Bernhard
Ansprechpartner für Umbau oder Modernisierung von Röhrenradios mittels SDR,DAB+,Internetradio,Firmwareentwicklung. 
Unser Open-Source Softwarebaukasten für Internetradios gibt es auf der Github-Seite! Projekt: BM45/iRadio (Google "github BM45/iRadio")
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#7
(17.02.2020, 16:30)Bernhard45 schrieb: Mit dem Altera USB-Blaster läuft es eigentlich sehr gut so wie hier beschrieben:

https://www.intel.com/content/dam/www/pr..._blstr.pdf
https://blog.atomminer.com/fighting-alte...on-ubuntu/

Sollte doch bei der 13.0.1 auch funktionieren?
Bei den Nachbauten des USB-Blaster muss ich unter Linux das Gerät hin und wieder vom Bus trennen und neu verbinden. Fragt mich nicht wo es da hängt, ich denke es liegt an der Firmware der Nachbauten das sich der Adapter einfach vom System abmeldet. Ein Update der FW des Blasters habe ich aber noch nicht versucht.

Gruß
Bernhard

Das "hin und wieder vom Bus trennen" ist bei mir reproduzierbar nach dem zweiten Zugriff. Ob es da an Linux, dem Blasternachbau oder dem Board liegt weiß ich nicht. Allerdings hilft nur den Blaster vom USB zu trennen und neu einzustecken, aber dabei wird auch der jtagd in jedem Falle gestoppt. Der Blaster wird in allen Fällen weiterhin erkannt, aber die device chain dann nicht mehr.

Das Original von Intel wird für die meisten finanziell nicht von Interesse sein, es kostet $300.00, daher muß wohl ein Nachbau reichen. Wäre schön zu wissen welcher denn reproduzierbar läuft. Vielleicht bestelle ich einen bei Eckstein von Waveshare, das ist dann teurere Chinesenware.

So, habe jetzt mal mit Windows probiert, ich komme weiter aber nicht ans Ziel. Zunächst kann ich dort jtagconfig aufrufen so oft ich will, es liefert mir immer das angeschlossene Board zurück. Ausserdem bleibt die ACT-LED immer an, auch nach Zugriff. Aber programmieren des Beispiels welches Semir verlinkt hatte funktioniert nicht:


Code:
c:\altera\13.0sp1\qprogrammer>bin\quartus_pgm --mode=JTAG -o IBPV;HEDGHOG_V05_1_03_2019.jic
Info: *******************************************************************
Info: Running Quartus II 32-bit Programmer
    Info: Version 13.0.1 Build 232 06/12/2013 Service Pack 1 SJ Full Version
    Info: Copyright (C) 1991-2013 Altera Corporation. All rights reserved.
    Info: Your use of Altera Corporation's design tools, logic functions
    Info: and other software and tools, and its AMPP partner logic
    Info: functions, and any output files from any of the foregoing
    Info: (including device programming or simulation files), and any
    Info: associated documentation or information are expressly subject
    Info: to the terms and conditions of the Altera Program License
    Info: Subscription Agreement, Altera MegaCore Function License
    Info: Agreement, or other applicable license agreement, including,
    Info: without limitation, that your use is for the sole purpose of
    Info: programming logic devices manufactured by Altera and sold by
    Info: Altera or its authorized distributors.  Please refer to the
    Info: applicable agreement for further details.
    Info: Processing started: Mon Feb 17 17:50:05 2020
Info: Command: quartus_pgm --mode=JTAG -o IBPV;HEDGHOG_V05_1_03_2019.jic
Info (213045): Using programming cable "USB-Blaster [USB-1]"
Info (213011): Using programming file HEDGHOG_V05_1_03_2019.jic with checksum 0x05C3E5AC for device EP2C5@1
Info (209060): Started Programmer operation at Mon Feb 17 17:50:05 2020
Info (209016): Configuring device index 1
Info (209017): Device 1 contains JTAG ID code 0x020B10DD
Info (209007): Configuration succeeded -- 1 device(s) configured
Info (209018): Device 1 silicon ID is 0x12
Info (209044): Erasing ASP configuration device(s)
Info (209019): Blank-checking device(s)
Info (209023): Programming device(s)
Info (209021): Performing CRC verification on device(s)
Error (209027): Verification failed for device number 1
Error (209012): Operation failed
Info (209061): Ended Programmer operation at Mon Feb 17 17:50:25 2020
Error: Quartus II 32-bit Programmer was unsuccessful. 2 errors, 0 warnings
    Error: Peak virtual memory: 174 megabytes
    Error: Processing ended: Mon Feb 17 17:50:25 2020
    Error: Elapsed time: 00:00:20
    Error: Total CPU time (on all processors): 00:00:01

c:\altera\13.0sp1\qprogrammer>

Jetzt scheint immerhin das FPGA leer zu sein, es blinkt nichts mehr.
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#8
Hallo zusammen,

bitte entschuldigt erst mal, dass ich den Vorgang nicht beschrieben habe wie ich den Programmer nutze. Daran hatte ich nicht gedacht. Also ich verwende die GUI. Der Programmer wird unter "Tools" und dann Programmer gestartet:


.png   quartus-1.png (Größe: 76,93 KB / Downloads: 155)

mit " Add File" wird die -jic Datei ausgewählt. Dann muss das Häkchen unter "Program/Configure gesetzt werden.

Danach wird er Vorgang mit "Start" angestoßen.  Wichtig dabei ist, dass das FPGA Board mit 5V versorgt wird. Die Stromversorgung über den Blaster reicht nicht.

Sollte der Blaster nicht erkannt werden, so muss er unter "Hardware Setup" ausgewählt werden:

Vorher:

.png   quartus-blaster.png (Größe: 40,8 KB / Downloads: 154)

Nachher:

.png   quartus blaster-2.png (Größe: 43,3 KB / Downloads: 155)


Wenn ich Start drücke läuft es zunächst normal aber dann bricht der Vorgang ab mit dieser Meldung im Quartus Hauptfenster:


.png   quartus error.png (Größe: 37,7 KB / Downloads: 154)

Unter Windows gibt es den Programmer auch einzeln. Bei mir funktioniert das Programmieren unter Windows XP und unter Windows 7 (Beides 32bit) in einer virtuellen Maschine problemlos. Das gilt sowohl für den einzelnen Programmer als auch für den aus Quartus heraus aufgerufenen.

Mein Mint ist 64 Bit ich frage mich nun ob es vielleicht daran liegt, dass die Windows Varianten die ich nutze mit 32 Bit laufen. Unter einem reinen 32 Bit Windows PC mit Windows 7 lief der Programmer auch...Ein Linux mit 32bit habe ich nirgends installiert, kann es also nicht ohne viel Aufwand testen.

Ich verwende übrigens Linux Mint was ja auch auf Debian basiert. in der Konsole geht hier Copy und Paste mit den üblichen Tasten "C" und "V" wenn dazu die Shift Taste gedrückt wird.
Viele Grüße
Semir
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#9
OK, ich hatte unter Win sowohl die Kommandozeile als auch die GUI-Version probiert. Die tun letztlich wohl das gleiche und lieferten mir auch die gleichen Fehlermeldungen.

Der entscheidende Hinweis war die notwendige externe Stromversorgung, damit hat es jetzt geklappt. Ich habe jetzt einen 3bit-Binärzähler auf den LEDs! Verwirrend für mich war, daß das Löschen und der Blankcheck problemlos mit der Spannung des Blasters geklappt hat, auch das Programmieren lief durch, aber beim Verify war nichts im Baustein gelandet (Blankcheck danach war erfolgreich).

Unter Linux läuft es weiterhin nicht, nach "Configuration successful" geht es in einen Timeout und "Can't access selected hardware". Da scheint die Software irgendwie anders zu funktionieren. Auch die 32bit-Linux-Version verhält sich identisch sowie die 13.0. Die 12.0 konnte ich nicht ohne weiteres installieren und hatte da wenig Lust das komplett umzubauen. Die neueren kennen die Cyclone-II ja nicht mehr, habe mal die 14 getestet und konnte da aber nichts weiter ausrichten.

Das entscheidende Problem scheint in jtagd zu liegen, wenn man den nach jedem jtagconfig abschiesst, klappt es bei mir beliebig oft per jtagconfig --enum das Board anzusprechen. Sonst genau 2 mal, dann muß ich den Blaster ziehen. Wäre jetzt mal interessant welche Version Bernhard unter Linux einsetzt.

Copy&Paste in der Konsole hat Debian jetzt auch, ich habe gpm nachinstalliert, das lief aber erst nach einem kompletten Neustart.
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#10
Hallo Bernd,

wenn die LEDs als Binärzähler blinken war die Programmierung erfolgreich. Du könntest jetzt mit diesem Board einen Normwandler 625 auf 405 Zeilen TV aufbauen. dazu bräuchtest Du aber das Main Board von Frank Cuffe.

Wichtig ist aber erst mal, dass die Programmierung funktioniert. Der Kurs kann also starten was deine Hardware angeht. Mir persönlich ist es egal ob ich unter Linux oder Windows in einer Virtuellen Sandbox arbeite für mich zählt was hinten raus kommt.

Die von mir bestellten alternativen USB Blaster sind trotz Corona Virus mittlerweile auch China versandt worden ich werde die mal  unter Linux testen, wenn sie da sind.

Vielleicht hat Bernhard ja noch eine Idee was man unter Linux machen kann um das Ding zum Programmieren zu bewegen....
Viele Grüße
Semir
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#11
(18.02.2020, 23:43)Semir schrieb: Vielleicht hat Bernhard ja noch eine Idee was man unter Linux machen kann um das Ding zum Programmieren zu bewegen....

Hallo Semir, 

eine Installationsanleitung werde ich für Win und Linux (natürlich nicht für alle erdenklichen OS-Versionen!) bebildert rausgeben. 
Das wird den Hauptteil der Lektion 1 ausmachen. Vorneweg gibt es etwas Geschichte, sowie Unterschiede FPGA/uC.
Nach der Installation der Entwicklungsumgebung gibt es eine kurze Einführung in Verilog und VHDL, dazu jeweils ein sehr einfaches Demoprogramm, nein Programm wäre falsch, ein Demodesign (wir entwickeln ja Hardware). Wahrscheinlich ist für Euch Semir und Bernd, da noch nichts dabei was neu oder gar herausfordernd wäre, aber wir haben ein paar Teilnehmer die starten komplett bei Null. 

Bis zum Start des Kurses wird auch noch einige Zeit vergehen, der uC-Einsteigerkurs wird vorbei sein und die Teilnehmer werden dann hoffentlich, trotz Corona, ihre Boards aus Fernost in den Händen halten. Ich merke das schon, Ihr wollt starten, aber habt noch etwas Geduld! 


Ich würde dann wieder im Monatszyklus eine PDF herausgeben, auch wieder mit ein paar Knobelaufgaben je Lektion. Wäre das so genehm? Dann hat wieder jeder Teilnehmer genug Zeit für die Bearbeitung.


Gruß 
B45
Ansprechpartner für Umbau oder Modernisierung von Röhrenradios mittels SDR,DAB+,Internetradio,Firmwareentwicklung. 
Unser Open-Source Softwarebaukasten für Internetradios gibt es auf der Github-Seite! Projekt: BM45/iRadio (Google "github BM45/iRadio")
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#12
(19.02.2020, 01:26)Bernhard45 schrieb: Bis zum Start des Kurses wird auch noch einige Zeit vergehen, der uC-Einsteigerkurs wird vorbei sein und die Teilnehmer werden dann hoffentlich, trotz Corona, ihre Boards aus Fernost in den Händen halten. Ich merke das schon, Ihr wollt starten, aber habt noch etwas Geduld! 


Ich würde dann wieder im Monatszyklus eine PDF herausgeben, auch wieder mit ein paar Knobelaufgaben je Lektion. Wäre das so genehm?

Hallo Bernhard,

ich habe es nicht eilig. Im Moment komme ich ohnehin wegen vieler Dienstreisen nicht oft dazu meinen Hobbys zu frönen. So wie Du es vorschlägst finde ich es gut. Bin mal gespannt wie viele Teilnehmer dann mitmachen.
Viele Grüße
Semir
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#13
Update zu Linux:

Ich habe inzwischen einen weiteren JTAG-Programmer gekauft, ein Waveshare USB Blaster, kommt natürlich letztlich auch aus CN:

https://www.waveshare.com/USB-Blaster.htm

Laut Forenmeinung ziemlich identisch zu dem Nachbauprojekt von Kolja Waschk http://ixo-jtag.sourceforge.net/ bzw. der erweiterten Version von https://fpga4u.epfl.ch/wiki/FX2.html

Bestückt ist der mit einem FTDI-245 sowie einem EPM3064/7064. Mein Chinablaster hat einen STM32 im Bauch und einen  74HC als Levelshifter.

Auffällig ist, daß der Waveshare überhaupt keine Versorgung des Targets mitbringt. Immerhin sieht man so, daß man extern speisen muß.
Die Aktivität der zweiten Lampe (hier grün) ist umgekehrt, leuchtet sie beim Chinablaster ständig und blinkt bei Zugriff, ist sie hier dauerhaft aus und blinkt bei Zugriff

Unter Windows läuft der ansonsten ebenso unauffällig. Unter Linux verhält sich der Waveshare anders, aber nicht soviel besser als der Chinablaster:

- Der Aufruf der JTAG-Chain ist beliebig oft möglich, ohne daß sich das ganze verklemmt.
- Programmieren ist nicht möglich, es gibt ständig wechselnde Fehlermeldungen, besonders häufig, daß die Loader IP nicht geladen ist oder die DeviceId falsch ist

Ich bin mal gespannt wer es mit Linux und der Quartus-Software hinbekommt.
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#14
Hallo Allerseits,

Ich habe nun einen Blaster der unter Linux funktioniert:

   

Die Geräte kamen heute trotz Corona...

Ich habe das Teil gleich an den Laptop gehängt und mit lsusb die ID gecheck:

Bus 002 Device 003: ID 09fb:6001 Altera Blaster

Also die Gleiche wie mein 3$ Blaster.

Wurde auch gleich im Programmierer von Altera erkannt und die Programmierung lief ohne probleme durch. Hurra! Problem gelöst. Ich vermute mal, dass die billigen Blaster ein Timing oder Handshake Problem haben.
Viele Grüße
Semir
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#15
(04.03.2020, 21:34)Semir schrieb: Ich habe nun einen Blaster der unter Linux funktioniert:
[...]
Ich habe das Teil gleich an den Laptop gehängt und mit lsusb die ID gecheck:

Bus 002 Device 003: ID 09fb:6001 Altera Blaster

Also die Gleiche wie mein 3$ Blaster.

Wurde auch gleich im Programmierer von Altera erkannt und die Programmierung lief ohne probleme durch. Hurra! Problem gelöst. Ich vermute mal, dass die billigen Blaster ein Timing oder Handshake Problem haben.

Hallo Semir,

ich habe jetzt auch noch mal so einen bestellt, kostet ja alles wenig. Ich würde auch den Terasic-Blaster bestellen, wenn es eine Quelle in DE gäbe die bezahlbar ist und sicher wäre das der funktioniert. Scheint der "kompatibelste" (und teuerste) Nachbau des Originals zu sein. Mich verwundert ein wenig, daß die anderen Dongles problemlos unter Win laufen, aber nicht unter Linux (normalerweise kenne ich das andersherum). Und die Software ist ja eigentlich die gleiche, da hätte ich erwartet daß die die Dongles auch gleich bedient. Vielleicht ist aber ja auch was mit meiner Linux-Install krumm.

Die VID/PID sind alle vom Original abgekupfert, das sagt vermutlich gar nichts. Aber mein Waveshare ist auch mit FT245 und CPLD bestückt, ich erwarte da eigentlich keine großen Unterschiede, die sind wohl alle von der gleichen Quelle abgeleitet. Möglicherweise "optimieren" die Chinesen da allerdings herum.
Prinzipiell sollte da gar nicht so viel Magie im JTAG-Adapter nötig sein, die Unterschiede die man im Netz so liest beziehen sich vor allem auf die Geschwindigkeit, die "Für eine Handvoll Yen"-Implementierungen auf Basis eines STM32 oder anderem Prozessor sind wohl deutlich langsamer (was erstmal bei gegebener Funktion egal ist).

<rant>
Mit diesem neumodischen Windebian und Gnome komme ich auch nicht mehr gut zurecht, auf klassischen Linux-Installationen, wo es notfalls auch noch einen einlogbaren root gibt, bin ich eher zu Hause.
Ich wollte USB-Mitschnitte vom Programmiervorgang machen und mit Win vergleichen, aber der über die GUI installierte Wireshark kennt keine Interfaces von denen er mitschneiden kann. Dafür lässt er sich nicht mehr deinstallieren... Muß nochmal manuell  installieren, da gibt es dann ja noch mehrere Schritte, die man konfigurieren/anpassen muß, warum das über die GUI nicht abgefragt wird erschliesst sich mir nicht (https://computingforgeeks.com/how-to-ins...n-desktop/). Dieser Gnome-Kram ist für mich Schrott.
</rant>
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