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Saba Freudenstadt FD16
#41
Wie gesagt, ich würde den Stoff vorsichtig waschen mit waschmittel für schwarze Wäsche.
Oder waschen in kaffe.

Wenn man ihn nicht unsichtbar fixieren kann vorher, wäre ich mit Kleber extrem vorsichtig.
Wenn da etwas durchschlägt bekommst Das warscheinlich niemals wieder raus und hinter der klaren Scheibe ist er ja fast direkt sichtbar und auch noch beleuchtet.

Mit doppelseitigem Klebeband und etwas Geschick ist es eigentlich kein Problem und man kann es immer wieder korrigieren was mit kontaktkleber schon mal gar nicht geht.

Ich bin mal gespannt wie du das Problem löst aber bin davon überzeugt das du es überzeugend löst.

Mit freundlichen Grüßen
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#42
In Kaffee waschen?? Was gibst du denn für Ratschläge?? Soll sein grauer Stoff fleckig-braun werden und stinken?

Und Waschmittel für schwarze Wäsche ist einfach nur Waschmittel ohne UV-Aufheller. Färben tut das auch nicht.

Der Stoff ist erstens irgendeine Art grober Kunstfaser die kaum verschmutzt aber in 50 Jahren stark ausbleicht, und zweitens auf dem Skalenrückwandblech normalerweise vollflächig verklebt.

Du hast das Teil noch nie in der Hand gehabt, nie in Natura gesehen, gibst aber viele Ratschläge. Verstehe ich nicht.

Was das magische Band angeht, nein, es wird nicht abgeschaltet, schon garnicht einzeln denn das geht ja garnicht, beide Leuchtschirme liegen an einem Pin. Was ihr meint, es zeigt oder zeigt nicht an! Bei den meisten Radios wird bei Phono das Band abgeschaltet, das heißt, Leuchtschirm und Anode erhalten keine Anodenspannung mehr. Das ist bei diesem Saba nicht der Fall.

Ganz allgemein, die EMM 803 leidet leider sehr unter inneren Wackelkontakten. Man hofft, es liegt an einer miesen Fassung, wenn das Leuchtbild aussetzt, das ist es aber leider meistens nicht.

VG Stefan
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#43
Guten Morgen,

ich habe jetzt am Stereodecoder mal gemessen. Alle Oszillogramme wie im Schaltbild angegeben konnte ich nachweisen. bis auf die 38khz über C21. Ich habe dann weiter geforscht. An der Basis von T3 liegt ordnungsgemäß die verdoppelte Pilottonfrequenz an. Dieser scheint jedoch nicht zu schalten. Ich hab probeweise mal einen SF117 eingelötet aber auch da der gleiche Befund. Das Signal an der Basis von T3 geht auch weg, wenn man den Sender verstimmt. Alos es steht wirklich nur bei Pilottonempfang an. Leider ist an L5/6 nicht wie erartet das verstärkte Signal zu messen. Anbei zwei Oszillogramme . Das mit den großen Schwingungen (38kHz) ist an Basis von T3 gemessen. Das andere mit der kleinen Wellenlinie (gleiche Einstellung am Oszi)  an Pin 2 von L6 (über C21). Masse ist Chassis.

Ps.: Wenn der Stereodecoder läuft bekomm ich das mit dem Stoff bestimmt auch noch hin ;-)

       
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#44
Was ist denn am Kollektor von T3 (L5 Pin 2) messbar und haben die beiden Induktivitäten L5 bzw. L6 messbare Wicklungswiderstände? Entweder irgendeine Wicklungsunterbrechung oder die Schwingkreiskondensatoren C12 bzw. C21 fehlerhaft (verbunden, kalte Lötstellen).
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#45
Hallo Kalle,

vielen Dank das war der richtige Tip! C12 war der Übeltäter! Unterbrechung im Bauelement, obwohl äußerlich unscheinbar. Hab einen Kunststoffvergossenen eingebaut. Die Schaltung funktioniert nun und es gibt echtes Stereo. Die Röhre zeigt auch den StereoEmpfang an und es läßt sich mit dem Trimmer die Schaltschwelle einstellen. Jetzt ist nur die Frage ob das Teil (Stereodecoder) neu abgeglichen, oder nachjustiert werden muß. Da sind meine Möglichkeiten dann nämlich am Ende. Anbei noch das Oszillogramm an Pin 2 von L6 (über C21) wie es jetzt aussieht (Bei Stereoempfang). Und die Schrottkiste vom Freudenstadt.

Beste stereofone Grüße aus Berlin.        
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#46
Prima, dann war die Untersuchung des Pilottons doch sinnvoll.

Ein wenig abgleichen könntest du schon: Du misst die negative Gleichspannung an der Anode der Diode Gr11. Dann stellst du einen starken Sender mit Stereobetrieb ein. Jetzt kannst du die Spulen L2,L3 und L5 auf max. Spannung am Voltmeter abgleichen.
Grüße aus dem Odenwald,

Werner


Lesen gefährdet die Dummheit!
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#47
Glückwunsch, Beharrlichkeit führt zum Ziel Smiley20
Als nächstes kommst Du dann (wie ich) darauf, daß Stereo im Alltag massiv überschätzt wird Wink

(26.02.2020, 13:14)Kalundborg schrieb: Und die Schrottkiste vom Freudenstadt.

DAS nennn ich mal ne fette Schrottkiste! Das Radio hast ja quasi komplett neu gebaut Wink
Gruß,
Uli
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#48
(26.02.2020, 13:14)Kalundborg schrieb: Hallo Kalle,

vielen Dank das war der richtige Tip! C12 war der Übeltäter! Unterbrechung im Bauelement, obwohl äußerlich unscheinbar.
...

Immer gerne und freut mich, dass du den Übeltäter gefunden hast.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#49
@ klarzeichner...früher wurde die schwarzen Anzüge mit schwarzem Kaffee behandelt.

Vieleicht fragst du ältere Damen mal danach
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#50
Und...@klarzeichner frag doch bitte mal eine Hausfrau was mit weißer Wäsche geschieht wenn sie mit Waschmittel für schwarze Stoffe gewaschen wird. Sie wird nämlich grau!
Selbst wenn in dem Waschmittel nur auf Aufheller verzichtet wurde ist das besser als normales Waschmittel. Und dann frag mal die Hausfrau wie sie Pattexflecken aus der Wäsche bekommt?

Mehr muss ich ja wohl wirklich nicht schreiben oder?

Mit freundlichen Grüßen
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#51
Guten Morgen,
so der Freudenstadt ist nochmal nachgegelichen (Danke Werner für die Anleitung). Da ließ sich noch ein bisschen was rauskitzeln. Das AFC wurde nachgestellt, das schielt jetzt auch nicht mehr. Also jetzt wo es wieder vernünftig funktioniert ist UKW recht empfindlich und trennscharf, AFC funktioniert gut und die Stereoumschaltung funktioniert auch anstandslos. Also ich kann jetzt schon sagen, ich bereue nichts. Das Freudenstadt FD16 ist ein tolles Gerät mit einem sehr angenehmen klaren und vollem Klang. Uli, da muß ich dir leider widersprechen, ich bin ein absoluter Stereo Fan. Wenn man mal Konzerte anhört die in guter Qualität übertragen werden, egal ob Klassik oder Rock, dann hört man mal was Stereo leisten kann. Heute arbeiten leider viel zu viele Radiosender mit Soundcompressing (aka Loudneskrieg) womit alles nur noch Laut und aufdringlich klingt, die Dynamik geht völlig verloren. Leider wird auch zunehmend das Mastering davon bestimmt. Aber ich hab auch einige (Röhren) Geräte im Alltagseinsatz die auch Mono klanglich eine sehr gute Figur machen.

Jetzt kommen noch die kosmetischen Sachen wie Gehäuse und die Stoffbespannung (nein ich werde nicht mit Kaffee waschen, seht mir das nach). Ich habe Bespannungsstoff bestellt der passen sollte. Den werde ich versuchen flächig zu kleben oder es bleibt der alte drauf, mal sehen...

Naja dann muß ich noch die EMM803 durch eine brauchbare ersetzen und diesen dreipoligen internen Lautsprecherstecker umbauen, der ist zerbröselt.
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#52
(27.02.2020, 09:06)Kalundborg schrieb: ...Jetzt kommen noch die kosmetischen Sachen wie Gehäuse und die Stoffbespannung (nein ich werde nicht mit Kaffee waschen, seht mir das nach). Ich habe Bespannungsstoff bestellt der passen sollte. Den werde ich versuchen flächig zu kleben oder es bleibt der alte drauf, mal sehen...

Vielleicht noch ein Tipp zum 'Färben' des Originalstoffs, falls Du Deine Neubestellung nicht verwendest.
Nicht erschrecken, das Vorgehen haben Radiosammler schon bei Nordmende-Geräten der Sonderbaureihen 'Coriolan' etc. erfolgreich angewendet. Selbige haben nämlich auf dem Lautsprecherstoff ab Werk einen querlaufenden Goldstreifen.

Also folgender Tipp: den SABA-Stoff mittels Farbsprühdose 'schwarz' (Autolack oder Bastellack) vorsichtig einnebeln (nicht fluten).
Näheres siehe hier, im Beitrag von Herrn Heigl:
https://www.radiomuseum.org/r/nordmende_...#threadTop

Probieren kann man das vorab ja mal an einem ausgesonderten T-Shirt.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#53
Hallo Klaus,

in der Tat habe ich auch schon daran gedacht. Früher haben wir unsere Blinkerkappen so von innen getönt ;-). Also ich habe den Stoff jetzt oben und unten über die Ganze Breite ablösen können. In der Mitte ist er fest, was auch gut so ist. Scheinbar wurde der Stoff bei der Herstellung der Skalenrückwand in den frischen Lack gelegt. Es wurde jedenfalls kein Klebstoff verwendet. Jetzt habe ich Kontaktkleber flächig dünn aufgetragen und nun ruht alles unter Gewicht. Mal sehen wie es wird...
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#54
So Rückmeldung zum Skalenhintergrund,

also das Kleben mit Kontaktklebstoff war erfolgreich. ich habe diesen in Schlangenlinie aufgetragen und dann mit einem dünnen Holzstab abgezogen, bzw. flächig verteilt. Mit der Schichtdicke muß man parsam sein, sonst drückt es durch aber mit ein bisschen Augenmaß geht es gut. Dann wurde das komplette Blech mit einer (zufällig) perfekt passenden Holzplatte abgedeck und beschwert. Das Ergebnis ist sehr gut geworden, der Stoff klebt vollflächig ohne Blasen und durchgedrückt hat auch nix. Das Nachfärben lasse ich auch. ich hab den Stoff dann gründlich abgesaugt und mit feuchtem lappen vorsichtig abgewischt. Mehr würde ich da nicht machen, gerade die Schnittränder sind sehr empfindlich auf Fäden ziehen. An sich sieht es jetzt wieder ganz gut aus und mit der gleichmäßigen moderaten Verblichenheit kann ich leben. Ich denke man sieht es nicht, wenn man es nicht weiß.

Jetzt suche ich noch eine Röhrenhalterung für die EMM803, die war leider gerissen und ggf. auch noch eine EMM803, falls jemand abgabewillig ist.
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#55
Guten morgen,

Freudenstadt ist bereits wieder montiert und erfreut sich seiner zweiten Jugend. Die Geschichte mit dem Stoff der Skalenwandbespannung ist meiner Meinung nach auch gut ausgegangen. ich werde demnächst noch die Röhren durchmessen. An sich erwarte ich da aber keine Ausfälle. Eine noch brauchbare EMM803 ist jetzt verbaut. Das Gehäuse wurde aufpoliert und steht bis auf ein paar kleinere reparierte Blessuren gut da. Technisch ein tolles Gerät muß ich sagen mit sehr schönem Klang. Der doch recht hohe Aufwand die zahlreichen Kohlemassewiderstände zu tauschen wird mit Hörgenuß belohnt. Jetzt muß sich noch ein schönes Plätzchen finden....

Vielen Dank an der Stelle an alle, die mich hier bei der Reparatur unterstützt haben Smiley20 !

Noch ausstehende Themen:
- Röhrenblende EMM803 gerissen ( und geklebt) geht erstmal so, bei Gelegenheit mal tauschen wenn Ersatzteil verfügbar
- Röhren durchmessen und evtl. ersetzen.
- Lautsprecherbuchsen mit Schaltkontakt ersetzen
- Ersatzröhre EMM803 besorgen

Beste Grüße aus Berlin
           
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#56
Hey, ist doch sehr schön geworden, freut mich! Viel Spaß damit.

VG
Stefan
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#57
wegen dem lautsprecherstecker hatte ich noch keine zeit nachzusehen. Am wochenende hol ich das nach
Die EMM803 hat doch ein dezentes leuchten.............ich würde erst mal nicht wechseln
Printed on recycled Data
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#58
Es ist sehr schön geworden und wenn es gut klingt um so besser!

Ich wusste wirklich nicht das an diesem Gerät in der Elektronik schon so sehr die moderne Einzug gehalten hat.

Die formgebung ist nicht so sehr mein Geschmack da mir die Gelsenkirchener Barock formen eher zusagen aber das ist ja natürlich reine Geschmacksache.

Mit freundlichen Grüßen
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#59
ich habe noch ein Freudenstadt mit Stereodecoder, das ich mal vor längerer Zeit als Beifang mitnehmen musste, es ist entweder ein FD16 oder FD18. Wenn sich das jemand abholen will, kann er sich gerne per PN bei mir melden. Es fehlt ein Knopf, sonst ist alles komplett, auch die ECLL und das magische Band sind noch drin. Über den Zustand kann ich allerdings nichts sagen, ich hatte es noch nie in Betrieb.

Gruß Frank
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#60
Hallo Frank
Du könntest das Radio auch im BIETE bereich einstellen.
Das schauen fiele leute regelmäsig rein Smiley20
Printed on recycled Data
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