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Philips Hutschachtel Tonarm "schwebt" - kommt nicht weit genug runter???
#1

.jpg   2020-02-28 02_21_35-Window.jpg (Größe: 6,42 KB / Downloads: 479)
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.jpg   2020-02-28 02_20_37-Window.jpg (Größe: 32,18 KB / Downloads: 478)                                                 [attachment=73047][attachment=73047][attachment=73048][attachment=73049]Hallo zusammen, 

ich bin hier neu und zugegeben kein Elektro/nikfreak :-)

Falls mal jemand eine Frage zu 100 Jahre alten Autos hat....her damit...das ist eher mein Gebiet.

Aber ich habe halt einen Faible für "alte" Dinge, wie Grammophone und Plattenspieler. Jetzt habe ich mir eine Hutschachtel angeschafft und verzweifele fast.

Das Gerät geht an, es brummt, der Plattenteller dreht ...usw. Nur der Tonarm "schwebt" über der Platte. Ich bekomme den nicht in Richtung Platte, da dann ein mechanischer Anschlag ist. Auf dem 7. Bild sieht man die kleine Metallplatte die am Tonarm ist und hier "setzt" der auf bevor er die Platte berühren kann

Ich habe mal ein paar Bilder beigefügt, vielleicht kann ja eine/einer hier die Sache einschätzen. Habe direkt auch ein paar Bilder vom Innenleben gemacht...irgendwelche Tipps?

Würde mich riesig freuen etwas zu hören.

Viele Grüße

Michael
www.velling.de
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#2
Ein paar ganz wichtige Tipps hab ich:
- den Plattenspieler keinesfalls so in Betrieb nehmen! Der MUSS vorher elektronisch überholt werden!
- reicht es vielleicht schon, wenn die Gummimatte auf dem Teller liegt, damit das System auf der Platte aufliegt?
- Wenn der Plattenspieler nicht benutzt wird, IMMER den "Drehzahlwähler" auf null stellen (so wie auf den Bildern), sonst drückt die Antriebswelle eine Delle ins Antriebsrad, das hört man dann ewig als Rumpeln.
- Für alles weitere (vor allem Antwort auf die eigentliche Frage): Auf unsere Plattenspieler Experten warten Smile
Gruß,
Uli
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#3
Hallo,
schon mal vielen Dank.

Nein die Nadel liegt auch uf der grünen Gummimatte nicht auf.

Warum muss der unbedingt überholt werden?

Drehzahl ist klar.

Lieben Dank

Gruß
Michael
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#4
(28.02.2020, 00:25)michael_velling schrieb: Warum muss der unbedingt überholt werden?

Weil Du sonst riskierst, daß das Ding Dir abbrennt! Und weil es an ein Wunder grenzt, wenn das Ding ÜBERHAUPT funktioniert!
Der Kondensator in Bild eins ist eins der typischen Exemplare, die nach den Jahrzehnten IMMER kaputt sind. Und auch die erkennbaren Widerstände gehören zu den Sorgenkindern aller Radiobastler.

Und wenn alles überholt ist und funktioniert, dann hast Du immer noch sehr gute Chancen nix zu hören, weil die Tonabnehmer fast immer hinüber sind. Das sind Kristallsysteme mit hygroskopischen Kristallen, die sich im Lauf der Zeit zersetzen. Ob Dein System auch zu denen gehört, die quasi immer "hin" sind, kann ich aus der Entfernung allerdings nicht sagen.

(28.02.2020, 00:25)michael_velling schrieb: Nein die Nadel liegt auch uf der grünen Gummimatte nicht auf.

Die soll ja auch auf der Platte aufliegen. Aber ich nehme an, das passiert auch nicht.
Gruß,
Uli
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#5
Hallo Michael,
die Hutschachtel ist ein tolles Gerät mit Charme, es rentiert sich auf jeden Fall da etwas Arbeit reinzustecken.

Die elektronische Überholung ist leider zwingend, sonst wirst du keine Freude haben an dem Gerät.
Es müssen ein paar Kondensatoren ausgetauscht werden die garantiert defekt sind und das Gerät beschädigen können.
Dann solltest du alle Widerstände nachmessen. Es handelt sich hier um sogenannte Presskohlewiderstände die dazu neigen über die Jahrzehnte hochohmig zu werden. Die Tatsache dass das Gerät brummt, kann ein Hinweis auf einen defekten Siebelko sein, der dann evtl  auch getauscht werden müsste.
Über den Zustand der Röhren ist natürlich nichts bekannt, meist haben die aber ein langes Leben und Ersatz wäre kein Problem.

Dsr Tonarm besitzt keinerlei vertikale Mechanik da es keine Automatikfunktion gibt  Das Problem liegt also im Tonarmlager selbst. Leider hab ich dein Modell mit diesem Tonarm grade nicht greifbar. Da aber die Mechanik minimalistisch ist, kann da nicht viel sein.

Wenn du das Gerät einschaltest ( nur kurzfristig ) und mit der Fingerkuppe die Nadel des Tonabbehmers berührst, kommt dann ein entsprechendes Kratzen aus dem Lautsprecher?
Wenn nicht, kann es sein dass der Tonabnehmer defekt ist.
Das ist leider sehr oft der Fall, aber auch hier gibt es eine Lösung.

Ich würde so vorgehen. Zuerst kurze Probe ob etwas aus dem Lautsprecher kommt. 
Wenn ja, sehr gut. Wenn nein das TA System überprüfen (lassen) und gegen einen anderen Tonkopf tauschen. Kommen dann Geräusche weiß man dass der Verstärker und der TA funktionieren. Überholt werden muss er trotzdem.
Dann das mechanische Tonarmproblem lösen.
Es werden evtl. noch einige kleinere Reinigungs - und Wartungsarbeiten nötig sein. Bitte auch gleich die Drehzahl des Plattentellers überprüfen.
Das ist alles hinzukriegen und auch kein Hexenwerk.

Gruß,
Achim
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#6
Hallo, schon mal vielen Dank.

Dann gucke ich zunächst mal wer das elektr. erledigen kann-da habe ich gar keine Ahnung von.

Hinsichtlich der Mechanik ist es richtig das dies ein simples System ist, aber genau hier ist das Problem.

Der Kunststoffarm liegt auf einer Metallnase auf (Pfeil) und kann daher nicht weiter runter, auch nicht bis zur Platte.

Diese Metallnase ist aber fest am inneren Gerüst der Tonarmführung und massiv. Das ist ja das was ich nicht verstehe. Hier ist auch nichts was "verrutschen" könnte oder einstellbar ist.

Noch irgendeiner eine Idee?
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#7
Ich würde versuchen die grüne Verkleidung des Tonarmes zu entfernen und dann weiter suchen ob etwas verbogen ist.
Viele Grüße

Jupp aus dem Kohlenpott
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#8
@ Jupp: Verkleidung ist gut. Das Grüne IST der Tonarm.

@ Michael: Wie hoch kann man den Tonarm maximal anheben? Mach mal ein Foto von der Tonarmlagerung bei angehobenem Arm. Die herausstehende Blechlippe scheint ein Anschlagbegrenzer zu sein. Sieht man, ob der verbogen ist?

Nochwas: Der Tonarmkopf (System) ist nicht mehr der Originaltyp (AG3063), sondern ein jüngerer, verbesserter aus den mittleren 60er Jahren. Die sind wesentlich problemloser. Der Kopf wird mit großer Wahrscheinlichkeit noch funktionieren.

VG Stefan
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#9
Moin!
Auto ist ein guter Vergleich...
Dein Plattenspieler ist etwa im Zustand "Scheunenfund nach 30 bis 40 Jahren".
Du hast Benzin aufgefüllt, überbrückt und der Wagen ist angesprungen.
Nun fragst du nach, ob man wirklich neue Reifen braucht und die Bremsen nachsehen sollte, wo doch bloß die Kupplung nicht richtig fässt.
Zum Thema: Kann es sein, daß die Plattentellerlagerung nachgegeben hat und der deshalb zu tief liegt?
Gruß Gerrit
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#10
               

Hallo zusammen,

ich bin überwältigt von soviel Hilfsbereitschaft...ganz lieben Dank.

@Yehti: Ja da hast Du wohl recht-cooler Vergleich. Ich glaube nicht das die Lagerung abgesackt ist, werde das aber die Tage macl prüfen und ggf. was unterlegen.

@Klarzeichner: Bilder eingestellt, verbogen sieht nix aus. Ist ja auch recht massives Blech

Wer kann denn die elektrischen Dinge erledigen? Gibt es da eine Adresse / Werkstatt oder vielleicht verschiedene? Ich wohne in der Nähe von Krefeld / Düsseldorf.

Vielen Dank und viele Grüße

Michael
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#11
(28.02.2020, 20:38)michael_velling schrieb: Wer kann denn die elektrischen Dinge erledigen?

Wenn Du Dir zutraust, mit dem Lötkolben feinere Dinge zu verlöten als Dachrinnen, dann schaffst Du das mit Hilfe des Forums LOCKER! Das ist Minimalelektronik in dem Dreher, 3-6 Bauteile kaufen, tauschen und fertig! Wenns sein muss bekommst Du dazu ne "malen nach Zahlen"-Anleitung Wink

Zum Tonarm: Du hast doch schon gefunden, wo es hängt. Hast auch schon versucht, da mal zart zu biegen? Das Dingen is ja nu keine Raketentechnologie! Nur an allem was Plastik ist solltest Du NICHT biegen oder größere Kräfte aufwenden, wäre schad um das Gerät.
Gruß,
Uli
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#12
Hallo Ihr,

danke für die Tipps. Muss jetzt beruflich bis Dienstag weg und kümmere mich dann wieder um die Hutschachtel.

Also bitte nicht wundern, wenn keine Rückmeldung kommt.

Viele Grüße

Michael
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#13
Hallo!
Für mich sieht es auf dem ersten Bild so aus als ob der Blechwinkel rechts irgendwie verbogen ist desweiteren sehe ich das die beiden Schrauben der Transportsicherung noch eingeschraubt sind da würde ich zuerst einmal schauen.
Gruß Detlef 2 !

.jpg   k-PHILIPS_1_A.JPG (Größe: 90,8 KB / Downloads: 216)

.jpg   k-PHILIPS_1_B.JPG (Größe: 103,98 KB / Downloads: 213)
wenns geraucht hat und gestunken wars bestimmt ein Telefunken
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#14
Transportsicherung ist das Stichwort.
Viele Grüße

Jupp aus dem Kohlenpott
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#15
(29.02.2020, 13:16)detlef 2 schrieb: ...desweiteren sehe ich das die beiden Schrauben der Transportsicherung noch eingeschraubt sind...

KopfWand KopfWand KopfWand
Danke Detlef!
Gruß,
Uli
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#16
Hallo zusammen,

Problem gelöst:-)

Die Transportsicherungen sind raus, waren aber nicht das Problem, denn die haben keinen Einfluß auf die Lage des Tonarms.

Uli hatte recht "Das ist ja keine Raketentechnik"... diese beiden Metallplätchen waren wohl verbogen. feder ausgehangen, Plättchen verbogen...Arm liegt auf.

Das Gerät spielt auch ab und es ist Musik zu hören. Nur zu leise, aber das wird sich sicher nach der elektrischen Revision ändern...hoffe ich.

Irgendeiner der mir einen Ansprechpartner dafür nennen kann?

Vielen Dank für die tollen Infos.

Michael
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#17
(02.03.2020, 20:57)michael_velling schrieb: Irgendeiner der mir einen Ansprechpartner dafür nennen kann?

Antworte doch mal auf

(28.02.2020, 22:20)Uli schrieb: Wenn Du Dir zutraust, mit dem Lötkolben feinere Dinge zu verlöten als Dachrinnen, dann schaffst Du das mit Hilfe des Forums LOCKER! Das ist Minimalelektronik in dem Dreher, 3-6 Bauteile kaufen, tauschen und fertig! Wenns sein muss bekommst Du dazu ne "malen nach Zahlen"-Anleitung Wink

- dann sehen wir weiter!
BESITZT Du denn einen Lötkolben, der für Elektronik geeignet ist? Ok, selbst wenn nicht - es reicht einer für 10€ aus dem Baumarkt oder für 3,50€ aus China... Die benötigten Bauteile kosten Dich dann ca. nochmal so viel - oder weniger. Ausser Du hättest riesen Pech und Röhre kaputt, dann wären es nochmal 10€ mehr...
WIRKLICH kein Hexenwerk das ganze! Trau uns und Dir selbst ruhig mal was zu!

Dass man nicht viel hört, kann durchaus auch von einem müden/halbtoten Tonabnehmer kommen. Nach der elektr. Revision bist Du schlauer.

Wenn Du Dich GAR NICHT traust, dann schick mir das Ding und ich mach das. Kostet Dich allerdings dann neben der Teile und ein paar € für die Hobbykasse vor allem ca 15€ Versand UND, das schlimmste, 2x die Chance, daß der Versender Deiner Wahl das Ding durch die Gegend wirft und unrettbar zerstört.
Gruß,
Uli
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#18
Michael, ich würde an deiner Stelle Ulis nettes Angebot annehmen, allerdings weise ich eindringlich darauf hin, dass die geringe Lautstärke in den meisten Fällen vom Tonabnehmerkopf verursacht ist. (Ja auch dieser Typ fällt regelmäßig durch zu leise WIedergabe auf bzw. durch). Andererseits gehören die paar Bauteile im Verstärker auf jeden Fall gewechselt.

Ich habe schon wahnsinnig viele Geräte per Versand erhalten im Laufe von vielen Jahren. Niemals kam es dabei zu größeren Beschädigungen. Es ist eine Frage des sorgfältigen Verpackens.

VG Stefan
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#19
Stefan, auf den Tonabnehmer hatte ich hingewiesen...
Leider hatte ich selbst schon REICHLICH Bruch beim Versand. Was ich trotz detaillierter Verpackungsanleitung schon geschickt bekommen hab, das geht auf keine Kuhhaut! (Incl Späße wie kleines Bakelitradio in viel zu großem Karton mit einem Fitzelchen Luftpolsterfolie...)
Gut, wenn man selbst sein eigenes Gerät verpackt, dann ist das natürlich schon die halbe Miete. Trotzdem, Risiko bleibt und die Vorgaben der Versender sind kaum zu erfüllen. Und selbst WENN - nach 1/2 Jahr Kampf dann für den Plattenkoffer, über den der Gabelstapler gerollt ist, 30€ bekommen, ist SO befriedigend auch nicht Wink
Gruß,
Uli
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