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Prüftafel
#1
Hallo zusammen,


hier nun die Vorstellung des ersten Gerätes. Weil ich gerade erst am Einrichten der Werkstatt oder des Radiozimmers bin kommt das auch zuerst dran, weil ich jedes Radio, das ich einräume mal durchsehen möchte. Da ist diese Prüftafel eine gute Einrichtung. Das Teil, bleischwer, enthält 4 Trafos viele Schalter und Anzeigen. Das Gerät habe ich vor vielen Jahren für die symbolische Mark bekommen weil es einfach keiner haben wollte, es wäre einfach entsorgt worden.

   

Das Teil ist wie geschaffen für den Bastler. Es hat einen Trenn Stelltrafo mit Gleichrichter für 0-260V =/~, einen solchen für 0-40V=/~
und eine Schutzleitertesteinrichtung bis 20A. Von innen sieht das so aus:

   

Ganz links im Bild sind die Sicherungsautomaten und auch ein FI Schalter. Hinter den Sicherungsautomaten sind 3 Trafos gestapelt. Am unterern kann man erkennen dass die Wicklung sehr stark ausgeführt ist, das ist der Trafo für die Schutzleiterprüfung. Darüber der Trenntrafo 220/220 V. Der oberste Trafo ist der 24V Steuerstromtrafo für die Schütze. Der Trafo ganz rechts unten ist der 40V 5A Trafo für die Niederspannungsversorgung. Die Dioden sind Einpresstypen und sehen mit der Bananenform aus wie aus alten Drehstromlichtmaschinen. Rechts oben ist eine Bienenkorbglimmlampe und daneben eine 230V Glühlampe, die kann bei Bdarf als Vorschaltglühlampe zur Begrenzung des Einschaltstromes dienen .
In der Türe sind die instrumente, Schalter und der Stelltrafo eingebaut.

Ein nettes Detail ist die Bienenkorbglimmlampe. Diese dient zur Isolationsprüfung unter 230V. Wahlweise =, oder ~. Damit lassen sich bestens alle alten Kondensatoren prüfen.
   

Hier mit Vorwiderstand im Gleichstrombetrieb, erkennbar dass nur ein Draht "leuchtet"
Wenn schlechte Cs da angeschlossen sind dann sieht man das sofort. Im ersten Bild sieht man die 2 Cs in Reihe geschaltet im Geichstrombetrieb.

Die weiteren Schalter sind zum einen um die Amperemeter in verschiedene Bereiche umzuschalten und für =/~ Betrieb.

Die Schutzleiterprüfung ist dann für Geräte die so einen Schutzleiter haben. Mit einem 2,5mm² Kabel wird der Prüfling an der einen Pol an der Front rechts verbunden und dann das Gerät in die Steckdose unten rechts eingesteckt. Beim einschalten kann man dann am Amperemter den Strom der über den Schutzleiter abfließt ablesen.
Die Prüfung muss aber kurz ausfallen.

So das war jetzt die erste Vorstellung.

Grüße
Beste Grüße

Aller
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#2
Hallo Albrecht

Ein schönes Gerät, hätte ich auch genommen.
Gruß Helmut
----------------

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#3
Hallo Aller
Ja, ich denke doch ein sehr brauchbares Gerät für den Bastler oder Anwender.Wüste gerne mal was die neuanschaffung mal gekostet hat? wird im 3´stelligen Bereich liegen.
erst Denken dann Arbeiten

Josef
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#4
(11.03.2020, 22:02)Antikefan schrieb: ... wird im 3´stelligen Bereich liegen.

Wenns professionell gefertigt ist, dann wird das wohl nicht reichen oder evtl knapp...
Nettes Teil! Muss man natürlich auch den Platz dafür haben. Aber wenn man eh neu aufbaut: Perfekt, Glückwunsch!
Gruß,
Uli
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#5
Hallo, sieht sehr professionell aus. Auf der Frontplatte rechts oben ist ein Typenschild.
Ist das nur eine Attrappe oder sind da Herstellerangaben drauf?
Gruß Manfred
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#6
Ein sehr schönes Teil! Hätte ich auch genommen. Aber ich habe ja schon meinen Philips Service Meister.
Gruß aus Bremen

Enno
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#7
Ich habe jetzt mal ein Bild vom Typenschild gemacht. Es gibt keinen Hinweis, welche Firma, oder wer das Gerät gebaut hat. Vermutlich wird das auch im Dunkeln bleiben. Nutzen tue ich eigentlich nur den Trenn-Regeltrafo, die Vorschaltlampe, und die Glimmlampe. Näheres über die Glimmlampe als ein vielseitiges Prüfgerät stehtübrigens hier.

   

Der Schutzleiterprüfer lässt über ein 1,5mm² Kabel gschwind mal 20A drüber, allerdings ist mir auch klar dass sowas mit einem moderneren Gerät ermittelt werden sollte und dass moderne Geräte acuh regelmäßigen Prüfungen unterliegen. Für eine Hausnummer reichts aber allemal.

Was sowas damals gekostet hat - da habe ich keine Idee. Da Kleinserie und alles seht solid gefertigt ist, denke ich, dass es sich schon im unteren 4-Stelligen Bereich bewegt hat. Und ja ich bin froh dass ich das habe, und den Platz habe ich auch. [Bild: smiley53.gif]

Nachtrag: Im RM gibts ja auch ein Bild vom Service Meister, das ist ja auch ein cooles Teil, leider auch ohne Preisangabe.
Beste Grüße

Aller
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#8
(12.03.2020, 22:30)Aller schrieb: Ich habe jetzt mal ein Bild vom Typenschild gemacht. Es gibt keinen Hinweis, welche Firma, oder wer das Gerät gebaut hat. Vermutlich wird das auch im Dunkeln bleiben. Nutzen tue ich eigentlich nur den Trenn-Regeltrafo, die Vorschaltlampe, und die Glimmlampe. Näheres über die Glimmlampe als ein vielseitiges Prüfgerät stehtübrigens hier.



Der Schutzleiterprüfer lässt über ein 1,5mm² Kabel gschwind mal 20A drüber, allerdings ist mir auch klar dass sowas mit einem moderneren Gerät ermittelt werden sollte und dass moderne Geräte acuh regelmäßigen Prüfungen unterliegen. Für eine Hausnummer reichts aber allemal.

Was sowas damals gekostet hat - da habe ich keine Idee. Da Kleinserie und alles seht solid gefertigt ist, denke ich, dass es sich schon im unteren 4-Stelligen Bereich bewegt hat. Und ja ich bin froh dass ich das habe, und den Platz habe ich auch. [Bild: smiley53.gif]

Nachtrag: Im RM gibts ja auch ein Bild vom Service Meister, das ist ja auch ein cooles Teil, leider auch ohne Preisangabe.

Das ist aber ein trügerischer Irrtum!
Viele Grüße

Jupp aus dem Kohlenpott
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#9
So auf die Schnelle komm ich jetzt nicht drauf, auf was genau Du das in meinem Betrag beziehst.

Edit Zitate gelöscht.
Beste Grüße

Aller
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#10
Hallo

Ihr müsst nun wirklich nicht immer alles Zitieren !
Gruß Helmut
----------------

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#11
Hallo

Soweit ich weiß,sind Prüftafeln in Werkstätten von gewerblichen Betrieben ,die das Elelktrotechnikerhandwerk ausüben,sogar vorgeschrieben.
Bei mir hängt auch so eine Kiste in der Werkstatt.Die hat damals 4stellig gekostet.Da ich aber nahezu ausschließlich bei der Kundschaft
draußen arbeite,hängt das Ding nur rum,um eine Auflage zur Werkstattausstattung zu erfüllen.
Grüße aus dem Rheinland
Roman

Die Zeit bleibt nicht stehen.
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#12
Alles zitieren ist komplett sinnfrei und in diesem Fall kapiert kein Mensch mehr, was das soll!
Gruß,
Uli
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#13
Hallo, auch ohne Angaben auf dem Typenschild ist das ein sinnvolles Stück Werkstattausrüstung.
Es gab ja auch Zeiten, da wurden Betriebsmittel noch in der Werkstatt repariert. Deshalb sehr wichtig um einzelne Verhaltensweisen und Zustände näher zu untersuchen ohne sich gleich die Finger zu verbrennen.
Du hast da jetzt einen echten Heimvorteil.
Gruß Manfred
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#14
Jedes produzierende Unternehmen hatte eine Abteilung Prüfmittelbau. Dort wurden die Prüf- und Messeinrichtungen für den Einsatz in der Produktion, also für den Eigenbedarf, hergestellt. Egal ob Luftballons, Kuckucksuhren oder Radios gebaut wurden. Geprüft werden muss überall. Klar, ein Voltmeter oder Oszilloskop wurde natürlich zugekauft. Aber alles was für die eigenen ZWecke und Vorgaben "maßgeschneidert" sein sollte, wurde eben selbst hergestellt. Das hier vorgestellte Gerät ist ein ganz typischer Vertreter und das abgebildete Typenschild ist ganz typisch für so ein Gerät.
Prüfmittelbau gibt es auch heute noch in manchen Betrieben. Viele vergeben aber auch Aufträge an auf derartiges spezialisierte Dienstleister.

PS: Der Philips Service-Meister ist nicht vom Prüfmittelbau, er war ein reguläres käufliches Philips-Produkt. Im Jahr 1965 kostete er 1180,- DM, 1968 DM 1320,-, jeweils netto Händler-Einkaufspreis. Sehr billig, wenn man bedenkt, dass dieses dankbare Nutzvieh mit seiner quasi unendlichen Lebensdauer in Einzelfällen bis heute in Gebrauch ist (ich weiß von einer gewerblichen TV-Werkstatt wo das Ding um 2015 (und wahrscheinlich heute noch) im Einsatz ist.

VG Stefan
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#15
Bei mir werkelt wie bei Enno auch ein Philips Servicemeister, wenigstens ein Meister im Haus........
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#16
Prüfmittelbau, das ist das Stichwort.
Und ich vermute jetzt, dass das Gerät die Fa. Bosch selber gebaut hat. Denn zum einen sind mir ja schon immer die eigenwilligen Diodenplatten aufgefallen, die aussehen, wie die aus den frühen Bosch Drehstromgeneratoren. 
Und auch der Aufkleber, der an der Seite zu sehen ist könnte ein Indiz dafür sein. Zumindest ist das die Form und die Ausführung der Prüfplakette für die elektrische Abnahme bei Bosch. Und Bosch hat auch einen Prüfmittelbau. Da Bosch nicht alles selber produziert was so in den Werken Verwendung findet habe ich den Zusammenhang bisher nicht hergestellt.


.jpg   PT_Pla.jpg (Größe: 14,23 KB / Downloads: 126)

Also das ist dosch schon eine Zeit lang abgelaufen. Und kurz danach habe ich das gute Stück gekauft.

Leider ist meine Prüftafel sonst auch namenlos. Service Meister ist schon eine nette Bezeichnung für so ein Gerät. Zumindest scheinen diese Service Meister Geräte weit verbreitet zu sein. Das dort eingebaute Wattmeter ist sicher auch hilfreich.

Freut mich sehr dass euch die Prüftafel auch gefällt.
Beste Grüße

Aller
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#17
Hallo zusammen,
tolles Gerät. Für den Heimgebrauch super zu gebrauchen. In einem Betrieb ist es, denke ich, nicht mehr zulässig. Diese Geräte müssen ja auch die Bedingungen nach den VDE-Regularien/ Vorschriften entsprechen. Wenn da die BG kommt...? Egal, wenn man sich an die 5 Sicherheitsregeln hält, kann man das Teil gut in der Bastelwerkstatt einsetzen.
Smiley32 
Gruß, Holger
Smiley47
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