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Tonkopf - mono
#21
Hochohmig bedeutet hohe Impedanz - also hoher (frequenzabhängiger) Wechselstromwiderstand und hat nichts mit dem mit einem Multimeter meßbaren Gleichstromwiderstand zu tun. Er resultiert aus einer hohen Windungszahl auf dem Magnetkern. Für Transistorgeräte liegt diese Impedanz bei vielleicht einigen hundert Ohm bei 1 kHz, während sie bei Röhrengeräten mind. eine Größenordnung (Faktor 10) höher ist.

Ich habe gerade mal nachgerechnet: Ein Monokopf eines transistorisierten Kassettengerätes hat mit einem Parallelkondensator von etwa 2nF eine Resonanzfrequenz von etwa 12kHz. Daraus kann man die Induktivität des Kopfes zu 88mH berechnen, was bei 1kHz einer Impedanz von etwa 553 Ohm entspricht - also recht niederohmig.

Edit: Laut Datenblatt hat der Mono-Kopf der frühen RFT-Kassettengeräte X1K21 eine Induktivität von 50mH also noch etwas niederohmiger, aber die Größenordnung stimmt.

Gruß Ingo.
Die Konvergenz der Apokalypse führt unweigerlich zur Hybris.
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#22
Natürlich habe ich die Aufnahmefunktion schlichtweg vergessen, sorry.
Jedoch sollte auch diese Funktion NF-seitig mit einer Impedanzwandlerstufe realisierbar sein und der Löschoszillator einfach HL-bestückt neu gebaut.
Die Empfehlungen sind natürlich nur, wenn keine Originalköpfe auftreibbar sind. VG Micha
Historische Radios zu reparieren ist gut machbar durch die problemlose Schaltungsentflechtung, scheitert final leider oft daran, das Skalenseil wieder zu montieren ...



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#23
Warum machst du nicht mal ein Foto vom defekten Kopf hier rein. Diesen bemaßen und schon kann man sicherlich das ganze beschleunigen und aussortieren was nicht funktioniert.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#24
Weil es außer der "Kopfplatte" nichts mehr vom Tonkopf gibt. Der Rest fehlt.

Die Löschung der Magnetplatte erfolgt über eine große, extra angeordnete Spule die über die ganze Plattenbreite geht.
Der Tonkopf ist nur für Aufnahme und Wiedergabe, wobei er bei Aufnahme mit einem sehr hohen Pegel (2V) angesteuert wird.
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#25
Ja, ein Foto des Kopfes, auf dem man die Größe der Spur abschätzen kann, wäre hilfreich. Aber vielleicht kann man die Spurbreite auch schätzen aufgrund der Bewegung des Kopfes im Betrieb. Die Spuren dürfen sich ja nicht überlappen. Und dann denke ich: Versuch macht klug. Wenn er nicht zu teuer ist, würde ich einen Tonkopf (siehe Suchergebnisse in #19) kaufen, wenn hier im Forum keiner einen hat, und es mal damit versuchen. Eine Anpassung an eine ein wenig daneben liegende Impedanz durch Änderung von Widerständen (Aufsprechstrom) oder Kondensatoren (Vormagnetisierungsstrom) oder der Wiedergabeverstärkung ist nicht so kompliziert.

VG Ingo.
Die Konvergenz der Apokalypse führt unweigerlich zur Hybris.
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