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Ideen gesucht: Röhren mechanisch schützen
#1
Hallo RBF Freunde. Ich brauche einmal den einen oder anderen kreativen Tipp.

Ich bastel mir gerade (m)ein Multimedia-Center zusammen. So mit allem, was man sonst nicht in einem Gerät vereint findet. Mit SD-,USB-,Bluetooth-Player, vielen Eingängen für Chinch und DIN, aber auch optisch und Coax. Viele analoge Ausgänge und je einem AM und FM Sender - kurzgesagt ein audiophiles Massengrab an Schaltern, Relais, Baugruppen etc.

On Top - und das ist wörtlich zu nehmen - soll das Gerät 2 magische Augen (6E2) für die Pegelüberwachung bekommen. Ich kann einfach nicht ohne Röhren und optisch macht es ja auch was her. Diese beiden Röhren sollen nun wirklich oben aus dem Gerät herausschauen und nicht in der Frontblende platziert sein. Aber die empfindlichen Röhren sollen dennoch mechanisch weitestgehend geschützt sein. So ganz ungeschützt möchte ich sie nicht lassen.

Und hier brauche ich nun ein paar kreative Inspirationen, wie ich diesen Schutz am besten realisiere. Das Gehäuse des Gerätes wird aus dunklem Holz sein. Die Bedienelemente sind Alufarben. Die Röhren sollen natürlich sichtbar sein - zumindest die Leuchtflächen. Relativ einfach zu bearbeiten sollte der Schutz sein, denn meine "Werkstatt" ist nicht sonderlich umfangreich ausgestattet.

Hat einer da vielleicht gute Ideen?

Liebe Grüße und bleibt gesund!
Empfänger: SABA Bodensee 3DS Automatik (1954), Blaupunkt VE301Dyn (jungfäulich)
Techn.Kenntnisse und Fertigkeiten: Löterfahrung, Bausätze aufbauen, kleine Reparaturen an analogen Audiogeräten.
Messgeräte: Voltcraft DMM M3850 und einiges aus dem Mittelspannungsbereich.
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#2
Hallo, Günter,

Röhren sind robuster, als zumindest die mit Glaskolben, aussehen.
Leistungsröhren werden natürlich aus ziemlich heiß.

Streckmetallgehäuse oder auch creativgestaltete Metallgehäuse, wo man fast alles sieht, sind möglich.
Ich glaube, hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Nur Röhren, welche kritischen Abschirmungsproblematiken unterliegen, sind natürlich blechmässig eingepackt.

Jedoch, was man eh nicht sieht, kann ja dann halbleitermässig gelöst werden.

VG Micha
Historische Radios zu reparieren ist gut machbar durch die problemlose Schaltungsentflechtung, scheitert final leider oft daran, das Skalenseil wieder zu montieren ...



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#3
hallo Günther,
on Top heißt also, dass die Röhren oben aus dem Gerät herausschauen und geschützt werden sollen. Mir fällt spontan ein Messingrohr ein welches eine Aussparung hat um die Anzeige zu sehen. Messing und dunkles Holz wirken sehr edel zusammen.

Gruß
Sven
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#4
Ich wickle die Magischen Augen mit Luftpolsterfolie um und dann befestige es mit Klebeband. Am besten Malerkrepp - ist einfacher zu beschriften. So sind die bestens geschützt und erfahrungsgemäß verlieren ihre Leuchtkraft kaum.
Gruß!
Ivan
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#5
(25.03.2020, 22:41)navi schrieb: Ich wickle die Magischen Augen mit  Luftpolsterfolie um und dann befestige es mit Klebeband. Am besten Malerkrepp - ist einfacher zu beschriften. So sind die bestens geschützt und erfahrungsgemäß verlieren ihre Leuchtkraft kaum.

Ähm... Ich möchte sie nicht einlagern, sondern im Betrieb haben. Aber sie sollen dabei komplett aus dem Gehäuse oben herausschauen. Die Fassung soll bündig mit der Gehäuseoberkante sein - nach möglichkeit.

Sie stellen also den höchsten Punkt eines freistehenden Gerätes dar und sollen natürlich nicht versehentlich beim hantieren mit der Fliegenklatsche gekillt werden.

Lg
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#6
(25.03.2020, 22:02)Larry67 schrieb: hallo Günther,
on Top heißt also, dass die Röhren oben aus dem Gerät herausschauen und geschützt werden sollen. Mir fällt spontan ein Messingrohr ein welches eine Aussparung hat um die Anzeige zu sehen. Messing und dunkles Holz wirken sehr edel zusammen.

Ohja, die Kombi Messing/dunkles Holz kann ich mir gut vorstellen. Das kann echt gut aussehen. Würdest Du das Messingrohr passgenau für die Röhren wählen oder sollte da lieber etwas Luft drumherum sein wegen der Erwärmung der Röhre? Bei Passgenauigkeit könnte die Röhre selbst für einen festen Halt des Rohrs sorgen. Bei der Luftspaltvariante frage ich mich gleich, wie ich das Rohr dann am Gehäuse befestige. Eine Idee?

Lg
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#7
Hallo Günther,
es kommt auf deine werkstatttechnischen Möglichkeiten an und natürlich auf die Beschaffbarkeit von Messingrohr mit einem entsprechenden Innendurchmesser. Wird das Rohr komplett der Länge aufgeschnitten, kann man es ggf. leicht aufgedehnt auf den Röhrensockel schieben wo es dann festklemmt. Ein Luftspalt währe wegen der unterschiedlichen Temperaturausdehnungen sicher sinnvoll aber Messing ist ja ein guter Wärmeableiter und würde auch so Wärme ableiten. Es kommt auf deine Konstruktion und deinen ästhetischen Geschmack an, das sollte erst einmal nur ein Denkanstoß sein.
Messing ist ja lötbar sodass am unteren Ende durchaus ein Halteblech gelötet werden kann an dem eine Befestigung an das Gehäuse erfolgen kann. Das ganze Konstrukt kann möglicherweise von innen durch die Gehäuseöffnung geschoben und dann verschraubt werden.

Gruß Sven
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#8
(25.03.2020, 23:29)GüntherB schrieb: Ähm... Ich möchte sie nicht einlagern, sondern im Betrieb haben. Aber sie sollen dabei komplett aus dem Gehäuse oben herausschauen. Die Fassung soll bündig mit der Gehäuseoberkante sein - nach möglichkeit.
Sie stellen also den höchsten Punkt eines freistehenden Gerätes dar und sollen natürlich nicht versehentlich beim hantieren mit der Fliegenklatsche gekillt werden.


Hallo Günther.

Du möchtest Röhren vom Typ 6E2 verwenden, also diese:
https://www.radiomuseum.org/tubes/tube_6e2_china.html

Tipp meinerseits: Der untere Glaskörper ist bei dieser Röhrenbauart recht stabil, das wurde schon geschrieben. Die Achillesferse ist der Stutzen oben auf der Röhre sowie das unmittelbar um ihn herum befindliche Glas (Röhrendom). Das ist mitunter durch den Herstellungsprozess sehr dünn gezogen und an der Übergangsstelle leicht zu beschädigen, womit die Röhre unbrauchbar wird, da sie dann Luft zieht.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#9
(25.03.2020, 21:03)GüntherB schrieb: ...
Das Gehäuse des Gerätes wird aus dunklem Holz sein. Die Bedienelemente sind Alufarben. Die Röhren sollen natürlich sichtbar sein - zumindest die Leuchtflächen. Relativ einfach zu bearbeiten sollte der Schutz sein, denn meine "Werkstatt" ist nicht sonderlich umfangreich ausgestattet.

Hat einer da vielleicht gute Ideen?

Liebe Grüße und bleibt gesund!

Dunkles Holzgehäuse, dann dunkle Holzhülsen mit Ausfräsung fürs Sichtfenster anfertigen (lassen) und die Ausfräsung mit entsprechend gebogenen Plexiglas verschließen. Kann man auch mit handwerklichem Geschick ganz ohne fräsen zu müssen selber machen. Wäre mein Vorschlag.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#10
Hallo Günther

Was hältst Du von folgender Idee:

Ein Rohr aus Lochblech oder Streckmetall und im Anzeigebereich des magischen Band eine Öffnung, damit man die Anzeige gut sehen kann.
Hier ein Beispiel in goldener Farbe.
https://www.pegnitz-schrauben.de/Streckm...gKWpfD_BwE

https://german.alibaba.com/product-detai...5f19nA0sFD

Aber ich glaube, zu silbernen Knöpfen passt besser silbernes Streckmetall.

Viel Spaß beim Deinen weiteren Arbeiten an dem Teil.
Grüße aus Bornheim
Werner

Das größte Vorurteil ist der Glaube, man habe keine Vorurteile.
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#11
Im Laborbedarf gibt es recht stabile 'Reagenzgläser' in verschiedenen Durchmessern oder PET-Flaschen Rohlinge ?
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#12
Viele tolle und interessante Vorschläge habe ich hier von euch gelesen. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

Anfänglich war ich von der Messingrohr und von der Streckmetal Lösung sehr angetan. Auch die Lösung mit einem Rohr aus Holz hat mich angesprochen. Inzwischen habe ich mich von der Messing Variante gedanklich verabschiedet, weil ich glaube dass das fabrlich nicht so gut zu den Aludrehknöpfen und Schaltern passt.

Aktuell verfolge ich zwei Ansätze weiter: Streckmetal und Holz.
Bei der Holzvariante würden es wohl zwei geschlitzte Rohre werden, welche die Röhren beherbergen. Mit kleinen, unaufälligen Bohrungen im oberen Deckel für die Wärme (so heiß werden die Röhren zum Glück nicht) könnte das am Ende ganz gut aussehen.

Die zweite Variante ist Streckmetal, wobei ich hier gerade am überlegen bin, ob ich beide Röhren evtl in einen gemeinsamen Käfig unterbringe. Ein rechteckiger Käfig ist eben auch einfacher herzustellen, als ein Rohr. Da ich mit Streckmetal noch überhaupt nicht gearbeitet habe, muss ich mich da aber erstmal umschauen, wie es mit der mechanischen Festigkeit der relativ dünnen Bleche bestellt ist. Zum Glück sind die Materialien relativ günstig erhältlich, so dass auch ein paar Fehlversuche mich nicht gleich ruinieren werden.

Momentan befindet sich das ganze Gerät noch in einem Schuhkarton, bis die endgültige Lage aller Schalter und Knöpfe festgelegt ist. Sobald dann die "Endfertigung" losgeht, werde ich diese schrittweise dokumentieren und die Bilder dann hier einstellen.

Lg aus der Lüneburger Heide
Günther
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#13
Hallo Günther,

mir ist da Fliegengitter eingefallen. Das ist so ein Geflecht aus Draht, das du um einen Besenstiel biegen kannst, bis du ein Fliegendraht Rohr hast. Ich denke, sowas findest du im Baumarkt.
Viele Grüße

Franz Bernhard

... und die Radios laufen nicht weg!

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