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Remington-Wecker reparieren
#1
In Coronazeiten wird vermehrt aufgeräumt. In einem Karton mit verschiedenen alten Geräten, Prints und Elektronikmaterial fand ich unter anderem 2 Stück Remington-Wecker. Bei beiden fehlte der hintere Gehäuseteil, bei einem das Skalenblatt und die Zeiger. Mehr aus Langeweile habe ich mir diese Wecker vorgenommen. Ich möchte betonen, dass ich keine Ahnung von Uhrwerken habe.

.jpg   remington.front.JPG (Größe: 26,03 KB / Downloads: 192)  
.jpg   remington.back.JPG (Größe: 32,41 KB / Downloads: 191)
 Der Remington-Wecker hat ein rein mechanisches Uhrwerk. Das Aufziehen erfolgt durch einen kleinen Batteriemotor gespeist mit einer 1,5V Babyzelle. Ein erster Test mit dem Netzgerät ergab keine Funktion. Der Motor wurde ausgebaut und der Bürstenhalter abgenommen. Als Bürsten dienen dünne Drähte, diese waren teilweise abgeschliffen, daher kein Kontakt zum Kollektor. Beim 2. Motor ähnlicher Fehler.
   
Es ist mir gelungen aus den 2 Motoren einen funktionierenden zu basteln. Der Kollektor musste auch gereinigt werden. Nach Einbau des Motors funktionierte der Aufzug aber das Uhrwerk nicht. Nun wurde das Uhrwerk mit Tuner 600 geflutet und mit Pressluft vorsichtig ausgeblasen. Anschliessend mit WD40 besprüht. Langsam kam wieder Leben ins Werk. Ein kleines Lämpchen sollte per Tastendruck das Ziffernblatt beleuchten. Meiner Ansicht nach viel zu wenig. Also wurde das Lämpchen von einer weissen 3mm-LED abgelöst. Das Uhrwerk wurde wieder in den vorderen Gehäuseteil eingebaut, mit einer Batterie versehen und zum Probelauf zur Seite gestellt.

.jpg   unruh.kl.JPG (Größe: 56,46 KB / Downloads: 191)
 Eine Viertel Stunde ist sie gelaufen dann war Pause. Uhr wieder zerlegt, die Unruh hat gespiesst. Die Hemmung war ausgehängt. Vermutlicher Grund: zu grosses Lagerspiel der Unruh. Die Lagerbuchse der Unruh hat ein Gewinde und so konnte das Lagerspiel minimiert werden. Nun läuft der Wecker seit 2 Tagen, über die Ganggenauigkeit kann iich noch nichts sagen.
Kein Mensch braucht diese alte Uhr aber sie läuft wieder und ich habe einiges dazu gelernt.

Grüsse aus Niederösterreich
Gerhard
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#2
Hallo Gerhard!
Wenn du noch länger Freude an dem Wecker haben möchtest dann nimm das Werk nochmal raus und wasche es mit meinetwegen mit Benzin gründlich sauber.Nach dem trocknen nur die Lager ölen aber nie mit WD40 das zeug gehört auf keinen Fall in eine Uhr.
Das beschriebene von mir ist auch keine Professionelle Sache aber allemal besser als jetzt.
Gruß Detlef!
wenns geraucht hat und gestunken wars bestimmt ein Telefunken
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