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Der wachsende Verstärker
#1
Meine Lieben,

meine Arbeit an der Schule ist in Coronazeiten schwer, daher habe ich mich ausgleichsweise mal wieder an meine Holzkisten gesetzt. Die eine ist als Kopfhörerverstärker "Darling" mit der Sendetriode 1626 geplant und wird auch fortgeführt. 

An das 2. Projekt werden sich einige erinnern. Es war dieses hier: https://radio-bastler.de/forum/showthrea...um+Basteln

Das habe ich mir mal vorgenommen und erstmal alles was da so dran war abgemacht.  Die Röhrenfassungen habe ich gelassen. 
ich habe, seitdem ich den Tesla 4002 in Händen habe, ein Faible für Lötleisten, also habe ich mir erstmal eine genommen etwas Platz gelassen und angefangen zu malen. wo welche Bauteile hingehören sollten.

Übertrager waren ja noch von Jean da und zudem verfügt mein Experimentierlautsprecher auch über einen eingebauten. Tja, wie immer, die Stufe mit der 1626 war fertig, es tat sich nichts. Stumm wie ein Stück Holz. Nun dachte ich, ok der Übertrager hat um die 6 Anschlüsse, niemand sieht durch wo vorne und hinten ist - also den Experimentierlautsprecher dran, Schalter zuvor auf "hochohmig" - wieder nichts

Nun habe ich die Treiberstufe dazu gebaut, hier war ein wenig mehr Bauteilaufwand zu betreiben. Ich stellte sie bis zum Koppel C fertig und hängte da ein Signal drauf mit einem Spannungsteiler davor. Und dann ging es los, klar und laut war Musik zu vernehmen. Stotterte allerdings. Ich war natürlich grummelig. Wieder was gebaut was nicht geht. 

Nun konnte aber dank der Lötleiste, überall rangegangen werden. Ans Gitter der Endröhre - nix, Gitter des 2. Systems 6SN7 - laut und klar, Gitter des Eingangs - etwas lauter, stottert.  Den R4 hatte ich bisher noch nicht eingebaut, probeweise eingesetzt war das Stottern weg. 

Nun konnte eine Bestellung aufgegeben werden, denn viele Bauteile waren nur einmal vorhanden und dann wären die Kanäle sehr ungleich. Der nächste Schritt war nun eine 2. Lötleiste und der Aufbau des. Kanals.  Demnächst Fotos.  Hier erstmal der Schaltplan, die Anodendrossel habe ich bisher nicht, da ist ein 12K Wiederstand drin, mit guten 5W (der war komischerweise genau 2mal in meinen Kisten drin.

Hier der Plan, damals gezeichnet von sagnix, allerdings ist der C3 ein 1µ

Bisher läuft das Gerät im Probebetrieb mit Ub von ca. 100V

Thommi

[Bild: attachment.php?aid=29669]
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#2
Hallo Thommi,

warum hast Du so entsetzlich große Kondensatoren da drin. Die unteren Grenzfrequenzen sind:
C4||R6 ... 0,033 Hz
C2,R5 ... 0,16 Hz
C1,R1 ... 0,34 Hz

Für eine untere Grenzfrequenz von 20 Hz (weniger ist sicher am Ausgangstrafo nicht zu machen und auch nicht sinnvoll) würde genügen:
C4 = 4,7µF
C2 = 10 nF
C1 = 10nF
Ggf. kannst Du für fu = 10 Hz die Kapazitäten nochmal vedoppeln also 10µ/22nF/22nF aber alles andere schadet nur und stopft Dir bei Impulsen am Eingang nur den Verstärker für einige Zeit zu.

Einzig C3 ist passend gewählt. Er ergibt mit 220 kOhm eine untere Grenzfrequenz von 15,4 Hz.

VG Ingo.
Die Konvergenz der Apokalypse führt unweigerlich zur Hybris.
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#3
Moin,

Ingo, ich weiß es nicht. Ich vermute, dass der gute Mann, etwas dem Gigantomanismus verfallen ist: 
http://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbri...omania.htm - ich hoffe Link ist erlaubt????

Aber jetzt ist endlich meine Frage beantwortet, warum man dann nicht überall so riesengroße Cs einbaut, wenn das so gut sein soll.

Wie muss man sich das vorstellen "stopft zu"? 

Wie funktioniert das mit der Grenzfrequenz mit dem R und C?  Hat das was mit Bandpass usw. zu tun?

LOL und ich sehe gerade, ich habe mich beim Aufbau verlesen! C1 habe ich einen 47 nF eingebaut, statt 470 nF.....

Nun erstmal Fotos

               


Also nun weiter, ich habe beim AÜ gemessen und probiert und es hat ewig gedauert, bis ich die vermutlich richtigen Wicklungen gefunden habe. Ob die Sekundärwicklung wirklich die ebensolche ist oder die Gegenkopplungs - Wicklung, das habe ich noch nicht herausgefunden. 

Es geht jedenfalls soweit, als nächstes habe ich mir ein gutes Alps Poti bestellt und eingebaut und entsprechend Lautsprecherbuchsen und ein Terminal für den Eingang - alles ist bisher für den rechten Kanal verkabelt und funktioniert sehr gut.
Die 1626 wird mit 12 V geheizt die 6SL7 mit 6 V, da es jetzt den 2. Kanal gibt, sind die 6SL7  in Reihe geschaltet. Spart Kabelsalat.

Tja, an der Stelle stehe ich nun, als nächstes soll ein Schutz R an die LS Buchsen eingebaut werden ein Netzteil (ein kleines genügt erstmal) und eine Klangregelstufe danach sehen wir mal weiter - das ist das Konzept des wachsenden Verstärkers, nach und nach kommen die Annehmlichkeiten hinzu.

Thommi
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#4
Hallo Thommi,

für die genannten Fälle handelt es sich bei der RC-Kombination jeweils um Hochpässe, die ab einer unteren Grenzfrequenz zu tiefen Frequenzen zunehmend dämpfen.
Die Grenzfrequenz kann man einfach errechnen: fu=1/(2*PI*R*C)

Zustopfen bedeutet, daß ein großer Störimpuls dazu führt, daß sich der beteiligte Kondensator auflädt und entsprechend der Abklingzeit Tau=R*C langsam entlädt. Während dieser Zeit ist der Arbeitspunkt der betroffenen Verstärkerstufe verschoben, was zum kurzzeitigen Ausfall oder zu unerwünschten Geräuschen während der Kondensatorumladung führen kann. Bei allen Schaltvorgängen oder bei schnellen Betriebsspannungsschwankungen kann eine zu groß dimensionierte untere Grenzfrequenz zu Problemen führen. Heutzutage ist oft die Tendenz zu finden, daß Kondensatoren hoffnungslos überdimensioniert werden, um tiefste Frequenzen zu übertargen, obwohl Ausgangstrafos, Lautsprecher und meist auch Signalquellen dies überhaupt nicht brauchen.

Viele Grüße

Ingo.
Die Konvergenz der Apokalypse führt unweigerlich zur Hybris.
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#5
Ok,

siehste für solche Sachen sind eben die Lötleisten so schön, so kann ich unproblematisch tauschen. Da bin ich ja mal gespannt, wie sich das dann anhört. ob man schon etwas bemerkt.
Denn die normalen Werte, die du angesprochen hast hätte ich gehabt, die 2200µ Elkos musste ich erst kaufen, brauche ich ja nie. Na - Lehrgeld.

Thommi
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#6
Hallo Thommy,
es ist ein schönes Projekt, welches Du Dir vorgenommen und hier reingestellt hast. Sieht auch schon ganz gut aus.
Smiley20  Ich baue eher mit Transistoren oder IC. Dafür sieht das aber auch nicht so schön aus, als mit Röhre, (Bün ja schon fast n Büschen Neidisch)
Smiley26  
spare aber Platz. 
Smiley53 Du scheinst Platz zu haben (von den erforderlichen Teilen, wie Röhren usw. mal abzusehen). Mach das weiter so, es begeistert immer wieder (nicht nur mich). 
Smiley32 
LG aus Schwerin, Holger
Smiley47
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#7
Hallo,

solche Eigenbauten gefallen auch mir !

Ich hätte nur einen dringenden Rat:
Bei solchen Röhrenschaltungen ist es ungünstig, wenn zum einen zu lange Drahtverbindungen zwischen Röhren und der eigentlichen Schaltung vorhanden sind und was noch schwerer wiegt: Wenn die schirmende Massefläche fehlt, die bei einem Metallchassis zwangsläufig und natürlich vorhanden ist.
Wenn es unbedingt dieses Holzchassis sein soll (was ich nachvollziehen kann), wäre es günstig, wenigstens unterhalb gewisse Bereiche mit einer leitfähigen Fläche zu versehen, zumindest dort wo sich die Röhren befinden und auch an der Stelle der Lötösenleisten. Das kann ja z.B. aus Abfallstücken (POLLIN-Sortiment Platinenmaterial) optisch ansprechend zurechtgestückelt werden.
Wenns noch zu ändern geht, würde ich vorschlagen, die Lötösenleisten näher an die Röhren zu bringen, so daß nur kurze Leitungsverbindungen zu ziehen sind, idealerweise würden einige Bauteile direkt an die Röhrenfassungen gehen, was nicht jedermanns Sache ist aufgrund der Optik, auch dafür hab ich totales Verständnis, ich machs gern, ein guter Kumpel von mir hat jedes Bauteil parallel auf zweireihigen Lötösenleisten und unterseitige Verdrahtung, sieht absolut gut aus, Fehlersuche ist manchmal schwierig...
Wenn man die Bauteile schön sauber auf den Lötösenleisten hat, wäre es wirklich empfehlenswert, daß die Leitungen zwischen Röhre und Bauteilbrettchen nur 2...3...(5) cm lang sind (o.k. die 5 könnten noch hinkommen) und daß im Hintergrund eine Massefläche vorhanden ist, die definierte Erd-Kapazitäten und Leiter-Erde-Impedanzen der Zuleitungen ... aufbaut. Ohne die Massefläche hast Du massenhaft Leiter1-Leiter2-Schleifen, die induktiv und kapazitiv koppeln, das kann auch zu HF-Schwingungen führen. Das kann ja schon in Gleichstromprüfkreisen auftreten, wenn man keine weiteren Kapazitäten verbaut und lange Leitungen hat, bei einer Röhre reicht eine oder zwei falsche Leitungen und schon schwingts auf VHF ohne weitere Bauteile.

Damit will ich aber Deine Arbeit nicht schlechtreden, probiers gern so aus, vielleicht geht es ja gut !

Gruß Ingo
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#8
Moin,

also, nein das soll insgesamt nicht so bleiben. Die Holzkiste ist sozusagen eine Probekiste, damit die Schaltung überhaupt erstmal aufgebaut werden kann.  Die hinteren 3 Röhrenfassungen z.B. sind derzeit gar nicht in Betrieb. Das sind noch Reste von davor.

Das mit der Kürze der Leitungen hatte ich auch überlegt, aber, für mich als Einsteiger beim Selbstbau (eine Phase die nun schon 20 Jahre dauert), ist für mich das gute, dass ich anhand der Löstleisten die Schaltung so schön nachvollziehen kann. Was geht wo rein, wo raus, wo geht das Signal lang. Momentan verstehe ich einfach zu viele Dinge bei solchen Schaltungen noch nicht. Und wenn dann Verbesserungsvorschläge kommen, so wie von Ingo z.B., dann will ich auch ohne groß zu rätseln wissen - ok, da ist der Kathoden C oder hier ist der Gitterwiderstand. So wurden auch die Farben gewählt, Anodenspannung ist z.B. immer ein roter Draht, Gitter sind immer die geschirmten Kabel usw.

Wenn das Ganze ins Metallchassis verfrachtet wird, werden auch die Leitungen nochmal angepasst. 

Thommi
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#9
Moin,

so heute hatte ich gerade etwas Zeit noch etwas am Verstärker zu bauen. Heute war dran einige Kabel noch zu ziehen, Schutzwiderstände an den LS-Buchsen anbringen. Damit war dann eigentlich der 2 Kanal fertig.
Ich habe dann das Gerätchen eingeschaltet und mich traf ja fast der Schlag - es stotterte wieder.

Ich überlegte ok R4 - abgelötet, war es nicht. Was hatte ich noch gemacht? Ah ja, der 2. Endröhre Anodenspannung gegeben.  Das hatte ich um den AÜ zu schonen (ich habe ja nur einen Experimentierlautsprecher) extra nicht gemacht. Wieder abgeklemmt.  Stottern weg.

Also habe ich mich erstmal an die von Ingo vorgeschlagenen Änderungen gemacht den extra angeschafften 2200 µ / 16 V  wurde durch 22µ / 25V ersetzt, da passierte noch nicht viel, aber bei C2 da wurde 1µ / 250V gegen 47nF / 250 V ersetzt.  Bisher war es erstaunlicherweise bei dem Gerät so, dass wenn abgeschaltet wurde, war sofort Ruhe. Jetzt spielt er noch leiser werdend nach. C3 wurde dann auch noch gegen 47nF ausgetauscht, allerdings 630 V.

Nun würde mich ja mal interessieren: Warum wurde da soviel Strom gezogen, zuvor, dass sofort Stille eintrat???

Nun hängte ich die 2. Endröhre wieder an die Anodenspannung, Störungen nur bei Transienten, aber sofort Ruhe bei Abschalten. Auch hier wurden die Cs getauscht.

Stottern ist nun erledigt, allerdings ist mir nicht klar, wie es entstanden ist - hat jemand Ideen?
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#10
Also, daß schnell Ruhe war, könnte daran gelegen haben, daß sich beim Abschalten die Anodenspannung schnell ändert, was bei den großen Kondensatoren zum beschriebenen "Zustopfen" führen kann.
Das "Stottern" könnte ein niederfrequentes Schwingen des Verstärkers gewesen sein. Wenn die Siebung "schneller" ist (höhere Grenzfrequenz) als die Stufenkopplung, kann so ein Effekt auftreten.

Gruß Ingo.
Die Konvergenz der Apokalypse führt unweigerlich zur Hybris.
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#11
Hallo,

warum überhaupt so eine große Anodendrossel mit 600 (wtf?) H ? Sowas macht man doch eigentlich nur in HF-verstärkern, um einen hohen Arbeitswiderstand für die HF, aber ohne Gleichstrom-Spannungsverlust für die Röhre/Transistor zu haben ?

So eine Riesendrossel (also Riesen-L) macht komische Sachen, wenn der Strom springen will, sie erhöht dann ihre Spannung, um dem entgegenzuwirken, das kann dann in Verbindung mit hochohmigen Schaltungen und Kondensatoren auch zu "Pumpen" führen.

Gruß Ingo
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#12
Hallllöle,

also, als nächstes soll das ganze Gerätchen "wachsen". Ich habe vor gut 20 Jahren mal eine Klangregelstufe gebaut, die recht gute Resultate lieferte - zumindest an einem Rema-Toccata.

Die Schaltung stammt ursprünglich aus RPB "Kleines Stereo-Praktikum" - nur soll sie natürlich zu mir passend mit großen Röhren laufen.  Vergleichbar mit der ECC83 heißt es sei die 6SL7. Deren russ. Äquivalent habe ich da.  Nur - so gleich ist sie denn doch nicht, die ECC83 verstärkt 100 fach mit kleinerem Strom 1,2 mA, die 6SL7 70 fach bei 2,3 mA.  
Da ist nun die Frage, ob eventuelle Schaltungsänderungen nötig sind.

Thommi


.jpg   Vorverstaerker.2.jpg (Größe: 134,56 KB / Downloads: 271)
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#13
Moin,

nach langer Zeit, mal wieder Fortschritte, der Amp ist nun wirklich gewachsen und im Inneren ein Drahtverhau geworden, dazu später mehr. 
Erstmal seht ihr hier, ich habe ein ähnlcihes Gehäuse wie für meinen Darling genutzt, nur etwas höher und überall mit Restholzplatten versehen. So kann munter gebastelt werden und eine zerdengelte Platte kann immer noch im Winter verheizt werden. 

die 1626 mit den kleinen Übertragern waren leistungsmäßig doch etwas dünn und so ganz was anderes als es später werden soll. Also habe ich aus einer Radioleiche einen EL 84 Übertrager genommen und mir günstig 2 6A3 aus der Bucht gezogen und das ganze erstmal eingebaut, das ging ganz vernünftig, allerdings mussten und müssen noch einige Entrbummmaßnahmen getroffen werden. Aus optischen Gründen habe ich die Treiberstufe nicht mit einer 6SN7 sondern 2 Trioden gemacht. Die mit dem Metallkragen, der auf Masse liegt ist eine originale 6J5 und die anderen das russ. Äquivalent 6C2C. 

dahinter liegt eine 6SL7, die ist für die Klangregelung zuständig wie im letzten Beitrag gezeigt. Allerdings vermindert die Klangregelung das Signal um über 50%. Daher überlege ich, den Kathodenfolger, also das 2. System umzustricken und zu einem aktiv verstärkenden System zu machen, damit der Pegel wieder hochgeht. 

Hinten sind nun passende Übertrager drin von Jan Wuesten. Nur braucht es nun einen größeren Trafo, das hier ist nämlich der erste Trafo aus dem Darling und der ist nun mit der Belastbarheit sowohl für Heizung und Anodenstrom an der Grenze, deswegen ist auch die Endröhre im 2. Kanal nicht drin.

Thommi

   
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#14
Weiter geht es,

ich habe nun den Aufbau, den man im letzten Beitrag sieht, mit einer EYY13 als Gleichrichter ausgestattet, mit der gasgefüllten ck1006 hat es nicht funktioniert. Beide Kanäle spielen einwandfrei - allerdings ist das ganze leistungsmäßig noch nicht so, wie ich es gerne hätte und die 6A3 ja auch nur als Zwischenlösung gedacht.

Ich habe daher eine 2. Bastelkiste angefangen, diese dient dem Erproben der dicken Röhre 211 als auch dem Probieren und Festlegen der endgültigen Schaltung, bei der es sehr auf Betriebssicherheit ankommt.

   

Die Röhre 211 hängt an einem EL84 Übertrager aus einer Radioleiche und ist extrem gutmütig. Wird ein Signal an das Gitter gelegt, kann bereits OHNE Anodenspannung leise Musik aus dem Lautsprecher vernommen werden. Gibt man Anodenspannung hinzu (in meinem Falle aus einem SV59/52-4, bei dem ich 8V Heizspannung für die 211 entnommen habe)  wird das natürlich viel lauter und das ohne, dass man weiter etwas tun muss. Es brummt natürlich sehr stark.

Um dagegen etwas zu unternehmen las ich bei Onkel frihu etwas zu den direkt geheizten Röhren und fing an, zunächst die Symmetrierung der Heizung durch dicke Widerstände herzustellen, hierbei sind wohl der Größe der Widerstände Grenzen gesetzt. Das half ein wenig weiter, war aber noch nicht ausreichend. Als weitere Maßnahmen wurde ein Brückengleichrichter gefolgt von einem dicken Elko eingesetzt, das half schonmal viel weiter. Allerdings werden die Elkos warm, da wird also noch ein anderer Typ verbaut.

       

Es stellte sich heraus, dass das Brummen weniger wird, je höher die Anodenspannung wird, das Netzteil kann max. 450V ausgeben, gibt man diese auf die Röhre ist das Brummen komplett weg. Man kann also den Aufwand der Siebung bei der Heizung halbwegs kleinhalten, wenn die Anodenspannung hoch genug ist. Geplant ist, dass die 211 mit 1000V Anodenspannung laufen soll. Dann würde sich eine Leistung von ca. 12W einstellen, mehr als genug für meine Bedürfnisse.

Nun wollte ich die Kopplung probieren und schaltete eine Hälfte einer 6SN7 davor, das Ergebnis ist eine viel lautere Wiedergabe, bereits bei 50V Anodenspannung hat man Zimmerlautstärke, natürlich etwas verzerrt und recht verbrummt. Für den richtigen Betrieb wurde nun ein Lautstärkepoti zwingend und dann der Versuch, mit den dafür vorgesehenen Quecksilbergleichrichtern eine Anodenspannung zu erzeugen.  Hier ist der Betrieb mit einer 866A zu sehen, d.h. eine Einweggleichrichtung. Die 211 erhält damit eine Anodenspannung von 317V.     


   

Als nächstes werde ich einen neuen Heiztrafo bestellen, Ringkern und mich an einen sicheren und stabilen Aufbau des Primärkreises machen.
Thommi
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