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Totalrestaurierung Tefifon KC1
#41
Wir setzen nun den Dämpfer ein. Aufpassen, dass keinesfalls die Gleitfläche in irgendeiner Form beschädigt wird. Zum Einhängen
muss der Dämpfer so weit auseinandergezogen werden, dass das Innenröhrechen aus dem Aussenröhrchen austritt.
Die Gleitfläche darf nicht berührt werden, weder mit den Fingern noch mit einem Werkzeug. Das Tei list extrem empfindlich.
   



Es folgt nun die Montage des Tonabnehmers, das Verlöten aller Kabelenden mit den Lötösen der Pertinaxplatte, sowie das Verlöten
des Massebands mit der Lötfahne des Halters der Statusanzeige. Sollte die Spiralfeder der Kabelführung entfernt worden sein, wird
auch sie nun wieder angelötet.
Bisher sind mir zwei verschiedene Kabelfarben und Belegungen untergekommen. Da man auf Fotos immer sehr schlecht erkennen
kann welche Kabel wo angelötet sind, habe ich sie im zweiten Bild grafisch dargestellt. Der 470K Widerstand ist nicht in allen Tefifonen
vorhanden. Vermutlich ist das abhängig vom jeweiligen Tonabnehmersystem. Bei dem hier verwendeten China System konnte ich
klanglich keinen Unterschied feststellen und habe ihn daher durchgezwickt. Dadurch wird das Ausgangssignal minimal stärker.

Da das Chinasystem auf Bariumtitanat basiert, ist das Ausgangssignal von Haus aus etwas niedrigerals bei den originalen Kristallsystemen.
Das ist prinzipbedingt und gilt für alle Keramiksysteme.
   
   





Als nächstes wird das Ausgleichsgewicht für das TA-System montiert. Hier werden quadratische Metallplättchen in zwei verschiedenen
Dicken verwendet. Da das Chinasystem sehr leicht ist, reicht hier die Montage eines der dicken Plättchen. Bei anderen Systemen sind evtl.
mehrere oder eine Kombination unterschiedlicher Plättchen erforderlich. Zusätzlich lassen sich die Plättchen durch Langlöcher verschieben,
so dass in jedem Fall ein optimaler Ausgleich gefunden werden kann.
Das Optimum ist dann erreicht, wenn die Wippe in jeder Höhenposition stehen bleibt, also nicht von selbst absinkt oder aufsteigt.
Deshalb wurde auch die Kopftrommel noch nicht montiert, so haben wir für diese Einstellarbeit mehr Freiraum.
   




Anschließend überprüfen wir die Funktion der Mechanik der Andruckrolle. Wird sie nach aussen, also zu Gehäuserand hin geschwenkt,
so muss die Wippe mit dem TA-System in die Parkposition gehen, also ganz weg vom Band und in die oberste Position.

Umgekehrt bewirkt ein Schwenken der Andruckrolle nach innen, dass die Wippe freigegeben wird und von dem Dämpfer zeitverzögert
in oberster Position sich in Richtung Kopftrommel bewegt.
   
   






Hakt hier irgendetwas, dann muss das mechanische Zusammenspiel zwischen dem kleinen Zapfen an dem Halter der Andruckrolle und
dem kupfernen Band an der Wippe kontrolliert werden.
   
   




Ein letztes Augenmerk gilt der Verlegung des Tonabnehmerkabels. Es muss so verlegt / zurechtgebogen werden, dass der Kupferdraht
des Statusanzeigers über die gesamte Höhenverstellung der Wippe, in keinem Falle die Tonabnehmerleitung berührt.
Ein Berühren würde ein Blockade bedeuten und die Nadel würde springen - ganz abgesehen davon, dass dadurch schon längst vor
dem Springen die Rillenflanke im Band unnötig belastet oder beschädigt würde.
   
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#42
Es ist an der Zeit die Kopftrommel zu montieren. Nach dem Schleifen der Gummierung wurde die Position der Trommel zu ihrer Welle
mit einer Bohrung markiert. In dieser Position wird die Trommel nun wieder aufgesetzt. Vorsichtshalter wird der Rundlauf gemessen
und die Position optimiert. Hier hat alles erstaunlich gut gepasst, die Abweichung beträgt grade mal 1/100 mm.
Der Wert kommt mir verdächtig gut vor. Vermutlich gleicht die Gummierung hier ein wenig durch Nachgeben aus.
   




Die Kopftrommel kann nun mit einer Schraube M4x20 + Beilagscheibe auf der Welle fixiert werden
   



Es fehlt noch die kleine Führungsrolle, die nun in das vorgesehene Muttergewinde auf dem Chassis geschraubt wird. Die Kontermutter
wird noch nicht festgezogen da hier noch justiert werden muss.
   



Als letzter Schritt wird noch die Schraube eingedreht die das Axialspiel der Welle des Schwungrades und der Kopftrommel begrenzt.
Auch diese Kontermutter wird noch nicht angezogen.
   


Damit ist die eigentliche Montage des KC51 abgeschlossen. Fertig sind wir aber noch nicht, es fehlen noch die Einstellarbeiten.
dazu brauchen wir aber eine Kassette und die dazugehörige Kassettenauflage da sie die Höhenposition der Kassette beim
Abspielen bestimmt. Diese Kasettenauflagen sind praktisch alle defekt. Sie bestanden ursprünglich aus gummiertem Kunststoff
der im Laufe der Jahrzehnte brüchtig geworden und zerbröselt ist. Im Bild seht ihr das besterhaltene Exemplar das mir unter die Finger kam
   
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#43
Es muss also eine neue Auflage her. Die Oroginalauflage wurde vermessen und aus einer PU-Platte eine Kopie gefräst.
Leider ist meine Proxxon Fräse mit dem Verfahrensweg ein weinig überfordert gewesen und so gab es einige
Rattermarken die aber nicht wirklich störend sind. Leider finde ich die Bilder grade nicht mehr.
Von diesem urmodell wird über einen Zwischenschritt eine Kopie aus Silikon angefertigt. Das ist deshalb erforderlich,
weil die eigentliche Form in der die Auflagen gepresst werden sollen, aus PU-Kunststoff sein muss. Eine Silikonform ist hier
nicht möglich, weil die Auflagen selbst auch aus Silikon gepresst werden und sich die Silikone miteinander verbinden würden.
Hier nun die fertige Form aus PU. Der Boden ist mit zusätzlichem Alupulver gegossen für mehr mechanische Stabilität
und weniger Schrumpf. Die Form war schon oft in gebrauch und sieht deshalb schon etwas angegammelt aus.
   


Das größte Problem ist, die richtige Farbmischung zu finden, zumal die dünnfließenden Silikone alle eine ziemlich intensive
Eigenfarbe aufweisen die durch die Komplementärfarbe weggedrückt werden muss.
Natürlich ist die Farbe auch Geschmackssache. Ich hab sie dem goldfarbenen Hammerschlaglack angepasst.
   



Da die Auflage auch auf der Unterseite plan sein muss, kommt nur eine zweiteilige Form in Frage. In diesem Fall dient als
zweite Formhälfte eine 20mm dicke Plexiplatte. Das Silikon muss unter hohem Druck gepresst werden um eine Pressfahne
zu erreichen die nahezu gegen null geht. Deshalb auch die Plexiplatte - man muss durchsehen können um das Ergebnis zu
beurteilen. Um den Druck von 1-2 Tonnen abzufangen muss unter die Form noch eine 20mm Siebdruckplatte und auf
die Plaxiplatte ebenfalls noch eine Siebdruckplatte um den Druck gleichmäßig zu verteilen.
   



Das angerührte Silikon wird nun in einem möglichst dünnen Strahl gleichmäßig verteilt in die Form gegossen. Es dürfen an
keiner Stelle Luftblasen eingeschlossen werden.
   


Die Form wird mit reichlich Übermaß befüllt, dann die Plexiplatte unten schräg angesetzt und langsam auf das Silikon abgekippt
um die Luft vor sich her zu treiben. Das muss sehr sorgfältig geschehen, kommt Luft zwischen Silikon und Platte hat man verloren,
da ist dann nichts mehr zu machen.
   



Das ganze Paket kommt nun unter die Presse und es wird langsam der Druck auf ca. 1,5 t erhöht. Dabei immer durch das Plexiglas den
Dichtrand der Form beobachten. Den druck nur so weit aufbauen, dass praktisch alles Silikon zwischen Dichtrand und Plexiplatte
ausgepresst wird. nach ca. 30 Min kann man die Presse öffnen und die Plexiplatte von der Form trennen .
Im Idealfall sollte es keine Pressfahne geben. Völlig gleichmäßig klappt das nie. Die minimalen Überstände lasen sich aber mit einem
Tuch problemlos wegrubbeln.
   
   



Durch variieren der Farbzusätze und des Anteils des Messingpulvers lassen sich unterschiedliche Farbtöne erzeugen.
   


Damit sind nun eigentlich alle Arbeiten abgeschlossen und wir können an die Einstellarbeiten gehen. Allzuviele sind das nicht
und sie sind auch nicht kompliziert.
Im Wesentlichen sind folgende Einstellungen zu kontrollieren:

Kontrolle und Justieren der Höhe der Kopftrommel
Justierung der Einstellschraube für das Axialspiel der Schwungradwelle
Kontrolle und Justieren der Andruckrolle
Höheneinstellung der Führungsrolle
Kontrolle und Justieren des Ausgleichgewichts der Wippe
Kontrollieren und Einstellen der Auflagekraft des TA-Systems
Kontrolle und Justieren des Freiraums Wippe/Kopftrommel
Justieren des Toanabnehmers auf die Einlaufrille des Bandes
Kontrolle und Justieren des elektromagnetischen Rillenwählers
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#44
Kontrolle und Justierung der Kopftrommel

Zur Kontrolle und evtl. Justieren der vertikalen Position der Kopftrommel wird die Andruckrolle auf
die Kopftrommel geschwenkt und von der Seite her beobachtet.
Sollte sich dabei, wie auf dem Bild,  ein Versatz zwischen der Andruckrolle und der Gummierung der Kopftrommel ergeben,
dann muss die Kopftrommel justiert werden.
   



Dazu muss die Kontermutter der unteren Schwungradlagerung gelöst und mit der Schraube so lange justiert werden,
bis die Gummierung der Kopftrommel mittig innerhalb der Andruckrolle läuft
   



Am Ende sollte das so aussehen.
   





Axialspielbegrenzung der Schwungradwelle

Da die Kopftrommel in der Höhe verstellbar ist, muss diese Position nach der Justierung fixiert werden.
Steht das Tefifon auf seinen Füßen, bestimmt das untere Lager die Position der Schwungradwelle.
Würde man das Tefifon nun auf den Kopf drehen, dann würde die Welle mit dem schweren Schwungrad
in seinen Lagern in Richtung Chassisoberseite rutschen. Um dies zu vermeiden gibt es eine Schraube
auf der Chassisoberseite die durch das Chassis geht und auf die Oberseite des Schwungrades trifft.
Damit blockiert sie die Bewegung der Schwungradwelle mit der Kopftrommel in vertikaler Richtung nach oben.

Zum Einstellen geht man wie folgt vor:
Man dreht die Schraube fast ganz aus und schaltet das Tefifon ein
Die Schraube wird langsam eingedreht bis sie die Oberseite des Schwungrades berührt und ein Schleifgeräusch
zu hören ist. Dann wird die Schraube zurückgedreht bis das Geräusch verschwunden ist. In dieser
Position wird die Kontermutter angezogen
   




Kontrolle und Justierung der Andruckrolle

Die Andruckrolle besitzt zwei Einstellschrauben, einmal für die "Parkposition", also wenn das tefifon nicht in Betrieb
ist, und einmal für den betriebszustand, also wenn die Andruckrolle nach innen geschwenkt ist und das Tefifon
spielt.
Die Andruckrolle wird in die Parkposition gebracht, also nach aussen geschwenkt und die Einstellschraube so verdreht,
dass der Mitnehmer am vordern Ende der Wippe gerade die gezeigte Position einnimmt.
   
   



Nun wird die Andruckrolle nach innen geschwenkt, wobei sie sich auf die Kopftrommel zu bewegt. An der Schraube für
Spielbetrieb wird nun der Abstand der Andruckrolle zur Kopftrommel eingestellt. Der richtige Abstand ist erreicht wenn
die Andruckrolle die Kopftrommel gerade so noch nicht berührt.
   



Höheneinstellung der Führungsrolle

Die Führungsrolle hat auf der Oberseite ihrer Achse einen Schlitz. Nach Lösen der Kontermutter wird die Achse
so weit ein- oder ausgedreht, dass die Rolle etwa in der Mitte des Bandes steht. danach Kontermutter
wieder anziehen.
   



Einstellen des Ausgleichgewichts für das TA-System

Je nachdem welcher Tonabnehmer installiert ist, muss die Wippe ausbalanciert werden. Hierzu gibt es ein Gegengewicht
auf der Rückseite der Wippe in Form von quadratischen Metallplättchen die übereinander gestapelt und mit einer Schraube
in Langlöchern auf der Wippe fixiert werden. Es werden dabei zwei unterschiedliche Dicken der Plättchen benutzt, so
dass beliebige Gewichtskombinationen möglich sind. Durch Verschieben über die Langlöcher lässt sich eine Feinjustierung
vornehmen. Die Einstellung ist korrekt, wenn die Wippe in jeder beliebigen Vertikalposition an der Stelle verharrt, ohne
nach oben oder unten abzudriften.
   




Einstellen der Auflagekraft des TA-Systems

Wie bei einem Plattenspieler lässt sich auch beim KC51 die Auflagekraft einstellen. Da das TA-System die Rille vertikal abtastet
kann die Auflagekraft nicht durch ein Gewicht erfolgen, sondern wird mit einer, in den Dämpfer integrierten, Zugfeder
realisiert. Über eine Änderung der Federvorspannung lässt sich die Auflagekraft etwa im Bereich von 6g- 15g einstellen.
Werksseitig ist auf etwa 10g vorjustiert. Ein sauber restauriertes und eingestelltes Tefifon kommt aber auch  sehr gut mit
Auflagekräften von 7-10g zurecht, wobei das auch von TA-System abhängt. Das Chinasystem hab ich auf ca. 8g eingestellt
und die Bänder laufen damit tadellos.
Zum Verändern wird die Feststellschraube des Einstellschlittens gelöst und dann an der Justierschraube die Einstellung
vorgenommen. Anschließend wird die Feststellschraube wieder angezogen. Da es keine Skala oder Ähnliches gibt, muss man
mit einem passenden Kraftmesser immer wieder nachmessen.
   
   
   



Kontrolle des Freiraums zwischen Wippe und Kopftrommel


Beim KC51 ist der verbleibende Abstand zwischen der Wippe und der Kopftrommel mit dem aufgelegten Band generell sehr knapp.
Bei der Montage von Ersatzsystemen ist die Situation meist noch kritischer, zumal auch der vertikale Spurwinkel stimmen muss.
Daher ist bei der Positionierung des systems in der Wippe peinlich genau darauf zu achten, dass es zu keinem Kontakt der Wippe
mit dem Band kommt. Dieser Punkt wird häufig übersehen, also genau kontrollieren.
   



Justieren der Nadel auf die Einlaufrille

Wie eine Schallplatte besitzt auch ein Schallband eine Einlaufrille die von der Nadel beim Starten des Abspielvorgangsgetroffen werden muss.
Hat man ein alternatives TA-System installiert, dann muss praktisch immer neu justiert werden.
Ist ein Band eingelegt und wird der Abspielvorgang durch Umschwenken der Andruckrolle nach innen gestartet, dann braucht das Band
eine gewisse Zeit bis es seine definitive vertikale Position auf der Kopftrommel gefunden hat.  Aufgabe des Dämpfers ist es, die Bewegung
der Wippe in Richtung Band so lange zu verzögern, bis das Band seine definitive vertikale Position auf der Kopftrommel eingenommen hat.
Dies ist also als erstes zu kontrollieren.Ist hier alles in Ordnung und die Nadel trifft dennoch die Einlaufrille nicht, dann muss justiert werden.
Das geschieht durch Verdrehen der Justierschraube die den Führungsrahmen, in dem der Ausleger der Wippe läuft, nach oben oder
unten bewegt. Landet die Nadel oberhalb des Bandes, wird der Rahmen ein Stück nach unten gedreht, landet die Nadel unterhalb der
Einlaufrille, wird der Rahmen nach oben verschoben.
An die optimale Position muss man sich herantasten.
   
   



Kontrolle und Justieren des elektromagnetischen Rillenwählers


Soll die Fernbedienung zum Einsatz kommen, so muss auch hier evtl. eingestellt werden. Das Funktionsprinzip wurde ja schon besprochen.
Die zwei Schrauben werden gelockert und die ganze Einheit so weit verschoben, dass die beiden Schubstangen einen Abstand von etwa
einen halben Millimeter zur Fricktionsfläche der Wippe aufweisen.
In dieser Position wird die Ferbedienung getestet.
Sollte der Versatz der Nadel bei Druck auf die Tasten der FB zu stark sein, wird die Einheit nochmal gelockert und ein winziges bisschen von der
Friktionsfläche wegbewegt. Ist der Versatz zu schwach oder gar nicht vorhanden, wird der Abstand verringert
   



Sollte der Versatz der Nadel nach oben stärker oder schwächer sein als nach unten, dann muss der Hub des jeweiligen Magneten
verändert werden. Dies geschieht durch Lockern der Kontermutter und Verdrehen der jeweiligen Anschlagschraube.
   



Justieren des manuellen Rillenwählers


In den meisten Fällen wird der manuelle Rillenwähler zum Einsatz kommen.  Die kleine Madenschraube wird gelöst und das Friktionsrad
so verschoben, dass bei aufgelegtem Band und freigegebener Wippe der Mitnehmer der Wippe gtade so noch keinen Kontakt zum
Friktionsrad hat. Da das Rad immer ein kleines bisschen eiert, muss das Rad dabei mehrmach zur Kontrolle gedreht werden.
Ist hier alles in Ordnung, wird das elfenbeinfarbene Wahlrad nach rechts bis zum Anschlag verschoben. Dabei muss der Ausleger der Wippe
nun vom Friktionsrad mitgenommen werden und die Nadel sich soweit vom Band entfernen dass bei gleichzeitigem Drehen des Wahlrades
die Nadel beliebig nach oben oder unten versetzt werden kann. Sollte die Nadel sich nicht weit genug vom Band entfernen, dann werden
die beiden Schrauben des Haltewinkels gelockert und der Haltewinkel über die Langlöcher etwas nach aussen bewegt, wodurch der
Verschiebeweg vergrößert wird.
Wird am Ende die braune Plastikabdeckung montiert, muss darauf geachtet werden, dass die rechte Begrenzung der Aussparung für das Wahlrad
die Bewegung des Wahlrades nicht behindert.
   
   
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#45
Nach der Montage der Abdeckhaube und der Bodenplatte ist das Tefifon nun fertig und wird wiederfür viele Jahre seinen Dienst tun.
Am Ende einer Restaurierung steht immer wieder das schöne Gefühl, aus einer Ruine wieder ein "neues"Gerät geschaffen und ein
Stück unwiederbringlicher, deutscher Technikgeschichte erhalten zu haben.
   
   
   


Danke an alle die bis zum Ende durchgehalten haben Big Grin
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#46
wow, ich bin sprachlos. Danke für den ausführlichen Restaurierungsbericht und großen Respekt Thumbs_up .

Ich hatte das Thema Tefifon schon abgehakt, bis mir kurz nach Weihnachten ein Gerät über den Weg gelaufen ist, das ich nicht stehenlassen konnte - ein M541 Radio mit HS19 Laufwerk und angebautem Magnettonzusatz. Das zugehörige Ronette Kristallmikrofon habe ich anschließend sogar zweimal auftreiben können - die beiden Funde sind nicht nur deshalb ein Motivationsschub gewesen, weil ich jetzt eine Rarität zuhause habe, die ich ewig gesucht habe - ich habe noch das Vorgängermodell M540 im Keller stehen, ebenfalls mit Magnettonzusatz, aber als unkomplette Ruine. Der Fund von Weihnachten kann jetzt auch noch als Vorlage dienen, um die Fehlteile für das andere nachzufertigen.

Deine ausführlichen Erfahrungsberichte zum Thema Kunststoffe werden mir helfen, ärgerliche Fehler zu vermeiden - ich muss nämich demnächst eine hellgraue Tellermatte für einen Dual Wechser anfertigen, wie Du mag ich es auch nicht, helle Gummiteile durch schwarze zu ersetzen.

Wenn Du Lust auf regelmäßigen Austausch hast, würde ich mich sehr freuen. Nochmals Respekt, so eine Restaurierung habe ich noch nie gesehen. Ich nehme sie als Ansporn.

Gruß Frank
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#47
Hallo Frank,
wie sieht denn die Tellermatte aus?
Ich müsste noch eine Pressform für Dual haben, weiß aber nicht ob das die richtige ist. Mit Dual kenne ich mich nicht aus.
Wie wolltest du denn vorgehen?

Gruß,
Achim
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#48
Hallo Achim,

wenn du noch Dusl-Matten hättest, ich könnte noch 2 oder 3 gebrauchen....
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#49
hallo Achim, der Plattenspieler ist ein Dual 1007, also nichts besonderes. Der Grund, weshalb ich die Musiktruhe herrichten möchte, ist eher ein melancholischer, es ist das Truhenmodell, das 15 Jahre im Wohnzimmer meiner Eltern gestanden hat, das Original ist an meinen frühen Bastelaktivitäten "verstorben".

Für den Nachfolger, den 1007A, gibt es Tellermatten als Ersatz, die auch auf den älteren 1007 passen. Die sind aber schwarz, und die beigefarbenen sind immer hinüber .

Vorgehen wollte ich ursprünglich so, dass ich von einem schwarzen Exemplar eine harte Form anfertige, und dann einfach eingefärbtes Silikongummi in der nötigen Shore Härte anmische und in die Form gieße. Deine Ausführungen haben mich vor diesem Anfänger-Fehlgriff bewahrt.

Eine Werkstattpresse steht mir als Autoschrauber zur Verfügung, ich denke, dass ich es so versuchen werde, wie Du die Unterlagen für das KC1 angefertigt hast. Wenn Du natürlich fertige Matten zu verkaufen hast, greife ich gerne darauf zurück. An KC1 Bauteilen hätte ich auch noch Interesse, mein KC1 Tischgerät ist zwar nicht so kaputt wie das, das Du hier exemplarisch restauriert hast, aber die Gummiauflage für die Cassette und die Lagerung für den Wickeldorn sind auch hinüber.

danke und Gruß Frank
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#50
Liebe Forumer,
Für mich ist dieses Tread hier ein Tutorial und darf keiner was dazu schreiben oder Meinungen äußern. Dafür gibt es das Thema
https://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=14762

Ich bitte einer der Moderatoren das Tread ggf. zu kennzeichen und zu Komentare zu sperren. Ein Verweis auf das richtige Thema zu schreiben. Die Kommentare ab 47 in das entsprechende Tread zu versetzen.
Ich denke, das ist im Interesse von allen hier.
Gruß!
Ivan
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