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sprechende Uhr von Bernhard Hiller 1912
#1
Ich verweise hier mal auf mein "neuestes" Stück, über das ich zwei Videos gemacht hatte.

https://youtu.be/UyGyNM1K8Go

https://www.youtube.com/watch?v=F6NFPXX ... e=youtu.be
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#2
Absolut spannende Geschichte - es lässt sich die Verwandtschaft zu den frühen Grammophonen hier gut nachvollziehen. Irgendwie erinnert mich der "Sprach-Duktus" auch an dieses unsägliche: " Ab 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen. " - aber das gehört in eine andere Abteilung.
Wusste ich auch noch nicht, dass es so früh sprechende Uhren schon gab.
Der Draht ist die Seele des Radios !
We`ll never know until we try . . .
(wings of desire - Jennifer Rush)
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#3
Eine tolle Idee! Ich glaube das hat damals zur Erfindung des Tefifon beigetragen? Ich bin mal gespannt ob es möglich ist einen solchen Zelluloid Streifen heute noch neu anzufertigen.
Gruß aus Bremen

Enno
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#4
Mensch Benjamin, das ist ja ein ganz außergewöhnliches Stück, danke fürs Vorstellen! Davon habe ich noch nie etwas gehört-, geschweige denn gesehen. Die Tonwiedergabetechnik erinnert stark an den Edison Phonographen mit der Wachswalze. Was für eine Nadel war denn da Original verbaut? Eine gewöhnliche Stahlnadel wie bei den herkömmlichen Grammophonen hätte doch auf Dauer sicher zuviel Material von dem Celluloid abgetragen?

Verstehe ich Dich richtig, dass Deine Uhr nun gar keine Rillenband mehr hat, weil das Original im Museum eingelagert ist? Im Prinzip müsste es doch möglich sein, ein Vinylband anfertigen zu lassen, ähnlich dem schon von Enno vorgenannten Tefifon? Dafür könnte eine Saphirbestückte Dauernadel zum Einsatz kommen. Die gab es auch für Grammophone.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#5
Natürlich ist eine Nachfertigung eines solchen Bandes irgendwie möglich; nur wer bezahlt es mir?

Und ja, in der Schalldose war eine Saphirnadel drin. Diese war nur schon so stumpf und nicht mehr brauchbar, dass ich für die zwei male wo das Band nun durchgelaufen ist, eine Stahlnadel eingesetzt habe. Es erschien mir wichtiger die Aufnahme auf dem Band zu konservieren, als das Band an sich.
Denn mit den digitalen Aufnahmen, könnte man ein band genauso gut nachfertigen.
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#6
Hm, wie stellt ihr euch denn so eine Nachfertigung im kleinen Rahmen vor? Individuell einsticheln? Wie sollte das gehen?
Einen Wachsrohling wie bei der Plattenherstellung  mit Galvanisieren und dann pressen? Wer sollte so was für ein Einzelstück machen und zu welchem Preis?
Als einzige Möglichkeit würde ich hier die Reproduktion über eine Silikonform sehen. Bei Schallplatten funktioniert das.
Bei einem Band wäre es sicher komplizierter weil es ja vermutlich ein geschlossener Ring ist der dazu aufgeschnitten und hinterher wieder rillengenau zusammengefügt werden müsste.

Gruß.
Achim
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#7
Ich hatte da eher an das Museum mit seinen Möglichkeiten gedacht, bzw. mehrere Museen gemeinsam als Projekt und zur Kostenteilung. Benjamin, Du hatst ja im Video davon gesprochen, etliche Museen hätten die gleiche Uhr, aber alle ohnen ein brauchbares Schallband. Klar, dass das für einen Privatmenschen eher schwer zu stemmen ist.
Falls das tatsächlich mal zum Tragen kommen sollte, könnte ich evtl. eine Grammophon-Saphirnadel beisteuern. Ich glaube ich habe so ein Teil noch NOS.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#8
Ich kenne mich mit dem Thema Schallplatten schneiden und ähnlichem ja nun gar nicht aus könnte mir aber vorstellen das mein erster Anlaufpunkt mit dem Zelluloid Streifen die Pallas Werke in Diepholz wären.
https://www.pallas-group.de/homepage
Möglicherweise haben die Interesse sowas mal auszuprobieren? Ggf. gibt es ja vielleicht auch Förderung vom Deutschen Museum? Phalos, Du sagst ja es gibt nach Deinem Wissen keine funktionstüchtige Uhr, weil keiner den Zelluloid Streifen hat. Vielleicht könnte das für mehrere Museen von Interesse sein?
Gruß aus Bremen

Enno
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#9
Ich habe mal im Fernsehen eine sendung verfolgt wo einer sich die pressrolinge mit einer art Laser bearbeitet hat, um so die rillen herzustellen.
Die paltte klang sogar recht gut. Müsste im internet sicher wiederzufinden sein.

Man breuchte anstat der platte dann eine band was sich lineal bewegen müsste.
Sicher nicht schwierig zu bewerkstelligen wenn der aufrollmechanismus beim gravieren motorgesteuert wird.
Kunstoff folien gibt es in allen farben und materialien. Eventuel ein ausgangspunkt für den technisch versierten bastler?

Beim ansehen des videos bin ich auf den herrn Mr Electricity gestosen. Das könnte der gesuchte techniker sein.
Versiert in mechanic ist er allemal. Der restauriert auf you tube ein Classic Pendulum Clock 1990s
Schaut euch mal kurz die stelle zwischen 5,14 und 5,34 an
Einfach nur Herlich.
Printed on recycled Data
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#10
diese Tonaufzeichnungen sind einmalig! Das gibt es bestimmt nicht noch einmal auf diesem Planeten.
Gruß,
Jupp
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Die Firnis der Zivilisation ist dünn. An manchen Tagen ist sie sogar durchsichtig und erlaubt einen Blick in die Unterwelt.
(Anpalagan)
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