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HAMEG HM404
#1
Hallo Gemeinde,

ich versuche hier den o.g. HAMEG wieder zu beleben.
Er ist mir am Samstag zugeflogen und eine ziemliche Baustelle.
Verbeulte Gehause- und Chassisteile, div. fehlende Knöpfe und eine zerstörte Rückwand.
Da waren schon einige Leute dran, ob mit Erfolg oder nicht weiß ich noch nicht.
Zunächst ist der Netzschalter defekt. Rastet nicht mehr ein.
Er ist ein ITT/Schadow NE18 Snap in ohne Metallwinkel.
       

Um an den heranzukommen mußte das ganze Netzteil ausgebaut werden,
welches auch kein großes Problem sein sollte...aber leider hat jemand den
Quetschverbinder der Spannungsversorgung zerstört. Der Bügel der heruntergedrückt
werden muss ist nicht mehr vorhanden. Kennt jemand diese Dinger und weiß die korrekte
Bezeichnung bzw wo man sowas bekommt.
   

Rohde&Schwarz hat wohl die Datenbank der HAMEG Service Manuals nicht mehr online
Bei HAMEG konnte ich früher Ersatzteile bestellen.
Geht das bei Rohde&Schwarz heute immer noch?

Nachfolgend noch ei paar Bilder
                   

Wenn Ihr noch Tipps habt, nur raus damit. Big Grin

Viele Grüße
Jürgen
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#2
Also Unterlagen kannst du hier herunterladen.
https://elektrotanya.com/hameg_hm404-2_o...ad.html#dl
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#3
Hallo Frank,

vielen Dank für die Info, aber diese Quelle hatte ich auch bereits gefunden.
Mein Gerät ist kein HM404-2, sondern nur ein HM404.
Das Gerät ist Prozessorgesteuert. Mein Gerät ist von ca. 1990/91.
Die Tanya Schaltpläne sind überwiegend von 1997.
Ich befürchte das da schon einiges moderner ist (kann ich aber noch nicht beurteilen).

Viele Geüße
Jürgen
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#4
Update

Das Netzschalterproblem ist gelöst.
   

Wegen der Versandkosten habe ich 2 Stck. bestellt.
Falls einer den gleichen Schalter benötigt, PN an mich.

Hat denn keiner einen Vorschlag zu dem defekten Quetschverbinder?

Eine Quelle zum Download von Service Manuals findet Ihr hier
Nur der HM404 ist nicht dabei.
Die haben auch noch diverse Ersatzteile.

Grüße
Jürgen
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#5
Hallo,

so wie sich das für mich darstellt, ließe sich der defekte Verbinder ohnehin nur schwer auslöten aufgrund er doppeltkaschierten Leiterplatte. Geht alles... kleines Lötbad oder Kunststoff vorsichtig zerstören und einzeln auslöten.

Ich würde das ganz pragmatisch lösen und die Drähte direkt anlöten, das ist doch nur eine geringe Anzahl von Verbindungen.
Natürlich ist das gerät dann nicht mehr original, es muß aber abgewogen werden, ob Beschaffung (woher man sowas bekommt, weiß ich auch nicht) und Wechsel des Originalteils lohnt.

Es sieht zwar auf den ersten Blick so aus, als könnte man die verbogenen Federkontakte wieder richtig hinbiegen, waber wahrscheinlich klappt dann das Einklemmen der Drähte nicht mehr richtig, weil die Federn mit definierter kraft gegen das Gegenstück drücken müssen. bei einem Platinenkontaktierer würde es eventuell gehen.

Gruß Ingo
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#6
Hallo

.....könnte man die 8-polige Klemme nicht durch einen 8-poligen Jumper ersetzen? Die gibts doch beim Chinamann
in allen Variationen.

Z.B.sowas hier:

   
Grüße aus dem Rheinland
Roman

Die Zeit bleibt nicht stehen.
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#7
Ja,  Hameg benutzt gerne diese Steckverbinder. Ich mag diese Steckverbinder nicht, weil Kabeln dadurch nur  geringe Steckzyklus hat.

Es ist richtig beschrieben, dass Bügel an  Buchse  fehlt. Der Steckkontakt  gibt frei, wenn man Bügel niederdrückt.

Ich empfehle  :  auslöten und durch  Valvotek-Vorschlag (muss aber eines mit 2.54mm Rastermass sein, nicht 2.0mm)  austauschen.   8 polige Stecker und Doppellayer-Platine... überhaupt kein Problem für mich.  Lötklecks drauf und schnell hin und her schieben und rausziehen.  Dann Lötaugen freisaugen. Fertig !

Sky Messtechnik hat  Service, Reparatur von Hameg Messgerät übergenohmen.  Daher wird R&S keinAntwort zu alte Hameg schreiben.  Schade .!
https://www.sky-messtechnik.de/


Grüss
Matt
Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.
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#8
Hallo,

vielen Dank für eure Steckverbinder Unterstützung.
Mir war zunächst das Rastermaß nicht klar.
Ich habe das Mistding nun ausgelötet und es ist 2,54mm.
   
Lediglich der Durchmesser der Lötaugen ist mir noch nich ganz klar.
Evtl. passt eine normale 8pol. Pfostenleiste, dann wäre dieses Problem
erstmal gelöst.

Außerdem gibt es da noch einen defekten Minidrucktaster mit 2xUM
Die Lötaugen müssen noch von Lötzinn befreit werden (beidseitig große Masseflächen).
Hat jemand sowas rumliegen?
   

Grüße
Jürgen
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#9
Hallo,

das Quetschverbinderproblem ist gelöst.
                   

Nach dem Einschalten sieht es so aus, das der Prozessorteil wohl weitgehend das tut was er soll.
Nur der Schirm bleibt dunkel.
Man hört einen "Doppel-Piep" und der Prozessor initialisiert.
Nach der Initialisierung erfolgt ein weiterer, etwas verzerrt klingender, Piep.
Nach dem Ausschalten sieht man mittig im unteren Bereich der Röhre vertikal einen kurzen Balken.
Nach sofortigem Wiedereinschalten erscheint kurz ein kurzer horizontaler Balken in der Röhrenmitte der
nach links wandert. Mit Balken meine ich einen rund 1cm breiten Strahl, was evtl. an einer nicht korrekten
Fokuseinstellung liegen kann.
Wenn der Helligkeitsregler in eine bestimmte Position nach rechts gedreht wird erfolgt, ebenso wie bei einigen
anderen Reglern, ein Piep. Ich denke, das soll anzeigen, dass ein Bereichsende bzw. Anfang erreicht ist.

Ich habe Anfangs geschrieben, dass das Gerät von ca. 1990/91 sei.
Das war ein Interpretationsfehler. Das Gerät wurde 1997 hergestellt.
Die Bezeichnung ist HM404. Die Schaltpläne zum HM404-2 tragen ebenfalls das Datum 1997,
Im Netz findet man nur Infos zu HM404-2.
Was ist der Unterschied?

Ob ich das Projekt erfolgreich beenden kann weiß ich noch nicht.
Durch den exzessiven Einsatz von winzigen SMD Bauelementen habe ich größten Respekt beim Messen.
Durch schlechtes Augenlicht besteht große Gefahr des Abrutschens der Messspitze.

Ich werde berichten ob es weitergeht oder nicht.

Gruß
Jürgen
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#10
Hallo,

durch weiteres Hantieren an dem Gerät kam heraus, dass Wackelkontakte vorliegen.
Verwinden des Chassis bzw. Abklopfen auch von Platinen endete in einem Neustart
des Prozessors.
Um das besser einkreisen zu können, habe ich nach und nach den Y-Verstärker, Read out Board
und Prozessorteil mit Frontplatte abgeklemmt. Angeschlossen blieben Y-Endstufe, Mainboard und
Netzteil. Nun hatte ich etwas stabilere Verhälnisse.
Nach dem Einschalten erschien in Röhrenmitte ein etwa 2cm langer vertikaler Strich, der aber
bei weiterem Abklopfen verschwand und wiederkam.
Dann erinnerte ich mich daran, dass bei angeschlossenem Prozessor und Abklopfen auch die LED's
der Frontplatte flackerten.
Also lag der Schluss nahe, dem Netzteil nochmal auf's Maul zu schauen.
Netzteil wieder ausgebaut und Lötkolben angeworfen.
Leider habe ich es mit dem Nachlöten etwas übertrieben.....
Das Gerät hat keine Kaskade.
Die 2kV Beschleunigungsspannung wird mit dem Wandlertrafo erzeugt.
Die Drahtenden der Wicklungen sind nicht durch Lötaugen gesteckt und verlötet,
sondern durch ein relativ großes Bohloch und außen auf eine Leiterbahn geknickt
und auf dieser verlötet. Das wäre mir vielleicht aufgefallen, wenn ich den Trafo direkt
ausgebaut hätte. (Hätte Hätte Fahrradkette)
Der Draht der 2kV Wicklung ist Hauchdünn und meine Lötung führte dazu, dass ich wohl
an zwei Stellen den Draht von der Leiterbahn weggeschoben habe. KopfWand

Netzteil wieder eingebaut und eingeschaltet. Es war ein seltsames Zischeln zu hören.
Ich dachte zunächst, was macht denn der Piepser jetzt für Probleme.
Die Ohren sind auch nicht mehr das was sie mal waren.
Mein Blick fiel auf eine Seitenwand des Netzteils und sah eine rötliche Spiegelung....Spannungsüberschlag.
Sofort ausgechaltet, aber bereits zu spät. Beide Anschlüsse waren abgefackelt. Sad
Nach Wiedereinschalten war das Zischeln beendet, aber auch die Hochspannung.

Auf dem Mainboard befinden sich 2 SMD LED's. Die Bedeutung ist mir nicht bekannt.
Diese haben auch bei Abklopfen signalisiert das etwas nicht stimmt.
Im jetzigen Zustand scheint neben der nicht vorhandenen Hochspannung auch der Channel 1
noch einen Wackelkontakt zu haben.
Wenn der Channel 1 abgeklemmt ist, kann ich keinen Wackelkontakt laut der beiden LED'S mehr feststellen.

Das weitere Vorgehen hängt also vom Wandlertrafo ab.

Gruß
Jürgen
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#11
Hallo Jürgen, sollte das nicht klappen mit der Wiederherstellung:

dieses Gerät steht hier und wartet auf dich, kannst du es gebrauchen?? Für nen Appel und en Ei
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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