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Deutschlandradio forciert DAB+
#1
Hallo Freunde,

im Radiomuseum.org informiert der Dietmar (DiRu) über das o a. Thema. Sicher auch hier interessant zu lesen, wie die Herrschaften das wieder bewerkstelligen. Das ist der Link: https://www.radiomuseum.org/forum/deutsc...dab_1.html
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#2
Servus,
Habe ich mir mal durchgelesen. Gut, hier ist die Situation inzwischen anders, DAB+ ist hier weiter auf dem Vormarsch, immer mehr UKW Stationen werden abgeschaltet, die privaten und öffentlichen Sendeanstalten gehen immer mehr zu DAB+, das ist einfach billiger für sie, sie müssen wesentlich weniger Sendegebühren bezahlen und die Signalverteilung ist hier inzwischen sehr kapillar ausgebaut, an jedem Handymast hängen die DAB+ Boxen. Ich warte mit Spannung auf das Eintreffen des Sky Vision DAB 13 R, das mir Franz zugeschickt hat. Von meinem Hause aus sehe ich die Sendemeasten für die MUX 10a, b. c und 12a, b, c mit insgesamt 76 Stationen, national und international, also Italien, Schweiz, Österreich und Deutschland (Bayern). Leider hat das Radio nur Speicherplatz für 32 DAB Stationen, werde ich mir also die Besten aussuchen müssen. Aber selbst auf der Panarotta (also über 2000m) sind 3 Mux zu empfangen und zwar die 10-ner, a, b und c. Auch in Südtirol werden UKW Stationen nach und nach abgeschaltet, die DAB+ Überdeckung ist bereits bei über 90% angekommen, hier im Trentino sind sie inzwischen bei 80%. Das Autoradio im Panda ist jedenfalls voll mit Stationen, wenn wir unterwegs sind hören wir nur noch DAB+, der Empfang ist sehr stabil, kein Blubbern oder Aussetzer.
Mal sehen, wie es weitergeht, sobald ich das Radio habe werde ich weiter berichten.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

Wer mehr über meine Basteleien wissen möchte, kann meine Web Seite besuchen.


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#3
Der Zug ist abgefahren,
...also
- höchste Zeit mein Braun Atelier 3 zu verkaufen.
- höchste Zeit meine Sammlung wesentlich zu reduzieren.
Gruß!
Ivan
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#4
Servus,
So bald das Radio hier eingetrudelt ist, werde ich versuchen auch die MUX 10d und 12d zu speichern, die sind allerdings etwas weiter weg. Mal sehen, ob die Hauptstationen Finonchio, Panarotta und Paganella auch die Unterverteilung in die kleinen Repeater durchführen so wie sie das für 10a, b, c und für 12a, b , c machen. Die DAB+ Situation ändert sich ja fast monatlich hier.  Panarotta und Finonchio sehe ich zwar direkt von meinem Haus, sind aber weit weg.
Auf euromap.eu kann man die hiesige Gesamtsituation für das Trentino-Altoadige sehen, allerdings ist sie nicht aktuell, wie gesagt hier ist alles im Fluss begriffen.
Die nationalen öffentlichen Stationen werden allerdings noch lange in UKW senden, mindestens bis 2025, so wie auch die paar kleinen MW Sender der Kette RAI I, sind zwar grottenschwach, aber ein Paar haben wir noch.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

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#5
RAI ist auf Mittelwelle aber noch gut vertreten Die "knallen" regelrecht bei mir im Keller rein, und das in die einfachen Taschenradios der 70er mit nur dem eingebauten Ferritstäbchen ( Stab wäre übertrieben) Smiley53 Standort Eifel
Herzliche Grüße

Pitter
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#6
Servus,
Ja die Station bei Mailand ist noch die Stärkste, die kommt über die Alpen, aber Triest und Catania Sizilien wirst du bestimmt nicht hören, auch nicht die Stationen aus Rom und bei Neapel.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

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#7
Es ist schon traurig, was sich Deutschlandradio da leistet.
Ja, die Kosten werden gesenkt durch den Austausch der Sendetechnik, deshalb wird ja auch der Rundfunkbeitrag erhöht Smiley26 
Und das gilt ja für die gesamte ARD und ZDF noch dazu. Guckt Euch mal an, wieviele Pgrogramme und Progrämmchen sich
die ARD-Anstalten im Hörfunk leisten! 1 für Oldies und aktuellen Pop und Rock, 2 für die klassische (Kultur!!!) Musik, und natürlich werbefrei, denn diese ausgewählte Hörerschaft will man doch nicht mit Reklame belästigen, nee nee, dass sollen die anderen sich anhören, drei für Rock- und Popmusik, 4 für sämtliche Regierungsbezirke eingegrenzt mit Schlagermusik, 5 als spezielles Wortradio mit aktueller Musik, 6 als Nachrichtenkanal, aber nicht nur für das Bundesland, sondern bundesweite Nachrichten natürlich auch werbefrei für die gleiche Klientel wie für 2,
7 Jugendkanal für die jungen Hörer, 8 Jugendkanal für die, die 3 Jahre älter sind als die, für die 7 gemacht ist, 9 Radioarchiv als Wortradio usw. usf. Diese Reihe kann für jeden ARD-Sender beliebig fortgesetzt werden. Jo, und dann kommt ja noch Deutschlandradio dazu. Und all die Mediatheken und und und... Wer soll das denn alles bezahlen? Und dann der Gipfel: ich bezahle für alle, kann aber hier an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen noch nicht mal die Programme vom WDR empfangen??? Es ist lächerlich. Wieviele Sender bzw. Programme stehen in Berlin zur Verfügung? Die möchte ich auch haben: gleiche Programmanzahl = gleiche Rundfunkbeiträge! Früher wurde noch rundum für alle gestrahlt, und heute? Du bekommst das, was wir wollen. Basta. Oder wir wollen ernsthaft sparen und begrenzen uns mal endlich auf das wesentliche.

Ich weiß nicht, wohin wir alle steuern, besser, glaube ich, wirds nicht. Und der Förderalismus treibt ja in Coronazeiten seine besonderen Blüten, im Rundfunk sieht es seit langem nicht besser aus.

Der "Rundfunk", wie wir in kennen, liegt bereits im Sterben, egal, ob analog oder digital. Die Zukunft gehört den facebookenden, twitterigen und youtubenden Plattformen. Da werden dann von den interessierten Nutzern die Nachrichten am 24.12. die Nachrichten vom 01.01. gelesen, nein, nicht schon vom kommenden 01.01., sondern vom zurückliegenden... Eigene Ideen oder Strategien zu entwickeln, wird unterschwellig unterbunden, ja, es wird nur nachgeahmt. "Guck doch auf youtube" heißt es triumphierend Smiley26

Manchmal bin ich froh, dass ich die größte Anzahl meiner Weihnachtsbäume in meinem Leben bereits gesehen habe, aber ich denke mit Bauchweh an meine Kinder und Enkelkinder Smiley37

Und nu ab zu meinem 75er Transistorradio Namens Ingolstadt Modell 5002 mit UKW und Mittelwelle, der Lautsprecher hat eine Leistung von 1W - der klingt wesentlich angenehmer als die Quäkkisten von DAB und Co Big Grin

Edit Volker: schreib mal die Frequenzen hier rein, ich probier das dann mal aus, ist einen Versuch wert
Herzliche Grüße

Pitter
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#8
Servus,
Hier hast du sie alle inkl. Radio Maria. Die Liste ist nicht aktuell insofern, das die Sendeleistungen laut dem Gesetz Gasparri hier erheblich gedrosselt werden mussten aufgrund der Nah Magnetfelder der Sendemasten. Gehe mal von allerhöchstens 30-50% der publizierten Sendeleistungen aus, sofern über 10KW angegeben sind.

https://it.wikipedia.org/wiki/Emittenti_...onde_medie
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

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#9
Hallo,

ich lese dieses DLF-Magazin auch monatlich, bekomme es als PDF - wie viele Zeitungen - mittlerweile auf das TabletPC gesendet. Nach dem Durchlesen musste ich natürlich auch erstmal einen Leserbrief über die Unstimmigkeiten im Artikel loswerden, ich befürchte aber dieser Brief wird nicht in einem der nächsten Magazine veröffentlicht, denn ich vergleiche darin verschiedene ehemalige Digitalradiosysteme und zeige auf, dass "Digital ist besser" zu "Digital könnte besser sein" geworden ist.

Allerdings muss man dem DLF natürlich auch gut halten, das die drei DLF Hauptprogramme immerhin mit Datenraten über 100 kbps senden, während es die private Konkurrenz nicht annähernd schafft eine solche Bruttodatenrate anzumieten. Ganz "mies" sind hier Klassikradio mit nur 72, Schwarzwaldradio und Schlagerradio mit nur 64 kbps und laufender Spektralbandreplikation. Gut man kann sagen, die meisten DAB+ Radios in Deutschland haben sowieso kein NF-Teil der besseres zulassen würde und an der heimischen Stereoanlage hört man sich dann Klassikradio und andere Musikprogramme per hoher Datenrate über das Internet, Satellit oder Kabel an.  DAB+ ist nun einmal primär ein System für den Mobilempfang im Kofferradio oder im Autoradio und da erfüllt es seinen Zweck auch sehr gut  unter der Voraussetzung das man einen guten Empfänger nutzt. Denn unterschiedliche AAC-Implementierungen im DSP machen da auch nochmal einiges am "guten" Ton aus.

Ein gutes Beispiel warum DAB+ für mich doch seine Daseinsberechtigung hat: ich bin mit einem Leihwagen der Marke Renault Anfang des Jahres von Ilsede aus nach Berlin und dann zurück nach FFM gefahren.  Das eingebaute Radio war ein Media Nav Evolution Pro der Firma LG.  Auf der Strecke gibt es einige!!! Problemzonen was den UKW-Empfang angeht. In der Elm zum Beispiel ist UKW streckenweise eine Katastrophe wie ich schon über Jahre feststellen konnte,  so auch diesmal, da konnte das Media Nav nichts dran ändern. Das Media Nav auf DAB+ geschaltet und sieh an, tadelloser Empfang, keine Aussetzer nichts. Erstaunt war ich von der Empfangsleistung dieses Autoradios, denn noch in NDS konnte man bereits die DAB+ Sender des 10B aus Bad Belzig kurz vor Berlin störungsfrei empfangen! Selbst die Sender aus BS waren weit über die Landesgrenzen hinaus hörbar. Da habe ich schon andere Geräte/Autos gehabt!!!

Warum erwähne ich den Media Nav von Renault hier noch? Das Radio ist trotz seines fabelhaften DAB+ Empfängers mit DX-Ambitionen einen ebenso guten LW und MW Empfänger verbaut! Ich glaube gelesen zu haben, das man über ein Ingeniersmenü sogar die KW einschalten kann. Das allein wäre ein Grund nochmal einen Leihwagen von Renault mit dem Werksradio zu mieten und hier vorzustellen. Moderne Multibandradios sind im HF-Frontend heute meist nicht so gut, das man zu solchen Empfangsergebnissen kommt, siehe auch die Beiträge von Otto und von mir im Forum. Überhaupt scheint die Sparte modernes "Autoradio" im Forum doch sehr kurz zu kommen. 

@Volker: Bei dem Sky Vision DAB 13 R würde ich nicht all zuviel erwarten, denn die Antennenkonstruktion ist so ziemlich ungeeignet für Fernempfang, obwohl der Chip  schon einiges leisten kann. Aber vielleicht kennst Du das Sprichwort: Ohne Heu kann das beste Pferd nicht furzen! Auch ist das Gerät ein gutes Beispiel wie man einen batteriebetriebenen Mobilempfänger hinsichtlich der Batterielaufzeit nicht konstruiert!

Gruß
Bernhard
Ansprechpartner für Umbau oder Modernisierung von Röhrenradios mittels SDR,DAB+,Internetradio,Firmwareentwicklung. 
Unser Open-Source Softwarebaukasten für Internetradios gibt es auf der Github-Seite! Projekt: BM45/iRadio (Google "github BM45/iRadio")
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#10
(30.06.2020, 12:11)Pitter schrieb: Es ist schon traurig, was sich Deutschlandradio da leistet.
Ja, die Kosten werden gesenkt durch den Austausch der Sendetechnik, deshalb wird ja auch der Rundfunkbeitrag erhöht Smiley26 

Ja aber gleichzeitig will natürlich auch jeder Mitarbeiter in der Signalkette mehr Geld am Monatsende haben um halbwegs die Inflation auszugleichen oder sich mehr leisten zu können. Rentner wie Arbeitnehmer haben diese Ambition.
Das Problem ist also eher tiefgründiger Art und nicht beim Rundfunkbeitrag oder dem DLF zu suchen und es wäre auch falsch diese gesellschaftliche Diskussion des Kapitalismus am Beispiel der ÖR und dem Rundfunkbeitrag auszumachen. Man könnte ja die Sache mit dem ÖR auch komplett abschaffen, aber für nicht einmal 19 Euro / Monat wird man bei Privaten keine solche Auswahl an Angeboten (Radio, TV, Internet) finden.  Und wenn ich mal die Nachrichtensendungen und Musikprogramme (kein Dudelfunk!) vom DLF mit den Aussendungen der Privaten vergleiche, dann zahle ich liebend gern das Geld. Gleiches beim TV oder in den Mediatheken. 

Gruß 
Bernhard
Ansprechpartner für Umbau oder Modernisierung von Röhrenradios mittels SDR,DAB+,Internetradio,Firmwareentwicklung. 
Unser Open-Source Softwarebaukasten für Internetradios gibt es auf der Github-Seite! Projekt: BM45/iRadio (Google "github BM45/iRadio")
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#11
Hallo Ihr Guten  Smile

Mal sehen, ob hier in Mecklenburg eines schönen Tages etwas davon zu bemerken sein wird?
Wenn es denn wirklich irgendwann kommt, schalte ich meine DOOSL's ein, und höre weiter auf UKW.
Parallel dazu bißchen DAB+ muß ja auch nicht schlecht sein.

Relaxte Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#12
Servus,
Da ich 6 Mux im Nahbereich von 300-400m habe mit 76 Stationen, wird der DAB Speicher eh sofort am Ende sein, also mache ich mir um die Fern MUX 10d und 12d keine Sorgen.
Was die Batterie angeht, max. 7 Stunden Laufzeit reichen mir, und in der Not haben wir hier in den Bergen sogenannte E-Biker Ladestationen, die auch  USB Ausgänge haben. In 2 Stunden max. ist die Batterie ja wieder voll, aber eine Stunde reicht auch für das Mittagspanino und die bozza Wein. Sehe ich alles sehr gelassen hier, und wenn ich sonntags Dienst im Werk Busa Grande habe, gibt es eh genug Strom dort und betreibe den Empfänger auch am Netzteil, alles easy isn't it?
Dort bin ich aber gespannt, was ich empfange, aufgrund der Höhenlage könnten da auch MUX aus der Provinz Venedig und Vicenza einschlagen, bin jedenfalls schon gespannt.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

Wer mehr über meine Basteleien wissen möchte, kann meine Web Seite besuchen.


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#13
(30.06.2020, 12:50)Bernhard45 schrieb:
(30.06.2020, 12:11)Pitter schrieb: Es ist schon traurig, was sich Deutschlandradio da leistet.
Ja, die Kosten werden gesenkt durch den Austausch der Sendetechnik, deshalb wird ja auch der Rundfunkbeitrag erhöht Smiley26 

Ja aber gleichzeitig will natürlich auch jeder Mitarbeiter in der Signalkette mehr Geld am Monatsende haben um halbwegs die Inflation auszugleichen oder sich mehr leisten zu können. Rentner wie Arbeitnehmer haben diese Ambition.
Das Problem ist also eher tiefgründiger Art und nicht beim Rundfunkbeitrag oder dem DLF zu suchen und es wäre auch falsch diese gesellschaftliche Diskussion des Kapitalismus am Beispiel der ÖR und dem Rundfunkbeitrag auszumachen. Man könnte ja die Sache mit dem ÖR auch komplett abschaffen, aber für nicht einmal 19 Euro / Monat wird man bei Privaten keine solche Auswahl an Angeboten (Radio, TV, Internet) finden.  Und wenn ich mal die Nachrichtensendungen und Musikprogramme (kein Dudelfunk!) vom DLF mit den Aussendungen der Privaten vergleiche, dann zahle ich liebend gern das Geld. Gleiches beim TV oder in den Mediatheken. 

Gruß 
Bernhard

Nein, das war nicht nur auf DLR gemünzt. Ich sehe das im Gesamten. Ich beziehe meine Informationen am Morgen und Abend nur vom DLF wegen der Seriosität und Intensität. Aber müssen dann die Länder auch noch mal ein eigenes "Nur" Nachrichtenprogramm hochziehen? Nein, da könnte einiges eingespart werden. Aber einfach den Sender abschalten und den Höhrer zu zwingen, ein neues Gerät kaufen zu müssen, ist kein seriöser Stil. Und das kritisiere ich. Und mit der Abschaltung der Langwelle und Mittelwelle bin ich auch immer noch nicht durch. Warum sollten sich die Hörer denn an den Sender wenden, wenn sie damit doch nichts erreichen? Und das dann als Begründung vorweisen? Lächerlich. Den Verkehrsfunk haben sie gestrichen beim DLF, weil die Hörerschaft dies offensichtlich so gewollt habe - ich schmunzle darüber. Man könne sich im digitalen Zeitalter auf anderem Wege über die Verkehrslage informieren! Dafür bei den Nachrichten 1. ein Überblick der folgenden Meldungen, dann 2. die eigentlichen Meldungen und zum Schluss nochmal eine Zusammenfassung der Meldungen Thumbs_down  Im Übrigen könnte ich auch die Nachrichten auf anderen digitalen Wegen erfahren. Mit solchen Aussagen stellt  m. E. der Sender seine eigene Daseinsberechtigung in Frage, und mit dem Abschalten von einfachen Übertragungswegen erst recht, leider.
Herzliche Grüße

Pitter
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#14
Hallo Bernhard Smile

Einen Leihwagen brauch ich nicht für ein gutes, modernes Autoradio. Das Radio in meinem Hybrid kann außer UKW und
störungsfreiem DAB+ auch MW und LW, dafür hat es eine AM~Taste. Ich staune immer wieder über den hervorragenden Empfang im Auto.

UKW Abschaltung wird bestimmt noch etliche Jahre wirklich dauern.

Bleibt geschmeidig Maus

Herzliche Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#15
(30.06.2020, 15:52)Pitter schrieb: Aber müssen dann die Länder auch noch mal ein eigenes "Nur" Nachrichtenprogramm hochziehen? Nein, da könnte einiges eingespart werden.

Ich glaube das wäre schlecht zu rechtfertigen. Die Nachrichtenprogramme der einzelnen Länder berichten in der Regel ja doch eher regional, während der DLF sich um deutschlandweite Themen und das Weltgeschehen kümmert.

Vielleicht könnte man den DLF bundesweit in zwei Versionen ausstrahlen, einmal so wie er ist und dann je nach Bundesland zur halben und vollen Stunde die Nachrichtensendung zusätzlich als Lokalfenster. ... DAB+ bietet die Möglichkeit dazu, nur wird Sie nicht genutzt.  Das würde einiges an Kapazität im DAB+ Netz freischaufeln, Arbeitsplätze aber blieben erhalten, denn die Nachrichtenbeiträge müssten weiter recherchiert und produziert werden.
Nein jedes Bundesland soll schon seine Regionalnachrichten behalten.  Auch soll jede Region ihr Musikangebot behalten! Der Norden soll seine Shantys haben, der Bayer seine Blasmusik (BR Heimat) und wir vielleicht unsere "Chansons". Ein Kanal für Nord-Ost. Nord-West, Mitte-Ost. Mitte-West usw. ....

Was eigentlich weg kann aus meiner Sicht, sind die Kanäle mit Mainstream-Musik die jede Landesmedienanstalt unterhält, die brauchen wir ja wirklich nicht redundant, denn da läuft tatsächlich der gleiche Inhalt.  Diese Kapazität könnte dazu genutzt werden, die Shanty-Musik, Blasmusik, .... eben bundesweit anzubieten, also ein richtiger nationaler Muxx !!!

(30.06.2020, 15:52)Pitter schrieb: Den Verkehrsfunk haben sie gestrichen beim DLF, weil die Hörerschaft dies offensichtlich so gewollt habe - ich schmunzle darüber.

Ich glaube das war durchaus richtig! Der Verkehrsfunk war ein Überbleibsel der späten 60er, 70er. Damals war die Verkehrslage tatsächlich eine andere und das Land zudem noch geteilt. Möchte man heute jede größere  Verkehrsstörung in Deutschland (also dem gesamten Sendegebiet des DLF) vortragen, kann man praktisch nichts anderes mehr senden als eben Verkehrsmeldungen. Somit ist der Verkehrsfunk bei den regionalen Nachrichtenkanälen noch ganz gut aufgehoben und nicht mehr beim DLF! Ich vermute aber auch dort wird er langfristig verschwinden, da man Verkehrsmeldungen heute in Echtzeit aufs Navigationssystem übertragen bekommt. Ich sehe somit sofort ob eine Störung auf meiner Route vorkommt und werde rechtzeitig über Ausweichrouten informiert. Was außerhalb meines Gebiets ist, das brauche ich mir also auch gar nicht anhören und entlastet mich. Das geht ganz ohne "sprechenden" Verkehrsfunk  nach den Nachrichten, sondern per Datenfunk über RDS und DAB+! Auch hier war das Media Nav von Renault sehr vorbildlich!

@Peter: Der Leihwagen war nicht wegen des DAB+ Radios notwendig.  Rolleyes  Aber so ein Media Nav Evo würde ich mir glatt zulegen und mein altes Becker (mit DAB+ und Internetradio aufgerüstet) rauswerfen.  Naja, vielleicht kaufe ich mir ja nochmal ein neues Auto, auch wenn ich befürchte das es kein Renault werden würde, aber sicher auch kein Hybrid oder E-Auto. Anderes Thema ...

Gruß
Bernhard
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#16
Hallo Ihr Guten  Smile

Aktuell kann man über die UKW~Abschaltung in Deutschland am 30.06.2020 folgendes lesen:

   

Wer noch mehr lesen möchte in diesem Beitrag: Bitte >>> HiER <<< klicken  Blush
Und das ist ein aktueller Beitrag bei der Sucheingabe "UKW-Abschaltung 2020".

Also Leute, bleibt gelassen, kocht Euch nen Kaffee  Cup

Herzliche Grüße, von Peter
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#17
Wenn DLF ausschließlich auf DAB sendet, freuen sich die Macher die Erreichbarkeit erhöht zu haben. Mich erreichen Sie dann nicht mehr. Win-win-Situation.
Gruß
Martin
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#18
Deutschlandradio kann es sich "leisten" komplett auf DAB+ zu setzen und schließlich darauf umzustellen. Leisten kann es sich DLR deshalb, weil es gebührenfinanziert ist, unabhängig davon, wie viele Hörer es tatsächlich dann noch hat, wenn nur noch auf DAB+ gesendet wird.

DAB+ ist offensichtlich das "Steckenpferd" des DLR Intendanten Raue, womit er sich wohl ein "Denkmal" setzen möchte.

Von Seiten des DLR wird da immer mit der theoretischen Erreichbarkeit von Hörern argumentiert, dagegen interessiert die tatsächliche praktische Erreichbarkeit von DAB+ hier nicht. Im Extremfall könnte bei einer kompletten Abschaltung der DLR UKW-Sender die Hörerzahl eventuell auf 10% von heute schrumpfen, aber "rein theoretisch" wäre diese sehr viel größer als heute mit UKW.

Die Herrschaften in der Intendanz des DLR übersehen ganz anscheinend, welche Art von Hören sie in der Mehrzahl haben. Jedenfalls kaum junge Hörer, denn die hören vorzugsweise mit ihrem Smartphone und "Ohrstöpseln". Die werden auch nicht mit DAB+ erreicht.
Jedoch die "ältere Generation", die vorzugsweise Radio auf UKW hört, wird als Hörer dann weitestgehend verloren gehen.

Technisch gibt es bei DAB+ auch noch ein kleines "Schmankerl". Fraunhofer hat schon seit mehreren Jahren ein "effektiveres" Audio-Codierverfahren entwickelt. Damit ließen sich ca. doppelt so viele Programme in einem DAB Frequenz-Block unterbringen (DAB++). Das wäre ja dann für die Broadcaster noch ein ganzes Stück billiger. (Verlagerung der Kosten vom Broadcaster zum Hörer!)

Das Dilemma der Broadcaster ist jetzt nur, daß sie dieses effektivere Codierverfahren jetzt noch nicht einführen können, weil sie damit DAB+ "killen" würden. Denn alle DAB+ Empfänger wären dann nicht mehr zu gebrauchen. Das wäre dann ja eine weitere Änderung des DAB-Systems, wobei jedes Mal die früheren Geräte unbrauchbar wurden. Der normale Hörer würde fragen: "Ja wie oft wird hier noch umgestellt?"

Wenn aber UKW schon abgeschaltet wäre, könnte man DAB+ auf DAB++ "beruhigt" umstellen, weil dann die Radio-Hörer nicht mehr "ausweichen" könnten. Es sei denn, alle machen es wie die jungen Hörer und nutzen halt nur noch ihr Smartphone. Aber es ist nicht sicher, ob man in der Intendanz des DLR so weit denkt.

MfG DR
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#19
Vielen Dank, Dietmar  Smile

Also für Deine Infos und Erklärungen. Das ist auch für mich nachvollziehbar. Tja also, wenn sie denn tatsächlich noch
DAB++ in Erwägung ziehen, könnten sie es auch ganz lassen, und lieber den Rundfunk komplett auf das Internet legen.

Denn das Internet ist die Instanz, die schon vorhanden ist, und weiter ausgebaut wird. Sogar mein Auto ist heut schon internetfähig.

Die Vielfalt eines Internet~Radios erreicht kein DAB+ Gerät, und auch kein DAB++ Gerät.
Der Vorteil läge auf der Hand. DAB+ benutze ich nur im Auto, wenn ich Lust dazu habe. Funktioniert auch gut  Smiley53
Zu Hause höre ich UKW, oder mit dem DOOSL irgendeinen Internet~Sender, den ich mir damit auf UKW lege.

Ich sehe daher keinen vernünftigen Grund, wozu ich mir für zu Hause oder im Garten ein DAB+ Radio kaufen sollte?
Denn JEDER Sender, den ich hören möchte, kann ich auch jetzt schon anders empfangen.
Ausschließen möchte ich es gleichwohl nicht, wer weiß, ob mich nicht irgendwann doch noch der Hafer sticht  Big Grin

Herzliche Grüße aus Schwerin, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#20
Zunächst einmal danke ich unserem Forenkollegen DiRu, auf den eingangs verlinkt wird, für die hervorragend dargestellten fachlich-technischen Gedanken zum Thema sowie die im weiterführenden Beitrag enthaltenen Hintergrundinformationen.

Was nun die UKW-Abschaltung bzw. deren "Vom-Tisch-Sein" anbelangt, da bleibe ich skeptisch. Entscheidungen der Politik können jederzeit revidiert werden, insbesondere von neu gewählten Regierungen. Dort spielen dann die verschiedensten Faktoren eine Rolle, und das Thema "Umweltschutz / Klimaschutz / Energieverbrauch" lässt sich in vielerlei Hinsicht vermarkten. Letztlich kommt es immer darauf an, wie die Botschaft für den Konsumenten verpackt wird und mit welcher Intensität sie ihm medial vermittelt wird. Rein technische Aspekte, so sehr sie Substanz bergen mögen, interessieren den Durchschnittsendverbraucher herzlich wenig.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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