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Jennen-Trio 9R-59 völlig verbastelt
#21
Moin Moin Bastler04, Leon
auch von mir ein herzliches Willkommen hier.

Bitte die Bilder auf den Forenserver hochladen.

Normalerweise sollte man für jedes Gerät einen eigenen Beitrag machen. Hier ist aber Jugend forscht am Basteln. Robin (22) und Leon (17), da lassen wir das mal so. Sollte Robin aber weitermachen wollen trennen wir das ab.
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#22
Hallo Manfred,


ja ein Trenntrafo halte ich auch für Sinvoll! Gerade da dies hoffentlich nicht mein letztes Röhrengerät wird. Ein Trenntrafo ist dafür da, mich zu schützen, das verstehe ich. Die Vorschaltlampe hilft mir recht wenig. Natürlich arbeite ich nicht an stromführenden Geräten, ich weiß auch, das sich die Spannung nicht direkt entläd. Wenn er so wichtig ist, werde ich mir einen zulegen!
Bis auf ein Labornetzteil besitze ich keine weiteren Geräte.

Hier mal mein Versuch die Spule einzuzeichnen:


.jpg   schaltplan modf.jpg (Größe: 54,55 KB / Downloads: 404)

Übrigens Danke für die Wilkommensgrüße!

Hallo Dietmar,

das Bild ist nun bei euch hochgeladen. Ich weiß wie wichtig es ist, dies zu tun. Wenn der Uploader dicht macht, sind die ganzen Bilder weg und das Thema ist nurnoch Datenmüll!

Bei Jugend-Forscht habe ich tatsächlich drei Mal teilgenommen :-)

Auch danke für die Willkommensgrüße sagt,
Leon.
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#23
Hallo Leon, man muss nicht unbedingt den größten Park an Messgeräten haben um ein Gerät reparieren zu können.
Viel wichtiger ist ein Gehirn!
Und dann reichen viele kleine Helferlein, zum Teil auch selbst gebaute, aus um zum Ziel zu kommen.
Da wäre die Steckdose mit der Vorschaltlampe (Glühlampe) zu nennen.
Die schützt nicht dich sondern dein Gerät vor den Auswirkungen eines Kurzschlusses.
Und eine Messschnüre mit einer Seite Krokoklemme und andere Seite Messspitze mit 500 kOhm ist wichtig.
Damit werden die Kondensatoren im Netzteil entladen ehe man da anfasst.
Und zwei Gummistrippen sind wichtig. Ehe mir die Nickelbrille in das Chassis fällt binde ich die Brille damit an meinen Ohren fest.
Zu der Schaltung mit der Drossel. Das ist nicht plausibel.
Regulär gehört die da eingebaut wo jetzt der 2 Kiloohm sitzt. Im Schaltplan ist keine eingezeichnet.
Also noch mal genau hinsehen.
Ich schlage vor wir dröseln das Gerät mal genau auseinander und vergleichen auf Veränderungen gegenüber dem Schaltplan. Und wir bilden uns eine Meinung zur Funktionsweise der einzelnen Baugruppen. Geht aber erst in der nächsten Woche. Bis dahin ist christliche Seefahrt angesagt. (Sportboot, Zivil)
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#24
(20.06.2021, 21:39)Bastler04 schrieb: ... Der Trafo ist nämlich gar keiner, er hat nur zwei Anschlüsse. So wie ich es sehe, ist dieser parallel zwischen dem Siebelko und in Reihe zwischen dem 5V Ausgang des Trafos, dem 2K Ohm Widerstand und der 6AQ5 Röhre angeschlossen. ...
Hallo Leon, es war doch etwas Zeit für den Empfänger.
Und wenn Du genau hingesehen hast, dann stimmt Deine Behauptung.
Wir müssen aber für eine Erklärung etwas weiter ausholen:
Bis ca 1980 gab es in den Versorgungsnetzen das System 380 / 220 Volt.
Und dafür ist der Netztrafo in dem Empfänger dimensioniert.
Nach 1980 wurde auf 400 /231 Volt umgestellt.
Jetzt bekommt der Netztrafo 5 % mehr Spannung und gibt sekundärseitig das auch wieder aus. 
Und wenn Du in der Nähe einer Trafostation wohnst, dann sind das bei Schwachlastzeiten noch mehr.
Und weil Funkamateure sehr oft nach Feierabend bis in die späte Nacht aktiv sind bekommt das Gerät 
nun diese erhöhte Spannung angeboten.
Und hier hat der Vorbesitzer angesetzt und eine technische Lösung geschaffen:
Er hat das Bauteil "Siebdrossel" nicht als solche verwendet sondern als induktiven Vorwiderstand.
Dadurch wird die Anodenspannung wieder auf die 205 V laut Schaltplan reduziert.


.jpg   Netzteil 4.JPG (Größe: 69,17 KB / Downloads: 345)

Ich schlage deshalb folgende Vorgehensweise vor:
- Sichtkontrolle der Elkos, es dürfen keine Elektrolyte ausgelaufen sein und der Gummistopfen oben am Becherkopf muss noch vorhanden sein
- Testen ob die Elkos noch funktionieren. Dazu Gerät vom Netz trennen und aus einer externen Spannungsquelle eine kleine Gleichspannung direkt an die Elkos geben. Minus an das Chassis, Plus an die Lötfahnen.
12 Volt reichen, Glühbirne 12 Volt als Vorwiderstand.

Wenn das erfolgreich abgelaufen ist, dann erst Gerät am Netz in Betrieb nehmen 
und die Spannungen vom Netzteil messen.

Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#25
Hallo Manfred,
vielen Dank für das Angebot! Der OM war tatsächlich bis in die frühen Morgenstunden aktiv und hatte deshalb auch ein extra Bett in seinem Raum. Schade das ich ihn nie kennenlernen konnte.
Ich habe gerade jedoch weitere Modifikationen finden können, die sich bis jetzt sehr versteckt hielten. Der Becherelko wurde durch einen mit drei Kondensatoren je 50uF ausgetauscht, deshalb habe ich auch keinen Kontakt zum Chassis gehabt und bin gestern von einer Parallelschaltung ausgegangen. Außerdem wurde ein Kabel von unser Drossel und ein anderes vom Ausgangsübertrager, an Pin 3 der Gleichrichterröhre angeschlossen.
Jeder Elko zeigt in der Schaltung ~120-30uF an, ich werde ihn aber nochmal außerhalb der Schaltung messen.
Deine Idee ist also die Richtige, jedoch stimmt der Schaltplan noch nicht. Damit werde ich gleich zuerst anfangen und mir viel Zeit nehmen damit dieses Mal auch alles richtig ist.

Schonmal vielen Dank für Deine Hilfe!
Leon.

Edit: Pin 3 war es. Nicht Pin 5
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#26
Hallo,

hier nun der fertige Schaltplan. Hoffen wir mal das alles richtig ist.


   


Leon.
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#27
Hallo Leon, Grundsätzlich ist bei solchen Empfängern Minus an Masse und das am Chassis.
Wenn da ein Becherelko drin ist dann hat der unter der Befestigungsmutter eine Unterlegscheibe mit einer Lötfahne.
Und wenn da drei Systeme in einem Becher sind, dann ist das eine doppelte Siebkette.
Bei Empfängern der Unterhaltungselektronik werden sehr oft einfache Siebschaltungen benutzt
und die NF-Endröhre an den ersten, den Ladeelko, angeschlossen.
Enderfolg: es brummt!
Das reicht wenn man sich mit Musik bedudeln lassen möchte, ist aber unbrauchbar um feinste Signale aufzunehmen.
In Deinem Empfänger kommt nun sicher der dritte Elko gleich an der Kathode der Gleichrichterröhre, dann die weitere Schaltung wie ich sie aufgezeichnet habe.
Wie gesagt, genau hinsehen!
Ich warte auf den Bericht.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#28
Hallo Manfred,

von der Kathode, Pin 8, geht ein Kabel zu einem der Elkos und dem Anfang der Drossel/Spule. So wie ich es oben auch eingezeichnet habe. Habe mir nochmals alles angeschaut Smile

Leon.
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#29
Hallo Leon, genau so macht es Sinn!
Nach dem Gleichrichter der Ladeelko, dann die Drossel und dann die originale Siebkette.
Das ergibt eine glattere Gleichspannung und eine zusätzliche Glättung der Anodenspannung für die Endröhre.
Der Pin 3 der Gleichrichterröhre ist intern unbeschaltet und wurde hier als Lötstützpunkt verwendet.
Diese Modifikation wird beibehalten und nicht rückgängig gemacht!

Jetzt ist wichtig zu ergründen ob die Elkos noch ihre Kapazität haben.
Nach längerer Lagerung verlieren diese Teile ihre Eigenschaft "Kondensator" und müssen erst wieder vorsichtig an ihre Aufgabe gewöhnt werden. Diesen Vorgang nennt man "Formatieren".
Dazu legt man eine kleine Gleichspannung polrichtig an und lässt einige Minuten wirken. Dadurch regeneriert sich der innere elektrolytische Zusammenhang.
Messen eines Kondensators eingelötet in einer Schaltung ist Unsinn weil die zusätzlichen Bauelemente das Ergebnis verfälschen.
Was steht auf dem Becher? Sind da Angaben für eine Betriebsspannung aufgedruckt?
Die Kondensatoren müssen in deinem speziellen Fall (200 Volt mal Wurzel 2) plus 10 Prozent aushalten.
Also mindestens 325 V muss draufstehen! Allgemein liegen die Werte zwischen 360 und 450 V.

Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#30
Super! Dann sind wir ja schonmal ein Stückchen weitergekommen Smile
Die Elkos messen im ausgelöteten Zustand zwischen 45-47uF. Das sogn. Formieren hat hier nicht geholfen, oder ich habe es zu kurz gemacht. Im Internet wird der Elko beim Formieren mit einer Glühlampe und einer Diode, direkt an die Netzspannung angeschlossen. Und das für mehrere Tage.
Die Elkos besitzen eine Spannungsfestigkeit von 350-385V.

Leon.
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#31
Hallo Leon, ist schon alles ok.
Du sagst: 3 x 50 µF sind verbaut. Und die Dinger haben Fertigungstoleranzen und unterliegen der Alterung.
Und die Messung hat auch noch Toleranzen.
Wir unterstellen: Die Elkos funktionieren!

Und jetzt kommt die Gewissensfrage:
Kannst Du so viel Disziplin halten daß Du ohne in dem Gerät herumzufingern am in Betrieb befindlichen Empfänger
Messungen ausführen kannst?
Weil: Strom macht klein und schwarz und häßlich!
Auch der Trenntrafo ist kein Allheilmittel. Hohe Spannungen gibt es weiterhin, nur eben vom Netz getrennt.

Dann mein Vorschlag: Am vom Netz getrennten Empfänger eine Sichtkontrolle durchführen.
Schwarze Widerstände, falls vorhanden ausgelaufene Kondensatoren (Teerverguss).
Soweit vorhanden muss das beseitigt werden.

Bei negativem Ergebnis steht einer Inbetriebnahme nichts im Weg.
Dazu einige Meter Draht als Antenne, eine Erde, an die Endstufe einen passenden Lautsprecher.

Zuerst werden die Spannungen am Netzteil gemessen.
Vor dem Gleichrichter Wechselspannung, danach Gleichspannung.
Früher wurde mit Zeigerinstrumenten gemessen. Heute mit hochohmigen Digitalgeräten.
Nicht schocken lassen wenn höhere Werte gemessen werden als an der Stelle im Schaltplan eingezeichnet sind.
Nur bei extremer Abweichung ist was falsch.
Und dann mal mit dem Lautstärkeregler spielen.
Brummen, Rauschen und Kratzen sind ein Zeichen dafür daß die Endstufe lebt.

Kratzen ist ein Merkmal für verkeimten Regler. Da ist dann etwas Pflege angesagt.

Die Endstufe prüft der erfahrene Techniker mit der "Brummprobe".
Dazu einen isolierten Schraubenzieher oder eine Mess-Schnüre an den Anschluss des Steuergitters halten.

Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#32
Hallo,

doch, Disziplin ist vorhanden. Erstmal wird aber auf die Folienkondensatoren gewartet. Ihr Ursprungsland haben sie schonmal verlassen. Immerhin. Teerkondensatoren hat das Gerät keine, aber die eingebauten haben trotzdem ihre Kapazität verdoppelt. Möchte mir garnicht erst den Leckstrom des Koppelkondensators vorstellen : D In wichtigen Schaltungen sind Mica Kondensatoren eingebaut. Die werden natürlich beibehalten da solche meist extra ausgewählt wurden und in HF-Schaltungen sitzen.
Meine Brille brauche ich nur bei SMD Gedöns. Ich muss meinen Kopf also nicht ins Gerät halten Big Grin Bevor ich mit meinen Messspitzen abrutsche, werde ich lange Test-Kabel an die Kontakte anlöten.
Ist es eigentlich sinvoll, vorher nur die Heitzspannung anzuschließen, oder jede Röhre kurz ans Labornetzgerät zu hängen?
Langsam hochfahren kann ich die Spannung mangels Stelltrafo ja auch nicht

Leon.
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#33
Hallo Leon,
ich glaube wir verstehen uns. Zumindest soweit es die Sicherheit betrifft.

Zur Frage Heizung der Röhren:
Du hast eine Stellung auf dem Funktions-Schalter. Da steht "Send".
Das ist die Stellung wo die Anodenspannung komplett abgeschaltet ist.
Das braucht man wenn man auch Sendebetrieb macht.
Ist nötig damit mein Sendesignal nicht auf kurzem Weg in meinen Empfänger einkoppelt und dort für undefinierte Zustände sorgt.
In dieser Stellung werden die Röhren weiter geheizt. Da kann man dann in abgedunkelter Umgebung eventuell die Heizfäden glühen sehen und so feststellen ob der Heizkreis korrekt verdrahtet ist.

Zum Thema Koppelkondensatoren:
Ich habe da nur einen gesehen zwischen der Anode der NF-Vorstufe und dem Steuergitter der Endstufe.
Die restlichen Stufen sind Bandfilter-gekoppelt, also galvanisch voneinander getrennt.
Wichtiger ist:
Zwischen jeweils Anode und Anodenvorwiderstand liegt ein Kondensator gegen Masse.
Genauso zwischen Schirmgitter und Schirmgitter-Vorwiderstand.
Wenn diese Kondensatoren leck sind, dann dampft der Vorwiderstand und die im Plan angegebene Spannung geht gegen Null. Da musst du den Plan studieren und an den passenden Stellen messen.

Ich persönlich bin kein Freund von "Testern". Zu meinen Berufszeiten nannte man diese Dinger "Betrüger".

Und dann ein Grundsatz:
Frequenzbestimmende Bauteile werden nicht auf Verdacht getauscht.
Die bleiben unberührt und unverändert in der Schaltung!
Und erst wenn ein eindeutiger Defekt nachgewiesen ist, dann geht man da dabei.
Aber so weit sind wir noch nicht und ehe Du an so einen Ablauf gehst, dann reden wir vorher noch mal darüber.

Jetzt noch ein Grundsatz: Wenn Röhren aus der Fassung gezogen werden dann merken wo die gesteckt haben.
Auch bei gleichnamigen Röhren kommt jede wieder in die Fassung wo Du sie rausgezupft hast.

Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#34
Hallo,
heute sind endlich die Kondensatoren angekommen. Diese wurden natürlich sofort verbaut, danach das Radio angeschaltet und abgewartet - zack, eine Röhre hat blaues Plasma gehabt, dann natürlich sofort abgezogen. Die Röhe konnte ich im Schaltplan aber nicht finden. Es handelt sich um eine Valvo 150CA2 / OA2, um die Spannung ein weiteres mal zu stabilisieren. Diese Röhe hat tatsächlich für eine kurze Zeit ein Plasma und glüht danach blau. Das habe ich in einem YouTube Video gesehen. Der OM hat es wohl sehr ernst mit der Filterung gemeint!
Spannungen scheinen auch OK, da man nichts einstellen kann, habe ich auch nicht weiter getestet.
Nach weiterem einschalten konnte ich dann auch schon gleich Sender empfangen. Nach meinem Empfinden, ist der Empfang so sauber, dass ich das 50Hz Brummen mehr höre, wie die Interferenzen auf der Kurzen Welle. Ein Kabel der Beleuchtung hatte sich  gelöst, was dann auch schnell wieder angelötet war. Nun läuft hier schon seit einigen Stunden Radio Kalypso auf 675kHz. Die Reparatur scheint also geglückt.

Smiley58

Vielen Dank für die Hilfe an Manfred und alle anderen! Jetzt muss ich mir wohl den nächsten Empfänger besorgen. Von normalen Radios in Holzchassis halte ich nicht so viel Smile

   
   
   
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#35
Hallo Leon, freut mich daß dein Empfänger wieder das macht was er soll.
Aber Du bist da noch lange nicht am Ende.
Du hast da einen Kurzwellenempfänger vor dir. Der ist zu schade um damit Mittelwelle AM-Rundfunk zu hören.
Jetzt gilt es die Feinheiten aus dem Gerät herauszukitzeln.
Also Kurzwelle ein, Hf-Regler von Automatik auf Hand umgelegt und ab ins 80 m AFU-Band.
Dann den BFO ein und ganz langsam durchdrehen von 3,5 bis 3,8 MHz.
Da bekommst Du dann erst mal einen Eindruck was so alles geht.
Probier es einfach mal aus. Abends, besonders am Wochenende.
Oder donnerstags den DARC-Rundspruch auf 3,777 MHz in SSB.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#36
Mann, mann mann...

Wenn Ihr so weiter macht, dann lege ich mir wohl auch noch so eine Kiste zu. Smile

Liebaeugeln tue ich eigentlich mit einem alten Hallicrafters, aber angesichts der aufgerufenen Preise ist so ein Jennen-Trio bzw. Kenwood mir fast lieber.

Zwar habe ich meine beiden Dabendörfer, aber SSB ist bei denen bezüglich des Hörgenusses nicht soo der Bringer.

73 Michael
Penthode?
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#37
(02.07.2021, 09:27)MichaelM schrieb: Zwar habe ich meine beiden Dabendörfer, aber SSB ist bei denen bezüglich des Hörgenusses nicht soo der Bringer.

Hallo Michael, freut mich wenn Du mitliest.
Zum Thema Kurzwellenempfang: Da gab es nur recht schmale Bereiche für AM-Rundfunk. Und auch die sollten nicht für Hörgenuss dienen sondern dem Kontakt mit dem Heimatland bzw der Propaganda für bestimmte Weltanschauungen.
Hauptaufgabe war die Übermittlung von Informationen für ausgewählte Interessengruppen. Und da kommt es auf die Informationen, weniger auf die Tonqualität an.
Geringster Verbrauch an Bandbreite tritt bei CW, also getastetem Träger auf. SSB ist auch nicht viel anders.
Beide Betriebsarten setzen extrem stabile Hauptoszillatoren und BFO voraus. Das ist die halbe Miete.
Und dann darf man nicht jeden Unrat in den HF-Kanal hineinlassen, weil man den hinterher nicht wieder weg bekommt.
Abgestimmt wird deshalb so: Sender suchen, HF-Regler auf "Hand" und Verstärkung so weit zurück nehmen bis der zu empfangene Sender gerade so über den Horizont guckt. Dann mit dem BFO den Träger an der richtigen Seite und im richtigen Abstand zusetzen. Und weil der Sprachkanal bei SSB von 300 bis 2400 Hertz liegt wird man da sicher kein Konzert oder eine Oper übertragen.
Ist ein interessantes Thema, sollten wir einen gesonderten Thread aufmachen.
Und zum Dabendorf: So schlecht war der nicht. Habe selbst damit gearbeitet. 
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#38
Servus Manfred,

naja, ich vergleiche den Dabendorf unbewusst (under unfairerweise) gedanklich immer noch mit dem Telefunken E127 KW5, mit dem ich lange auf SSB gearbeitet habe (und dessen Oszillator ich mit einem kleinen transistorisierten HF-Verstärker zwecks verlustarmer Auskopplung der HF zum Anschluss einer digitalen programmierbaren Frequenzanzeige versehen hatte).

Da lief nichts weg und man konnte bei entsprechender Handregelung der HF (war bei mir bei SSB obligatorisch) den BFO geradezu feinfühligst auf optimale Verständlichkeit. Mal vom Inhalt abgesehen, war so manches SSB-QSO auf 80m oder 40m recht interessant.

Das ist zugegebenermaßen insofern ein unfairer Vergleich, weil der Oszillator des Telefunken vergleichsweise zu dem des Dabendorfes geradezu gespickt ist mit einem Block sorgfältig temperaturkompensierter Keramik-Ko's. Der lief nach seiner relativ kurzen Einlaufzeit auc ohne Quarzofen bombenfest stabil. Beim Dabendorf ist das bezüglich seines Aufbaues - öhmg - "minimal anders."... Smile

Gruß Michael
Penthode?
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