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Mein Kleinoszillograf
#1
Hallo,
mich hat es gestört, eine B4S2 in der Funduskiste zu haben, die schon wenigstens 40 Jahre dort liegt.
Lang ist es her und es wird irgendwie mal Zeit noch einiges zu machen was man schon lange machen wollte, aber nie die Zeit
und Gelegenheit dazu hatte.
Also ran an den Speck und los ging es.............

Als Erstes mal eine Ansicht von vorn. Ist nicht groß bewegend, ich hab mich aus ein paar Gründen für minimale Bedienung
entschieden. 
Links oben : Ein / Aus / Helligkeit, recht oben Schärfe
Links unten : Messverstärkung , Mitte Kippfrequenz grob und rechts fein.
Das war es auch schon von der Bedienung.
Die Eingangsbuchsen : Eine ist Masse die anderen entsprechend eine normal und die andere für etwas höhere Signale.

   
es folgen ein paar Ansichten vom inneren Aufbau. Fotos sind mir zwar nicht so gut gelungen. Die Übung macht es ........

   

   

   

   

   

Den Schaltplan habe ich aus zwei Teilen zusammengelegt. Zum Einen für die B4S2 die Schaltung ist aus dem Buch
"Runfunk und Fersehen selbst erlebt" von Lothar König.
Die Beschaltung der B4S2, die man hier so im Internet findet hat mir nicht so gefallen. Entweder war der Strahl nicht zu sehen
oder er war unzentriert.
Die Schaltung aus dem Buch ist super und bringt den Strahl auch in die Position wo er sein muß.
Dadurch spart man sich zwei Potentiometer für horizontale und vertikale Einstellung.
Kippfrequenz und Messverstärkung stammen in abgewandelter Form von einem Schaltplan " Kleinoszillograf für 100 Mark".
Der Trafo hatte  2 x 6,3 V und 1 x 230 V. Er war ideal für meine Zwecke. Eine 6,3 V Wicklung mußte etwas abgewickelt werden.
Wobei hier 4 V nicht erreicht werden konnten sondern weniger oder in meinem Fall 4,7 V.
Einen kleinen Vorwiederstand und schon stimmt die Heizspannung von 4 V für die B4S2.
Die Anodenspannung war im allgemeinen ebenfalls zu hoch, wobei hier die erforderlichen 630 V für die B4S2 locker mit einem
Spannungsverdoppler erreicht wurden.
Ich hatte als erstes zwei EF 80 verbaut. ( eine für die Kippfrequenz und eine für Messverstärker) wobei ich beim Kippgenerator
zwei Stück EF 80 in den Himmel geschickt habe. Man hatte keine Zeit zum reagieren. .......
Und zwar passiert das bei der tiefsten Frequenzeinstellung. Steht auch irgendwo im Internet beschrieben.
Letztendlich habe ich nochmal umgebaut auf EL 83. Hätte ich es gleich gemacht.......
Ansonsten läuft das Teil erst einmal super. Abschirmung für die B4S2 habe ich erst einmal weggelassen.
Es hat sich bei meinen Testversuchen noch nichts ergeben, was gezeigt hätte das ich eine brauche.
Allerdings kommt dann entsprechendes Abschirmblech mit an die Deckplatte des Gehäuses .
Ich werde dann entsprechendes hier zeigen, wenn ich mich mit dem Teil weiter beschäftige.
Auch die Beschriftung kommt noch dran, aber mom..........

HG Fredy
"Traue niemals blonden Frauen , aber Dingen die die Russen bauen. "  Big Grin
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#2
Hallo,

schön gemacht ! Schade, daß die Fotos so verwackelt sind, dieser Aufbau hat mehr Schärfe verdient ! ^^

Sowas plane ich auch noch als TV-Monitor mit einer B7S3, kannst Du das Problem mit den sterbenden EF80 nochmal näher beschreiben? Hängt das mit dem Transitron-Miller-Intergrator zusammen ? Der ist ja bei Lothar König im regulären Oszi mit EL83 und beim Fernseher (Bildkippgerät) mit EF80 aufgebaut. Ich habs auch vor mit 2 EF80 und Festfrequenzen (es sei denn, Semir kommt mal mit einer Mehrnormenquelle ^^ ).

Gruß Ingo
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#3
Hallo Ingo,
das hängt mit den Schirmgitterstrom der EF 80 bei zu tiefen Frequenzen zusammen. Die EF 80 schafft das nicht.
Anderseits hätte ich die "richtigen Kondensatoren" gehabt wäre es vielleicht gut gelaufen.
Die ersten Oszi 40 waren auch mit EF 80 bestückt und ist nichts passiert. Wahrscheinlich war da die Grenze auch schon erreicht,
wie im Internet beschrieben wurde.
Der Effekt ist bei sterbenden EF 80 ein greller Blitz im inneren, wobei es dann am Fuss der EF 80 hell leuchtet als ob man
eine weisse Mini LED eingebaut hat.
Die EL 83 verkraftet höhere Schirmgitterströme. Bau gleich dein Gerät mir EL 83
Ich bin heute nicht der ruhigste beim Foto machen.... Liegt was in der Luft .....
Grüßli Fredy
"Traue niemals blonden Frauen , aber Dingen die die Russen bauen. "  Big Grin
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#4
Sowas steht auch seit Langem auf meiner Liste. Ich habe noch eine "Flasche" aus einem Massenspektrometer hier rumliegen. Die hat glaub ich 14cm Durchmesser oder so.
Leider weiß ich noch nicht, wie ich die Hochspannung erzeugen kann - vermutlich auch mit Dioden/Kondensatoren. Ich hab auch noch ein paar Kaskaden aus Farbfernsehzeiten rumliegen (teils NOS).
Mein Wunsch wäre, einen Autarken Bauteiletester damit zu bauen, der möglichst nicht so groß wie ein Oszilloskop ist.
Smiley47
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#5
Daniel, für die Hochspannung gibts viele Möglichkeiten (war ja klar...), vor allem weil der benötigte Strom recht klein ist !
Bei kleineren Röhren reichen auch ca 1...1,2kV Gesamtspannung, aufgeteilt auf Kathode und Nachbeschleunigung, bei vielen Osziröhren sollten die Ablenkplatten potentialmäßig nahe Masse liegen, macht sich bei der Ansteuerung auch besser.

Bei Lothar König (Rundfunk und Fernsehen - selbst erlebt) wird ein normaler Radiotrafo genommen, der für eine EZ80 geeignet ist, der hat eine Sekunädrwicklung mit Mittelanzapfung, also ca 500V zwischen den Anschlüssen für die beiden Anoden der Zweiweg-Gleichrichtung. Damit kann man mit zwei Einweggleichrichtern (2...3 1N4007 in Reihe) ca. 1kV machen, also ziemlich einfach. Als Glättungskondensatoren muß man auch keine aufwendigen 1kV-Cs nehmen, einfach zwei...drei 550V-Elkos in Reihe mit Potentialsteuerung oder WIMAs, das wird dann etwas größer. Bissel Reserve nach oben muß ja sein.

Ich plane noch ne andere Sache, inverser Betrieb von Kleintrafos, die man auch aus alten Steckernetzteilen gewinnen kann. Wenn man deren 230V-Wicklung in Reihe schaltet, hat man auch die 500...520V, das müßte die Isolation noch aushalten, man muß ein bischen Überlegen, wie man die Potentialverteilung beherrscht und was man auf Masse bezieht, v.a. auch die Primärwicklung (das wär dann die Kleinspannungsseite). Wenn der Kern zugänglich ist bei offenen Trafos könnte man überlegen, diesen isoliert und berührsicher zu montieren und mit einer Seite der Sekundärwicklung (also die "Mittelverbindung" der 230V-Reihenschaltung) zu verbinden... Die 12V-Wicklung muß dann aber gut isoliert vom Kern sein !
Die Speisung erfolgt dann über die Kleinspannungsseite, also 6...12...24V~ Sekundärwicklung. Diese Hochspannung wäre sehr weich, aber wenn es für NIXIE-Uhren geht, gehts auch für Oszis, die haben sogar noch weniger Strahlstrom...naja, muß man schauen. Dahinter dann auch die Verdopplerschaltung. Erzeugung von direkt 1kV Wechselspannung ist dann schon schwierig und wurde bei Industrieoszis durch sehr gut isolierte Trafos gemacht (bis einige kV), schwer selbst zu bauen.

Vielleicht gehts auch mit Tripler, d.h. so eine Minikaskade, das hab ich auch schon in industriellen Speisungen gesehen, kann aber sein, daß das erst bei höheren Frequenzen zufriedenstellend geht, also mit Transverter, letzteres wär natürlich auch ne Möglichkeit, ist aber aufwendiger, hier gibts aber einen Experten, der viele Schaltungen dazu vorstellte (ghe), was ich interessant fand und ggf. auch eine Lösung zur Speisung von Osziröhren darstellt, sofern man die Störspannungen beherrscht.

Gruß Ingo
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#6
Hallo zusammen,
so ne B4S2 ist schon reizvoll und lädt zum Basteln ein (planes Sichtfeld). Fredy, gefällt mir, was Du hier zeigst ,Danke schon mal dafür. Hab mir damals sagen lassen, daß sie nicht so kippstabil sind (Kippstufe kommt bei größeren Frequenzen nicht gut klar, zu steiler Anstieg), aber für NF gut. B7war schon besser. B7S201 war noch besser, geringere Spannungen und gut für Transistoren in den Ablenkstufen geeignet. Darum geht es aber nicht.  Denn so ein kleines Gerät, wie etwa der Oszi 40, würde mich auch noch interessieren. Berichte bitte weiter, Fredy.
Aber erst mal stehen noch andere Sachen an (Rep. von C1-94 (2 Stück)). Da brauch ich auch noch die passenden Messköpfe. 
Der Weg ist das Ziel, ich pack es an.
LG aus Schwerin, Holger
Smiley47
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#7
Hallo Holger,
stimmt das die Kippstufe mit höheren Frequenzen nicht so richtig klar kommt. Angegeben sind max 1 MHz.
Aber im groben und ganzen findet man wenig dazu. Ich habe auch nur gefunden, dass dieser kleine Oszi gut für NF sein soll.
Und dann noch ein paar andere Kleinigkeiten. In wie weit nun mein Gerät für irgendwas tauglich ist, kann ich noch nicht sagen.
Die Werte der C in der Kippstufe sind nicht 100 % identisch, sondern driften etwas vom Original ab.
Und dann habe ich mich an den Bauplan " Ein Kleinoszillograf für 100 DM" gehalten, den ich für meine "Bedürfnisse" etwas
angepasst habe. Dieser Bauplan ist im Gegensatz zum Bauplan des Oszi 40 etwas anders.
Es ging mir mehr um Spass an der ganzen Sache und Freude wenn es funktioniert.
Und dann ist mein Fundus an Bauteilen mal etwas geschrumpft. (alles aus der Krappelkiste).
Aber mal sehen...... Man hätte jetzt als Vergleich den Oszi 40 heranziehen können, oder vielleicht direkt den Oszi 40 aufbauen können.
Nur hier fehlt mir wieder die B4S2.
LG zu dir rüber Fredy
"Traue niemals blonden Frauen , aber Dingen die die Russen bauen. "  Big Grin
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#8
Hi Fredy,
im Netz gibt es auch B4S201. mußt mal Goo...
Für die die Differenzen in den einzelnen Schaltstufen nimmst Du einfach parallel geschaltete Trimmkondensatoren. Die Spannungen müssen ebenfalls über Potis abgeglichen werden. Aber, das bekommst Du schon hin und Spaß sollst Du dabei (am Basteln) auch haben. Smiley58 Wenn Teile fehlen, dann nur nach Info fragen. Soweit wir Dir helfen können (egal ob eigenes Oszi oder Oszi 40), werden wir Dir zur Seite stehen. Smiley48
LG aus Schwerin, Holger
Smiley47
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