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Klangmeister RS12 Electronic
#1
Hallo Freunde,

zur Zeit habe ich dieses Gerät auf dem Tisch:

Klangmeister RS12 Electronic

Land:   Deutschland / Germany

Hersteller / Marke:   Siemens; D (S.& Halske / S. Electrogeräte)
Jahr: 1969–1971
Halbleiter (Zählung nur für Transistoren) 34:
Hauptprinzip Superhet allgemein; ZF/IF 460/10700 kHz
Anzahl Kreise 7 Kreis(e) AM     13 Kreis(e) FM
Wellenbereiche Langwelle, Mittelwelle, zwei mal Kurzwelle und UKW (FM). Hier noch ein wenig mehr Daten: Link

   

Das Gerät spielt soweit. Allerdings mit Kontaktproblemen. Auch UKW Stereo ist möglich. Allerdins bleibt die Lampe für Stereo dunkel. Es liegt dort auch keine Spannung an und das macht mich stutzig. Das verbaute Leuchtmittel hat 18V 0,1A. Entgegen der verbauten Skalenlampen mit 7V 0,3A. Hat jemand den Schaltplan? Bin bis jetzt nicht fündig geworden.
Gruß aus Bremen

Enno
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#2
Hallo Enno
Ich hab eben die Bedienungsanleitung und die Serviceanleitung herunter geladen.
Die sind beide über 4,5MB groß.
Bitte sende mir Deine private E-Mail per PN, dann schicke ich Dir die beiden pdf.-Dateien.

Oder Du meldest Dich hier kostenlos an und lädst Dir die Dateien unter "Library" selber runter.
https://www.hifiengine.com/
Grüße aus Bornheim
Werner
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#3
Hallo zusammen, jetzt geht es hier weiter
vielen Dank nochmal an Werner für die Unterlagen. Hier mal zwei Ausschnitte vom Plan:


.png   Print 2.png (Größe: 46,81 KB / Downloads: 382)
.png   Print 1.png (Größe: 87,93 KB / Downloads: 382)

An V708 messe ich bei Stereo und Sender mit ausreichender Feldstärke folgende Spannungen:

C = 34V
B = 3,2V
E = 0V

Ohne Sender fällt die Spannung an E auf 0,34V ab aber die Stereo Lampe leuchtet nicht. Nochmal zu meinem ersten Post das ich an der Lampe keine Spannung gemessen habe. Die Spannung kommt ja von der Lampe. Sie war tatsächlich defekt. Ich habe sie durch eine neue 18V 0,1A ersetzt und nun liegen an Punkt 48 und 35 die 34V an.
Gruß aus Bremen

Enno
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#4
"...und nun liegen an Punkt 48 und 35 die 34V an"
Ja, und? Leuchtet die Lampe jetzt??

VG Stefan
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#5
Hallo Stefan,

das hatte mich auch stutzig gemacht. Also V708 mal ausgelötet und geprüft.

   

Also gekramt. Ich hatte aber nur einen C547B.


.jpg   3.jpg (Größe: 27,32 KB / Downloads: 321)    

Da der Transistor ja nur als Schalter arbeitet, kurzerhand eingelötet und siehe da:

   

Somit habe ich jetzt volle Funktion an diesem schönen Radio, das ich übrigens geschenkt bekommen habe.  Rolleyes
Noch eine Frage an die Fachleute: Kann der Transistor drin bleiben oder sollte man lieber einen anderen Typ nehmen? Was ist beim Vergleich mit neueren Typen an Parametern wichtig? Ich kenne mich leider da gar nicht aus. Huh
Gruß aus Bremen

Enno
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#6
Hallo Enno,
den kannst Du drin lassen. Die par Volt und MA kann der locker ab.  Smiley14
LG aus Schwerin, Holger
Smiley47
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#7
Noch ein Abschlussfoto:

   

Hier steht er jetzt erst mal und darf mich beschallen. Gegen den Nikotingeruch habe ich eine Untertasse mit Kaffee mit rein gestellt vor dem Aufschrauben der Rückwand. Sleepy
Gruß aus Bremen

Enno
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#8
Den hätte ich mir auch aufgestellt - eine Zierde Smiley20
Herzliche Grüße

Pitter
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#9
Meine Frage: "Ja, und? Leuchtet die Lampe jetzt??" Antwort Enno: "Hallo Stefan, das hatte mich auch stutzig gemacht. "

Kopfschüttel.

Wen's interessiert, dieser Siemens ist ein Blaupunkt-Produkt (Siemens hat damals schon lange keine Radios mehr selber gebaut), es ist bis auf das andere Gehäuse identisch mit dem Blaupunkt STG 1291 (7.629.400) aus der Saison 1969/70. Es leistet 2 x 10 W Sinus und erfüllte die HiFI-Norm 45500.

VG Stefan
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#10
Entschuldige Stefan dass ich dir das Nein auf Deine Antwort ob die Lampe leuchtet schuldig geblieben bin. Dachte ich mir doch dass es Verwandtschaft zu Blaupunkt gibt. Die Filter kamen mir schon sehr bekannt vor aus den Frankfurt Autoradios. Stefan, was bedeutet eigentlich S & E im Siemens Logo? Ich kenne nur S & H für Siemens und Halske.

   
Gruß aus Bremen

Enno
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#11
"was bedeutet eigentlich S & E im Siemens Logo"


1967 hat sich Siemens mit Bosch im Bereich "Hausgeräte" zu BSH Hausgeräte zusammengeschlossen.

Radios sind ein Teil von "Hausgeräten". Seither firmieren die Siemens-Radios unter S&E (Siemens Elektrogeräte) und nicht mehr unter S&H (Siemens & Halske). Die Produktion der Radios wurde gleichzeitig von Karlsruhe nach Berlin verlagert.

Im weiteren Verlauf wurden vermehrt "Fremdfabrikate" um-gelabelt und als S&E Geräte vermarktet.

MfG DR
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#12
Hallo zusammen,
Den Hinweis für dieses Gerät als Blaupunkt-Produkt nehme ich zum Anlass für eine Frage:
wann endete die Produktion von Radiogeräten bei Siemens in eigenen Werken bzw. in eigenem Werk?
Dieses Thema beschäftigt mich schon etwas länger und mir fallen durchaus widersprüchliche Angaben auf.
Hier z.B. wird ein Röhren-Tischsuper aus dem Jahrgang 1963/64 genannt: https://www.radiomuseum.org/r/siemens_kl...1rg41.html
Schon die Filter, Anordnung des NT und weiteres deuten auf eine Fertigung bei Loewe Opta hin. Weiter unten erfolgt auch der Hinweis auf die Fertigung bei Loewe für Siemens Elektrogeräte. Dieses Gerät müsste dann eigentlich schon das S & E Logo tragen. Von daher ist es naheliegend, daß die Radiofertigung bei Siemens in Karlsruhe bereits vor 1963/64 endete.
Dann ist es doch eher unwahrscheinlich, daß die Siemens-Radiofertigung in Berlin (1967?) wieder neu auflebte. Zumal die Fertigung von Unterhaltungselektronik für Siemens doch eher ein Nebengeschäft war. Für viel wahrscheinlicher halte ich es, dass die Auftragsfertigung 1967 mit dem Zusammenschluss von Siemens und Bosch von Loewe zu den Blaupunkt-Werken wanderte. Damals gehörte Blaupunkt zu Bosch.

Zur allgemeinen Verwirrrung ist hier https://www.radiomuseum.org/dsp_herstell...pany_id=27
das Ende der Radioproduktion mit "Ende der Sechziger Jahre" angegeben. Als weiterer Hersteller für Siemens wird dort auch Körting genannt.
Für mich bleibt die Frage: wann endete die Radioproduktion von Siemens in eigenen Werken wirklich?
Vielleicht weiss jemand noch mehr darüber? Das könnte von allgmeinem Interesse sein und wäre sicher einen klarstellenden Hinweis im Radiomuseum wert.
Meint
Frank
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#13
Frank, das ist eine sehr gute Frage!

Habe da acuh schon drüber sinniert. Ich fasse mal meine Kenntnisse zusammen:
Meines Erachtens endete die Eigenfertigung im Bereich Heimradios und Fernsehgeräte mit dem Programm des Jahrgangs 1961/62, Kofferradios sind noch länger "hauseigen".
Wobei meines Erachtens das, was vorher so großherzig "Siemens-Fertigung im Werk Berlin" genannt wurde, alles NORA-Produkte waren. Zum Beispiel viele bis alle Fernsehgeräte der späten 50er Jahre (der bekannte T 743 hieß z.B. von Nora Bella Vista 43cm). Man möge mich korrigieren, aber ich denke, ein Siemens-Werk für Radio- und Fernsehegeräte hat es in Berlin zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gegeben.

Danach sieht es so aus:

Jahrgang 1962/63: Sämtliche Röhren-Heimradios und sämtliche Fernsehgeräte sind Loewe-Opta-Produkte. Die Kofferradios sind noch original Siemens (T2, RT 10, RK 30).

Jahrgang 1963/64: Sämtliche Röhren-Heimradios und sämtliche Fernsehgeräte sind Loewe-Opta-Produkte (mit 2 Ausnahmen: der Fernseher FT 456 ist von Metz, der FT 416 ist ein Nordmende). Die Herkunft der Kofferradios Turf RK 40, Turf RK 41 (wie kann man ein Radio Turf nennen??) und Club RK 45 ist mir nicht bekannt, evtl auch noch Siemens-Originale. Das Transistor-Heimradio RA 30 dürfte auch original Siemens sein. Wer kennt es näher?

Jahrgang 1964/65: Heimradios: VDRG nennt nur zwei Modelle, beide Loewe-Opta. Fernseher: 1 Nordmende, 3 Loewe-Opta. Kofferradios: 1 x Loewe, 3 x mir unbekannte Herkunft.

Jahrgang 1965/66: Fernseher: 1 x Nordmende, 6 x Loewe, 1x mir unbekannte Herkunft. Heimradios (inkl. Stereo): 4 x Loewe. Kofferradios: 4 Modelle, alles Loewe.

Jahrgang 1966/67: Fernseher: 2 x Nordmende, 4 x Loewe, 4x mir unbekannte Herkunft, evtl Metz. Heimradios: VDRG listete nur zwei Stück: RG 81 ist von Loewe, RG 82 ist von Körting. Kofferradios: 3 x Loewe.

Der Jahrgang 1967/68 ist bei Siemens ein ziemlicher Gemischtwarenladen, wie der vorige auch. Ab 1968 und die gesamten 70er Jahre hindurch sind fast alle Siemens-Geräte Blaupunkt-Produkte. Die wenigen Ausnahmen stammen meist von Körting.

So weit mal von mir. Wer weiß mehr?

VG Stefan
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#14
"aber ich denke, ein Siemens-Werk für Radio- und Fernsehegeräte hat es in Berlin zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gegeben."

Stefan, damit hast Du vermutlich recht. Leider war im Netz (bislang) dazu nichts zu finden.

Die Siemens Radio-Fertigung zwischen 1945 und 1957/58 war (mit einzelnen Ausnahmen) in Karlsruhe. Die Typen (der Radios) des letzten Jahrgangs reichten von A7 bis M7. Jürgen Hormuth hat das in der FG 88 (1993) beschrieben.

Ab dem Jahrgang 1958/59, also alle Radios mit einer "8" statt mit einer "7" in der Typennummer wurden in Berlin gefertigt. Die Technik und die Gehäuseformen unterscheiden sich wesentlich von den Geräten aus Karlsruher Fertigung. Es spricht einiges für eine Fertigung bei Nora.

Gibt es Belege dafür, wo die einzelnen Geräte gefertigt wurden, oder muß man sich das durch Schaltungs-Vergleich selbst zusammentragen?

Gruß, Dietmar
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#15
"Gibt es Belege dafür, wo die einzelnen Geräte gefertigt wurden...?"

Hallo Dietmar,
Die Details in meiner Aufzählung beruhen überwiegend auf "persönliche" Kenntnis der Geräte, oft genügt ein Blick aufs Chassis, oft sogar ein Blick aufs Bedienteil, sowohl bei Radios als auch bei Fernsehern, da die Bedienteile meist exakt gleich angeordnet sind. Man hat sich keine große Mühe gegeben, die Skalen und Knöpfe äußerlich übermäßig zu verändern. Oft war die Siemens-Version im Gehäuse-Design eher modern gehalten, die Loewe-Opta-Originalversion eher hausbacken. Geändert wurden am Chassis meist Details, zum Beispiel graue statt beige Tasten etc., nicht aber die Anordnung der Elemente, denn das hätte ja eine Modifikation des Chassis erfordert. - In Zwiefelsfällen ist noch ein Blick ins Schaltbild hilfreich.

WO übrigens das Fertigungswerk von Nora hier in Berlin war, wüsste ich auch mal gerne. Die damals bekannte Adresse ist ja ein Geschäftshaus auf der Wilmersdorfer Straße, in der heutigen Fußgängerzone. Das war der Firmensitz, aber die Fabrik??

Mir ist übrigens nicht bekannt, dass im Karsruher Werk auch Fernseher entstanden wären, daher vermute ich, dass bis 1961 ALLE Siemens-Fernseher von Nora stammten.

VG Stefan
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#16
"WO übrigens das Fertigungswerk von Nora hier in Berlin war, wüsste ich auch mal gerne."

Das ist mir auch nicht bekannt. Allerdings wurde Nora ja "arisiert" und von Siemens übernommen. Allerdings wurde die Marke beibehalten. Im Prinzip könnten "Nora-Geräte" daher auch in einem der Siemens-Werke gefertigt worden sein?

Karlsruhe hat auch einige Fernseher gebaut. Die Auflistung aus der FG scheint nicht allgemein bekannt zu sein.

   

   

Gruß, Dietmar
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#17
Hallo Dietmar,
diese Tabelle kannte ich nicht.
Mir fiel zwischenzeitlich eine reht ungewöhnliche Quelle ein: Das Buch "Champagner und Kartoffelchips" von Horst Bosetzky, ein Berliner Klassiker. Es versteht sich ja wie alle Bücher der Reihe als Roman, ist aber in Wirklichkeit Bosetzkys sehr detailliete Autobiographie. In diesem Band jedenfalls erzählt er von seiner Lehrzeit bei Siemens in Berlin ab 1957, wobei er auch einige Monate bei Nora in der Wilmersdorfer arbeiten musste, die er als reine Vertriebsmarke von Siemens beschreibt. Also Nora - in den 50ern doch nur noch und eine Handelsmarke!?

Nochmal zu deinem Statemnet aus Beitrag Nr 14: "Ab dem Jahrgang 1958/59, also alle Radios mit einer "8" statt mit einer "7" in der Typennummer wurden in Berlin gefertigt. Die Technik und die Gehäuseformen unterscheiden sich wesentlich von den Geräten aus Karlsruher Fertigung. Es spricht einiges für eine Fertigung bei Nora. "
Ich habe mir mal Bilder angesehen und kann beim besten Willen keinen Unterschied zwischen den Chassis vor und nach 1958 erkennen. Insbesondere die Art wie das Chassis abgekanntet und aus Blechen zusammengesetzt ist, ist über Jahre gleich. Einen unterschiedlichen Produktionsort kann ich da jedenfalls nicht herauslesen.

Komisch dass die Tabelle in der FuGe mit 1957/58 aufhört.

VG Stefan

VG Stefan
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#18
Stefan "Klarzeichner" meint:
(Insbesondere die Art wie das Chassis abgekanntet und aus Blechen zusammengesetzt ist, ist über Jahre gleich. Einen unterschiedlichen Produktionsort kann ich da jedenfalls nicht herauslesen.)
Ich schon Chassis: (nicht wo gebaut)?
2x Kalrsruhe, auch (der 9er Stereo)
2 x Berliner.
mike


.pdf   Siemens M 7, Service Manual_Optimized.pdf (Größe: 583,85 KB / Downloads: 15)


.pdf   H9 Stereo_Optimized.pdf (Größe: 39,87 KB / Downloads: 17)


.pdf   Meistersuper D8_Optimized.pdf (Größe: 62,79 KB / Downloads: 16)


.pdf   Großsuper G8_Optimized.pdf (Größe: 46,56 KB / Downloads: 14)
Klug ist jeder. Der eine vorher, der andere nachher.

mike  Smiley43  
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#19
Hallo Hans und die anderen,


da bin ich anderer Meinung. Die vier Chassis in deinen Beispielen gleichen sich in vielerlei Hinsicht. Die Verwendung unterschiedlicher Baugruppen wie UKW-Teil oder Ferritantenne sehe ich dabei weniger relevant, aber die Grundkonstruktion ähnelt sich sehr. Drei Beispiele von konstruktiven Details die in allen vier Beispielen gleich sind, zeige ich hier im Bild (ebenfalls aus einem M7).

Ich bin der Meinung, die sind alle aus einer "Schmiede".

   

VG Stefan
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#20
Die Adresse von Nora findet sich z.B. auf einem Schaltplan vom UKW-Koffersuper K1037 von 1953. Der Tipp dazu stammt von Hans.

   

Es ist allerdings kein besonders großes Gebäude. Vielleicht nur die Verwaltung bzw. Geschäftsführung?

Gruß Dietmar
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