Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
RFT URV 3-2
#1
Hallo zusammen 

Ich hab Gestern o.a. Millivoltmeter gekauft welches heute schon geliefert wurde . 

Hier findet man techn. Angaben zum Gerät sowie Schaltpläne . 


Ob das Gerät funktioniert und wie gut es funktioniert weiss ich nicht . 

Die Beleuchtung der einzelnen Messbereiche funktioniert , vorsichtshalber habe ich das Gerät am Regel / Trenntrafo hochgefahren , soweit keine Auffälligkeiten .


Ich habe " nur " das Gerät gekauft , kein Zubehör . 

Nun zu meinen Fragen ...

Welchen , bzw. was für eine Art Tastkopf kann ich für dieses Gerät gebrauchen um Messungen an z.b. einem Röhrenradio durchführen zu können ?

Es sind ziemlich viele Elkos verbaut , worauf müsste ich beim Kauf von neuen Elkos achten betr. Qualität ( falls diese überhaupt ersetzt werden müssen ) , es ist nunmal ein Messgerät , darum meine Frage . 

Desweiteren sind Kondensatoren mit einer goldfarbenen Folie mit roter Schrift verbaut , welcher Qualität sollten Ersatztypen entsprechen und wie ist es allgemein mit der Einhaltung der Genauigkeit der Werte der Kondensatoren zu halten ? 

Gibt es weitere Bauteile in diesem Messgerät worauf ich mein Augenmerk richten sollte ? 


Fragen über Fragen  Blush

Ist mein erstes Messgerät welches ich herrichten möchte .
mit freundlichen Gruss

Uli



Wo alle dasselbe denken , wird nicht viel gedacht .

( Walter Lippmann ) 
Zitieren
#2
Hallo Schraubnix,
Damit dieses Meßgerät wunderbar funktioniert, würde ich erstmal alle Elkos erneuern. Es lohnt sich. Die Elkos im Netzteil kannst du, musst du aber nicht. Ich habe dazu schon mal einen Beitrag hier geschrieben. Vorsicht ist, auf die richtige Polarisation zu achten. Als Tastkopf brauchst du den " HF Tastkopf Htk 1 " 50 KHz bis 300 MHz und 0,1 V bis 30 V. Als Koaxkabel würde ich das RG 223 nutzen, was es bei Kabel Kusch in Dortmumnd gibt. Nach dem Wechsel aller Elkos sollte es wunderbar funktionieren. Die Stecker bekommst du bei Bürklin in München. Ist zum Messen von HF wunderbar geeignet. Ersetzt aber keinen Spektrumanalyser. Ich habe alle drei der Serie hier und alle saniert. Bin zufrieden damit. Die Tastköpfe sind schwer zu bekommen, ohne denen es schwierig wird, das Gerät zu nutzen. Mach das erstmal, mit den Elkos, die Du bei Reichelt Elektronik bekommst.

Grüße aus Berlin
Dirk
Zitieren
#3
Hallo Dirk 

Danke für deine Antwort . 

Ich habe die Platinen vorhin gezogen und ein wenig geschaut , viele Elkos wurden bereits ersetzt und sind im Soll . 

Diejenigen mit der goldfarbenen Folie nicht ( ca. 9 Stück in Summe ) , dann noch 5 weitere Elkos die auch schonmal ersetzt wurden aber Grenzwertig sind ( ersetze ich vorsichtshalber ) . 

Die Becherelkos der Spannungsversorgung werde ich Morgen prüfen , man weiss ja nie . 

Ansonsten habe ich bevor ich das Gerät zerlegt habe eine fast entladene Mignonzelle als Testkandidat genommen , im Vergleich zu meinem Multimeter ( wer weiss ob das genau anzeigt ) ergaben sich geringe Abweichungen ( 0,9 zu 0,93 Volt ) , insofern funktioniert zumindest die Gleichspannungsmessung ( irgendwie ) . 

Betreff Tastkopf , muss es denn unbedingt dieser sein der auch als " notwendiges " Zubehör aufgelistet wird , oder kann man evtl. auf einen anderen ausweichen , ggf. den Stecker adaptieren , z.b. HF13 auf BNC o.ä. ?
mit freundlichen Gruss

Uli



Wo alle dasselbe denken , wird nicht viel gedacht .

( Walter Lippmann ) 
Zitieren
#4
Ich habe mal ein wenig in meinem Fundus gekramt und habe einen Demodulatortastkopf gefunden , leider keinerlei weitere Beschriftung betr. max. Frequenz etc. . 

Was meint ihr zum o.a. Tastkopf , Versuch macht kluch , oder zum scheitern verurteilt ?
mit freundlichen Gruss

Uli



Wo alle dasselbe denken , wird nicht viel gedacht .

( Walter Lippmann ) 
Zitieren
#5
Hallo Uli,

wenn das Gerät nicht richtig funktioniert, hast Du dir eine Menge Arbeit, auch Lernarbeit, auf den Tisch gezogen.

Leider gibt es nur eine unvollständige Serviceanleitung. Ich habe zwei verschiedene Geräte. Eines mir Röhrenverstärker und Eines mit FET-Verstärker. Beide funktionieren nicht.
Bei dem mit Röhre habe ich nun schon alle Bauteile geprüft und teils gewechselt, so auch alle Papier-Cs .

Problem ist die Kalibrierung des Endwertes und des Nullpunktes. Beide laufen nach einiger Zeit weg und lassen sich nicht mehr auf Soll bringen.
Einen Einfluß darauf konnte ich schon feststellen - zu hohe Netzspannung verstärkt das Problem.

Auch der Schalter scheint Kontaktprobleme zu haben.

Ich habe schon Stunden damit zugebracht und erstmal weggestellt. Irgendwann mache ich aber mal weiter.

Befasse dich erstmal mit der Kalibrierung. Wenn die nicht funktioniert , hat alles Andere keinen Zweck.
Das geht schon los mit der unklaren Einstellung des Generators.

Mich würde schon interessieren, wie Deines reagiert.

Als HF-TK brauchst Du einen Originalen, besser noch den Zugehörigen mit der gleichen Seriennummer. Zur Not Nachbau, wobei keiner weiß auf welche Parameter die Diode sondergemessen ist.
Aber solange die Kalibrierung nicht funktioniert, brauchst Du auch keinen TK.

Wenn ich wieder Mal Lust habe, mache ich hier mit, falls Du bis dahin die Lust nicht verloren hast. Bis dahin gebe ich dir aber gerne Tipps, so ich kann und noch durchblicke.

Viele Grüße
Bernd
Zitieren
#6
Hallo Bernd 

Danke für deine Antwort .

Ich habe div. Kondensatoren bestellt , ich meine es wären 15 Stk. der Rest wurde bereits in der Vergangenheit ersetzt und geprüft i.o. , wenn diese verbaut sind werde ich mich melden und berichten was geht und was nicht . 

Schaun wir mal .
mit freundlichen Gruss

Uli



Wo alle dasselbe denken , wird nicht viel gedacht .

( Walter Lippmann ) 
Zitieren
#7
Hallo nochmal,
Also meine reagierten, nach dem Elkowechsel sehr angenehm. Der Zeiger geht ganz sanft bis Endanschlag und fällt dann wieder auf Null zurück. Im ausgeschalteten Zustand mit einem feinen Schraubenzieher den Skalenzeiger auf Null Kallibrieren. Unter dem Wort " URV 3 - 2 ". Nach dem Einschalten im untersten Bereich erstmal versuchen, auf Null einzustellen. Dafür ist der ( 0 Regler ) zuständig. Dann beide Schalter auf das schwarze Dreieck stellen und am Regler dafür exakt auf das Dreieck in der Skale stellen. Dann erstmal eine Stunde warmlaufen lassen. Da mein Trennregeltrafo leider abgeraucht ist, läuft mein URV 3 - 2 derzeit auch an 230 V. Es funktionierrt schon. +- 10 % sind schon drinn. Der Originaltastkopf sollte schon sein, da er ja exakt auf die Eingangsschaltung im Gerät angepasst ist. Ich habe übrigens die Röhrenausführung. Was mich etwas stutzig macht, sind die beiden Schalterstellungen für HF. 2 Wellen sind HF positiv und 3 Wellen sind HF Negativ. HF Negativ hatte ich noch nie angewand. Das Einstellen auf Null am Skalenanfang der 5 mV Skale bedarf schon etwas Fingerspitzengefühl.
Bis dahin erstmal.

Grüße aus Berlin
Dirk
Zitieren
#8
(30.07.2020, 23:45)Wellenjäger-02 schrieb: 2 Wellen sind HF positiv und 3 Wellen sind HF Negativ.

Ich hab kein solches Meßgerät, aber ne blöde Frage: Was sind positive und negative HF?
Gruß,
Uli
Zitieren
#9
Hallo,
In der Schalterstellung mit den 2 Wellen gekennzeichnet misst das Gerät bis 300 MHz mit dem HF Tastkopf.
In der Schalterstellung mit 3 Wellen gekennzeichnet misst das Gerät bis 1GHz, dazu braucht man aber den passenden Durchgangs Tastkopf.

.jpg   Messbereiche.jpg (Größe: 55,4 KB / Downloads: 174)
   
Grüße vom Westerwald
Klaus
Zitieren
#10
Aha, wusste ich so noch nicht. Bei meinem URV 3 - 2 ditscht der Zeiger immer nach links, wenn ich auf drei Wellen schalte. Sollte normalerweise in Ruhestellung bleiben. Wird also wiedermal eine Anpassungssache sein. Na gut, wieder was dazu gelernt.

Grüße aus Berlin
Dirk
Zitieren
#11
Hallo,

der Nullpunkt in den empfindlichen Bereichen ist wohl nur mit abgeschlossenem Eingang möglich.
Also bei HF mit dem TK und Kurzschluß dessen Einganges.

Eines würde ich gerne wissen. Wie groß müssen die Amplituden jeweils an den Mischereingängen sein ? Ich vermute, dort liegt der Hund begraben. Es könnte sein, daß das Weglaufen mit zu hoher Verstärkung und zu geringer Generatorspannung zusammen hängt.

Aber wie gesagt, das ist Winterarbeit. Aber paar Informationen können wir ja schon vorher sammeln.
Eventuell hat Einer ein wirklich intaktes Gerät und könnte man drin messen.

Viele Grüße
Bernd
Zitieren
#12
Servus,
Ich habe ein ungarisches URV-2 und das läuft sehr zuverlässig. Da musste ich aber auch so Einiges an Arbeit reinstecken, aber jetzt ist es ein Juwel! Lohnt sich in jedem Fall das URV3-2 aufzuarbeiten!
Zitieren
#13
Guten Abend 

Ich habe mir die einzelnen Platinen mal etwas näher angeschaut .

C1 , einseitig abgekniffen Zwecks Messung des selbigen . 

   

Die untere Lötstelle im Bild zeigt den Anschluss von C1 der noch mit der Platine verbunden ist , eine unzureichende Verbindung , der Anschlussdraht lässt sich Mühelos aus der Lötstelle ziehen . 

   


Die Lötstellen der Kontaktleisten sind auch nicht sonderlich gut ausgeführt .

   

Unter der Platine schauen manche Lötstellen auch nicht 100%ig aus .


   


Ich werde wohl alle Lötstellen nacharbeiten , also altes Lötzinn entfernen und dann neu verlöten .
mit freundlichen Gruss

Uli



Wo alle dasselbe denken , wird nicht viel gedacht .

( Walter Lippmann ) 
Zitieren
#14
Vorsicht die Lötaugen heben sehr schnell vom Pertinax ab.
Die Lötstellen sehen doch gut aus.
Dieser Lackfilmkondensator ist höchster Qualität - drin lassen.
Nach Wechsel der Papier-Cs auf der Generatorplatine ist Neuabgleich nötig.

Viele Grüße
Bernd
Zitieren
#15
Hallo Bernd 

Du hast die drei Lötstellen an der Kontaktleiste gesehen im Bild ? 

Was ist daran gut ? 

Der Kondensator den du ansprichst hatte ich geprüft , dieser ist i.o. . 

Ein paar von den anderen Lötstellen schaun aus als ob sie ein Loch Inne hätten , wenn ich dort mit einer Nadel rein steche komme ich mit der Nadel bis zum Anschlussdraht des Bauteils , gefällt mir nicht , wird entlötet und neu verlötet .

Ich möchte nicht das ich nachher wegen so einer Kleinigkeit einen Fehler suchen muss .
mit freundlichen Gruss

Uli



Wo alle dasselbe denken , wird nicht viel gedacht .

( Walter Lippmann ) 
Zitieren
#16
Servus,
Du tust gut daran, das alles neu zu löten, aber wie gesagt aufpassen bei den Kupferbahnen auf dem Pertinax, die heben sofort ab, wenn die zu heiss werden. Das alte Lötzinn ist versprödet, das war bei meinem URV das Gleiche. Bei mir sassen ja die Teile noch auf Lötleisten, frei verdrahtet, aber in den Lötaugen der Leisten konnte man die hin und her bewegen und drehen. Ich habe die meiste Zeit damit verbracht fast 100% der Lötungen zu erneuern, das alte ungarische Lötzinn war völlig hinüber!
Zitieren


Gehe zu: