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Kfz Ladegerät
#1
Hallo!
Ich konnte wieder mal nicht nein sagen.Ein Bekannter hat mich gefragt ob ich mir mal sein Ladegerät anschauen kann.Es hat zwar nur um die 17€ gekostet aber gucken kann man ja mal.Es hat die Batterie nicht mehr geladen sondern entladen.Mit dem Messgerät habe ich einen Kurzschluss am Ausgang festgestellt.Also erst mal aufgeschraubt.
   
Am Ausgang habe ich eine 12V Halogenlampe angeschlossen aber die hat nicht geleuchtet.Ich habe festgestellt das dieses im Ausgang verbaute Relais nicht anzieht.Dieses Relais wird durch einen Transistor geschaltet einem C1815.solch einen hatte ich natürlich nicht also S9014 eingebaut sofort hat die Lampe geleuchtet und am Ausgang konnte ich bei angeschlossener Lampe 16 V messen. Dann habe ich mir den C1815 bestellt da er bis 60V aushält den habe ich dann eingebaut und es war der gleiche Fehler vorhanden wie vorher.Da dieses Gerät auch zur erhaltungsladung dient weiß ich jetzt nich ob ich das so lassen kann auch wenn ich das nicht so richtig verstehe.Hat jemand schon einmal so etwas gehabt und kann mir diesbezüglich einen Tipp geben?Es sind ja beides NPN Typen.Hier nochmal ein Bild rechts sieht man das Relais und den Transistor.
   
Gruß Detlef2!
wenns geraucht hat und gestunken wars bestimmt ein Telefunken
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#2
Hallo, in solchem Fall ist es gut wenn man die Vorgeschichte kennt!
Hat das Teil einen Verpolschutz? Und wenn ja, wie ist der aufgebaut?
Hat der Bekannte das Ding mal irrtümlich falsch angeschlossen?
Ohne Verpolschutz reicht schon ein mal!
Dann den Stromkreis mit der Relaisspule untersuchen! Ist da eine Freilaufdiode drin?
Und wenn ja, funktioniert die noch?
Gruß Manfred
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#3
Hallo Manfred!
Ich habe den Besitzer noch einmal gefragt und er hat mir versichert das er dieses Gerät immer richtig angeschlossen hat und das es fast ständig an dem Auto angeschlossen ist da es das Auto seines Vaters ist und dieses kaum gefahren wird.
Einen Verpolungsschutz kann ich nicht erkennen müsste ja sicher eine Diode im Ausgang sein.
Der Stromkreis um die Spule ist eigentlich einfach aufgebaut da ist der besagte Transistor 2 Widerstände und ein Kondensator.
Was mir am meisten Kopfzerbrechen macht ist ja das es mit dem S9014 Spannung abgibt und mit dem Originalem C1815 keine Reaktion zeigt und das Relais gar nicht anzieht.
Gruß Detlef2
wenns geraucht hat und gestunken wars bestimmt ein Telefunken
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#4
Hallo,

das ist ein sogenannter "unlogischer" Fehler, d.h. der ist nicht mit den Unterschieden der Transistoren erklärbar. Abgesehen davon, daß Du wahrscheinlich den S9014 drin lassen könntest:

Hast Du beachtet, daß beide Transistoren unterschiedliche Anschlußbelegungen haben ? Der S9014 "EBC", der C1815 "ECB". Bei solchen Transistoren muß ich immer ins Datenblatt schauen...

...Ergänzung: Wobei ich grad ins Grübeln komm, wenn ich das Datenblatt ansehe:

https://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-...S9014.html

ich kenn nicht viele Transistoren mit der dort gezeigten Belegung, meist ist es "EBC", wenn man die Flache Seite nach unten hält und von hinten auf die Anschlüsse schaut, oder bei gleicher Ansicht "BCE"
Nach o.g. Datenblatt wäre es bei meiner "Ansicht" also "CBE" ... hmmmmm... oder seh ich das Bild falsch ?

(Ausnahme: rückwirkungsarme HF-Transistoren wie der BF198/199 haben "BEC" um die schädliche Kapazität zwischen Basis und Kollektor klein zu halten)

Gruß Ingo
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#5
(29.07.2020, 20:34)detlef 2 schrieb: ....Mit dem Messgerät habe ich einen Kurzschluss am Ausgang festgestellt.Also erst mal aufgeschraubt.
Hallo Detlef, hier passt etwas nicht!  Siehe Zitat.
Wenn das so ist wie Du schreibst, dann sollte es kräftig qualmen wenn das Ladegerät mit dem Fahrzeugakku verbunden wird.
Nun  konkret gefragt: Ist der  C1815 defekt? Emitter/Basis und  Kollektor/Basis ? Sperrwirkung und umgepolt Durchlass?
Dein Foto zeigt ein Schaltnetzteil und es ist nur logisch wenn der Akku erst im eingeschwungenen Zustand zugeschaltet wird. 
Relais  sind Induktivitäten. Die erzeugen beim Abschalten eine Induktionsspannung. 
Je schneller geschaltet wird  umso höher. Darum ist zu  der Spule  allgemein eine Diode gegenpolig parallel geschaltet um den  Transistor  zu  schützen.  Ist so eine Diode vorhanden? 
Gruß Manfred
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#6
Hallo,
ich habe  auch einige so ähnliche Teile- das Zuschalten der Ladefunktion geschieht ja erst bei Vorliegen bestimmter Bedingungen. Ob eine Halogenlampe dem Gerät eine intakte und ladebedürftige Batterie vorgaukeln kann?

Was hatte denn den Kurzschluß am Ausgang verursacht?

Man müßte also erst ermitteln, welche Meßschaltungen immer direkt am Ausgang hängen, und prüfen, ob diese in Ordnung sind.
Dann wäre hilfreich zu wissen, unter welchen Bedingungen der Ladestrom zugeschaltet wird.
Da wäre auch wichtig, welche Anzeige-LEDs jeweils leuchten (gibt ja 4 Stück).

Ob der ursprüngliche Transistor das Relais schaltet, könnte man prüfen, indem man den Transistor geeignet ansteuert.
Oder andersherum, prüfen ob die Ansteuerung des Transistors sich je nach Batteriezustand ändert.
So ließe sich die Funktion der Baugruppe Transistor + Relais grob testen.
Ansonst Schaltplan besorgen oder abzeichnen, dann läßt sich die Steuerlogik eventuell herausfinden.

Viele Grüße, Michael
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#7
...Manfred, Deinen Einwand kann ich bestätigen, das kam mir auch komisch vor !

...Michael, ich würde aber den Transistor auf diese Weise nur außerhalb der Schaltung prüfen, wäre nicht das erste mal, daß beim Prüfen...Zwangsöffnen in der Schaltung was schief geht und dann geht irgendein IC kaputt.

Ich bestätige aber, daß eine Halogenlampe NICHT die geeignete Ersatzlast für einen deratigen Akkulader ist ! Wie vermutet würde ich es auch so sehen, daß die Schaltung eine gewisse "Mindestquellenspannung" von dem angeschlossenen Akku erwartet, ganz abgesehen davon, daß eine Halogenlampe im kalten Zustand sowas ähnliches wie ein Kurzschluß ist, der erstmal durch einen gewissen Mindetstrom "überwunden" werden muß (Glühfaden heiß, nicht mehr so "kurzschlussig").... kann man sehen, wenn man eine solche Lampe an ein Netzteil mit STrombegrenzung hängt...

Womöglich ist also das Zuschalten auf den falsch gepolten S9014 zurückzuführen und der richtig eingelötete, neue C1815 lehnt mit Recht die Zuschaltung bei Halogenlampenanschluß ab...

...alles Vermutungen, ich bin nicht sicher !

Gruß Ingo
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#8
Hi Ingo,
ja, Zustimmung bei allem! (auch der Vorbehalt mit dem in-der-Schaltung-prüfen !)

Viele Grüße, Michael
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#9
Tatsache ist dass man solche Ladegeräte nicht mit einer Halogenlampe testen kann.
Gruß Richard

Liebe Freiheit Menschlichkeit "und wir werden viele sein."
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es
Es gibt nur eine Rasse die Menschen und was als Rassismus im Medialen Sprachgebrauch bezeichnet wird ist die schändliche Diskriminierung einzelner Menschen.








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#10
Servus,
Volle Zustimmung, die wollen eine Batterie als Last sehen! Dafür wurden sie gebaut.
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#11
Ich würde das Ladegerät entsorgen und nicht mehr benutzen.
Wenn du ein wirklich gutes Ladegerät benötigst kann ich dir das CETEK MXS 5.0 mit AGM Ladungsmöglichkeit empfehlen ca. 62 Euro.
Dieses Gerät ist wirklich gut.
Gruß Richard

Liebe Freiheit Menschlichkeit "und wir werden viele sein."
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es
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#12
Hallo!
Ihr habt alle Recht ich habe mir die Datenblätter sogar vorher ausgedruckt aber nicht auf die Polung geachtet Angry
Den alten Transistor habe ich schon entsorgt habe aber jetzt einen neuen C1815 eingebaut und werde es am Auto testen lassen wenn es nicht funktioniert geht es in die Tonne ist wirklich sinnlos solch ein Teil zu reparieren.
Manfred:eine Diode ist im Spulenstromkreis nicht vorhanden.Auch das mit der Halogenlampe ist eigentlich logisch und das sie geleuchtet hat mit dem falschen Transistor lag sicher daran das dadurch das Relais direkt mit Spannung versorgt wurde und die ganze Überwachung umgangen war.
Danke aber trotzdem für eure Bemühungen.
Gruß Detlef2!
wenns geraucht hat und gestunken wars bestimmt ein Telefunken
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#13
Hallo Detlef wenn man ansatzweise die Funktion dieser Ladegeräte verstanden hat fällt es einem wie Schuppen vor die Augen warum diese Ladegeräte keinen Verpolungsschutz benötigen und auch nicht mit einer Lampe als Verbraucher funktioniert.
Das Ladegerät soll ja an die Batterie angeschlossen werden und danach erst der Netzstecker gesteckt werden.
Das Ladegerät funktioniert erst mal als Voltmeter.
Sollte jetzt eine Verpolung festgestellt werden oder eine Batteriespannung unter 8 V wird das Ladegerät gesperrt.
Das dürfte zum allgemeinen Verständnis zur Funktion erst mal genügen.
Einfach aber logisch und simpel.
Gruß Richard

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#14
Hallo Richard!
Danke für deine Erklärung das ist eigentlich logisch und ich verstehe das jetzt gedacht hatte ich mir das auch schon in etwa.
Allerdings möchte ich da lieber kein Risiko eingehen weil dieses Gerät meist unbeaufsichtigt angeschlossen ist nicht das da mal die Garage samt Auto abbrennt.
Gruß Detlef2!
wenns geraucht hat und gestunken wars bestimmt ein Telefunken
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#15
Genau deswegen ein Neues vernünftiges Gerät ohne eigenes Haftungsrisiko.
Gruß Richard

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