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Saba-Meersburg Automatic 125-Stereo
#1
Hallo Radio-Bastler!

Zur Zeit versuche ich ein grundsätzlich funktionierendes Meersburg 125 Automatic alltagstauglich zu machen. Es sollen alle nötigen ERO 100 und WIMA Kondensatoren ersetzt werden. Wie gehe ich dabei sinnvoll vor? Durch welche Kondensatoren kann ich C107 und C108 ersetzen? 
.jpeg   Meersburg Netzteil_klein.jpeg (Größe: 103,14 KB / Downloads: 465)
Hat vielleicht jemand eine Liste mit passenden Ersatzbauteilen?

Viele Grüße
Christian
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#2
Zitat:Durch welche Kondensatoren kann ich C107 und C108 ersetzen?


Alles was auf "Funkentstörkondensator 4,7nF" hört und eine Y-Klassifikation hat (bedingt Spannungsfestigkeit mind. 250V~, besser 275V~, aber wichtig: NUR wenn die Y... (Y2)-Klassifikation mit Prüfzeichen auf dem Bauelement vorhanden ist, darf es an dieser Stelle verwendet werden ! Nur dann ist ein Durchschlag und damit Schluß Netzspannung auf das berührbare Chassis hinreichend unwahrscheinlich.

https://www.reichelt.de/index.html?ACTIO...tor%204,7n

Wichtig:   X (X1..X2) (auch im link zu finden) allein reicht nicht !! Es MUSS "Y..." draufstehen, manchmal steht beides drauf...

Ebenso wichtig ist, daß an dieser Stelle ein Y-Kondensator nur maximal 5nF (also 4,7nF) haben darf, nur bei Geräten mit Schutzleiter darf ein Y-Kondensator eine höhere Kapazität haben.

Gruß Ingo
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#3
Danke! Damit komme ich schon mal einen Schritt weiter! 
Was besagt die Symbolik (Strich gegenüber Strich mit zwei abgewinkelten Strichen) im Schaltbild von C107/C108 im Vergleich zu z.B. C105 (gepolter Kondensator)? Ist das ein altes Schaltbild für einen ungepolten Kondensator? Sind ERO 100 Kondensatoren gepolt oder ungepolt?
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#4
Hi,

ein Ero100 besteht vereinfacht aus Metallfolie, Papierisolator und Metallfolie übereinandergelegt. Diese drei Schichten werden dann aufgewickelt.
Eine der Metallfolien ist dann aussen sichtbar. Das ist der Aussenbelag. Dieser ist durch den schrägen Strich gekennzeichnet und sollte an das Chassis angeschlossen werden.

Gepolt ist der Ero100 trotzdem nicht. Funktionieren tut er auch, wenn man ihn andersrum anschliesst. Hier soll lediglich verbindet werden, dass die Netzzuleitung am äusseren Belag angeschlossen wird.

Gruß
Oliver


https://www.wima.de/de/produkte/funk-ent...p3y2_3ry2/
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#5
Hallo Christian,

es ist schön, wenn bei einem neuen Gerät auch ein neuer Thread eröffnet wird. Ich habe das jetzt gleich für Dich gemacht. Wenn Du Kondensatoren suchst, unser Mitglied Volker bietet hier schöne Ware an. Schau mal. https://atr-shop.de/kondensatoren/
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#6
(03.08.2020, 08:57)olli0371 schrieb: Hi,

ein Ero100 besteht vereinfacht aus Metallfolie, Papierisolator und Metallfolie übereinandergelegt. Diese drei Schichten werden dann aufgewickelt.
Eine der Metallfolien ist dann aussen sichtbar. Das ist der Aussenbelag. Dieser ist durch den schrägen Strich gekennzeichnet und sollte an das Chassis angeschlossen werden.

Gepolt ist der Ero100 trotzdem nicht. Funktionieren tut er auch, wenn man ihn andersrum anschliesst. Hier soll lediglich verbindet werden, dass die Netzzuleitung am äusseren Belag angeschlossen wird.

Gruß
Oliver


https://www.wima.de/de/produkte/funk-ent...p3y2_3ry2/
Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Dein YouTube Kanal hat einen neuen Abonnenten.
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#7
(03.08.2020, 10:27)Andreas_P schrieb: Hallo Christian,

es ist schön, wenn bei einem neuen Gerät auch ein neuer Thread eröffnet wird. Ich habe das jetzt gleich für Dich gemacht. Wenn Du Kondensatoren suchst, unser Mitglied Volker bietet hier schöne Ware an. Schau mal. https://atr-shop.de/kondensatoren/

Okay, super! Danke für den Link!
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#8
Hallo, Christian,

ohne die Diskussion über diese netzseitigen Kondensatoren aufleben zu lassen, würde ich vorschlagen, Diese mal rauszunehmen und wenn dann Alles funktioniert auch draussen zu lassen. Einfach mal probieren ...

VG Micha
... bei AM-Empfang ist die KW das Salz in der Suppe
... vernünftige Allstromgeräte haben eine Grätzbrücke im NT



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#9
(04.08.2020, 09:04)hardware.bas schrieb: Hallo, Christian,

ohne die Diskussion über diese netzseitigen Kondensatoren aufleben zu lassen, würde ich vorschlagen, Diese mal rauszunehmen und wenn dann Alles funktioniert auch draussen zu lassen. Einfach mal probieren ...

VG Micha

Hallo Micha! 

Danke für den Hinweis. Auf diese Möglichkeit bin ich schon mal in den Weiten des Internets gestoßen. Die Sache ist, dass das Radio grundsätzlich funktioniert. Das Radio stammt aus Familienbesitz und war vermutlich seit Ende der 60er nicht mehr in Betrieb. 
Ohne mir ernsthaft Gedanken zu machen habe ich es das letzte halbe Jahr täglich benutzt, lediglich grundgereinigt und Kontaktspray benutzt wo offenkundig nötig. Zuletzt begann der Ton leicht zu verzerren, besonders deutlich im Bass. Auf die Gefahr und Problematik der altersschwachen Kondensatoren bin ich erst in Foren und Berichten wie hier gestoßen. 
Nun möchte ich mich dem Austausch der Kondensatoren widmen. Handwerklich ist das kein Problem. Die sinnvolle Vorgehensweise, systematische Fehlersuche, Beschaffung passender Austauschkomponenten schon eher. Mir geht es darum, dass das Radio irgendwann wieder einwandfrei funktioniert und ich dabei etwas lerne. 
Das hat bis jetzt schon gut geklappt aber ich werde noch einige Themen abklappern müssen. Dabei brauche ich in jedem Fall die Hilfe dieses Forums. 

Viele Grüße
Christian
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#10
Hi,

das Radio scheint ja grundsätzlich einigermaßen zu funktionieren. Bei irgendwelchen Mängeln muss man Fehlersuche betreiben und die eventuell fehlerhaften Bauelemente orten und eigentlich nur dann ersetzen.

Die hier oft empfohlene Meinung, alle Cs zu ersetzen ist unqualifizierte "Kuckimethode", anderseits werden alte Elkos "wieder gefüllt, damits authentisch ist".
Ein Widerspruch, welcher jedoch hier nicht diskussionswürdig ist.

Natürlich würde auch ich offensichtlich "zerschlissene" Cs gegen neue moderne tauschen. Im HF-Teil befindliche alte "Rohrkondensatoren" haben jedoch auf Grund ihrer Konstruktion kaum Vergang, sollten daher bleiben, es sei denn, eine professionelle Fehlerortung beschert deren Abschuss. Bei Elkos, und das sind bei Uraltgeräten ausnahmslos "Teerkocher" sollten moderne Typen generell eingesetzt werden.

Erwähnt sollte vielleicht noch, dass die damaligen Entwicklungsingeneure im Rahmen der Technik des frühen 20 JH ganze und zukunftsweisende Arbeit geleistet haben, jedoch sind sie keine Götter ... sowas gibts nicht ... in 100 Jahren redet man über unsere jetzigen Innovationsträger genauso, egal, was ich damit ... etwas offtopic ... sagen will, beschreib mal die noch vorhandenen Fehler ganz konkret, damit hier geholfen werden kann ... es gibt hier im Forum tatsächlich noch echte Elektronikfreaks, welche den Spagat zwischen archaischer Anfangstechnik und Moderne schaffen könnten.

VG Micha
... bei AM-Empfang ist die KW das Salz in der Suppe
... vernünftige Allstromgeräte haben eine Grätzbrücke im NT



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