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Instandsetzung Körting Supra-Selector 39W
#21
Weiter geht es mit dem Zerlegen. Nächster Schritt um den Wellenschalter mit der Nockenwelle auszubauen ist erst mal den Drehkondensator ausbauen, da die sehr schwergängige Nockenwelle nur herausgeht, wenn die ganze aufgeschraubte Einheit abgenommen wird. Wahrscheinlich hats mal jemand gut gemeint und die Nockenwelle großzügig (ein)geschmiert.

.jpg   WS1.jpg (Größe: 97,71 KB / Downloads: 663)
Jetzt kann man auch den Super Geradeaus Umschalter, Kontakte 18 und 19 sehen, der Schalter wird über einen Seilzug vom Universalschalter aus betätigt. Auch dessen Kontaktflächen sehen sehr oxydiert aus.
Das Chassis sieht jetzt schon ganz schön abgeräumt aus. Noch ein- zwei Bastelstunden und dann kann ich die Platte abnehmen.
   
Es stellt sich heraus, dass die Oberfläche zum Glück kaum gerostet ist. Nur sehr stark verschmutzt.
Immerhin ist der Drehko einigermaßen leichtgängig.
   
Ohne Abschirmung sieht der so aus.
Beste Grüße

Aller
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#22
Hallo zusammen, ich hoffe dass ihr ein schönes Weihnachtsfest hattet. Der Weihnachtsmann hat mir doch tatsächlich für meinen Körting eine schöne EF13 und eine ECH11 gebracht. Das hat mich sehr gefreut.

Mittlerweile habe ich natürlich am Körting weitergemacht. Da ich im Schaltplan gesehen habe, dass in die Bandfilter auch Trimmkondensatoren eingebaut wurden, wollte ich mir die natürlich ansehen. Da auch schon die Trimmer in den HF Teilen stark oxydiert sind, nahm ich an, dass die Trimmer in den Bandfiltern ebenso oxydiert sein werden. Um aber an die Schrauben und die Schränklaschen der BF zu kommen muss alles ausgebaut werden. Wirklich alles. Aber das müsste ich ohnehin machen, dann an die Cs um die Fassung der EBF11 heranzukommen muss ebenso fast alles ausgebaut werden. Da kommet es dann auch nicht mehr darauf an.
Hier nun Bilder vom regelbaren BF. Gut zu sehen sind die Trimmer die auch die Kreiskapazitäten darstellen, leider oxydiert und fest, wie alle anderen in dem Radio. Auch habe ich Bilder gemacht, wie durch Verdrehen der Spule die Kopplung geändert werden kann.

   

   

   

Hier der mechanische Anschlag, der die Stellung schmal der Spule positioniert. Auch der ist natürlich einstellbar.
   

Jetzt sieht das Chassis dann so aus. Bis auf die Röhrenfassungen und die Anschlussleisten für Lautsprecher und Tonabnehmer ist alles ausgebaut. Jetzt mache ich erst mal alles richtig sauber und mache auch den Rost weg. Dann schaue ich wie das alles aussieht.

   

   

Hier das Chassis mit dem aufgesetzten Hilfschassis. Die Verbindungsschrauben sind als Passschrauben ausgeführt. Schon um das Wackeln der beiden Chassis aufeinander zu verhindern musste diese Teile auch getrennt werden. Denn alle Gummis die dazwischen liegen sind völlig hart und zusammengedrückt.

   

Immerhin sind nun auch wirklich alle Cs draußen und ich kann eine Liste machen, was nun zu bestellen ist. Was ich mich in dem Zusammenhang frage, ob es eine zuverlässige Möglichkeit gibt, die Bandfilter im ausgebauten Zustand zu prüfen und auch einzustellen. Denn wenn sich nach dem Zusammenbau herausstellt, dass da was nicht stimmt, dann wird der Aufwand zum erneuten Ausbau gigantisch.

Was meint ihr, gibt es eine zuverlässige Testmethode für die ausgebauten Bandfilter?
Beste Grüße

Aller
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#23
Hallo Aller,

das testen der Schwingkreise sollte eigentlich mit dem Exciter, welchen Harald (Radioljub) hier mal vorgestellt hat, gehen.

Ich habe das ganze allerdings selbst mangels Notwendigkeit noch nicht gemacht.


Viele Grüße

Martin
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#24
Ich hoffe dass ihr alle gut ins neue Jahr gekommen seid.

Zeit zum Basteln hatte ich auch noch etwas. Im Moment reinige ich alles. Alle Teile sind wie mit einer Rußschicht überzogen.  Daher heißt es putzen putzen putzen.

Das Hilfschassis hatte jede Menge Rostpickel. Mit Stahlwolle behandelt hatte sich dann immer mehr der Farbe abgelöst. Das muss also neu lackiert werden. Beim Hauptchassis siehts nur auf den erste Blick besser aus. Die Farbe wurde damals ohne Grundierung aufgetragen und wird bei der geringsten mechanischen Beanspruchung abgelöst. Mit einer Ziehklinge war das Chassis nach wenigen Minuten entlackt. Also muss ich auch das Hauptchassis lackieren. Die Fassungen kommen dann auch noch heraus.
   
Die Kreiskondensatoren der beiden BF haben eine Kapazität von ca 150pF. Das sieht schonmal gut aus. Interessant ist, dass die beiden BF nur über die Cs abgeglichen werden.
Beim 2. BF kann die Kopplung nicht verändert werden. Die Spulenkörper dieses Filters bestehen aus einer Art gesintertem Material. Befestigt sind die Spulen auf den Pertinaxplatten mit Pertinaxschrauben. Auch hier ist die "Rußschicht" sichtbar.

.jpg   ZT2_1.jpg (Größe: 63,82 KB / Downloads: 546)
Im Moment möchte ich mir noch so ein Exciter basteln, damit ich auf die Resonanzfrequenz schließen kann. Der empfohlene Thread ist ja sehr interessant.
In den Eingangskreisen sind übrigens auch vielen der keramischen Trimmer verbaut. Einige sind schon offensichtlich defekt, weil gesprungen und "nachgelötet". Auch sind dort die keramischen Heschos verbaut. Auch diese sind zum Teil gesprungen und müssen daher ersetzt werden. Da gibts noch viel zu tun.
Beste Grüße

Aller
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#25
Mittlerweile bin ich am Saubermachen der vielen Teile. Die Nockenwelle war besonders hartnäckig verschmutzt. Da war ein ganz zähes Fett dran. Genauso wie in der Untersetzung des Skalenantriebs.
Das Chassis ist nun neben den vielen anderen Chassisteilen sandgestrahlt und ich überlege, ob ich das Chassis nicht lackiere, sondern vernickeln soll. Das hätte den Vorteil, dass Korossion gänzlich ausgeschlossen werden kann. Auch die elektrischen Eigenschaften wären sicher verbessert. Viele kommerzielle Geräte sind ja vernickelt. Was denkt Ihr über so eine Beschichtung. Natürlich möchte ich keinen Hochglanz, sondern so mattiert, wie das Sandgestrahlte, das würde mir gefallen.


   

   

Da aber auch die elektrische Instandsetzung ansteht bin ich mir bei einigen anstehenden Arbeiten unschlüssig und möchte Euch um Rat fragen. Den keramischen Trimmen in den Vor-, Zwischen- und Oszillatorkreisen sowie den Bandfiltern traue ich nicht über den Weg. Einige sind gerissen und auch eine keramische Festkapazität ist gesprungen.

   

Ich würde diese Kreiskapazitäten gerne ersetzen. Aber wie? Oder besser durch was. Welche Kondensatoren eigenen sich hier am besten. Und gibt es auch hochwertige Trimmer? Und wenn ja, wo?
Der Abgleich der BF kann nur kapazitiv vorgenommen werden, daher müssen die Kreiskapazitäten zu den Spulen passen. Mit einem provisorischen Exciter, bei dem ich mir noch nicht so klar darüber bin, ob der korrekt arbeitet, habe ich eine deutliche Verschiebung der ZF festgestellt. Diese liegt bei 413kHz. Ein Vergleichsfilter wird "korrekt gemessen". Der 1 BF liegt noch unter 400kHz. Es besteht also Handlungsbedarf.
Beste Grüße

Aller
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#26
Man, man, man, so eine Grundreparatur! Bin gespannt wie es weiter geht und drücke dir die Daumen
Gruß!
Ivan
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#27
Hallo Aller,

für die Kreiskapazitäten fallen mir in erster Linie Glimmer- oder Styroflexkondensatoren ein, ggf. auch Keramik.

Für die Trimmer mal bei Oppermann oder Jan Wüsten nachsehen.


Viele Grüße

Martin
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#28
(13.01.2021, 22:28)Aller schrieb: Das Chassis ist nun neben den vielen anderen Chassisteilen sandgestrahlt und ich überlege, ob ich das Chassis nicht lackiere, sondern vernickeln soll.

Hallo Aller,
ganz toll, aber ich würde mich soweit wie möglich am Original halten. Mit normalem Autolack sieht dein Chassis auch so aus wie jetzt sandgestrahlt (soweit ich das jetzt hier auf meinem nicht farbkalibriertem Monitor beurteilen kann). Nur darauf achten das der Silberton nicht blaustichig ist. Danach aber keinen Klarlack drüberlegen. Die ersten Chassis die ich so lackierte rosten nun nach über 10 Jahren nicht. Das passiert nur wenn die Geräte in feuchten alten ungeheizten Kellern oder unisolierten Dachböden oder Garagen rumstehen. Das gibt es aber immer weniger, weil doch jeder jetzt seine Immobilie saniert :-)

(13.01.2021, 22:28)Aller schrieb: Da aber auch die elektrische Instandsetzung ansteht bin ich mir bei einigen anstehenden Arbeiten unschlüssig und möchte Euch um Rat fragen. Den keramischen Trimmen in den Vor-, Zwischen- und Oszillatorkreisen sowie den Bandfiltern traue ich nicht über den Weg. Einige sind gerissen und auch eine keramische Festkapazität ist gesprungen.
Ich würde diese Kreiskapazitäten gerne ersetzen. Aber wie? Oder besser durch was. Welche Kondensatoren eigenen sich hier am besten. Und gibt es auch hochwertige Trimmer? Und wenn ja, wo?
Der Abgleich der BF kann nur kapazitiv vorgenommen werden, daher müssen die Kreiskapazitäten zu den Spulen passen. Mit einem provisorischen Exciter, bei dem ich mir noch nicht so klar darüber bin, ob der korrekt arbeitet, habe ich eine deutliche Verschiebung der ZF festgestellt. Diese liegt bei 413kHz. Ein Vergleichsfilter wird "korrekt gemessen". Der 1 BF liegt noch unter 400kHz. Es besteht also Handlungsbedarf.

Ja da kannst eine entsprechend ähnliche keramische Kapazität verwenden wie Keramikrohrkondensatorn aus NOS Bestand. Oder Glimmerkondensatoren. Wird öfters von verschiedenen Händlern aus BW Lagerbeständen angeboten. da musst die über die Zeit kleinere Vorräte anlegen.

Viel Erfolg weiter bei diesem spanneneden Neuaufbau!

Gruss
Debo
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#29
Hallo zusammen,

zum Bestimmen der neuen Kreiskapazität fällt mir spontan ein Setup mit
HF-Generator, Frequenzzähler und Oszilloskop ein, Testkapazität mit einem
Drehkondensator und ggf. Parallel- C realisieren.
Bei Erreichen der richtigen Resonanzfrequenz das eingestellte Kondensator-
paket ausmessen und durch Festkapazität und Trimmer ersetzen.

Gruß,
RE 084
RE 084 heisst Hans und kommt aus 41844 Wegberg
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#30
"Ich würde diese Kreiskapazitäten gerne ersetzen. Aber wie? Oder besser durch was. Welche Kondensatoren eigenen sich hier am besten."

Eine Möglichkeit besteht darin, Glimmer-Kondensatoren durch keramische Kondensatoren zu ersetzen, wie z.B. im Bandfilter vom Saba 446W.

Alternative zu keramischen Kondensatoren sind amerikanische Glimmerkondensatoren.

Zu Glimmerkondensatoren in Bandfiltern siehe auch den Restaurationsbericht zum Siemens 83W.

"Und gibt es auch hochwertige Trimmer? Und wenn ja, wo?"

Eine Information zu Hescho Trimmern.

Hochwertige gefräste Trimmer gibt es von Tronser. In dem Bild ganz rechts zu sehen.

"Mit einem provisorischen Exciter, bei dem ich mir noch nicht so klar darüber bin, ob der korrekt arbeitet,"

Zum Exciter findet man etwas bei Aufbau und Resonanzverhalten früher ZF-Filter.

Mehr zu "Dipper" ist unter Dipper ade? zu finden.

Weiterhin viel Erfolg bei der Restauration!

Gruß, Dietmar
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#31
Hallo Aller,

ich hätte da noch ein paar liegen.
Wenn du die Werte weißt, schaue ich ob was dabei ist.

Grüße Andreas

   
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#32
Ich könnte auch noch schauen, habe da auch ein Kistchen Trimmer stehen.
Beste Grüsse

Thorsten


"Das Leben ist nichts weiter als das Proben für eine Vorstellung, die niemals stattfindet."

(Die fabelhafte Welt der Amelie)
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#33
Vielen Dank für eure Beiträge, es freut mich sehr, dass ihr mir eure Hilfe anbietet. Auch dass es noch solche Vorräte gibt, das ist schon was Besonderes. Hätte ich nicht gedacht.

Die verlinkten Seite auf die Infos zu den HESCHO Trimmern kannte ich bisher noch nicht. Aber das hilft schon auch die Kreiskapazitäten zu bestimmen. Auch die Site von Tronser ist informativ. Ich denke, dass diese Trimmer einen adäquaten Ersatz sind.
Ich habe mal die Nummern auf den Trimmern notiert:

HT1
2496 386 Einfach
2515 383 Doppel


HT2
2502 383 E
2783 384 D

HT3
2496 386 E
2502 385 E

OT
2516 384 D 60pF
2525 383 D
2690 XXX D

BF1
2x 2504 383 80pF

BF2
2 x 2503 384 110pF

Dannn habe ich heute noch den fehlenden Schaltkontakt des Universalschalters ersetzt. Frank hat den mir netterweise Kontakte gesendet vielen Dank nochmals dafür. Damit der gepasst hat musste ich erst mal mit einer Schere die Breite und Länge beschneiden, entgraten und dann biegen und einlöten. Der sollte jetzt wieder funktionieren.

Alle 5 Kontakte auber in Reihe:
   

Auch von oben ok.
   

Datumsstempel
   
Beste Grüße

Aller
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#34
Ich werde Ende der Woche nachsehen, wenn ich wieder zuhause bin.
Gruß Andreas
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#35
Star 
Hallo,

habe jetzt die Kondensatoren mal durchgeschaut. Von den Nummern, die du geschrieben hast, passen 2 Stück mit den vorderen Ziffern überein. (z.B. 2503)
Besser wäre es wenn du mir sagen könntest, welche Bauform es sein soll und die ungefähren pF, dann messe ich die mal aus.
Die kleinen gehen meist so bis 30 pF, die ganz großen auch bis 150 pF.
Hier noch mal ein Bild der Typen die ich habe.

Gruß Andreas
   
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#36
Hallo Andreas und Mitleser,

vielen Dank dass Du die Cs herausgesucht hast. Leider habe ich Deine Antwort erst heute erst bemerkt und gelesen.
Also die großen Trimmer sehen sehr passend aus und mit den 150pF liegen wir in dem Bereich wo wir in die korrekte ZF kommen. Mit dem Exciter habe ich mal Festkapazitäten zu den Spulen in den Bandfiltern ausprobiert und kam bei etwa 470 kHz raus. Schreib mir einfach was Du dafür möchtest, oder ob ich Dir sonst irgendwie helfen kann.

An dem Gerät mache ich gerade viele Kleinigkeiten sauber. Fast alle mechanischen Teile sind schon fertig gereinigt, und die Schublade füllt sich langsam. Einige Teile sind noch in der Galvanik.

Aber auch auf der elektrischen Seite geht weiter diese Lötleiste aus Post #20 ist nun wieder einbaufertig vorbereitet. Sehr hiilfreich ist, dass ein Schaltplan und auch ein Bild vorhanden ist, auf dem die Bauteile durchnummeriert sind. So kann ich alle Bauteile aus der Ersatzteilliste kontrollieren und abstreichen. So vergesse ich keine Bauteile zu prüfen. Überflüssig zu erwähnen dass die JR Cs wirklich alle sehr defekt sind. Die Widerstände sind teilweise im kOhm Bereich. Mein C Messgerät meldet Fehler. Kein Wunder dass da was abgeraucht ist. Da ihr aber sicher alle wisst wie man Radios repariert hier nur ein Zwischenergebnis.


   

   

Andreas, meldest Du Dich per PN?
Beste Grüße

Aller
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#37
Hier noch ein Prospektauszug...
   
Doppelklick aufs Bild, dann wird´s größer
Nette Grüße - Alfons
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#38
Hallo Alfons, Andreas und Mitleser,

vielen Dank für das schöne Prospekt. Über so ein Dokument freue ich mich immer besonders, vor allem weil ich das noch nicht kenne. Ach was da immer für Schätze auftauchen, das ist schon genial.

So jetzt noch zu den Trimmern.
Das ist jetzt nicht so ganz einfach, weil es einfache und doppelte Trimmer gibt. Zuerst würde ich gerne die Trimmer der Bandfilter ersetzen weil die definitiv defekt sind.

ZT1
2 Stück einzelne Trimmer 2504 383. Laut der von Dietmar verlinkten Liste hat der Trimmer C 20-100pF Durchmesser D=25,5mm Länge l=32mm

ZT2
2 Stück einzelne Trimmer 2503 384 110p laut Liste 15-60pF D=19,5mm l=25,5mm


Das wären dann erst mal die 4 Stück, die Du ausmessen könntest.

In den Eingangs- und Zwischenkreisen ist folgendes verbaut

HT1
2496 386 Einfach 4-20pF
2515 383 Doppel 4-21pF

wären also 3 Trimmer

HT2
2502 383 E 15-45pF
2783 384 D nicht in der Liste müsste aber im Bereich 60pF liegen

wären 3 Trimmer

HT3
2496 386 E 4-20pF
2502 385 E 15-45pF

wären 2 Trimmer

OT
2516 384 D 4-21 pF 16mm
2525 383 D unbekannt D 16mm
2690 XXX D 20-100pF D 25mm

wären dann noch 6 Trimmer in Summe dann 18 Trimmer.
Da kommt doch ganz schön was zusammen. Vielen Dank schon jetzt fürs nachsehen. Den Rest machen wir dann über PN, oder?

Anbei noch ein Bild der Trimmer:
   
Beste Grüße

Aller
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#39
Hallo zusammen,

die Trimmer von Lichti (Andreas) sind heute angekommen. An der Stelle vielen Dank für dir Hilfsbereitschaft an Dich. Mich freut es sehr, dass ich so viel Unterstützung aus dem Forum erhalte.

Unterdessen habe ich den tollen Beitrag von Harald hier gelesen. Und ich habe gesehen wie Harald die keramischen Trimmer wieder hergestellt hat. Das möchte ich an der Stelle hier auch erst mal versuchen, bevor ich die Trimmer austausche.
Denn aus dem Beitrag geht auch hervor, dass die richtige Beschaffenheit der Cs von großer Bedeutung ist. Nicht umsonst gibt es so viele Varianten.

Daher möchte ich also erst mal den Bestand, wo es geht, bewahren. Leider wird das mit den offensichtlich zerstörten Trimmern nicht gehen. Die muss ich ersetzen. 

Ich werde euch auf dem Laufenden halten.
Beste Grüße

Aller
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#40
Endlich komme ich mal wieder zum Schreiben nachdem zum Basteln ohnehin nur sporadisch Zeit ist.

So möchte ich Euch an den Fortschritten teilhaben lassen.
 
Immerhin konnte ich nachdem ich jetzt schon alle Cs erneuert habe auch mit mechanischen Arbeiten beginnen. Ich habe zuerst mit dem aufgesetzten Chassisteil begonnen, weil das den kompletten Skalenantrieb trägt und ich anfangs noch keine Idee hatte, wie die Seilführung ausgeführt werden muss. Und die Seilführung nachzuvollziehen, wenn das Chassis komplett aufgebaut und schwer und dadurch unhandlich ist, das wollte ich dann auch nicht. Vorbereitend habe ich zuerst den Grob-Feintrieb zusammengebaut und installiert.
   

Danach habe ich auch gleich die Nockenwelle und den Umschalter eingebaut. Das Axialspiel wurde mit Distanzscheiben eingestellt. Fast wie an einem Automotor, obwohl eine Nockenwelle mit 31 Nocken hatte ich bisher noch nicht. Alles sauber und winklig ausrichten, damit es leichgägnig ist und auch die Nocken richtig schalten. Das Axialspiel ist hier wirklich klein zu halten, damit später die Schaltkontakte der aufzusetzenden Wellenbereichsschalter nicht seitlich abrutschen, oder die Nocken nicht unter den Kontaktfedern weglaufen können.
Eigentlich ist es auch ganz einfach die Position der Nockenwelle richtig einzustellen, denn die Schaltfolge der Nocken lässt sich mit dem Schaltplan ganz einfach in Übereinstimmung bringen, wenn man "hinter" dem Chassis sitzt und die Nocken oben stehen, dann kann man das jedem Wellenbereich korrekt zuordnen und auch den Rastmechanismus korrekt einstellen.
   

   

Das Chassis mit Drehko

   

Die ganzen Räder des Skalentriebes sind nun dran, auch der Drehko ist drauf und die Umlenkrollen. Ganz unten ist der Grob- Feintrieb wieder an der Stelle.
Die Positionen der Rollen sind so, dass der erste Teil der Seilführung, die nur den Drehkondensator betätigt gar nicht so schwer zu ermitteln war. Es sind 2 Seilzüge nötig. Beim Betätigen des Drehkos wird eine Seite ab- und die andere aufgewickelt. Die Seilspannung wird über eine Feder im Rad des Drehkondensators hergestellt. Dazu ist aber der Wickelsinn gegläufig über eine zusätzliche Umlenkrolle realisiert. Dann muss das vordere Seil noch über den Antrieb geführt werden, damit das ganze funktioniert. Ungewohnt ist dass die Seilenden über die auseinandergesetzten Rollen miteinander verbunden sind. Dazu sind in die Räder Stifte eingelassen, um die Seilenden an dem Rad zu fixieren.

   

   
.jpg   Seil_2.jpg (Größe: 61,43 KB / Downloads: 135)

Zwei weitere Seile sind nötig, damit der Skalenzeiger in die richtige Richtung bewegt wird. Ich habe keine Textilseile, sondern Stahlseile verwendet, weil die Seile nicht im "Umlauf" sind, sondern auf- und  abgewickelt werden und ich bedenken hatte, dass für ein dickeres Textilseil einfach zu wenig Platz vorhanden ist. Zudem sind alle Rollen ohne Rand so dass die Gefahr besteht, dass das Seil über die Kante abrutscht. Im Internet habe ich ein dünnes hochflexibles Seil gefunden, welches sich ideal für diesen Zweck eignet. Aber wie alle Stahlseile hat es keine Haftung und beim Montieren braucht man wirklich viel Geduld. Aber zum Glück ist es so dass die hintere untere Rolle beliebig auf der Welle fixiert werden kann. DAs macht die Seilführung einfacher, weil die Länge der Seile nicht kritisch ist. Die Seilspannung kann durch das Verdrehen der Rolle auf der Welle ganz ideal und einfach eingestellt werden. 

   

Gerade habe ich gesehen, dass ich vom kompletten Antrieb noch kein Bild gemacht habe. Das werde ich dann noch nachreichen. Tatsache ist, dass der Antrieb schon sehr durchdacht ist, und dennoch einfach aufgebaut ist. Und doch läuft dieser sehr präzise.  Auch die Glleitstange welche den Reiter für den Skalenzeiger trägt arbeitet annähernd  spielfrei, weil Buchsengelagert, und daher auch geräuschlos. Durch die Lagerschilde, die überall eingebaut sind lassen sich die Lagerfluchten auch optimal einstellen. Da läuft keine Welle direkt im Chassis. Das ist schon ein Unterschied zu vielen anderen Geräten, was den mechanischen Aufbau und Aufwand anbelangt.


In Arbeit ist momentan auch die Baueinheit Universalschalter. Dazu werden bald auch einige Bilder eingestellt werden.
Beste Grüße

Aller
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