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Tektronix 7633 Oszilloskop
#1
7633 kein Beam am Hv-Testpunkt nur -722 Volt
Diesen Bericht habe ich schon letztes Jahr in einem andern Forum geschrieben.
Da mein 7613 den Geist aufgegeben hatte habe ich mir einen supergünstigen 7633 mit 7B53A und zwei 7A18 plus zwei Tastköpfe P6121 als defekt gekauft. Nach dem Motto notfalls aus zwei mach eins. An dieser Stelle nochmal meinen Dank an Anton der mir beim beschaffen des Geräts sehr geholfen hat. Der 7613 lief aber dann schon wieder bevor ich den 7633 bekam. Ein( gemeiner) Fehler in der Stromversorgung.
Bei Interesse kann ich ja mal einen Rep-Bericht einstellen.
Nun zum 7633. Service Manual ist vorhanden
Nach einer gründlichen Sichtprüfung habe ich keinen mechanischen Fehler festgestellt.
Nach dem einschalten. Lüfter läuft Skalenbeleuchtung Ok aber kein Beam zu finden auch kein Readout. Prüfung der Stromversorgung alle Spannungen sind in der Toleranz auch die Rippel.
Prüfung der Ausgänge: +Sawtooth OK Sägezahnspannung ist da. Vert. Signal liegt an also Ok.
Horizontal und Vertikal Signale liegen auch an den Ableckplatten.
Messung am HV TP ergab dann beim einschalten, dass die Spannung kurz auf ca. -1500 Volt hochgeht
und dann auf -740V zusammenbricht und dann mit dem Aufheizen auf -720V zurück geht also ungefähr halbe Sollspannung von -1475V. Das selbe Spiel bei den 600V von 630V auf 310V am P1949.
Da man ohne große mechanische Arbeiten nicht an die Heizspannung kommt habe ich den Bildröhrensockel abgezogen um die Heizspannung direkt am Sockel zu messen.
Das Ergebnis ist 7,4V unbelastet was Ok sein müsste. Im Unbelasteten Zustand stellen sich auch sofort die -1470V und die 610V ein.
Also ich vermute eine zu hohe sekundäre Belastung nur wie die Strombegrenzung genau funktioniert hat sich mir noch nicht erschlossen. Wird aber noch kommen. Halbe Spannung bedeutet Innenwiderstand gleich Außenwiderstand. Die Idee die Heizung zu belasten ist gut das wird meine nächste Aktion sein dann kommt schon mehr Klarheit auf. Ich hoffe nur nicht, dass bei Betrieb in der Röhre ein Heizungs – Kathodenschluss vorliegt. Das kann ich aber mit meinem Grundig Röhrenmessgerät messen.
Ich bin kein Freund von wildem zerlegen sondern ich gehe gerne nach Schaltung systematisch und logisch vor. Das spart viel Zeit und das groß Reinemachen die Feinheiten kann dann wenn das Gerät funktioniert erfolgen.
Verwendete Messgeräte:
DMM Beckman BP 3020 mit Eingangsimpedanz 20 MΩ und HV Tastkopf 1000:1
Peak Tech LCR 2165 USB
Nach abziehen des Bildröhrensockels habe ich mal mit dem LCR Messgerät den Widerstand zwischen Heizung und Kathode gemessen und mir wurde ein schwankender Wiederstand so um die 400KΩ angezeigt (ach du Schreck doch ein Feinschluss schon im kalten Zustand)aber wie so oft wer misst misst Mist. Das Peak Tech LCR 2165 misst den Widerstand mit einer Sinusspannung von 1KHz oder 120Hz und 1,24Vss. **** sei Dank kein Fenischluss ich habe den Kapazitiven widerstand gemessen. Also weiter die Heizspannung mit 12 Ω belastet und die HV ist auf 720 V zusammengebrochen. Ab 45 Ω hat sich die HV auf -1470 V Stabilisiert. Nun es gibt da noch die 600V zur Speicherplatine.
Nach abziehen des Steckers P1949 auf dem Storage Board die Heizspannung mit 12 Ω belastet stellt sich sofort eine stabile HV von -1470 Volt und 6,7 Volt Heizspannung ein. Also Röhrensockel wieder Anbringen ( P1949 abgezogen) und einschalten. Großes AHA der Beam erscheint inklusive Readout.
Gerät funktioniert soweit jetzt kommt die Frage was hat es mit den 600V auf sich und dem zurückkommenden Gain. Nun habe ich von Pin 3 P1949 gegen Masse 640V gemessen.
Beim Messen zwischen 600V und Gain mit 20MΩ Impedanz geht die HV sofort auf -720V zurück.
Ich habe mir dann mal das Storage Board vorgenommen und als erstes den Siebkondensator C1945 der gleich am Eingang der 600V liegt auf der heißen Seite abgelötet und das Gerät mit eingeschleiftem Amperemeter in den 600V eingeschaltet. Nach Einsicht der Schaltung schätzte ich die Stromaufnahme auf Maximal 5 mA. Der Strom stieg kurz auf ca. 2,5 mA an und ging dann auf 0,98 mA zurück . Keine Funktion. Auch die Unterbrechung der 600V am Messgerät hatte keine Wirkung.
Nun habe ich das Gerät ausgeschaltet und nach ca. 10sec. mit unterbrochenen 600V wider eingeschaltet und das Gerät lief an. Nach ca. 1 Min habe ich die 600V über das Amperemeter bei laufenden Gerät wider angelegt. Der Beam zuckte kurz aber das Gerät läuft weiter mit einer Stromaufnahme von 2,7 mA. Fazit der Fehler kann eigentlich nicht auf der Speicherplatine liegen .
2,7 mA sind OK. Diese Prozedur funktioniert aber nur mit ausgebauten C1945 da die Einschaltstromspitze des Kondensators das Netzteil dauerhaft abschaltet. Der Kondensator ist geprüft und in OK. Durch neuen ersetzt.
Nun muss ich wohl doch das HV Board ausbauen den c1219, R1219 und die Diode CR1213 prüfen.
Ich habe nun das HV-Board ausgebaut und die Verdächtigen geprüft alles OK siehe Bild. Frust !!

       


Die 600V Transformatorwicklung hat 29Ω und muss in Ordnung sein sonst würden ja nicht 630V erzeugt werden. Ich baue wahrscheinlich mal den Transformator aus und messe alle Wicklungen auch die Induktivität wenn ich das Teil schon mal zerlegt habe. Das ist vielleicht mal für andere interessant. Wissen ist Macht. Es kann natürlich sein, dass einer der Transistoren einen Beta Verlust hat habe aber bis jetzt noch keine Daten und leider auch keinen Curve Tracer (noch nicht suche einen 7CT1N) und ohne Daten kann geht’s auch so nicht. Noch was wenn das Teil läuft und man drückt auf Speicher bricht die Spannung dauerhaft zusammen. Mir fehlen die genaue Transistordaten habe gelesen mit dem 2N3055 soll das nicht so einfach gehen.
Hallo ich habe mit ziemlicher Sicherheit den Fehler gefunden der Kondensator C 1198 hatte nur noch 2,7µf das erklärt auch das Verhalten bei Belastung Sollwert 47µf 25 V habe einen neuen Kondensator
47µs 63 V eingebaut da die 25V viel zu knapp ausgelegt ist den die ungeregelte 15V sind tatsächlich bei 235V Netzspannung zwischen 24V-26V. Überprüfe noch den Rest und werde das Teil dann wieder zusammenbauen.
So Gerät ist wider zusammengebaut und läuft.
Alle Versorgungsspannungen sind geprüft und sind super genau. Die HV am Testpunkt beträgt -1469V die 600V betragen 616V.
Dieser Kondensator ist im HV Board nach meiner Meinung das größte Problem auch beim 7613 da der Kondensator mit 25V unterdimonisiert ist da bei den heutigen Netzspannungen bis 250V die ungeregelten 15V schnell die 25V übersteigen und somit mit der Zeit der Kondensator zerstört wird.
Austrocknen mit Kapazitätsverlust.
Beim Speicherbetrieb werden die 600V noch zusätzlich belastet und es kann mit dem kurzeitigen
Spannungseinbruch zu Störungen kommen was nicht leicht zu finden ist.
Fazit diese Kondensatoren muss man im Auge behalten.
Ja jetzt muss noch der Lüfter gereinigt werden der macht Geräusche und Tasten bedürfen einer Reinigung (hängen und lösen nicht richtig aus).

Hier noch ein Hinweis eines damaligen Mitlesers der sehr hilfreich war.
Richard, zuerst einmal Glückwunsch zur erfolgreichen Fehlersuche.
Das war nicht so ganz einfach.

> da der Kondensator mit 25V unterdimonisiert ist da bei den heutigen
> Netzspannungen bis 250V die ungeregelten 15V schnell die 25V
> übersteigen und somit mit der Zeit der Kondensator zerstört wird.

Vermutlich ist mein Hinweis nicht Besonderes, aber dennoch: Hast Du den "Jumper" für die Netzspannung (Unterseite des Mainframes, auf der LV-Netzteil-Kondensator Platine nach Abnehmen der Bodenplatte zugänglich) auf "H" gewechselt?
Wenn nein, wäre das anzuraten. Dann reichen auch die 25V des Kondensators.

alle 76xx die ich bisher bekam, hatten noch die Positionierung "M", was bei damaligem 220V Netz auch ok war.
Hinweise sind immer was Besonderes ich habe natürlich mal wieder die ersten Seiten der Service überlesen und der Stecker war auf Med habe ihn jetzt auf HI gesetzt.
Bei meinem 7613 muss ich das noch prüfen.
Die Bodenplatte brauch nicht entfernt werden nur das Netzteil lösen und ein kleines Stück herausziehen siehe Bild.
Vielen Dank für die Mithilfe es tut gut wenn man nicht immer Einzelkämpfer ist.

       

       

       
Gruß Richard


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#2
Hallo Richard

Willkommen in Club mit diese fiese Fehler.

So ähnlich habe ich auch erlebt und bin spät rangekommt.
Meine olle Tek RM647 hat irgendwann angefangt Strahl mit Brumm modulieren.
Netzteil auf Brumm untersuchen, alles innerhalb Spezifikation.
Dann wird ungeregelte Spannung für Hochspannungsgenerator mit 1000µF zusätzlich gepuffert -> keine Änderung.
Hmm, Hochspannungsregelung hat noch eine kleine ELko (0,33µF). Laut Plan normalweise kaum Einfluss.
Also austauschen gegen Foliekondensator. Was tue RM647 jetzt: perfekte Strahl

Dann hab ich ihm angebrüllt, macht nie wieder, da der jetzt ausgezeichnet geht.(war auch bereits genervt davon)

Zu 230V, damals gilt Netzspannung mit wenigere Toleranz (etwa 5%), und heute ...ihr wisst selber. (10%)
Damals hat Tek bestimmmt berücksichtigt.

Zur Zeit kämpfe ich mit Schaltnetzteil von grössere Bruder 7904.(Reparaturgast)
Mitterweile ist Netzteil wieder vollbelastbar, dafür hat Steuer-IC knacks :-(

blaugrüne Grüss :-D
Tatt
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#3
Hallo Matt,
ich habe eben die Service nicht greifbar um was für ein IC handelt es sich da??
Gruß Richard


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#4
Hallo Richhard

Kleines Sorry dass es am Ende mit andere Thema (grössere Bruder, 7904) ist.
Tek Part-Nr: 155-0067-02.

Fehler: bei warme Zustand spricht Sicherungsschaltung dauerend an.
Ich hatte tagelang mit Manual auseinandergesetzt, inbesonders um diese IC und Messung sagt, innerhalb Rahmen.

Grüss und in vorraus Danke
Matt
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