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Old-Papa bastelt wieder - Ein "Kondensatorlecksucher" muss her!
#21
@oldpapa, also die sagen alle "paper in oil". Die japanischen haben wohl alle diese Bauform. Die kannst du noch in der Bucht verkaufen, die klingen bestimmt fantastisch :-)

Конденсатор Масло Винтаж Япония | Hi-Fi.ru (hi-fi.ru)

Alfred
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#22
(24.02.2021, 20:50)AlfredG schrieb: @oldpapa, also die sagen alle "paper in oil". Die japanischen haben wohl alle diese Bauform. Die kannst du noch in der Bucht verkaufen, die klingen bestimmt fantastisch :-)

Конденсатор Масло Винтаж Япония | Hi-Fi.ru (hi-fi.ru)

Alfred

Ok, dann wird das wohl so sein. Letztlich sind die dann erst recht Schrott. Bei Elkos ist ja ein gewisser Reststrom normal, bei (Öl)papierkondensatoren wohl eher nicht.

Und ein Kondensator der klingt ist erst recht Schrott! "Klang" ist immer die Verformung des Originals, sowas hat in der Wiedergabekette nichts verloren! Einzig das Instrument darf die reine Sinusschwingung (die Basis jedes Tones) verändern.

Old-Papa
Man prüfe,
wenn man sich berät,
stets vor dem Preis,
die Qualität.

(aus Radio-Schnorr von 1934)
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#23
Ich noch mal....

Ist es denn auch bei ÖlPapierkondensatoren normal, dass die Spannung in ihnen nach dem Entladen auf Null wieder etwas ansteigt?
Das kenne ich zwar von Elkos, doch bei Papier?

Das gezeigte Exemplar wird mit knapp 400V geladen, dann auf Null entladen. Jetzt lass ich den Entladetaster los und die Spannung steigt mitunter wieder bis zu rund 10V an (sinkt dann langsam ab)


Das Gerät habe ich inzwischen deutlich überarbeitet, dafür hatte ich gute Unterstützung im Arduino-Forum.
Jetzt wird das Display nach 50 Sekunden Inaktivität abgeschaltet und das HV-Modul an dessen Enabel-Eingang (über ein winziges ReedRelais) gleich mit. Ich nutze den Spannungswert am DUT, bleibt der länger als 50 Sekunden Null, dann aus. Neustart des HV-Moduls dann über einen Taster.
Ohne diese Abschaltung wurde das verbaute Poti schon gut warm, wenn man die Kiste mal vergessen hatte (ich hatte eine Nacht auf ON!)

Wenn alles perfekt läuft, dann pack ich Pläne und Gerberdateien hier in eine ZIP. Platinen sind aber noch einige da... Wink

Old-Papa
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(aus Radio-Schnorr von 1934)
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#24
Zitat:Ist es denn auch bei ÖlPapierkondensatoren normal, dass die Spannung in ihnen nach dem Entladen auf Null wieder etwas ansteigt?

Das kenne ich zwar von Elkos, doch bei Papier?

Hallo, nicht nur bei Ölpapierkondensatoren ! Bei vielen (Papier-)Kondensatoren mit dem Feuchtigkeitsproblem gibt es den Effekt (ich hatte ihn auch kurz in dem anderen Beitrag zu meinem Tester benannt).

Ich habe Kondensatoren, die haben eine Spannung >1V wenn sie monatelang in der Kiste liegen. Beim Messen mit dem DMM (10M Ohm) bricht die Spannung langsam ein, kommt dann aber wieder... Ursache ist wahrscheinlich, daß sich mit dem feuchten Papier und den Belägen ein "parasitäres" galvanisches Element bildet, wie das mit identisch gearteten Elektroden (Metall-Folien) gehen soll, ist mir noch nicht ganz klar.

Gruß Ingo
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#25
Hallo,
das Phänomen nennt sich "dielektrische Absorption" und ist bei Elkos besonders stark, aber auch Folienkondensatoren zeigen diesen Effekt.

Gruß Alfred
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#26
...kannst Du mal kurz erklären, wie das gemeint ist ? Ich kenn nur den Effekt, daß die Ladung im Kondensator nur langsam abfließt und sich dann Spannung wieder aufbaut (Bildröhren, dielektrische Relaxation) und eben div. piezoelektrische Effekte...

Hier haben wir einen Kondensator mit feuchtem Dielektrikum (epsilon des Wassers ca. 80), wodurch sich das C erhöht.
Wie entsteht die Dauerspannung (die sich auch nach minutenlanger Entladung langsam wieder aufbaut).


Gruß Ingo
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#27
Aha..... Wink  Angel

Hier noch die (wahrscheinlich) letzten Fotos:

   
Der "OIL" war auf Null Volt entladen, dann steigt das wieder an......

   
Eingeschaltet, nichts verbunden, fast volle Hochspannung und eben keine Aktion, dass macht er genu 50 Sekunden mit...

   
.... um dann die Hintergrundbeleuchtung und die Hochspannung abzuschalten (ja, dessen Elkos hatten noch 0,5V)

Wiedereinschalten geht dann natürlich nicht mehr per Software (Henne-Ei-Problem), also habe ich in der Mitte noch einen Taster vorgesehen. Etwa 2 Sekunden drücken, kurz nach "Charge" tasten und dann wieder frisch ans Werk! Wink
Ja, der Discharge-Charge-Schalter stellt sich immer selbst zur Mitte zurück, besser ist das. Das geht aber auch ohne Rückstellung, doch im blöden Fall hat man an den Prüfklemmen volle Hochspannung.... Smiley39

Old-Papa
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(aus Radio-Schnorr von 1934)
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#28
Pleiten-Pech-und-Pannen!

Wat ist passiert?

Nun, diese HV-Module haben ganz offenbar eine veritable Falle!
Schließt man als Stromversorgung (wie bei mir vorgesehen) ein Laptopnetzteil an, ist alles bestens. Ich hatte einige verschiedene dran, von 12V/4,5A bis zu 19V/9A. Diese sind sehr niederohmig, alles prima.

Gestern dann beim ersten wirklich produktiven Einsatz hatte ich es ans Labornetzteil (Rigol DP831) gestöpselt und dieses stand noch aus irgendeinem anderen Versuch auf 16V und 1A Strombegrenzung.

Das LNG ging sofort in die Strombegrenzung und auf dem Display vom Tester wurden mir horrende ca. 590V angezeigt! Ich habe sofort abgestöpselt und bin auf Fehlersuche gegangen. Die LNG-Strombegrenzung fiel mir da noch nicht ein.

Eigentlich hat alles überlebt, sogar die Kondensatoren vom Modul (2x250V), doch eben nur "eigentlich"...

Nämlich?
Das gute 10Gang-Poti raspelte nur noch grässlich beim Verdrehen, das Ding ist Schrott. Das soll ja ein 4W-Typ sein, doch ich vermute bei 590V sogar interne Überschläge (je nach Schleiferstellung).
So, wat nu?

Ein anderes Modell mit 100k habe ich noch, doch das wollte ich nicht auch noch riskieren. Der ursprüngliche Autor der Schaltung hatte ja eine Poti-Ersatzschaltung mit einem FET vorgeschlagen, die Teile wären alle da. Doch der Platz ist schon arg begrenzt und dann noch 3 zusätzliche HV-Kabel...? Na schaun wir mal.

Zunächst habe ich ein funkelnagelneues Modul zum Test auf den Tisch gepackt, ans LNG gestöpselt und Power-On. Oha, wieder 1A aus dem LNG und über 500V am HV-Ausgang! Dann erst (ja wirklich erst dann) hatte ich gesehen, dass da 1A eingestellt waren. Also auf 3A hoch und wieder Power-On. Alles wie immer, Stromaufnahme unter 100mA! Ein paar Dutzend Versuche, das Modul bleibt friedlich.

Irgendwas läuft in diesem Amok, wenn die Betriebsspannung zu langsam ansteigt, bzw. ganz kurzzeitig einbricht. Weitere Versuche habe ich nicht mehr gemacht, das von mir etwas modifizierte Modul läuft an "harter" Betriebsspannung auch prima.

Schöne Pleite, hat mir ein teures 10Gang-Poti gekostet.

Nu denne, frisch ans Werk, es wird auf FET umgebaut.

   
Die kleine Schaltung mit Uralt-Bauteilen auf Lochraster. Ich habe extra Lochraster ohne Kupfer genommen. so habe ich eine bessere Isolierung der Schaltungspunkte untereinander.

   
Unterseite.... Nicht schön, aber zweckmäßig Wink Für die drei Leitungen lohnt ja keine richtige Platine.

   
Hier beim Test an einem unverbastelten HV-Modul. Im Schaltplan wird ein 500k-Poti benannt, ich habe aber eins mit 1M (lin) genommen, so ist der Querstrom durch dieses noch geringer. Laut Datenblatt ist dieses Modell (nur das Lineare) bis zu 600V spannungsfest, also brauchbar.

   
Zur Montage und etwas auch zur Kühlung habe ich das auf ein Stück Kupferblech gepusselt und an dieser Stelle noch Platz dafür gefunden. Leider kamen nun noch HV-Kabel dazu, das wird beim Zuklappen schon eng.

   
Detail dazu. Da ich mir mit der Schraube für den FET ein Bein gestellt habe (kollidiert mit der (schlecht sichtbaren) Befestigungsscharube vom Blech), habe ich den FET kurzerhand angelötet Wink
Vor diesem FET-Modul sieht man auch das kleine ReedRelais (5V Sip) für den "Enable" des HV-Moduls, welches aufgeklebt wurde.

   
Und jetzt wieder zugeschraubt. Den Drehknopf werde ich noch durch einen schöneren Ersetzen, doch damit ich halbwegs feinfühlig einstellen kann, darf dieser nicht zu klein sein.

Ich habe nun wieder einige Kondensatoren aus der Schrottschachtel getestet, funktioniert wie vorher und das Kühlblech wird kaum warm.

Mal sehen was da noch so kommt.... Dieses ulkige Verhalten vom HV-Modul habe noch nicht weiter verhirnt, irgendwas muss aber ins Stakkatoschwingen kommen, sonst würden ja nicht Ausgangsspannung und Stromaufnahme steigen.

Das Gleiche muss vor Tagen schon einmal passiert sein. Das Gerät war noch offen, und nach dem Power-On am LNG gab es Geknatter irgendwo von der Platine her... Nach dem Ausschalten war der ursprünglich auf dieser verbaute 22µ/450V Elkos glühend warm...
Ich hatte ihn entfernt (und nur 4,7n/2000V verbaut) und das Verhalten auf minderwertige Qualität dieses Elkos geschoben.
Naja.....

Old-Papa
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#29
Hallo Leute,

ich habe das Dingens jetzt ein paar Tage getestet, außer der Falle im HV-Modul habe ich keine Fehler mehr feststellen können.

Doch zur Klarstellung: Das ist kein hochempfindliches Mikroamperemeter, wenn es auch bis 10nA aufzulösen scheint. Vor allem die kleinsten Stellen sind eher als Vergleichsdaten zu sehen, die besten Ergebnisse hatte ich mit DDR-Folien 100nF/1000V, da zappelte dass dann um die 100nA. Allerdings stört es schon (also zeigt Nanoampere an), wenn man die Klemmen an deren Isolierung mit der Hand hält, ich habe sie immer abgelegt.

Wie ganz zu Anfang geschrieben, ich habe von der Platine des Autors nur den Arduinoteil benutzt, die HV-Erzeugung übernahm das HV-Modul.

Testweise habe ich eine weitere Platine aufgebaut, bei rund 260V AC, die ich von einem kleinen "Röhrentrafo" hatte, komme ich beim Verdoppeln auf rund 600V, nutzt man noch die Vervierfachung, dann sogar bis knapp über 1200V.
Allerdings braucht man dann ganz andere Kondensatoren, die von ihm gezeigten 3µF sind nicht nötig (ich hatte zum Test nur 220nF/1000V) und natürlich auch spannungsfeste Dioden. Ob die Leiterbahnabstände das auf lange Zeit mitmachen habe ich nicht getestet. Ich habe allerdings bei meiner neu gezeichneten (aber nie produzierten, s. Fotos) Platine da noch etwas nachgelegt. Vor allem die Spannungsteiler auf 2 Widerstände in Serie ausgelegt. 3-4 in Serie (stehend sollte das gehen) sind bei 1200V aber Bedingung, andere Elkos auch.

Die Potieinstellung für die Messspannung ist dann so nicht machbar, mit dem FET könnte das gehen. Man braucht aber auch dann ein spannungsfestes Poti. An/in alten Zeilentrafos findet sich sowas noch. Der "Charge-Discharge-Schalter" muss auch spannungsfest sein, besser man nutzt dafür HV-Relais. HF-Relais aus der Funktechnik sind oft auch sehr hochspannungsfest, vereinzelt findet man auch Reedrelais (zumindest die Röhrchen) bis zu 1000V.

Anbei noch meine gesammelten Unterlagen, vielleicht findet ja irgendwer Anregungen.... Wink
Dateien zum C-Lecksucher (9MB)

Gruß
Old-Papa

Oups: Ich sehe gerade, der Google-Übersetzer hat mich genarrt, nix Capacity-Tester, eher ein Capacitor-Tester Wink
Egal....
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(aus Radio-Schnorr von 1934)
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#30
Der Link "Dateien zum C-Lecksucher" funktioniert nicht :-(
Immer guten Empfang und viele Grüße - Uwe
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#31
Hallo Freunde

doch Uwe der geht, du mußt die Datei (zip) runterladen und entpacken. Ich habe es gerade probiert und es geht.

Hier mal den Plan aus dem Link

   
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#32
Bei mir funktioniert der Download nach wie vor nicht.
Ist es nur dieser Plan?
Immer guten Empfang und viele Grüße - Uwe
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#33
Hallo Uwe,

bei mir funktioniert der Link auch, allerdings meckert die Firewall dass es keine sichere Verbindung ist.

Evtl. liegt ja hier bei Dir das Problem.


Viele Grüße

Martin
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#34
@Uwe
Cursor über den Link platzieren
click mit rechter Maustaste
Adresse des Links speichern auswählen
neues Browser-Fenster öffnen
Cursor in URL-Fenster des Browser platzieren
click mit rechter Maustaste
Link einfügen
Eingabetaste betätigen
fertig
Grüße aus Wassenberg,
Norbert.
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#35
Alles klar, vielen Dank. So funktioniert es.
Immer guten Empfang und viele Grüße - Uwe
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#36
Gerne doch, Uwe!
Chrome zickte auch und wollte die Datei nicht herunterladen.
Mit dem o. g. "Umweg" hatte Chrome keine Einwände mehr...
Grüße aus Wassenberg,
Norbert.
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