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Experiment - Kurzwelle hören -
#21
Wie Ingo schon vorher geschrieben hatte, würde eine lose induktive Anpassung der Antenne auch ähnliche etwas bessere Empfangsergebnisse ergeben können. Solch einfache Schaltungen profitieren von der experimentellen Optimierung, ohne dass man vorher genau weiß, was am besten wäre. Mach weiter so und noch ein schönes Osterfest beim Basteln.
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#22
- Transistor gegen FET -

Es war der Versuch den vorhandenen Transistor BF324 anstelle des FET BF256A in der Schaltung zu verwenden. Nach einigem experimentieren (immer unter der Maßgabe mit möglichst wenigen Bauteilen) war es mit der im Anhang gezeigten Beschaltung möglich. Wenn vorhanden, wäre es sinnvoll den 500pF Drehkondensator gegen maximal 250pF zu wechseln.


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#23
Guten Morgen,

bei allem Minimalismus ist gerade beim Transistor der richtige Ruhestrom an der Basis wichtig für einen ordentlichen Arbeitspunkt. Bei einem FET kann sich zufällig eine gewisse Vorspannung einstellen, ob in dieser Schaltung der richtige Basisstrom fließt, würde ich hinterfragen.

Viell. könnte man die masseseitigen Anschlüsse des Eingangsschwingkreises (Spule und Kondensator) über ein 1M-Einstellpoti mit Masse verbinden, das Poti dabei mit 0,1...1µF überbrücken, so bleibt der HF-Kurzschluß gewahrt.
Mit dem Poti kann dann der Basisruhestrom abgepaßt werden.
(In der jetzigen Schaltung ist die Basis statisch direkt (!) mit der Masse verbunden (über die Spule), der Transistor überlebt nur, weil im Emitter der hochohmige KH liegt! Bei einem empfindlichen Ge-Transistor z.B. GT313 (ein sehr guter VHF-Mesatyp) kann das auch mit 2...5kOhm schnell zu viel werden.. )

Den Kopfhörer mit seinem parallelen, zweiten Drehkondensator (welchen Effekt hat der aus den aktuellen Erkenntnissen? ...z.Z. ist über die Spannungsquelle die Parallelschaltung KH // 500p-Drehko realisiert, ich würde beides direkt parallelschalten...) könnte man auch mal in die Kollektorleitung einschleifen (!! dann muß aber unbedingt ein Basisvorwiderstand > 10k rein !), in der jetzigen Form entsteht durch die Spannung am Kopfhörer eine NF-Gegenkopplung für die steuernde U[be].

Gruß Ingo
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#24
Hallo Ingo - und Forumer,

in mehreren Varianten habe ich die Schaltung in Betrieb genommen und mit dem daraus besten Ergebnis mitgeteilt. Die Schaltung steht dem Hörergebnis mit dem BF256A nicht nach. Bezüglich deiner Ansage zum Transistor GT313 habe ich zum BF324 recherchiert. Mit der Angabe: "rauscharm, für VHF Eingangsstufen ".
Die variable Kapazität 200pF, bisher im Antenneneingang, wurde mit C=160pF ersetzt um den Drehko für eine Enddämpfung an der Source einsetzen zu können. Da ich noch eine Drossel in meinem Fundus hatte, kam diese auch erfolgreich zum Einsatz. Die Einstellung zeigte sich etwas schmalbandiger. Die Schaltung arbeitet trennscharf und ruhig, so das jetzt NF-Verstärkung sinnvoll wäre. Ich hatte mich hinter der Drossel noch mit verschiedenen Kondensatoren nach Masse versucht, diese zeigten keine Wirkung. War angedacht als Verbindung zum NF-Verstärker.


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#25
- Regelung Rückkopplung -

Um den Drehko an der Source einsparen zu können und um ihn mit einem Festkondensator zu ersetzen, habe ich eine Enddämpfung mittels Regelung der Betriebsspannung versucht. Dabei zeigte sich, dass der Wert des Kondensators an der Source kritisch ist. Er ist unverzichtbar. Mit dem Source-Drehkondensator ist ungewollt jetzt eine Frequenz-Feineinstellung möglich. Ich werde ein Sortiment Kondensatoren im kleinen pF-Bereich bestellen, um den optimalen Kondensator für einen eventuellen Austausch zu finden. Abends sind die Feldstärken größer und ich konnte SSB-Signale sauber einstellen. Auch die Radio-Sender sind klar einstellbar. NF-Verstärkung müsste nachgerüstet werden. Wieder mechanische Arbeit und Probleme mit Frau am Küchentisch.


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#26
- weitermachen -

Mit dem Erwerb eines Sortimentes Drosseln wurde weiter experimentiert. Die Drossel an der Source beeinflusst das Hörergebnis wesentlich. Mit einer Drossel aus dem erhaltenen Sortiment konnte der Source-Kondensator entfallen. Der nachgeschaltete NF-Verstärker ermöglichte eine losere Antennenkopplung. Der Abgriff an der Spule wurde auf 1/8 der Windungszahl (3 Windungen) gelegt. Es wurde wieder die bewährte Antennenkopplung mit Drehkondensator eingefügt. Man hat die Möglichkeit insbesondere abends und nachts bei ansteigenden Feldstärken runter zu regeln. Der Drehkondensator im Antenneneingang kann gleichzeitig als Frequenzlupe genutzt werden. Um die Schleifgeräusche bei der Regelung am Potentiometer abzustellen, musste zusätzlich ein Kondensator eingebracht werden. Ein neuer experimenteller Aufbau wäre sinnvoll.


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#27
- Neuer experimenteller Aufbau -

Um den mechanischen und elektrischen Aufbau weiter zu stabilisieren, habe ich wie angekündigt mit einem experimentellen Neuaufbau begonnen. Ein Neuerwerb von Bauteilen ist Korona geschuldet eingeschränkt. Zur Zeit höre ich viel mit der bescheidenen Empfangsschaltung. Ein Gradmesser für die Empfangsbeurteilung ist die Möglichkeit ständig einwandfrei Amateurfunk im 40m Band zu hören. Dabei bietet der Drehkondensator in der Antennenzuleitung gleichzeitig die Möglichkeit für die notwendige Frequenz-Feineinstellung und Regelung der Lautstärke. Interessant ist auch der Leistungsbedarf bei 3V nur 1,3mA unabhängig von der Lautstärke, habe ihn im Schaltplan vermerkt. Bei Interesse für den Lautsprecher-Betrieb müsste ein NF-Schaltkreis einschließlich Regler nachgerüstet werden. Aufgrund der Empfangsergebnisse insbesondere des einfachen Aufbaus kann ich einen Nachbau der Schaltung empfehlen.


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#28
- Berichtigung -

Versehentlich ist mir ein Schreibfehler unter gekommen. Berichtigt lautet der Schriftsatz:
Ein Gradmesser für die Empfangsbeurteilung ist die Möglichkeit, ständig einwandfrei Amateurfunk im 80m Band zu hören.

Mit freundlichem Gruß,  Wolfhard
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#29
Hallo Wolfhard, könntest du bitte die Schaltbilder etwas größer machen. Teilweise kann man die angegebenen Werte der einzelnen Bauteile nicht erkennen. Doppelte Größe wäre da schon Hilfreich und lässt sich besser Ausdrucken.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#30
- Hallo Frank  und Forumer -

Bedauere, beim Vergrößern meiner Zeichnungen werden diese unscharf.
Ich werde Versuchen größere Bezeichnungen in die Bilder einzubringen.
Ein Versuch mit folgendem Bild.


.gif   01.GIF (Größe: 2,01 KB / Downloads: 385)

Mit freundlichem Gruß,  Wolfhard
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#31
Ja schon besser, aber warum nimmst du *.gif und nicht *.jpg.

Ich habe es mal vergrößert, allerdings wir es dann " Klötzchenhaft" .


.jpg   KW-Audion.jpg (Größe: 32,67 KB / Downloads: 374)
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#32
- weiter machen -

Die laufende Inbetriebnahme des kleinen Empfangsgerätes veranlasste mich, wie schon angesprochen, zu einem experimentellen Neuaufbau. Im Experiment wurde auch die Schaltung korrigiert. So habe ich die NF-Stufe der Einheitlichkeit wegen, ebenfalls mit einem Germanium-Transistor in betrieb genommen sowie praxisbezogen noch kleine Änderungen.


.gif   02.GIF (Größe: 12,36 KB / Downloads: 349)


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#33
Hallo Wolfhard,

ich verfolge immer Deine schönen Grundlagenexperimente. Erstaunlich, was man so mit minimalem Aufwand erreichen kann. Vorausgesetzt, man hat eine vernünftige Antenne.

Jetzt habe ich etwas nicht verstanden:

Du verwendest einen BF324 und einen BC309. Beides Silizium - Planar - Transistoren. Warum schreibst Du, dass Du der Einheitlichkeit wegen in beiden Stufen Germanium - Transistoren benutzt?
Grüsse aus Karlsruhe,
Harald
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#34
..ich vermute, Wolfhard meint "pnp-Transistoren" und assiziiert dies mit "Ge-Transistor", die Andeutung der Emitter im Schaltbild und deren Kontaktierung mit dem Pluspol bestärkt die Vermutung.

*

Was ich anders machen würde, ist die Einstellung des Arbeitspunkts des BF324, aber das hatte ich ja schon vorgeschlagen. Im Moment scheint es, daß der Arbeitspunkt über den Emitterwiderstand verändert wird, mit der Bedingung Ube = Uce.
Aus meiner Sicht keine optimaler Arbeitspunkt... aber der Erfolg gibt dem Erbauer Recht.

Gruß Ingo
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#35
Hallo Ingo  und Forumer,

ich bestätige deine Richtigstellung zur Bezeichnung der verwendeten Transistoren. Der C hinter der Drossel nach Masse, konnte wie schon im vorigen Schaltbild gezeigt, eingespart werden. Wer mit dem Gerät viel Amateurfunk hören möchte, sollte wenn er hat, den Schwingkreis-Drehkondensator im Wert verkleinern. Aufgrund des großen Abstimmbereiches ist die Einstellung der Amateurstationen feinfühlig. Mit dem Antennendrehkondensator ist aber die richtige Seitenbandeinstellung für die Betriebsart SSB einwandfrei gegeben. Der Betriebsstrom erreicht etwa 1,5mA. Eine weitere Empfangsverbesserung war im Experiment mit dem geringen Materialeinsatz nicht zu erreichen. Aufgrund voriger Argumentation, in der Anlage ein vergrößerter Schaltplan mit allen Werten zum Materialeinsatz.


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Mit freundlichem Gruß,  Wolfhard
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#36
Hallo Wolfhard,

Du verwendest in dem Empfänger für die erste Stufe einen HF-Transistor mit rel. geringem Stromverstärkungsfaktor.
Vorschlag: Probier doch mal an der Stelle ebenfalls einen BC309, der hat eine Transitfrequenz von immerhin 130MHz und dürfte auch in Emitterschaltung noch für den KW-Bereich gehen.

(In Emitterschaltung muß ein Transistor ein mehrfaches der zu verarbeitenden Frequenz als Grenz- bzw. Transitfrequenz besitzen [wimre. ist Grenz- und Transistfrequenz nur unterschiedlich definiert, d.h. der Abfall des h21e auf soundsoviel % des breiten Maximums ... könnte man (ich) auch mal wiederholen ^^]).

Der BF324 hat über 300MHz und wäre daher für ZF-Verstärker von z.B. 40MHz (Emitterschaltung) oder UKW-Tuner in Basisschaltung gut, diese HF-Transistoren müssen bei höheren Frequenzen andere Daten erfüllen, z.B. kleine Rückwirkung, deshalb sind die nicht auf hohes h21e optimiert.. Da bin ich aber nicht 100% fit ^^

Man vergißt aber schnell, daß moderne Kleinsignal-Transistoren für allg. Anwendung (Feld-, Wald- und Wiesentransistoren) durchaus gute HF-Eigenschaften haben, die im KW-Geradeaus-Empfänger genutzt werden können.

Gruß Ingo
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#37
- Hallo Ingo  und Forumer -

Um das jetzige beschriebene Empfangsergebnis zu erzielen, waren diverse Experimente mit unterschiedlichen Transistoren, auch einige in vorigen Beiträgen beschrieben, voraus gegangen. Es zeigte sich, dass in dieser Schaltung für die Demodulation ein Transistor mit einem kleineren h21e einfacher zu handhaben ist. Wenn nur A3 Signale, also Radiosender zu demodulieren sind, ist die Handhabung unkompliziert. Eine höhere Verstärkung ist für Kopfhörer-Empfang nicht nötig. In dieser Konfiguration, Antennendrehkondensator in Mittelstellung, geht der Abstimmbereich von etwa 3310 KHz bis 11990 KHz. Man sollte ihn eingrenzen. Zur Zeit höre ich die Bake "DK0WCY" lautstark bei etwa 3580 KHz mit dem Funkwetterbericht. Ich überlege, mit dieser Konfiguration es nochmal auf Langwelle zu versuchen.  

Mit freundlichem Gruß,  Wolfhard
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#38
Hallo Wolfhard,

ich finde das klasse, was Du da machst,
es ist schon so eine Art "Grundlagenforschung".

Leider habe ich zu wenig Zeit, sonst würde ich alles mal nachbauen....

Viele Grüße,
Rolf
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#39
Hallo Rolf   und Forumer,

kommt Zeit, dann kommt auch Laune.
Ich bin immer noch beeindruckt von deinem Nachbau des Telefunken E266 .

Mit freundlichem Gruß,  Wolfhard
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#40
- Kurzwelle hören mit Minimalaufwand -

Nachdem ich einen "OC 811" erworben habe, gleich geprüft (hfe 58) und in die Schaltung eingefügt.
Zu unterschiedlichen Tages- sowie Abend- auch Nachtzeiten konnten diverse Radiosender gehört werden:
Zeitweilig in Deutscher Sprache Rumänien, Korea, China. In Nationalsprache BBC und ein Französischer Sender.
Auch noch mehr, aber unverständlich wegen zu geringer Selektion. Es gibt vormittags Zeiten, wo sonst stark einfallende Radiostationen leise oder nicht zu hören sind. Bei großer Lautstärke steigt der Betriebsstrom auf etwa 0,5 mA. Es funktioniert auch schon mit 1,5 Volt.


.png   4.png (Größe: 5,74 KB / Downloads: 156)

Mit freundlichem Gruß,  Wolfhard
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