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Defekte LED-Leuchte reparieren
#21
314VAC statt der vorgesehenen 200...240VAC sind schon „sportlich“. Wird wahrscheinlich so nicht lange gut gehen.
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#22
Das hat mich schon im Eingangsbeitrag irritiert. Die Spannung einer weissen LED liegt zwischen 3 V und 3,5 V, normalerweise näher bei 3,5 V.  Wenn jeweils 120 LEDs in Reihe geschaltet sind kommt man selbst bei angenommenen 3 V pro LED auf einen Spannungsabfall von 360 V über die gesamte Kette. Wie das funktionieren soll, wenn das Netzteil nur 314 V liefert, kann ich mir nicht erklären.
Das würde jetzt zwar erklären, warum die Leuchte funktioniert, wenn man sie mit höherer Spannung betreibt, aber nicht, warum die anderen Leuchten auch so funktionieren.

Nachtrag: Vielleicht könntest Du ja mal messen, welche Spannung an der LED-Kette abfällt wenn sie leuchtet.

Gruß,
Bernd
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#23
Naja, Stepup-/Boost-Spannungswandler wäre ja auch denkbar.
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#24
Diese Effekt tritt bei LEDs auf, wenn die Bondung wegen termischer Ausdehnung abgerissen. Bei Überspannung "verschweißt" es die womöglich oder es springt einfach nur der Funke über. Das tritt besondern gerne bei LED-Streifen auf, die zuwenig gekühlt werden und die Dioden hart am Limit betreiben werden.

Led-Lampen guter Qualität betreiben die Leds mit weniger Strom, aber dafür mehr Dioden.

Die Lampe besteht aus Konstantstrom-Led-Treiber auf der Platine und wohl mehreren Ledketten parallel.
Auf dem Ledstreifen könnten das auch zwei als Kontantstromquelle gesachaltene FETs sein - jeder FET für eine LED-Kette.

Viele Grüße
Bernd
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#25
Hallo zusammen,

danke für die Unterstützung; wie im Eingangsbeitrag geschrieben befinden sich auf dem Aluträger keine zwei Ketten, die parallelgeschaltet sind, sondern jede Diode hat eine andere Diode, mit der sie parallelgeschaltet ist. Es ist also eine einzelne Kette, deren einzelne Glieder jeweils zwei parallelgeschaltete Dioden sind. Auch die beiden Elemente am Ende sind komplett parallelgeschaltet.

Eine Leuchte ohne defekt geht auch auf die komplette Helligkeit, wenn ich die Spannung auf 200V reduziere - mit Überspannung kommt sie klar, die Helligkeit vergrößert sich nicht, aber das interne Netzteil wird lauter - ich vermute, die Spule pfeift.

Die defekte Leuchte bleibt bei 200V dunkel, wird dann langsam heller - bei der zweithöchsten Stufe zieht sie 44W, auf der höchsten 58W. Dort hat sie in etwa die Helligkeit wie die Leuchte ohne defekt.

Da steht zu vermuten, dass das Netzteil einen weg hat.

Gruß Bobbin
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#26
(03.04.2021, 09:01)Bernd schrieb: Nachtrag: Vielleicht könntest Du ja mal messen, welche Spannung an der LED-Kette abfällt wenn sie leuchtet.

Gruß,
Bernd

An der defekten Leuchte liegen 405V an bei voller Helligkeit. Eine andere habe ich nicht vermessen, da sie sich nicht zerstörungsfrei öffnen lässt.

Gruß Bobbin
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#27
Ja, das passt. Das ergibt einen Spannungsabfall von 3.375V pro LED und einen Strom von knapp 60mA.
(48W / 240 LEDs => 0.2W pro LED).

Allerdings hatte ich Deinen Eingangsbeitrag missverstanden, in dem Du schriebst "Das interne Netzteil stellt 314VDC bereit - auch bei der defekten Leuchte." Ich hatte das so interpretiert, dass Du auch an einer funktionierenden Leuchte gemessen hattest.

Ich hoffe Du kannst das Ding irgendwie wieder zum Leben erwecken, wäre sonst schade drum.

Gruß,
Bernd
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#28
Hallo Bernd,

das Netzteil wird mit der Überspannung arg überlastet - der Schwager meint, ungesehen wegwerfen, da die Brandgefahr zu groß ist. Da braucht man nur mal 5min nicht aufzupassen.

Und eine Ersatzspannungsquelle mit 400V ist auch mal nicht eben so beschaffbar. Schade drum.

Gruß Bobbin
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#29
Hallo Bobbin,

die Lampe permanent am Netzteil zu betreiben ist natürlich keine Lösung.
Ich würde aber zumindest den LED-Streifen behalten, dann hast Du wenigstens dafür Ersatz, wenn eine der funktionierenden Lampen mal den Geist aufgibt.

Gruß,
Bernd
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#30
Ich habe gestern auch eine LED Lampe erfolgreich repariert. Das Netzteil war im Sockel vergossen und den Hitzetot gestorben.
Nach Entfernen aller Gießreste und des Netzteil konnte ist mein selbst gebautes dort hin reinverpflanzen. Die LEDs werden nun nicht mehr so gepusht. Statt mit 43mA fließen jetzt nur noch 20mA. Die Helligkeit ist nur gaaanz leicht gesunken, dafür laufen die Chips jetzt viel kühler und halten auch länger. Zudem sind sie nun dimmbar.

   

   

   

   
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#31
War die eventuell von Osram?
Ich hatte vor zwei oder drei Jahren auch gedacht, ich gönne mir mal Qualität und hab' mir zusätzlich zu einer billigen 5er-Packung von Goobay oder V-Tac noch zwei teure Osram Lampen zum rund dreifachen Stückpreis gekauft.
Resultat: Keine der vergossenen Osram-Lampen hat länger als ein halbes Jahr überlebt. Die billigen funktionieren dagegen immer noch...

Gruß,
Bernd
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#32
So ist das leider, mehr als die hälfte sind allein für den Namen....natürlich umsonst, ausgegeben.
Erging mir bereits ähnlich
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#33
(16.04.2021, 15:39)Bernd schrieb: War die eventuell von Osram?
Ich hatte vor zwei oder drei Jahren auch gedacht, ich gönne mir mal Qualität und hab' mir zusätzlich zu einer billigen 5er-Packung von Goobay oder V-Tac noch zwei teure Osram Lampen zum rund dreifachen Stückpreis gekauft.
Resultat: Keine der vergossenen Osram-Lampen hat länger als ein halbes Jahr überlebt. Die billigen funktionieren dagegen immer noch...

Gruß,
Bernd

Ne, Müller-Licht.
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#34
Sieht so aus, als flöge einem der 3,3 µF um die Ohren, wenn die LED's (warum auch immer) eine Trennung haben.
Liebe Grüße,
der Jens wars gewesen...

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Die Wege der Elektronen sind unergründlich.
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#35
Meines Wissens wurde die Osram Lampensparte bereits 2017 an China verkauft. Von daher ist da wohl nicht mehr mit besonderer Qualität zu rechnen, eher schon miit überzogenen Prwisen für chinesische Massenware.

Gruß,
Achim
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#36
(16.04.2021, 10:27)Phalos schrieb: Ich habe gestern auch eine LED Lampe erfolgreich repariert. Das Netzteil war im Sockel vergossen und den Hitzetot gestorben.
Nach Entfernen aller Gießreste und des Netzteil konnte ist mein selbst gebautes dort hin reinverpflanzen. Die LEDs werden nun nicht mehr so gepusht. Statt mit 43mA fließen jetzt nur noch 20mA. Die Helligkeit ist nur gaaanz leicht gesunken, dafür laufen die Chips jetzt viel kühler und halten auch länger. Zudem sind sie nun dimmbar.

Ich finde die Schaltung ganz OK, ich selbst verwende auch gerne Kondensatoren als verlustfreie Vorwiderstände.

Ich warne aber dringend davor, sie an einem Phasenanschnitt- Dimmer zu betreiben ! Wegen des plötzlichen Spannungsanstiegs würde in jeder Halbwelle ein extrem hoher Strom fließen ! Dagegen wäre ein Phasenabschnitt- Dimmer genau richtig.

Grüße,
Jacob
Smiley53
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#37
(16.04.2021, 23:03)pintel schrieb: Sieht so aus, als flöge einem der 3,3 µF um die Ohren, wenn die LED's (warum auch immer) eine Trennung haben.

Nicht wenn das ein 400V Elko ist.
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#38
Hallo,

so eine Reparatur gelang mich auch schon mal, an einem LED Fluter vom Nachbarn.

Ein kapazitiver Widerstand ist in dem speziellen Fall das Beste.
Gruß aus dem Kreis Siegburg vom Hans-Jürgen
"Was Hänschen nicht lernt lernt Hans nimmer mehr"

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#39
(16.04.2021, 23:03)pintel schrieb: Sieht so aus, als flöge einem der 3,3 µF um die Ohren, wenn die LED's (warum auch immer) eine Trennung haben.

Was mir egal wäre weil er im Sockel verbaut ist.
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