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DKE-UKW
#1
Ich habe vor einiger Zeit hier im Forum sechs VE/DKE Gehäuse gekauft.
Teilweise beschädigt, teilweise unbeschädigt.

Nun habe ich begonnen aus diesen Gehäusen UKW Radios zu bauen.
Damit das ganze aber reversibel bleibt, wurden keine zusätzlichen Löcher gebohrt. Nur bereits vorhandene Bohrungen genutzt.
Die Platinen sind so designt, dass sie die Form der Originalplatine haben. 

Der Aufbau ist, VE/DKE-typisch, sehr simpel gehalten. Ein UKW-Kemo-Bausatz (der fest abgestimmt ist) sorgt für den Empfang zwischen 87 und 108MHz.
Das NF-Signal geht dann zu einer PCL81, welche es verstärkt und über einen ELA-Übertrager vom Conrad an den Lautsprecher weitergegeben wird. Die ganze Schaltung ist so dimensioniert und aufgebaut, dass der ELA-Übertrager am Besten arbeitet. 
Überrascht war ich, dass die PCL81 schon mit 36V Anodenspannung verzerrungsfrei arbeitet! Natürlich bringt sie dann nur einen Bruchteil der Leistung, aber es war eben interessant zu beobachten.

Das Stellrad und die Knöpfe werden 3D gedruckt und sind funktional. 

   

   

   
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#2
Klasse, gefällt mir. Gibt es auch Fotos eines fertigen Gerätes von vorn?
Liebe Grüße,
der Jens wars gewesen...

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Die Wege der Elektronen sind unergründlich.
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#3
(08.05.2021, 14:19)Phalos schrieb: Ich habe vor einiger Zeit hier im Forum sechs VE/DKE Gehäuse gekauft.
Teilweise beschädigt, teilweise unbeschädigt.

Nun habe ich begonnen aus diesen Gehäusen UKW Radios zu bauen.
Damit das ganze aber reversibel bleibt, wurden keine zusätzlichen Löcher gebohrt. Nur bereits vorhandene Bohrungen genutzt.
Die Platinen sind so designt, dass sie die Form der Originalplatine haben. 

Der Aufbau ist, VE/DKE-typisch, sehr simpel gehalten. Ein UKW-Kemo-Bausatz (der fest abgestimmt ist) sorgt für den Empfang zwischen 87 und 108MHz.
Das NF-Signal geht dann zu einer PCL81, welche es verstärkt und über einen ELA-Übertrager vom Conrad an den Lautsprecher weitergegeben wird. Die ganze Schaltung ist so dimensioniert und aufgebaut, dass der ELA-Übertrager am Besten arbeitet. 
Überrascht war ich, dass die PCL81 schon mit 36V Anodenspannung verzerrungsfrei arbeitet! Natürlich bringt sie dann nur einen Bruchteil der Leistung, aber es war eben interessant zu beobachten.

Das Stellrad und die Knöpfe werden 3D gedruckt und sind funktional. 
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#4
Hallo Phalos,

Die Idee mit den Gehäuse des DKE finde ich sehr gut ,meine Frage dazu wo bekommt man die Platine dafür .Kann man diese bei dir bestellen .
Würde mich gerne interessieren dafür .

Gruß Harald
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#5
(08.05.2021, 15:32)pintel schrieb: Klasse, gefällt mir. Gibt es auch Fotos eines fertigen Gerätes von vorn?

Denk dir einfach die Unterlagen für die Knöpfe weg.
Ich warte aktuell noch auf die Lieferung der Potis.

   
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#6
(08.05.2021, 18:51)rotbarth schrieb: Hallo Phalos,

Die Idee mit den Gehäuse des DKE finde ich sehr gut ,meine Frage dazu wo bekommt man die Platine dafür .Kann man diese bei dir bestellen .
Würde mich gerne interessieren dafür .

Gruß Harald

Ich kann dir welche bestellen ja. 3 Stück (Mindestabnahme) haben, wegen der Größe und Ausschnitte, jetzt ca. 80€ gekostet.
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#7
was bedeutet "fest abgestimmt" beim Kemo? Wie gewinnst du die Anodenspannung? Den Schaltplan würde ich mal gerne sehen. Der LM386 liefert eigentlich genug Pegel um eine Endröhre ohne weitere Vorstufe anzusteuern. Wie ist das zweite Poti belegt? Mit einer Klangeinstellung?
Gruß,
Jupp
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Gehen Sie weiter. Es gibt nichts zu sehen.
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#8
(08.05.2021, 19:49)saarfranzose schrieb: was bedeutet "fest abgestimmt" beim Kemo? Wie gewinnst du die Anodenspannung? Den Schaltplan würde ich mal gerne sehen. Der LM386 liefert eigentlich genug Pegel um eine Endröhre ohne weitere Vorstufe anzusteuern. Wie ist das zweite Poti belegt? Mit einer Klangeinstellung?

Fest abgestimmt heißt, dass feste Kondensatorwerte auf dem Modul verbaut sind. Der Antennenkreis müsste auf Bandmitte UKW auf beste Empfindlichkeit abgleichbar sein. Ist er aber wie gesagt nicht.

Die Anodenspannung wird über eine Kaskade aus den 30V Wechselspannung auf knapp 75V Gleichspannung gewonnen. Das reicht aus um die Röhre über die angepasste Schaltung am ELA zu betreiben.

Und natürlich könnte ich den Lautsprecher auch direkt an den Ausgang des KEMO Moduls anschließen. Aber das wäre doch langweilig. Und damit wenigstens noch eine Röhre darin werkelt, habe ich eine Röhrenstufe eingebaut. Zumal auch noch geplant ist, einen Umschalter für TA Betrieb einzubauen.

Dafür könnte der zweite Knopf dienen, ansonsten bleibt er ein Dummy.

Der Schaltplan basiert auf einem kleinen Stereoverstärker, den ich einmal gebaut hatte. Leicht abgewandelt werkelt er nun im DKE. Der Heizfaden der zweiten PCL wird durch einen Widerstand ersetzt und über eine Diode wird die Heizspannung gleichgerichtet. Sie dient parallel über einen 9V Spannungsregler als Betriebsspannungsversorgung für das KEMO Modul.


   
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#9
danke für deine weiteren Ausführungen! Der Trimmer auf dem Kemo-Modul beeinflusst den Oszillator und dient zur Anpassung des Abstimmbereiches. Er ist ein kritisches Bauteil und muss unbedingt richtig gepolt eingebaut werden (Masse und heisses Ende). Dann kann man auch gut abgleichen. Andere variable Bauteile gibt es nicht.

Natürlich ist eine Röhrenendstufe stilechter als ein IC. Der LM386 ist auch ein prima Vorverstärker. Vorsichtshalber verpasse ich ihm in dem Fall eine Grundlast und kopple dann über einen 22n die NF aus. Mein eigener DKE hat dagegen eine "Faulenzerschaltung". Okay, ich hab eine Variante mit Batteriebetrieb, da macht es Sinn auf eine weitere Endstufe zu verzichten. Und statt einer Platine hab ich eine gedruckte Grundplatte genutzt.

Ein Problem sehe ich noch vor dem ich auch schon oft gestanden habe. Die Signalmasse des Kemo liegt durch den Spannungsvervielfacher auf einem anderen Potential als die Masse des Röhrenverstärkers. Wie hast du das gelöst?
Gruß,
Jupp
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Gehen Sie weiter. Es gibt nichts zu sehen.
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#10
(08.05.2021, 20:27)saarfranzose schrieb: danke für deine weiteren Ausführungen! Der Trimmer auf dem Kemo-Modul beeinflusst den Oszillator und dient zur Anpassung des Abstimmbereiches. Er ist ein kritisches Bauteil und muss unbedingt richtig gepolt eingebaut werden (Masse und heisses Ende). Dann kann man auch gut abgleichen. Andere variable Bauteile gibt es nicht.

Natürlich ist eine Röhrenendstufe stilechter als ein IC. Der LM386 ist auch ein prima Vorverstärker. Vorsichtshalber verpasse ich ihm in dem Fall eine Grundlast und kopple dann über einen 22n die NF aus. Mein eigener DKE hat dagegen eine "Faulenzerschaltung". Okay, ich hab eine Variante mit Batteriebetrieb, da macht es Sinn auf eine weitere Endstufe zu verzichten. Und statt einer Platine hab ich eine gedruckte Grundplatte genutzt.

Ein Problem sehe ich noch vor dem ich auch schon oft gestanden habe. Die Signalmasse des Kemo liegt durch den Spannungsvervielfacher auf einem anderen Potential als die Masse des Röhrenverstärkers. Wie hast du das gelöst?

Der Trimmer beeinflusst aber nur das obere und untere Ende des UKW Bereichs, nicht die Empfindlichkeit. Das hat zur Folge, dass teilweise Stationen sich eine Frequenz zu teilen scheinen und überlappen.

Im Schaltplan des Moduls sind dafür C12 und L1 zuständig. C12 müsste auch ein Trimmer sein, ist aber ein Festkondensator.

   

Macht aber nix, es ist schließlich ein DKE. Der "schlechtere" Empfang macht das ganze eher stilecht.

Die Masse ist überall die selbe. D3 und D4 im obrigen Plan wurden weg gelassen.
Wie gesagt der alte Plan ist für den Einsatz im DKE modifiziert worden.
Hier der Plan aus dem Platineneditor. Nicht schön gestaltet aber zweckmäßig.

   
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