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REMA 1200II
#41
schließ mich Kalle soweit an,

wenn das Poti incl. Anschluß soweit o.k. ist, brauchst Du die Sache mit den 100k-Ersatzwiderstand eigentlich nicht machen (Ausschließen der Potiunterbrechung und damit extreme Erhöhung des Eingangswiderstandes mit starker Koppel-Empfindlichkeit), das wäre nur nochmal ein "Test", ob da über eine Masse was reinkommt, denn es ist ja denkbar, daß über eine unkorrekte Masse eine "NF-mäßige Potentialanhebung" irgendwo am Eingang erfolgt, die dann als NF verstärkt wird ! ...

[...Hatte ich v.a. bei Fernsehern, auch bei meinen unperfekten Bastelschaltungen, hier war die Masse unzuverlässig bzw. zu hohe Impedanz, das führte zu Verkopplungen über die Masse, d.h. die stromstarken Impulse machten Differenzspannungen im Massesystem, die dann andere Baugruppen störten... sowas. Muß nicht, kann aber, man sollte immer auch an sowas denken]

Zitat:... Schreib bitte nochmal, ob ich die Anschlußstelle richtig verstanden habe (direkt am Pin des Gitters). ...

Ich würde an dem schweine-hochohmigen Steuergitter der EABC nichts machen oder einkoppeln. Wenn der Koppel-C und das Poti in ordnung sind, würde ich da einkoppeln, was Du ja auch schon gemacht hast. Wenn Du da einen 100n...1µ an den Eingang nach Masse legst, führt das nicht zu neuen Erkenntnissen... 
Die Methode mit einem NF-Kurzschlußkondensator ist aber grundsätzlich rel. cool, damit haben wir erst letztens einen Fehler eingegrenzt, der zu Schwingen im NF-Teil führte (Auflösung der unerwünschten Kopplung..) ob jetzt der C zum Erfolg führte, kann ich nicht mehr sagen, auf jeden Fall hilft das bei sowas...

...hier haben wir unerwünschte Einkopplung des FM-Signals, wenn ichs noch richtig auf dem Film hab, da bringt das Totlegen nicht so viel glaubich, man müßte eher versuchen, den Kopplungsweg herauszumessen: NF-Signalspannung am Ratiodetektor -- Weiterleitung zum L-Poti, warum bei zuhem Poti trotzdem zu hören, obwohl sich NF-Testsignal bis Null runterregeln läßt... Pegelverhältnisse ?
Ich kenn auch Radios, wo man die Lautstärke nicht ganz auf Null regeln kann... das müßte aber der Plan hergeben, hier geht der Fußpunkt direkt an Masse, also nicht der Fall... Geht der Potifußpunkt auch in der Schaltung direkt auf Masse oder ist da noch ein R drin ?

...andere Ideen hab ich aus der Ferne spontan nicht ^^
...oder eventuell doch: klemm doch die FM-Signalquelle ab incl. Totlegen der letzten ZF-Stufe (Röhre ziehen), dann ist vom FM-Teil her RUHE an der Signalquelle. Nun einen Tongenerator an genau die Stelle anschließen, wo die FM entsteht. Eventuell kann man so den Koppelmechanismus besser ergründen, weil man z.B. mehr Signal draufpowern kann als es der originale FM-Teil kann. Es müssen aber alle Widerstände usw. angeschlossen bleiben, damit die Impedanzverhältnisse original bleiben !

Hm..... muß aber zu finden sein, gibt schlimmere Fehler !

gruß Ingo
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#42
Hallo,

ja, das Lautstärkepoti liegt direkt an Masse.

Ich wollte nichts an das Gitter einkoppeln, sondern den Eingang "totlegen", also NF-Kurzschluß mittels 100nF nach Masse, um Fremdsignale auszuschließen. Nun war die Frage, 0,1 µF direkt ans Gittertpin?

Deinen letzten Tipp versteh ich noch nicht ganz.
FM-Signalquelle wäre ja die Antenne, also rausziehen.
Letzte ZF-Stufe wäre die 2. EF89, die also ziehen.
Dann Tongenerator an die Stelle, wo die "FM" entsteht? Die frequenzmodulierte Spannung kommt doch schon über die Antenne? Oder meinst Du "ZF"? Dann wäre das die ECH81. Direkt an das Gitter der Triode? Oder nach der Mischung, also an den Eingang der ersten ZF-Stufe?

MfG

Claus
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#43
Das mit dem 100n Kondensator am Steuergitter der EABC80 nach Massse kann man machen, um zu hören, ob es dann bei UKW-Empfang still ist.

Ohne UKW-Empfang und eventuell ohne Röhre in der letzten ZF-Stufe da kann man am 50 Ohm Widerstand des Ratio-Detektors dann ein NF-Signal einspeisen, um zu hören, ob sich das mit dem Lautstärkepoti regeln lässt. Eventuell den Widerstand dazu einseitig am ZF-Filter ablöten, um den Ratio-Detektor abzutrennen.

So wie ich das Problem rauslese, wird es aber ein Problem der Umschaltung der NF direkt vor dem Potis sein.
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#44
...Kalle, Dank Dir für die Erklärung ^^ genauso hatt ichs gedacht... ich hätte zwar Bedenken aufgrund der gleichstrommäßigen Hochohmigkeit direkt am g1 der EABC, aber das kann trotzdem gehen, die Vorspannung ist bei g1-Masse über 100n zunächst weg und baut sich bestimmt nach einigen Sekunden wieder auf (Anlaufstrom..). Zu viel Anodenstrom fließt ja hier nicht.

Ja, Umschaltung der NF-Zweige kann auch ein Thema sein, wenn es über den regulären Weg (NF-Zuführung...Lautstärkeregler...) kömmt.

Gruß Ingo
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#45
Hallo,

hab angefangen, die Liste "abzuarbeiten".

1. Antenne raus, 2. EF89 gezogen, R 50 Ohm am Bandfilter abgelötet, dort 1 kHz eingespeist. Signal einwandfrei hörbar und läßt sich auch am LS auf Null stellen Aaaber das Signal wird erst ab mindestens 400 mV Eingangsspannung hörbar, das erscheint mir zuviel. Ich kann das bis 4 V hochdrehen, ohne daß es richtig laut wird.

Daraufhin die Gittervorspannung gemessen (RVM mit 20 GOhm). Da liegen -14 V an! Laut Röhrentaschenbuch sollten es -3 V sein.
Also doch der 5 MOhm hochohmig. Nachgemessen, 5,06 MOhm.

Wo kommt diese hohe neg. Gittervorspannung her? Falls über die Lautstärkeregelung irgendwie Gleichspannung durchkommen sollte (alle Cs gewechselt), wäre die ja positiv. Und was passiert, wenn der 100 pF (NF-Spannungserzeugung defekt ist, da kann ja auch keine Gleichspannung rüberkommen, da schließt es die NF nach Masse kurz.

Ich hab jetzt erst mal nicht weitergemacht (Kontrolle mit Oszi), weil ich denke, erst mal muß die Gittervorspannung stimmen.

MfG

Claus
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#46
Hi Claus,

-14V Gitteranlaufspannung könnte von hohem Gitteranlaufstrom kommen, was bei gealterten EABC80 gar nicht so selten ist. Andere Möglichkeit wäre ein Kappenfehler des 5M Widerstandes, den man mit einem üblichen Widerstandsmessgerät, was mit einer Messspannung aus einer Batterie arbeitet und mit „hohen“ Messströmen misst, so nicht messen kann („Wer misst, misst Mist“).

Die übliche NF-Spannung eines Ratio-Detektors beträgt ca. 1Vss!

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#47
Hallo,

vergeßt meinen letzten Beitrag (Gittervorspannung -14V), ich hab schlicht und einfach geschlafen (war wohl eine kurze Nacht) und statt des RVM das Millivoltmeter genommen. Daß das Ding mir dann bei 20 GOhm Eingangswiderstand irgendwelche "HF" angezeigt hat, ist nicht weiter verwunderlich (lange Zuleitungen). Ich wollte mir nämlich jetzt diese merkwürdige HF auf dem Oszi ansehen und da war gar nichts, der zuckte nicht mal. Da klingelte es dann (bei mir). Aber weil es nicht mal im Lautsprecher bei Berührung des Gitters brummte,
hab ich nun mal die Gitteranlaufspannung mit dem RVM (12,5 MOhm) gemessen, 0,38V, das wären also ungefähr 0,8V. Ist das nicht ein bißchen wenig? 5 MOhm und Masse nochmal geprüft, stimmt. Die Anodenspannung beträgt allerdings 80V (sollten 50 V sein). Auch merkwürdig, denn bei positiverer Gitterspannung fließt ja mehr Anodenstrom, also sinkt doch die Anodenspannung (das Gerät wird mit 220V von mir betrieben).

MfG

Claus
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#48
Die Anodenspannungsangabe im Schaltplan ist mit einem 333Ohm/V Messinstrument gemessen. Mit modernen Messinstrumenten, die 20kOhm/V oder gar noch hochohmiger sind, messen dann höhere Spannungen. Im Anodenspannungszweig liegt insgesamt ein Widerstand von 250kOhm (200kOhm Anodenarbeitswiderstan + 50kOhm Siebwiderstand), was bei verschieden Mesströmen dann den Unterschied ausmacht.

Lautstärkepoti vollkommen auf Masse gestellt, dann brummt da auch bei Berührung des Gitters nichts oder sehr wenig. Sonst ist da irgendein Masseschluss oder was auch immer im Gitterzweig. Passt aber nicht dazu, dass ein eingespeister NF-Signal regelbar wäre.
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#49
Hallo,

Du findest die Gittervorspannung nicht zu gering (also zu wenig negativ)? Das sollten doch -3 V sein, davon hab ich gerade mal knapp 1/3.
Hab nochmal dem Koppel-C mißtraut und den am Schleifer abgelötet. Da steigt die Gittervorspannung sogar auf -1,2 V. D.h. aber, am Koppel-C kanns nicht liegen. Wieso die Spannung jezt aber positiver wird, verstehe ich auch nicht.

MfG

Claus
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#50
Hallo,

hab weitere Messungen gemacht.
Zustand z.Z.: Antenne ab, 2. EF89 gezogen, 50 Ohm am Bandfilter abgelötet.

Koppel-C am Schleifer des Lautstärkepotis abgelötet und über 100 kOhm an Masse gelegt.
Gittervorspannung -0,34 V

50 Ohm an Bandfilterausgang gelötet.
Gittervorspannung -0,34 V

EF 89 eingesteckt
Gittervorspannung -0,34 V

Antenne angeschlossen, das Gerät beginnt kurze Zeit nach dem Einschalten zu rauschen (logisch), ich messe die Gittervorspannung (-0,37 V), plötzlich einsetzender klarer lauter Empfang (aber nicht so brüllend wie sonst, sind ja blos 100kOhm gegen Masse). Der Koppel-C hat überhaut keine Verbindung zum Schleifer und damit auch nicht zur NF. Ich versteh es nicht.

0,1 µF vom Gitter nach Masse. Bei Massekontakt knacken im Lautsprecher, die Musik spielt in unverminderter Lautstärke weiter.

MfG

Claus
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#51
Zitat: plötzlich einsetzender klarer lauter Empfang (aber nicht so brüllend wie sonst, sind ja blos 100kOhm gegen Masse). Der Koppel-C hat überhaut keine Verbindung zum Schleifer und damit auch nicht zur NF. Ich versteh es nicht.

... ja, is komisch !! Jetzt oszillografieren, wo die fu24ing NF herkommt !!!

Parasitärer Flankengleichrichter in der EABC, weil zu viel FM-HF einstreut kanns sowas geben ?? Naja, is kein dafür "abgestimmter" Kreis da... oder doch ?
Ich glaubs nicht, aber man sollte bei solchen Sachen an alles mal kurz denken...

...wo kommt die ohne verbundenen Koppel-C verstärkte NF her ??? Das wäre jetzt die nächste heiße Spur ! Die NF muß ja an der Endröhre nachweisbar sein, sonst würde man sie nicht hören (trivial).

Jetzt v. hinten nach vorn verfolgen, wo die NF noch so vorhanden ist, ggf. Elektroden, wo sie oszillografierbar ist, mit 0,1...1µF nach Masse abblocken.

Gruß Ingo
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#52
Hallo,

hab mal oszillografiert.

EL84 G1: 176,7 mV eff
EABC 80 Anode (am Schleifer des Tieftonreglers gemessen): 106 mV eff
EABC 80 G1: 3,5 mV eff

Ich denke mal, mit 3,5 mV am Gitter der EABC 80 dürfte es nicht reichen, die EL 84 durchzusteuern.
Und wenn ich am Tieftonschleifer 106 mV messe, wie können es dann am Gitter der EL84 fast 177 mV sein, da ist doch gar keine Verstärkung dazwischen?

Zugegebenermaßen ist es auch bescheiden, die Amplitude  mit einem Musik- bzw. Sprachsignal zu messen. Hier wäre ein HF-Generator mit aufmodulierter NF sicher besser geeignet, da bleibt die Amplitude immer gleich.

MfG

Claus
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#53
Hallo,
ich benutze dafür einen FM Transmitter. Kann locker aus dem Smartphone ein Sinus einkoppeln. Qualität ist da eher zweitrangig. Ich habe noch das Glück, einen batteriebetriebenen zu haben. Aber so ein Ding oder ähnlich sollte es ja auch tun: https://www.amazon.de/FM-Transmitter-Tra...B01GRB7396
Gruß,
Peter
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