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Frequenzkonverter
#1
Hallo die Runde,

da die Schaltungsbeschreibung für den Frequenzkonverter in einem anderen Forum verloren gegangen
ist hier das Ganze nochmal in Kurzform:
Um eines vorweg zu nehmen, die Grundschaltung stammt nicht von mir, evtl. vom IC Hersteller, da mir
hierfür die Kenntnisse fehlen. Jedoch habe ich Mithilfe eines Funkamateurs die Anpassung verbessern können
und für den ganzen Aufbau eine praktikable Lösung gefunden. Die Ursprungsschaltung lässt sich irgendwo in
englischer Sprache in den Untiefen des RM.org's finden.
Der Kern der Schaltung beruht auf ein Mischer IC vom Typ SA/NE602, alternativ läßt sich auch ein NE612
verwenden, der Unterschied liegt meines Wissens nur in einer selektierten Variante, bezüglich Einhaltung
einiger Eigenschaften. Ich habe bisher beide Typen verbaut und konnte keinen Unterschied feststellen.
Die Schaltung mischt die Frequenzen um 10Mhz aufwärts wie abwärts. D.H ein Sender auf 108Mhz wird
auf 98Mhz des Radios empfangen, andererseits ist ein Sender auf 90Mhz auch auf 100Mhz wiederzufinden.

Dieser Frequenzkonverter wird einfach in die Antennenleitung eingeschleift. Das Kabel mit dem roten Stecker
wird in den Antenneneingang am Radio gesteckt. In die beiden Buchsen am Konverter kann die im Radio eingebaute,
oder eine externe Dipolantenne gesteckt werden. An Bedienelementen gibt es nur 2 Schalter. Einen Schalter für An/Aus
und einen Schalter für +10Mhz/Bypass. In der Stellung +10Mhz wird der Frequenzbereich entsprechend erweitert.
Sehr starke Ortssender werden auch in der Stellung +10Mhz empfangen, da bereits die Zuleitung als Antenne wirkt,
was aber nicht stört. Die Empfindlichkeit wird durch den Konverter keineswegs verschlechtert, eher noch verbessert,
sofern der Aufbau möglichst verlustarm ausgeführt wird.
Diese Schaltung eignet sich für alle die den oft beschränkten Frequenzbereich eines alten Radios nach oben erweitern wollen.
Für mich die beste und einfachste Möglichkeit. Ein verstellen des Oszillators bringt meist nicht den gewünschten Erfolg zumal
sich die gesamte Empfindlichkeit fast immer verschlechtert.

Der Konverter wird mit 4 Mignonzellen (Akkus/Batterien) betrieben. Der Stromverbrauch liegt bei ca.2,4mA,
so das mit einem Akkusatz theoretisch locker 30 Tage Dauerbetrieb möglich wäre.

Der Schaltplan ist sehr einfach und relativ unkritisch im Aufbau.

   

Für den Aufbau habe ich eine einseitig beschichtete Platine benutzt. Das IC ist mit dem Rücken aufgeklebt, ebenso die wenigen Lötstützpunkte.
Sämtliche Bauteile lassen sich bei Reichelt beziehen. Für die Ferritringe ist der FT23-61 von Amidon gut geeignet, klick.
Für den universellen Betrieb an bietet sich dieses Gehäuse an, klick. Da lassen sich dann auch die 4 Migonzellen unterbringen.
Das IC habe ich auch schon mal im 10er Pack in China bestellt, das ist dann deutlich günstiger.
Selbstverständlich kann man auch nur die Platine dauerhaft in einem Radio verbauen. Die Betriebsspannung lässt sich dann aus der Heizspannung
mittels Gleichrichter und Zehnerdiode gewinnen, das reicht aus da der SA602 intern eine Stabilisierung hat.
In den Rückwandlöchern kann man dann den Umschalter befestigen, dann lässt sich alles wieder zurück bauen.

Hier lässt sich der Aufbau gut erkennen.

   

   

   

Viel Spaß beim nachbasteln

Gruß
Frank
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#2
Ha, Frank,

von Dir war die Schaltung im alten Forum. Ja, die hatte ich mir damals kopiert und gut weg geheftet. Die Teile dafür habe ich stets vorrätig. Ich weiß gar nicht, wie oft ich diese Schaltung schon nach gebaut habe. Unser Peter hat auch von mir so eine bekommen. Na, der hat sich gefreut. Ich kam damals zum Nachbauen, weil meine Frau immer die ollen Privatsender vermisst hatte, die oberhalb 100 MHZ liegen. Ich habe 3 Stück von der Schaltung im Einsatz.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#3
Ich habe den auch schon zwei mal gebaut und nun erfolgreich im Einsatz.
Vielen Dank!
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#4
Hallo Frank,
vielen Dank für den neuen Beitrag dazu, hatte schon früher andernorts davon gelesen und werde die Schaltung in den nächsten Tagen in mein kleines Braun-Küchenradio einbauen, damit ich damit endlich Jazz-Radio-Berlin empfangen kann.
Viele Grüsse,
Jean
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#5
Dank Frank seiner Zustimmung hatten unsere Lehrlinge 10 Stück gebaut. Wer da nun alles welche bekommen /gekauft hat habe ich nicht Dokumentiert. Aber den Originalen von Frank hüte ich gut. Danke dir Frank, die Jungs haben sich mächtig gefreut ihre Weihnachsessenskasse aufzufüllen.

Bald ist wieder Weihnachten, sollten wir nicht wieder diese Aktion machen?????
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#6
Hallo Frank Smile

Ja, find ich auch richtig Klasse, die Frequenz~Erweiterer Thumbs_up Ich hab ja einen von Dir & einen von Andreas Blush
Sehr schön finde ich, daß über die "Bypass"~Funktion normaler UKW~Empfang merklich verstärkt wird.
Und die Aufschaltung Plus 10 MHz ist natürlich prima, damit kann ich alle Sender empfangen, auch z.B. NDR~Info,
der ist in Schwerin nämlich auf 105,3 MHz Blush >>> KLiCK <<<

Heute hatte ich gerade wieder den schön kleinen Konverter von Andreas in Benutzung mit dem Loewe Magnet 735W.

Eine tolle Sache, und wirklich empfehlenswert für Radios, deren UKW bei 100 MHz endet Cool

Beste Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#7
Ich habe auch einen dieser Konverter im Einsatz. Ich glaube den hattest Du, Frank für mich schon fertig zusammengebaut geschickt. Ist wirklich prima das kleine Kästchen!
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#8
Wer baut mir günstig so ein Teil? ich komme einfach nicht dazu, viel zu viele offene Geräte liegen bei mir rum.
Andreas kommt ja zu mir, da kann er sich ja ein von Bild machen,

Smiley58 oder er macht alles fertig.
Den sperre ich in die Werkstatt und lasse ihn erst raus, wenn alles erledigt ist. Smiley14Big GrinSmiley53Smiley34
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#9
Hallo Frank,

sooo kurzfristig mit dem Teil!!! Heute kommt der Peter zu mir, klappt auch nicht. Aber ich habe überlegt, was ich dir mitbringen kann. Na bekommst meinen Konverter als Mitbringsel und ich baue mir daheim einen neuen. Die Teile habe ich ja immer.

AAber in die Werkstatt sperrst Du mich nicht, eher in die Kellerbar.Smiley58
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#10
Danke für diese super Anleitung Frank.
Grün statt Braun
Gruß aus der Pfalz
Gery



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#11
@Frank Moschti, ich glaube einen habe ich noch, werde mal suchen und dir Bescheid geben. Du hattest noch was gut bei mir Smiley20Smiley53

Ja und offene Geräte, da kann ich auch mit dienenSmiley18
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#12
Ja, so ein Konverter wäre schon nicht schlecht für meine alten "RFT's". Nur selbst bauen kann ich ihn wegen meiner starken Sehschädigung leider nicht.
Könnte das jemand für mich machen und was würde sowas kosten?

Gruß Gerald
Kalte Lötstellen gibt es bei mir nicht. Habe mir bei jeder die Finger verbrannt.
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#13
Da ich gerne solche Kisten baue, kann ich ja über den Winter eine Serie auflegen. Würde dann aber gleich mal 10 Stück machen.
Frank hat da glaube ich mal 50 Euro angesetzt, ich weiß das jetzt gar nicht so genau.
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#14
Ja Philipp da kommst du mit hin. Lass dir die Bestückungsliste von Frank geben, die ist sehr gut.
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
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#15
Der Teilepreis lag für alles mit Gehäuse und einfacher Dipolantenne irgendwo bei 20 Euro. Für den Aufbau mit
Platine und Gehäuse bearbeiten braucht man ca.3 h wenn man es schon öfter gemacht. Mir fehlt dafür im
Moment die Zeit. Am längsten dauert noch die Platine/Gehäusebearbeitung.

Gruß
Frank
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#16
Hallo Andreas_P, Dietmar schickt mir eine, er hat einen übrig. Also kannst du deinen behalten und brauchst keinen neuen aufbauen. Mitbringen kannst du ihn ja trotzdemm zum Ausprobieren.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#17
Hallo zusammen,

ich habe mir jetzt auch mal den Frequenzkonverter zusammengebaut. Auch von mir ein Dankeschön für die gute Anleitung!

Bei mir ist der SA602A ist nicht im DIP-8-, sondern im SO-8-Gehäuse.

Leider funktioniert die Schaltung noch nicht.
Sie zieht gut 2 mA bei 6,2 V. Der Oszillator scheint aber nicht zu schwingen (auf dem Oszilloskop ist nichts zu sehen, und ein danebengestellter Weltempfänger rauscht auf 10 MHz ignorant weiter). Der 68k-Widerstand ist nicht auf Masse geschaltet, der Oszillator müßte also was tun.
Der Quarz ist ein ebenfalls im HC49U-Gehäuse, und die beiden pF-Kondensatoren sind Keramiktypen.
Achja, richtig angeschlossen ist das IC auch Smile .

Ich habe jetzt eine zweite Schaltung aufgebaut, die hat die gleiche Stromaufnahme, funktioniert aber auch nicht; es muß also ein systematischer Fehler sein.

Hat jemand einen Tip für mich?

Gruß, Frank
Keiner von uns kommt lebend hier raus. Also hört auf, alles aufzusparen. Eßt leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge. Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch. Bastelt mit Radios. Für nichts anderes ist Zeit.
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#18
Hmm, hast du mal ein Foto vom Aufbau. Eigentlich ist das alles total unkritisch.
Wenn sonst alles korrekt ist würde ich mal den Quarz tauschen, hatte da schon mal einen
Defekten dabei, kann zum testen auch einen ähnlichen Wert haben.
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#19
Hallo Frank,

in dem SAA602A ist doch eine Lichtquelle verbaut.
Leuchtet sie, ist das IC in Betrieb, wenn nicht, ist es defekt! IdeaSmiley26
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#20
Danke für die schnelle Antwort!

[Bild: 23323684bb.jpg] [Bild: 23323685gt.jpg][/url]
Sieht ja ganz schön usselig aus bei der Vergrößerung. Die gelbe Leitung hat übrigens einen Außendurchmesser von 1,3 mm.

Es sieht zwar nicht so aus, aber alle Lötstellen sind ok; keine Kurzschlüsse zwischen den Pins und auch nicht nach Masse.
Den Schalter für den 68k habe ich weggelassen.

Mag sein, daß ein Quarz defekt ist, aber mit dem Quarz in der zweiten Schaltung funktioniert es ja auch nicht. Ich teste es trotzdem mal mit einem anderen.

Gruß, Frank
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