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HR1 (Schalter?)
#1
Hallo,
gestern bekam ich 2 schwarze Kästchen geschenkt, die ein Bekannter beim Ausräumen eines alten Hauses gefunden hatte. In dem Haus wohnte früher ein Bahnangestellter (könnte wichtig sein).

   


   


Das zweite Gerät hat statt des Quecksilberschalters ein Relais und schaltet bis 6 A. Da sind 2 der Ausgänge auch noch mit "Thermometer" und "Heizung" beschriftet. Meine Vermutung, könnten das Schaltrelais für Bahnheizkörper (die früher unter den Sitzen der Personenwagen angeordnet waren) sein? Von der Leistung könnte das ja zumindest bei dem 6A Typ passen.

Den Quecksilberschalter finde ich noch interessant. Das sieht ja ganz so aus, als ob an 2 Kontakten eine Heizung für das Quecksilber angeordnet wäre. Hab mal eine Großaufnahme versucht:

   

Allerdings kommt mir die Menge Quecksilber dafür ein bißchen zu gering vor, das müßte ja den "Heizwendel" wenigstens umhüllen. Vielleicht kennt ja jemand die Dinger  und weiß genau, wofür die waren. Ich finde sie jedenfalls interessant.
Und wie hat das Ding geschalten, man müßte es ja dafür irgendwie drehen, sieht aber nicht so aus, als ob das drehbar angeordnet war.

MfG

Claus
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#2
Guten Morgen,

Sollte so etwas sein:

https://www.tubecollection.de/ura/blinkrelais.htm

https://www.uhrenwerkstattforum.de/t1114...elais.html

LG Holger
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#3
Hallo,

trifft perfekt das Ding mit dem Quecksilberschalter. Bei dem anderen Modell mit Relais ist wohl doch eher an irgendeine Heizung zu denken (Thermometeranschluß). Auch ist die Leistung ja bedeutend höher (1320 W)
Hier mal der inliegende Zettel:

   

Interessant auch, daß es bei der DR diese Dinger auch geteben hat, entgegen der Meinung im Uhrenwerkstattforum.

MfG

Claus
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#4
Hallo,

wir haben seinerzeit mit der DR gegaubelt und die Bahnstromer haben mir seinerzeit die Antennen der Streckenfunkfeuer erneuert.

In dem Zusammenhang erinnere mich, solch einen Schalter bei denen in der Werkstatt gesehen zu haben.

Sie dienten wohl für das Blinklicht der Andreaskreuze, die Heizung sollte das HG bei Laune halten, denn die Schaltkästen standen im Freien.


Edit: Zum Schalten der Bahnheizkörper der DR wären wohl die Welt Vorräte an HGS aufgebraucht. Smiley34




Gruß aus dem Kreis Siegburg vom Hans-Jürgen

"Was Hänschen nicht lernt lernt Hans nimmer mehr"

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#5
Hallo,

@Hanskanns
betreff Deines "Edit": Ich vermute, da geht einiges durcheinander. Der Schalter HR1 mit dem Quecksilberschalter ist bestimmt für ein Andreaskreuz gedacht gewesen (Blinkschalter). Dafür spricht ja auch die Leistung von 300W (siehe auch den beitrag von Holger).
Der andere Schalter (bei dem ich die Verwendung für Heizkörper vermutete) wird bestimmt die Weltvorräte von HG nicht aufbrauchen, denn er enthält ja gar keinen Quecksilberschalter, sondern ein Relais! Außerdem spricht die Schaltleistung von 1320 W meiner Ansicht nach gegen die Verwendunbg als Blinkschalter für ein Andreaskreuz. Und wozu sollte dann das Thermometer gut sein. Für einen Bahnheizkörper ist das schon sinnvoll (aber nur Vermutung).
Mit Funkfeuern kenne ich mich nun gar nicht aus, weiß nur, daß man sowas beim Flugverkehr braucht. Aber die Bahn hat doch so etwas nicht, oder?? Wozu sollten die gut sein??

MfG

Claus
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#6
Hallo Andreas,
Funkfeuer werden in der Seefahrt/ Binnenschifffahrt genutzt, sind heute noch absolut in Funktion. Die gesamte Schifffahrt ist auf solche Einrichtungen angewiesen. Dabei sind solche Relais von der Beständigkeit und vom Wartungsaufwand die Besten. Nur mit erheblichem Aufwand (extreme Kosten für Aufbau und Wartung) könnte es mal irgendwann eine andere Lösung geben.
LG aus Schwerin, Holger
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#7
@ all

Ich war überzeugt, diesen Quecksilberschalter bei den Bahnstromer gesehen zu haben. 

Wieviel Watt die Leuchtmittel in den Andreaskreuzen hatten und was dass für welche waren habe ich nicht mehr auf dem Schirm.
Die Verbindung Bahn und Funkfeuer für die Flugsicherung wurde dadurch hergestellt, dass wir kein Material für die 'Erneuerung der Antennen hatten, aber Geld. Und als ständig Technik interessierter musste ich auch im Profil der Bahnstromer schnüffeln.

Mit dem Schalter für die Bahnheizung habe ich nicht sorgfältig gelesen.

An Techniken jenseits von Radios kann ich auch immer erfreuen.




Gruß aus dem Kreis Siegburg vom Hans-Jürgen

"Was Hänschen nicht lernt lernt Hans nimmer mehr"

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#8
Ich kann jetzt auch nur mit gefährlichem Halbwissen dienen, allerdings bezweifle ich, dass es sich hier um einen Blinker für Andreaskreuze handelt. Einen solchen von der DDR-Reichsbahn habe ich zu hause, heißt Pendelblinker.
Funktioniert wie folgt:
Auf einer drehbaren Scheibe mit hohem Massenträgheitsmoment sitzen drei Quecksilberschalter, zwei Arbeitskontakte und ein Pendelkontakt. Die Scheibe ist mit einer Feder wie eine Unruh gelagert und wird durch einen Elektromagneten, welcher wiederum durch den (in Ruhe geschlossenen Pendelkontakt) angesteuert wird, ausgelenkt. Folglich pendelt die Scheibe hin und her, was die beiden Arbeitskontakte periodisch schließen und öffnen lässt.

Sieht so aus: https://www.youtube.com/watch?v=XDLB1kAHT2g

Was beim HR1 gegen eine Anwendung als Geber für Andreaskreuze spricht:

- 220 V meines Wissens nach unüblich in der Eisenbahntechnik, untergekommen sind mir bisher 24 V und 60 V DC - muss aber nichts heißen

- Konstruktionsmäßig unterschiedlich zu allen bisher irgendwo aufgetauchten Blinkrelais aus der Signaltechnik


Kannst du mal einen Schaltplan herauszeichnen? Das sollte Klärung bringen - könnte ja auch ein Zeitrelais oder was in der Richtung sein.
Viele Grüße, Mark

Radioten aller Länder, vereinigt euch!
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#9
(24.05.2021, 22:54)Hanskanns schrieb: Sie dienten wohl für das Blinklicht der Andreaskreuze, die Heizung sollte das HG bei Laune halten, denn die Schaltkästen standen im Freien.


Das würde ich mal als falsch bezeichnen - wie soll hier etwas blinken, wenn die Heizung nur der Wärme dient? Die Heizung dient vielmehr dem zweck, die Luft im rechten Teil zu erwärmen, was durch die Ausdehnung das Hg in das linke Gefäß drückt. Je nach dem, wie die Kontakte liegen, wird geöffnet oder geschlossen.

Ich habe schon einige Blinker mit Quecksilber gesehen, keiner war so simpel aufgebaut. Aber man lernt ja immer dazu. Warten wir auf ein Schaltbild.
Viele Grüße, Mark

Radioten aller Länder, vereinigt euch!
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#10
Hallo,

geht hier was durcheinander? Das eine Gerät mit dem Quecksilberschalter ist ja durch die Verlinkung vom 24.05. hinreichend erklärt.
Das andere Gerät mit der Beschriftung "Heizung" (Anschlußschema auch am 24.05. gepostet) hat überhaupt keinen Quecksilberschalter!!
Hab mal die Schaltung aufgenommen:
Nanu, jetzt gibt es hier keinen Button zum Fotos hochladen mehr???? Muß ich es nachher nochmal probieren.
Also anbei das Schaltbild und zwei Ansichten von innen. Dabei sieht man sehr schön, daß der Widerstand 8,2 kOhm mit dem Schaltrelais in thermischem Kontakt steht. Der sol ldas Ding wahrscheinlich aufheizen.
Auf dem Schaltrelais steht nämlich drauf: 6A 250V ~; ~TB250 grd C
So, nun werde ich die Seite nochmal starten, vielleicht kommt dann der Button wieder.

MfG

Claus
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#11
Hallo,

Button ist da, Bilder folgen:

Schaltplan

   

Ansichten:

   

   

MfG

Claus
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#12
Hallo Claus,

ich hab mich nur auf das Quecksilberteil bezogen - das wurde ja recht schnell in die Bahnecke geschoben, nur kommt es meiner Meinung nach nicht aus der Stelltechnik, dort waren die Dinge viel Massiver konstruiert, schon rein aus Sicherheitsgründen. Ebenso sprechen die 220 V nicht für die Bahn, ich habe nochmal bei einem Bekannten nachgefragt, der bestätigte mir, dass diese Spannung in der Stelltechnik unüblich ist.

Zitat von Ihm: "12V in den meisten mechanischen Stellwerken, Elektromechanische Stellwerke haben 34V Überwachung und 136V Stellspannung, Relais sind 60V bzw 185V ~ für die Signale"

Ich kenne diese Bauform der Quecksilberelais ein mal als Verzögerungsschalter für Treppenhauslichte, andererseits könnte es auch ein Blinkrelais sein, nur eben weniger aus der Bahntechnik. Da würde der Schaltplan helfen.
Viele Grüße, Mark

Radioten aller Länder, vereinigt euch!
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#13
Hallo,

das Quecksilberteil und das mit dem Schaltrelais stammen beide aus einem Schrankenwärterhäusschen. Die Bewohner
(der Mann war der Bahnangestellte) kannte ich. Nachdem die Familie verstorben war, wurde das Haus von der Bahn versteigert und nun vom neuen Besitzer geräumt. Von diesem bekam ich die Teile. Dadurch war die Verbindung zur Bahn (Schranke - Blinklicht) ziemlich naheliegend. Ich kann das Teil ja nochmal vorkramen und dann mal die Schaltung aufnehmen.

MfG

Claus
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