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SAT-Empfang Störung
#1
Hallo Leute, ich betreibe an meinem Sommersitz eine SAT-Empfangsanlage, bestehend aus Receiver, Verbindungskabel, Motor-Drehanlage und Twin-LNB an einer Offset-Antenne.
Damit der Außeneinheit über den Winter nicht langweilig wird und sie sich einen neuen Eigentümer sucht baue ich sie im Herbst immer ab.
Jetzt gab es beim Wiederaufbau Probleme.
Der Receiver bootet, die Drehanlage dreht wie sie soll, es ist kein Satellit zu empfangen.
Also am LNB den F-Stecker abgeschraubt und die 14 / 18 V gemessen. Korrekt vorhanden.
Deshalb den zweiten LNB-Anschluss benutzt. Gleiches Ergebnis.
Neues LNB besorgt und montiert, ebenfalls kein Empfang.
Darum neues Verbindungsstück vom Stellmotor zum LNB eingebaut. Sofort korrekter Emfang.
Die F-Stecker waren sauber montiert und nicht die Ursache.
Deshalb ein Messer genommen und die Außenhülle des alten Verbindungskabels aufgeschnitten.
Darunter war der Schirm nur noch teilweise vorhanden, dafür Zersetzungsprodukte aller Art.
Die haben dann unbelastet am Digitalmultimeter die 14 /18 V vorgegaukelt.

Nun habe ich ein LNB über. 
Das habe ich geöffnet und mal reingeguckt.

   

   

Innen sieht alles sehr sauber aus. 
Die Oszillatorfrequenz wird hier wohl über das PLL-Prinzip realisiert. 
Es ist dafür ein Quarz 25,09 MHz vorhanden. Die Aufbereitung erfolgt für jeden Abgang gesondert.
Die Bauteile sind so klein, da werde ich besser nicht darin herumfingern.
Ich werde mal nachdenken wie hier modifiziert werden kann für den Empfang des AFU-Bereichs bei 10 GHz.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#2
Probleme die bekannt sind. Die verbindungskabel verwittern hier in Spanien (je nach gegend) sehr unterscheidlich.
Vor allem setzt ihnen UV zu. Danach werden sie brüchig, und wenn es mal regnet kommt der ausfall.
Es kommt aber auch vor das der vordere verschluss verlohren geht (deckel kappe vor dem LNB)
Der Deckel ist dünn und vergammelt schneller als es normalerweise die Kabel tuhen.
Da das LNB bedingt durch die einstellung leicht angehoben ist füllt er sich bei regen bis zum rand mit wasser. Das wars dann.

Zum glück sind diese LNB mitlerweile sehr billig und auf dem Baumarkt zu bekommen.
Ich kann mich noch errinern das die vor 30 jahren ein kleines vermögen kosteten, und extra bestellt werden mussten.
1 woche lieferzeit aus Galizien, wo die firma Televes ihren haubtsitz hat.
Die schüssel (1m20) steht immer noch an ihren platz . Aus Aluminium, und von Televes selbst hergestellt. Kein zukauf aus fern Ost. Das gab es damals ja noch nicht.

LNB haben wir seit dem bestimmt schon 4 stück gehabt. Die halten halt nicht ewig
Das Kabel ist ein sehr robustes vom hersteller Lasza. Das macht sich immer noch gut (kabel für ausen verlegung) genaue bezeichnung weis ich jetzt nicht mehr.
Aber anscheinend unverwüstlich.

Fileicht solltest du nach sowas ausschau halten. Normalerweise sind sie Schwarz in der Farbe. Es sollte sich aber um ein SAT kabel handeln. Es gibt auch ganz billige varianten welche nicht für so hohe frequenzen geeignet sind.
Chinesches material ohne typenbezeichnung und Hersteller aufdruck brauchst du garnicht erst ausprobieren.
Ein instalatör zeigte mirt mal eine Vorlage welche er vorzeigte wenn den leuten das T100 von Televes, oder das FI von Lasza zu teuer erscheinen.
Das kabel hatte einen innenleiter aus irgend einer legierung welche sich nur schwer bis garnicht löten lies (sicherlich nur für klemmverbindung geeignet).
Am ausenmantel wahren sage und schreibe gerade mal 23 einzeladern vorhanden ........... sonst nichts mehr.
Printed on recycled Data
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#3
Bei uns nimmt man Kathrein-Kabel der LCD Serie

https://www.kathrein-ds.com/produkte/kab...kabel/?p=1

üblicherweise LCD 111 für innen und 115 für außen.
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#4
Hallo, danke für die Antworten.
Hier war Kabel mit weißer Außenhülle verbaut. Gekauft habe ich es vor Ort in 2003, seitdem ist es im Einsatz.
Kann man nicht gleich meckern.
Für den Internetzugang habe ich Kabel mit schwarzer Außenhülle wie der Juan es vorschlägt. Das hat Vollkupfer-Innenleiter, drei Schirme (Folie, Geflecht, Folie) und es sind Aufschiebestecker verarbeitet.
Ist erst 6 Jahre alt und deshalb nicht vergleichbar.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#5
Hallo Manfred,

ich war für 170 Kopfstellen mit je 3 Spiegel verantwortlich. Wie Kalle/Juan schon geschrieben haben, im Außenbereich nur schwarz LDC-xx von Kathrein. Die passenden Kompressionsstecker dazu und du hast einge Jahre Ruhe. Die Cabelcom neu Corning Kompressionsstecker, haben innen einen zusätzlichen 0-Ring für die Feuchtigkeits-Abdichtung. Die Zeit der "Aufreh danach Crimpstecker" ist schon einge Jahre vorbei!!
Zange und Stecker kannst du von mir haben!!

VG Dieter der Antennenmann
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann mann noch schönes bauen. J.-W.-Goehte
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#6
Hallo Dieter, vor 18 Jahren war der Balkankrieg mal gerade vorbei und Kroatien noch auf einem niedrigen Level.
Da musste man nehmen was verfügbar war. Mitbringen aus Deutschland war nicht, weil Zoll usw.
Seit Beitritt zur EU kein Problem mehr.
Diese Aufschiebestecker benötigen keine Zange, das geht mit Bordmitteln.
Da wird abgesetzt, die innere Stützhülse genau positioniert und dann ein Verbinder in den Stecker eingeschraubt.
Dann zieht sich das alles von selbst fest und ist unlösbar verbunden.
Geht nicht wieder ab, es sei denn man zerstört es.
Gruß Manfred
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#7
Hallo Manfred,

als ich 1989 meine 1. Drehanlage aufgebaut hatte, gab es auch nur die einfachen Aufdrehstecker mit scharfen Innengewinde. Dann kamen die guten Cabelcom Crimp-stecker um dann von den Chinesen kopiert zu werden. Die sind dann auch gern wieder abgefallen, weil die Stecker Maße nicht zu den Kabeln passten.

Ich habe xx Schulungen bei PPC / Cabelcom und Corning hinter mir. Das Ergebnis: es gibt keinen Universalstecker für verschiedene Koaxialkabel. Es gibt immer nur den "passenden" Stecker für das ensprechende Koaxialkabel!! Nun kenne ich deine Aufschiebestecker / Verbinder / Kabel nicht ??

Wenn du ein neues Schwarzes LCD-Koaxialkabel benötigst, dann nenne mir die Länge und ich mache dir eins komplett mit Kompressionsstecker fertig. Dass kannst du dann im Frühjahr einbauen??

VG Dieter
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann mann noch schönes bauen. J.-W.-Goehte
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#8
Hallo Dieter, die Stecker nennen sich: CABELCON Self install F-Stecker 7 mm , da habe ich vor zwei Jahren eine Großpackung gekauft und noch reichlich über. Die Dinger gibt es sogar farbig in gelb, blau und schwarz.
Kabel in schwarz ist auch noch vorhanden, hatte da 100 m mit Innenleiter in Vollkupfer gekauft und für das Internet verbaut.
Die Störung war recht schnell behoben als die Ursache dann ermittelt war.
Ich danke trotzdem für das Angebot.
Normal ziehen die sich von selbst fest. Ich mache das aber ungern am Gerät sondern verwende dazu einen Kabelverbinder.
Den kann man dann anschließend wieder entfernen und die Stecker sitzen bombenfest.
Die Drehanlage brauche ich auch nur weil Astra auf 19,2 und das kroatische Fernsehen auf Eutelsat 16 ° Ost kommt und mit 3 ° Unterschied keine LNB nebeneinander angeordnet werden können.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#9
Guten Morgen Manfred,

CABELCON Self install F-Stecker 7 mm, das ist die neueste Variante und sind sehr gute Qualitäts-Stecker. Die Farben sind den verschiedenen Koaxialkabeln zugeordnet. Unterschieden wird in 4,9 oder 5,1 Innendurchmesser. Das steht auf deiner Kabelrolle.

Inzwischen werden auch sehr schmale LNB für 3 Grad Abstand hergestellt. Oder gleich die: GT-Sat GT-QDM3 Monoblock Quad LNB (x Teilnehmer/ 3 Grad Abstand).
Dann hast du nicht im Frühjahr das Einmessen=Justieren für die Drehanlage??

VG Dieter
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann mann noch schönes bauen. J.-W.-Goehte
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#10
Hallo Dieter, Fernsehen im Sommer ist nur wegen der Nachrichten wichtig.
Es gibt im Umfeld interessantere Dinge als die Standard-Schmalzstullenserien.
Mit dem Einmessen ist das relativ einfach.
Zur Erstinstallation wird der Motor in die Null-Stellung gefahren und dann exakt nach Süden ausgerichtet.
Bei Sommerzeit dorthin wo die Sonne um 13.00 Uhr steht. Dann die Höhe über dem Horizont einstellen.
Wir haben hier 43 ° Nord, da steht der Spiegel steiler als in Deutschland.
Dann muss man den Längengrad am Standort kennen, bei mir hier 16 ° Ost. Danach wird die gewünschte Satposition angefahren und der Satellit abgesucht und gespeichert.
Hier also 19,2 °, 16 °, 13°, 5°.
Ich habe mir aus zwei V-Klammern einen Drehschemel gebaut. Der sitzt am Antennenmast unterhalb der Motorhalterung und ist so was wie die dritte Hand. Der verbleibt immer dort. Da wird jetzt die Motorhalterung aufgesetzt, beide Befestigungsklammern bis kurz vor "fest" angezogen und dann kann man bequem um die Achse nach ost / west schwenken. Am Sat-Empfänger im Menü den Ausrichtemodus aufrufen und auf maximalen Balken feinausrichten. Dann stimmt der Kreisbogen über dem Horizont automatisch.
Das dauert im Frühjahr maximal 5 Minuten.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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