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Fernseher ALEX, Stern-Radio Berlin
#61
Hallo,

mir geht es darum, ob die Beschichtung grifffest , also abriebfest ist. Ich will damit normale Röhren wieder beschichten.

Viele Grüße
Bernd
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#62
Grifffest in diesem Sinne ist sie nicht. Kann die aber nicht einfach abwischen. Leitet aber sehr gut.
Andreas_P hat da mal welche beschichtet und kann da sicherlich Auskunft geben.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#63
Hallo Bernd und Frank,

ja diese Abschirmmethode mit Graphitlack egnet sich auch zum Abschirmen von älteren Röhren. Hier gibt es zu beachten: Man muss dafür Sorge tragen, dass der feine Draht oberhalb des Rörensockels blank geschabt wird. Sonst bekommt der Graphitlack keine Verbindung. Dann muss der Röhrenkolben sorgfältig mit Soritus etc. gereinigt werden. Nicht mehr andassen, nur noch am Sockel. Dann die 1. Schicht sprühen. Trocknen lassen. Dann mit einem weichen Tuch das Zeug blank polieren. Nun kommt die 2. Schicht. Dann ist der Graphitmantel gut leitend. Nun verwende ich einen sprühlack Silber oder Gold. Um auf die Frage zurück zu kommen. Richtig wischfest ist Graphitlack eher nicht. Daher der Überzug mit einem Lackspray.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#64
Hallo ihr beiden,

das wußte ich zwar schon, aber ich dachte es gibt inzwischen Besseres. Gut, dann müssen wir das alte Rezept beibehalten.

Trotzdem danke.

Viele Grüße
Bernd
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#65
Bin gerade dabei die einzelnen Bauteile auf dem Chassis zu prüfen. Habe es ja ausgebaut, nun kommt man auch besser dran. Das dauert eine weile. Aber es geht weiter, auch wenn es schleppend ist.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#66
Heute bei uns Regenwetter, also doch wieder an den ALEX gesetzt.
Jetzt habe ich die obere Spule ausgebaut. Der Spulenkörper ist total verformt. Der Kern ließ sich nicht mehr drehen. Ich habe in meinem Fundus genau so einen neuen Spulenkörper gefunden.
Jetzt habe ich die alte Spule vorsichtig abgezogen, naja war nicht einfach. Dabei ist mir im inneren drei Windungen zerrissen. Ist aber nicht so tragisch, da diese Spule ja mit dem Kern abgeglichen wird.

   

   

   

Dann alles wieder eingebaut und den Originalen Kern auch eingeschraubt.

Das Ergebnis sieht dann so aus.

   

   

Das Bild ist auch zu breit, dieses kann ich aber nirgends einstellen.

Nun kommt das nächste Rätsel.
Den Kreis kann ich nicht horizontal verschieben, aber den Hintergrund bis das Bild links oder eben rechts zusammenfällt.
Was kann das jetzt sein.

Mit dem Oszi messen trau ich mich nicht, da es ja ein Allstromgerät ist.
Wie muss ich das machen, damit nichts passiert?
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#67
Hallo Frank,
beim Messen an Allstromgeräten immer einen Trenn Regel Trafo vorschalten, schon ist die Angst gebändigt
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#68
Hallo Frank,

auf die Schnelle kann man anhand des Bildes keine eindeutige Zuordnung treffen, sieht so aus, als ob das der "Schleier" des Zeilenrücklaufes sichtbar ist, charakterstisch ist Deine Beschreibung, daß das Bild sich nicht verschieben läßt (nehme an mit dem H-HOLD (Zeilenfang)-Steller) aber der "Hintergrund" ist eigenartig... meinst Du diese schleierförmige Aufhellung ? Wenn die sich "entgegen" des Bildinhaltes verschieben läßt, ist es mit Sicherheit der Zeilenrücklauf.

Eventuell nicht korrekte Ansteuerung der Endstufe und dadurch eine falsche Phasenlage... aber komisch, daß der Kreis und damit der Bildinhalt ganz gut zentriert ist. Die Grundfrequenz und Ansteuerphase müßte also eigentlich o.k. sein.

Versuch mal zu prüfen, ob die Spule nach dem kleinen Unfall mit den Windungen innen noch i.O. ist. bei einer Spule reicht eine kurzgeschlossene Windung, um die Induktivität dramatisch abzusenken, daran denkt man manchmal nicht. Wie hast Du die 3 unterbrochenen Windungen repariert ? Es darf keine Kurzschlußwindung entstehen..

(Ergänzung: Ich bring nur die Spule ins Spiel, weil ich entnommen hab, daß die in Zusammenhang mit dem komischen Bild stehen könnte, normalerweise merkt man schlechte Schwungradkreisspule an fehlerhafter o. instabiler Synchronisation. Letztere sieht aber eigentlich ziemlich gut aus!)

Messen: Wenn Du den Fernseher über einen TRENN-Trafo (Stell- oder Festtrafo) betreibst, ist das Chassis nicht mehr netzverbunden und Du kannst bedenkenlos daran oszillografieren, aber bei Anschluß der Masse des Oszis an das Chassis hängt nun das Erdpotential am Chassis, d.h. die gefährlichen Wechselspannungen IM Gerät sind dann (wiederum) gegen andere geerdete Teile wirksam, solange die Oszimasse am Chassis hängt ! ...was aber kein Unterschied zu allen anderen Geräten mit eigenem Netztrafo ist !! ... Muß man sich immer vor Augen halten... (ein FI in der Netzzuleitung zum Trenntrafo ist für Erdschlüsse sekundärseitung unwirksam, auch ein wichtiges Detail).
Der gefährliche Zustand "Netzspannung am Chassis" wird durch den Trenntrafo unterbunden, das ist genau das Ziel an dieser Stelle und keine Schutztrennung im eigentlich Sinne... die ausführlichere  Diskussion dazu steht woanders...^^

Gruß Ingo
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#69
Hallo Frank,
du kannst einen Trenntrafo nehmen, haste doch bestimmt.
Ingo war schneller.
Grüße aus Sachsen, Falk
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#70
Hallo Frank,

aus meiner Erfahrung kann ich Dir empfehlen einfach mit einem Trenn- oder noch besser einen Trennregeltrafo den Alex speisen.

Dann sollte das Oszillographieren gefahrlos gehen.

Edit: Da war ich zu langsam.




Gruß aus dem Kreis Siegburg vom Hans-Jürgen

"Was Hänschen nicht lernt lernt Hans nimmer mehr"

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#71
Ja gut, dann werde ich es mal so machen.

Hier ein Bild von den kaputten Windungen. Die hatte ich innen herausgezogen und schon hatte ich den neuen Anfang, also halb so tragisch. Ich habe die Spule dann mal mit dem Chinateil gemessen,
es ist die L56. Diese hat 96,9 Ohm und 5,6 mH.
   

Hier noch die Spule am Zeilentrafo, wenn man den Kern dreht, passiert nichts.

   

Hier das Bild nochmal. Der Kreis bleibt in der Mitte, der Rest des Bildinhaltes verschiebt sich.

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#72
Die Induktivität am Zeilentrafo ist der Zeilentrafowicklung für die Horizontalblenkung und damit auch der entsprechenden Induktivität der Ablenkwicklung des Ablenksystems parallel geschalt. Sie dient somit der Bildbreiteneinstellung. Wenn sich damit nichts einstellen lässt, liegt es am gesamten Horizontalablenkkreis, also am Zeilentrafo oder/und am Ablenksystem (Teilschluss der Ablenkwicklung oder des 50pF Kondensators parallel zu einer Teilwicklung des Ablenksystems?). Auch der 300pF Kondensator der auch parallel zu der Spule geschaltet ist, kann ein Problem sein. Den 50nF Boosterkondensator auch uberprüfen, eigentlich auswechseln, weil die oft Probleme machen (schon damals und heute erst recht).
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#73
Wenn ich mir das Bild vom Zeilentrafo angucke, drängt sich mir der Verdacht auf, daß die Primärspule heiß geworden ist.
Ob Windungsschluß oder Defekt in der Umgebungsschaltung läßt sich aber vom Bild her nicht sagen.

Wie warm wird denn der Wickel ?

Viele Grüße
Bernd
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#74
Guck dir mit dem Ozzi den Phasenvergleich an, tausche beide Dioden, zB gegen BA102, der Widerstand wo die Rücklaufimpuse vom ZT zum Phasenvergleich führen, kann zur Stabilisierung verkleinert werden. Guck die die kontrastregelspannung an ob die sauber geliebt ist, Guck dir in der Phasenumkehrstufe vom Amplitudensieb die Impulse an, nicht das die übersteuert sind.
Einschwingstreifen sind auch zu sehen, Guck dir die Rücklaufaustastung an uns schau nochmal in die Serviceunterlagen, da steht was dazu drin.

Beim Weissensee FS 02 habe ich das sauber hinbekommen, beim Alex auch. Auf die 2 Berolinas hab ich kein Bock mehr, die kannst du kostenlos abholen, bei einem fehlen die Kanalsegmente da der Weissensee nur einen mit Spulen drin hatte, der Rest waren Dummys um den Feindsender auszusperren.
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#75
Das mit den Oszi wird erst nach meinem Urlaub. Jetzt muss ich erst einmal abschalten.
Habe auch mal die betreffende Bauteile, wie in #72 beschrieben, geprüft. Der Booster Kondensator ist ein Sikatrop Kondensator mit einem Wert von 49,5 nF, der ist auch in Ordnung. Der 300pf Kondensator am Zeilentrafo laut Schaltbild , ist ein 330pf gemessen 368pf, sollte somit auch in der Tollerenz liegen.
Alle anderen sind in ihren Sollwerten. Eine Änderung habe ich auch noch gemacht, Laut Serviceunterlagen Nr.5 habe ich den R98 Widerstand 5KOhm, auf wenige Ohm herunter gesetzt. Erstmal mittel kleinem Poti. Dadurch verringert sich das Zittern am oberen Bildrand.
Übermäßig warm wir der Zeilentrafo nicht.
Die ganzen Wärmespuren kommen wohl vom damaligen Dauerbetrieb des Gerätes.

Hier nochmal ein Schaltplan, der farblich markiert wurde. Nicht von mir, war aber in meinen gekauften Unterlagen dabei.

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#76
So werde da mal in den Urlaub gehen.

Vielleicht kann mir einer einfach erklären, warum der Kontrastregler zum Tuner geht.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#77
Moin!
Kontrast ist ja die Amplitude vom Videosignal.*
Um die zu beeinflussen, muß irgendwo im Signalweg die Verstärkung einstellbar sein.
Das macht man meistens im Videoverstärker, damit die automatische "getastete" Verstärkungsregelung davon nicht beeinflußt wird.
Diese hat der Alex nicht, also kann die Verstärkung gleich in der ersten Stufe eingestellt werden.
Gruß Gerrit

*: Im Gegensatz zur Helligkeit, die besser als Schwarzwert bezeichnet werden sollte.
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#78
...ja, Abschalten (urlaubstechnisch^^) ist mal sehr wichtig !!

Offenbar greift der Kontrast-Steller direkt in die ZF-Verstärkung ein, vorrangig, würd ich sagen, wird die erste ZF-Röhre in der Steilheit verändert, das machte ja dann später die getastete Regelung, wobei dann der Kontraststeller im "NF-Teil", also z.B. durch Verändern der Steilheit der Video-Endstufe (sehr gut über Ug2 möglich), eingriff.

Hier wird die Steilheit der ersten ZF-Röhre und noch ein wenig die HF-Vorstufe mitbeeinflußt, jedenfalls siehts so aus ^^
Wahrscheinlich ist es besser, beide Stufen zu verändern. Den genauen Grund kann ich mir spontan nicht zusammenreimen.

Gruß Ingo und Schönen Urlaub !
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#79
Grund wird sein, dass der Alex als „Orts-Empfänger“ konzipiert wurde und auch mit sehr hohen Empfangspegeln zurechtkommen soll und eben aus Einfachheit keine getastete Regelspannungserzeugung hat. Eben minimalistisch und zweckmäßig konzipiert.
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