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Fernseher ALEX, Stern-Radio Berlin
Hm, Spannungen zur Katode stimmen an der PCL84, diese ist auch neu.
Ich habe auch alle Spulen und Drosseln überprüft, keine Beanstandungen.
Eine Sache habe ich aber festgestellt, an der Bildröhre sind der Anschluss 2 und 4 Vertauscht.
Da ich ja der Draufgänger bin, habe ich beide richtig laut Plan angelötet.
Das Bild ändert sich aber nicht ! Ja, haut mich ruhig, ist habe es aber so gemacht.
Es ist genauso so wie vorher, Helligkeit Kontrast gehen nach wie vor einzustellen.

Hm muss ich später nochmals in ruhe drüber schauen.
Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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Nabend Frank,

aber aber ... bei so einer wertvollen Röhre ^^

Schau bitte nochmal:

https://datasheetspdf.com/pdf-file/10557.../AW43-80/1

Anschluß 2 ist g1, Anschluß 4 ist eigentlich nicht belegt, wir wissen ja aber, daß da oft zum Fixieren... kann man ja mal prüfen...

nope ! bei meinem ALEX sind 2 und 4 isoliert (kann die BiRö-Bezeichnung grad nicht sehen.. eingebaut ^^)!! ... und der Anschluß 2 is bei mir original mit dem grünen Draht belegt (g1). Bau das besser wieder zurück, wenns anders ist.. Hauptsache wir reden über dieselben PIN-Nummern !! Bitte mit Datenblatt und Plan vergleichen...

Wenn die Röhre "ansich" unscharf ist, also der Fokus nicht stimmt, könnte man mit der g3/g5-Spannung an PIN 6 spielen. ... bei neueren 110°-Röhren hat man diese Spannung sogar serienmäßig auf Masse gelegt, ich kann bestätigen, daß bei vielen Röhren (110°) damit gute Schärfe erzielt wird... In seltenen Fällen ist auch die Ug2 zu hoch, das kann sich ggf. auch negativ auf die Schärfe auswirken.. aber hast Du sicher schon nachgemessen, die Ug2 sollte auch für eine hohe lebensdauer der Bildröhre nicht zu hoch sein, da geht sonst viel Kathodenstrom verloren, der "nich hell macht" sondern nur thermisch auf dem g2 verpufft.

Zur Unterscheidung: Schlechte Videosignalbandbreite "sieht" man an verschliffenen Hell-Dunkel-Sprüngen NUR in horizontaler Richtung, wobei die Zeilenstruktur trotzdem gut sichtbar sein müßte... eventuell auch mit dem Oszi (Kathodensignalspannung oszillografieren, aber mit einem guten Oszi, der auch die Bandbreite 10MHz bringt, EO174 geht dafür sehr gut), dann sehen die Kanten des Austast- Rechtecks und der Rechtecke im Bildinhalt bei Schachbrettmuster "verschliffen" aus mit schwächerem Anstieg und verrundeten Kanten..

Gruß Ingo
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Ups, da muss ich mal genauer sein, sonst reden wir aneinander vorbei.
Ich habe eine Valvo Röhre drin.

Hier:

   

Hier der die Belegung laut Original Schaltplan ALEX.


.jpg   Anschluss-AW43-80.jpg (Größe: 17,54 KB / Downloads: 405)


.jpg   Beschaltung-AW43-80.jpg (Größe: 76,62 KB / Downloads: 405)

Jetzt müsste ich es klarer ausgedrückt haben.
Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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...allerdings ^^ ... komplett andere Zählweise, sehr eigenartig..

Gruß Ingo
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Nicht das einer denkt ich Quatsche nur, nein hier wird gearbeitet. Smiley47
Hier mein derzeitiger Arbeitsplatz am ALEX, habe ja mehrere Bastelplätze die sind aber vollgekramt.

   

Nun habe ich mal die Bildröhre mittels externen Heiztrafo angeschlossen. Das Ergebnis ändert sich nicht.
Sieht genauso aus wie vorher. Also alles wieder zurück gelötet.


Habe jetzt mal den Oszi an die Kathode der Bildröhre angeschlossen und das Karomuster in den Fernseher eingespeist. Das sieht dann so aus.

   
Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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...also meiner Meinung nach sieht das nach begrenztem Videosignal-Frequenzgang aus ! Weder der Signalmäander, noch der Austastimpus (nach oben) sehen halbwegs nach ordentlichem Rechteck aus. Mit modernen Videoendstufen, z.B. vom 4000-er Farbchassis, darf man das zwar nicht vergleichen, aber bissel Luft nach oben ist da schon.

Gruß Ingo
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So habe heute mal weitergesucht. Bisher habe ich festgestellt, das der Tuner am unscharfen Bild ist.
Ein 5 Kohm hatte falsche werte und ein 3nf Scheibenkondensator hatte keine Verbindung mehr zur Masse.
Dann ist ein falscher Kern in einer Spule drin. Der ist jetzt weiß sollte aber schwarz markiert sein.
Aber ich habe ein wesentlich besseres Bild bis jetzt hinbekommen. Kann auch sein das ich diese Spule samt Spulenkörper erneuern muss. Es fehlt oben die hälfte vom Gewinde.
Dann habe ich noch leichte Klopf Empfindlichkeit am Tuner, nicht das da noch ein versteckter Scheibenkondensator hin ist. Viel Platz ist da nicht zum löten ohne die Lage der Bauteile zu verändern.
So das kurz, geht also weiter.
Den Schleider und die dünnen Striche quer über dem Bildschirm habe ich auch noch nicht wegbekommen.
Leider hat da schon jemand vor mir ordentlich an den Spulen gedreht, ein kompletten Abgleich kann ich aber nicht machen.
Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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Nabend,

Frank, Du wirst noch zum TV-Tuner-Experten ! Sehr schön, daß Du dem Fehler auf der Spur bist.

Beim Abgleich kann eigentlich nicht viel schiefgehen: Es gibt nur den Oszillator und das HF-Bandfilter,
o.k., die Ankopplung an die ZF auch noch.

Ich würde so vorgehen:
1) Oszillator:  das Bild muß sich mit der Feinabstimmung von verwaschen/unscharf über "relativ optimal" (Mittelstellung der Feinabstimmung) bis hin zu "zu viel Schärfe"...Plastik und Tonstreifen ggf. bis zum Ausfall der Synchronisation verstellbar sein, ansonsten muß man ihn nachtrimmen, wahrscheinlich über den im Museum besprochenen, von unten zugänglichem Oszillator-Spulenkern. Diese Kerne kann man nur mit Abgleichwerkzeug oder Pertinaxstreifen...Messingstreifen einstellen... dürfte bekannt sein.

Das HF-Bandfilter würde ich versuchen, wechselseitig auf optimales Signal nach Sicht einzustellen, Voraussetzung ist, daß der Oszillator optimal steht. das HF-Bandfilter dürfte rel. breitbandig und nicht überkritisch sein, die beiden Kreise beeinflussen sich also wenig. Wenn es Jemand genau weiß, bitte Einspruch erheben ^^.

Alles in Allem wie gesagt, viel kann man bei einem Segment-Tuner nicht verstellen, nur Mut, das läßt sich alles wieder richten, wenns nicht klappt, man kann sich ja genau die Ausgangsstellung merken (ggf. Makrofoto) und notieren, um wieviel man gedreht hat.

Die Tuner-Rep. steht mir auch noch bevor... wahrscheinlich ähnlicher Fehler (Kerko.. Kontakte sowieso), nach dem Transport läßt sich kein störungsfreies Bild mehr einstellen, ich hab auch Störungen über den gesamten Bildschirm.

Gruß Ingo
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Hallo,

machmal sind die keramischen Scheibenkondensatoren die Ursache.
An der Lötstelle , wo der Anschlußdraht mit dem Silberbelag verlötet ist, löst sich der Silberbelag von der Keramik und das Ganze wird nur noch vom Schutzlack gehalten und gibt eventuell unberührt noch Kontakt, aber mit etwas weniger Kapazität.
Das ist schlecht zufinden, da die im Tuner sehr kurzbeinig eingelötetet sind und bei mechanischer Belastung sowieso schnell abreißen.
Man kann nur dran klopfen, falls man überhaupt im Betrieb ran kommt.

Viele Grüße
Bernd
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Ah na nee, Experte werde ich wohl nie. Ich bastle nur bis ich eben zufrieden bin.
Die L41 ist wohl die Oszillatorspule, oder. Na jedenfalls werde ich versuchen diese zu ersetzen.
Spulenkörper habe ich ja da. Draht auch, mehr wie gar nichts mehr gehen geht ja nicht.

Hier mal das Bild vom Tuner innen und ein neues Bild wie es jetzt gerade da ist.
Läuft übrigens sehr stabil Über eine Stunden.

   

   
Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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Hallo,

das Bild sieht doch schon ganz gut aus, scheint mir aber auch noch eine allgemeine, bildröhrenbedingte Unschärfe zu haben. Wäre aber letztlich nicht so schlimm... u.U. kann man das später mit den Gitterspannungen noch etwas optimieren...

Die L41 ist die Spule des ersten ZF-Bandfilters, in dem Fall ein Reihenkreis, der sicher so auf Bandmitte steht, muß man nochmal nachsehen...

Wenn der Spulenkörper nur abgebrochen ist würd ich den mit einem Bips Heißkleber fixieren und zunächst nichts an dieser Spule ändern... sonst hast Du noch eine Abgleichunwägbarkeit mehr im Rennen... man kann ihn aber auch problemlos ersetzen, der Abgleich ist letztlich auch "keine ganz große Sache", wenn die übrigen kreis richtig stehen, aber die ZF-Kurve wird dadurch schon rel. stark beeinflußt, wenn der Kreis danebensteht. ...Nach dem Tunerabgleich könnte man auch an dieser ZF-Spule mal probeweise etwas drehen... in der Abgleichanleitung steht die Frequenz drin, mMn steht die...der erste Filter auf Bandmitte (36..37MHz), hab jetzt noch nicht nachgesehen ... (!) ... also könnte man einfach nach "bestem Bild" einstellen, bei anderen Soll-Frequenzen geht das nicht ganz so einfach, da wäre dann eher Auflösung, Tonwiedergabe zu beachten... oder besser lassen.

Der Oszillatorkreis ist der Schwingkreis an der Triode der PCF82 im Tuner, wo auch der Drehko zur Feinabstimmung dranhängt. Da hat die Schwinkreisspule nur so 2...5 Windungen bei Band III , mit Aluminiumkern, diese Spule müßte eine kleine senkrecht stehende Spule auf dem Kanalsegment sein, die in Richtung "Bohrung" zeigt, die bei aktivem Kanal die EInstellung des Oszillators erlaubt ( bei den späteren Trommeltunern war das auch möglich!).

Gruß Ingo
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So Operation geglückt, Bild wird immer besser.
Das Bild ist auch stark abhängig vom Kontrastregler.
Ich werde es aber jetzt so lassen.
Ich musst leider den alten Spulendraht wieder verwenden, da ich diesen nicht in der Stärke da hatte.
Es ist ein Volldraht der Stoff ummantelt ist. Der hat es aber überstanden. Weis nicht, ob da Litze auch gehen würde.

Ich hoffe ja, das nächstes Jahr mal wieder was in Dessau los ist, da werde ich den dann doch mitbringen, sodass ein Spezialist mir den richtig abgleichen kann.

So hier das Bild der neuen Spule.

   
Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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...na prjima !! ...Du hattest ja oben geschrieben, daß der Gewindeteil abgebrochen war... hatte ich erst überlesen... so ist es eine gute Lösung !! 
Die Stärke des Drahtes ist nicht ganz so wichtig, aber den Originaldraht zu recyclen ist doch ne gute Lösung.

Schön, wenns jetzt besser paßt... Ja, vielleicht demnächst in Dessau... Dieter und Jürgen hatten da doch diesen tollen Abgleichplatz für die Bild-ZF aufgebaut, da wäre der ALEX gut aufgehoben !

Gruß Ingo
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Ja ist ne Fummelei, aber man weis sich zu helfen, meine Spulenwickelmaschine.
Die Spule fällt sonst einem laufend aus den Fingern.

   

Um den dünnen Draht dann auch richtig einzufädeln, nehme ich dieses Mikroskop.
Ein Stereomikroskop mit großer Optik, welches nicht allzu groß vergrößert, genau richtig.

   
Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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Hier zum Abschluss noch ein Bild vom Ehrenplatz in meiner Sammlung.
Ja, ein wenig habe ich geschummelt. Jedes mal bei fotografieren wird das Bild
von der Bildröhre bläulich. Dadurch erkennt man nicht das richtige Bild.
Nun habe ich es ein wenig nachbearbeitet und sieht jetzt fast wie im Original aus.

   
Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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Echt klasse gemacht Frank! Dass dieser schöne und seltene Fernseher jetzt vorgeführt werden kann, ist eine tolle Sache und eine Bereicherung für Dein schönes, privates Museum.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
Die einzige, falsche Entscheidung die du treffen kannst ist, keine Entscheidung zu treffen.
Ich bin nicht DICK, ich bin nur zu KLEIN für mein Gewicht  Big Grin
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Habe heute durch Zufall einen Reparaturhinweis in einer RFE Zeitschrift von 1963 gefunden.
Soweit ich mich noch dran erinnern kann, hatte ich diesen Fehler auch gehabt.


.jpg   Alex-Fehlerbild.jpg (Größe: 131,87 KB / Downloads: 53)

Den Hatte ich dann auch damals gewechselt ohne es zu wissen, was der verursacht.
Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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