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Keramische Lautsprecher
#1
Hallo Leute, 
ich habe ein Koffergerät geschlachtet um Material zu gewinnen.
Das war eine Kombination aus Radio UKW / MW sowie einem Kassettenbandlaufwerk und einem CD-Laufwerk.
Lautstärke und Abstimmung erfolgte über Fernbedienung. Die war aber nicht mehr dabei. 
Deshalb: Schlachtefest.
Auf dem Gehäuse stand Dolby Surround. Und dieser Modus war zuschaltbar.
Galt wohl nur für das CD-Laufwerk wenn da eine CD mit dieser Aufzeichnungsart eingelegt war.

Und hier die Ausbeute:
Hoch- Mttel- und Tieftöner, beides doppelt vorhanden und zu je einer Gruppe zusammengefasst.
Tief- und Mitteltöner je 8 Ohm / 3 Watt. zu den Hochtönern fehlen die Werte.

   

Neu für mich sind die Hochtöner.
Die kannte ich bisher nur als Signalgeber für Alarme usw.
Hier nun als Lautsprecher eingesetzt.

   

Durchmesser ca 20 mm und nicht mal einen mm dick. 
Das braune Material ist elastischer Kleber, den habe ich noch nicht entfernt.

Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#2
Hallo Manfred,
ich kenne diese Teile als piezoelektrischen Schallwandler. Wird auch in Minisirenen oder akustische Eingabe-Ausgabebestätigung eingesetzt. Die Frequenz ist von Größe und Ansteuerung abhängig. Solche Teile wurden auch gern in kleinere Radios usw. eingebaut. Allerdings können sie auch als Mikrofon fungieren, denn es sind ja Piezokristalle und diese erzeugen eine Spannung bei mechanischer Beanspruchung.
Ist schon etliche Jahre her, als ich noch so ein Radio hatte. Interessant sind diese Dinger schon und zum Experimentieren sowieso.
LG aus Schwerin, Holger
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#3
Interesant ist die zweckentfremdung als balancierhilfe für modellturbinen
Die turbine wird schwingend aufgebaut und mittels eines fremdmotors auf touren gebracht.
Irgend wann schwingt diese dann in der federnden halterung.
Mittles kleiner federn wird diese schwingung an ein Piezo elemente weitetgeleitet und am Oscilloscop Sychtbar gemacht.
Ein zweiter Optische sensor gibt die position der Turbine an.
Weil man diesen sensor drehen kann wird er so eingestellt das er mit dem signal des piezos genau phasengleich auf dem bildschirm erscheint
Schon weis man wo etwas gewicht entfernt werden muss.

Passt nicht zum Hobby, aber zeigt wie fielzeitig so ein Piezoelement einzusätzen ist
Das system gibt es auch in gräoseren hochtonlautsprechern.
Viele Grüße, Juan
Printed on recycled Data
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#4
Ja die kenne ich auch aus alten Philips Boxen.
ich habe mal so eine Scheibe als Schallwandler für ein Tonabnehmer mißbraucht.
Funktioniert generell ganz gut. Hier mal für ein Tefifon.

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#5
Das Blaupunkt Florida hat solche Dinger als Tweeter drin.
Beste Grüsse

Thorsten


"Das Leben ist nichts weiter als das Proben für eine Vorstellung, die niemals stattfindet."

(Die fabelhafte Welt der Amelie)
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#6
Hallo Leute, danke für die Infos.
Ich habe mal mit dem Ohmmeter auf Durchgang geprüft.
Die Mittel- und Tieftöner zeigen Werte zwischen 7,3 und 7,6 Ohm und es kratzt beim Anstippen mit der Messschnüre.
Die sollten ok sein.
An die Hochtöner habe ich mich erst nicht ran getraut weil Wissenslücke: Was passiert bei Anschluss von Gleichspannung?
Dann aber Ohmmeter dran. 40 MOhm!
Da kann ich keine Aussage zur Funktionsfähigkeit treffen. Wird Winterarbeit.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#7
Hallo Manfred,
bei Anlegen einer Gleichspannung wirst Du nur ein Knacken hören. Probiere es mal mit einem Funktionsgenerator aus. Dann kannst Du auch die Töne hören.
LG aus Schwerin, Holger
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#8
Mach dir keine sorgen. Diese teile sind recht wiederstandsfest. Auch altern sie nicht weil aus keramischen material auf Messing.
Das keramische material ist in diesen fall wie ein Kondensator. Wie du schon festgestellt hast sind diese sehr Hochohmick.
Viele Grüße, Juan
Printed on recycled Data
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#9
... und falls sie defekt sein sollten, kann man sie durch einfache Piezo Tweeter ersetzen. Die gibts"s guenstig in der Bucht.
Beste Grüsse

Thorsten


"Das Leben ist nichts weiter als das Proben für eine Vorstellung, die niemals stattfindet."

(Die fabelhafte Welt der Amelie)
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#10
Hallo Leute,
@ Holger: Wenn Du ca 6 Monate im Süden wohnst, dann hast Du fast alles doppelt.
Aber ein Elektroniklabor fehlt mir hier noch. Ist aber nicht lebensnotwendig. Wird im November alles nachgeholt.
@ Juan: Die Teile waren ein Zufallsfund und ich brauche die normal nicht. Aber nun sind sie einmal da und da kann man sie auch ausprobieren.
@ Torsten: Im November habe ich wieder Zugang zu meinem Bastelkeller. Da probiere ich die Teile aus und berichte dann das Ergebnis.

Verbaut war das alles in so einer ovalen, mehr nierenförmigen Konstruktion.
Landläufig "Henkelware" genannt.
Hinterfront und Unterteil ein Stück, Seiten, Deckel und Vorderfront das andere Stück.
Die Tieftöner nach oben, Mitteltöner nach vorn und jeweils daneben in einer gesonderten Röhre die Piezos.
Der NF-Schaltkreis hatte zwei Systeme, jeweils R und L.
Und da war dann ohne Kondensator immer eine Gruppe direkt angeschlossen.
Es gab keinen Lautstärkeregler und keinen Abstimmknopf. Das wurde per Fernbedienung gehändelt.
Und die Fernbedienung fehlte. Damit war das Gerät so nicht nutzbar.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#11
Die Dinger kannst mit ALLEM testen!
Häng einfach mal an den Kopfhörer Ausgang von Deinem Handy dran.
Davon ab sind die nu echt nix besonderes, ungefähr so spannend und selten wie ein Dosenöffner Wink
Guck mal hier
Gruß,
Uli
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#12
Ja Manfred,
so wie auch Uli beschrieben hat, geht auch ein Kopfhöhrerausgang vom "Handy". Falls Du ein kleines Taschenradio zu Verfügung hast, kannst Du auch die "Quike" mit dem Lautsprecher tauschen. Auch da wirst Du etwas hören. Nur eben im Hochtonbereich. Ich denke, dafür brauchst Du keine besonderen Gerätschaften. Das funktioniert auch mit dem vorgestellten "Piepser". Der ist (wie beschrieben) sicher nicht kaputt.
LG aus Schwerin, Holger
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#13
Hallo!

Da wollte einer bei der Konstruktion unbedingt mit dem Begriff "3-Wege-Lautsprecher" glänzen.
Technisch gesehen ergibt sich folgendes:

Tieftöner
Eigentlich ein Breitbänder, auf Grund der Größe wohl in der Lage von 100Hz bis 10kHz
alles wiederzugeben. Richtige Höhen wird man ihm nicht anerzogen haben und Bässe
kann er auch nicht, dafür fehlt die Bewegungsfreiheit der Membran (es gibt nur die
Papiersicke ganz außen, die gibt zu wenig nach).
Auf Grund des winzigen Magneten gibt es keine sinnvollen Thiele-Small-Parameter für die
bekannten Gehäusetypen wie Bassreflex, etc.
Die Resonanzfrequenz wird alles übertönen und wird bei rund 100Hz liegen, damit es
nach Bass klingt. Ist es aber nicht.

Mitteltöner
Aus anderen Quellen bauartähnlich oder bauartgleich als Hochtöner bekannt.
Das Teil würde für die wirklich hohen Töne völlig genügen. Billiig, unausgeglichen,
aber noch ertragbar.

Hochtöner
Wie der Kollege schon schrieb ein Piezo. Ein Nackter Piezo, nicht einmal mit Schallführung,
rückseitigem Gehäuse oder sonst was. Absolut billigst. Musste wohl 3-Wege werden.
Verhält sich wie ein Kondensator, seine Impedanz nimmt zu hohen werten hin ab,
deswegen meist mit 10 Ohm Vorwiderstand betrieben, alternativ mit 0,33µF
Folienkondensator als Schutzelement für den Verstärker.
Nahezu unkaputtbar, einzig die max. Spannung (AC oder DC) sollte nicht zu hoch werden.
16V sollten wohl noch gehen, Markenhersteller geben für Hifi-Piezos bis 35Veff an.

Um Töne wiederzugeben reichen alle drei. Für guten Klang solltest Du den Wertstoffhof
aufsuchen.


Mikee
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