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RAFENA 'FORUM' FE 863 A
#1
Hallo zusammen,
habe mit großem Interesse dieses Forum entdeckt und mich sehr gefreut, dass
sich schon jemand intensiv mit den alten S/W-Fernsehern aus DDR-Zeiten beschäftigt hat.
Ich habe mir einen FORUM zugelegt, den ich nun zum Laufen bringen möchte!
Interessanterweise sagte mir der Verkäufer, dass der TV funktionieren würde und
ein Bildrauschen zeigen würde.
"Dem Frieden" traue ich aber nicht und werde erstmal sämtliche Papierkondensatoren
und sicher auch die Elkos wechseln, bevor ich ihn einschalte...

   

Dann habe ich mich gewundert, dass im Zeilentrafo keine DY 86 zu finden ist,
obwohl in sämtlichen Unterlagen diese Röhre angegeben ist.
Röhren-Bastler Reflex-Kalle hat mich dann schon informiert, dass hier 
wohl eine DY51 verbaut wurde. Da muss ich wohl mal genauer hinsehen...


[Bild: attachment.php?thumbnail=93456]

Wenn ich Glück habe, könnte also der Zeilentrafo noch funktionieren....??
Weiß jemand, welchen Durchgangswiderstand die Spulen des Zeilentrafos haben sollten?
Wenn der Zeilentrafo defekt sein sollte, kann man irgendwo noch so ein Teil kaufen
oder kann jemand diesen aufarbeiten...??

Vielen Dank und viele Grüße
Jürgen
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#2
Interessant ist schon mal, das es beim Fernseh-UKW Rundfunkgerät Cranach " Forum " FE866A eine EY51 im Röhrenlageplan eingezeichnet ist.
Gelistet ist die Röhre 17 aber mit DY86. Auch im Schaltplan ist diese Röhre so bezeichnet.
Also muss es ja im Original auch sowas gegeben haben.

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#3
Fein so ein Schmuckstück zu sehen.

Ich habe die Teile gerne beim Kunden repariert.

@Frank

Der Mangel oder die Tatsache, dass nicht immer genügend Röhrend oder auch Zeilentrafos vorrätig waren,
wurde eben improvisiert.
Die Änderungen wurden in geringer Stückzahl recht zeitnah den Vertragswerkstätten zugespielt.

So habe ich es noch in Erinnerung.


Der Zeilentrafo sieht echt grenzwertig aus.

Danke fürs vorstellen.
Gruß aus dem Kreis Siegburg vom Hans-Jürgen
"Was Hänschen nicht lernt lernt Hans nimmer mehr"

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#4
Hallo Hans-Jürgen,

wenn Sie solche TV's gern reparieren, können Sie gern mal
nach Thüringen kommen ....

Ich wollte jedenfalls erstmal sämtliche schwarzen Papierkondensatoren austauschen.
Ist eigentlich die Spannungsfestigkeit von 630 Volt, die ja jetzt angegeben ist, ausreichend?
Auf den alten Kondensatoren steht ja teilweise noch 250 Volt Wechselspannung drauf..

Als ich den Fernseher das erste Mal geöffnet habe, war da überall eine dicke weiße Staubschicht drauf;
sodass ich zunächst dachte, ob da die Holzwürmer gearbeitet haben...

zu dem Zeilentrafo:
Sollte ich die EY51 gleich mit wechseln?
Wenn ich den Zeilentrafo mal richtig sauber mache, könnte man ihn vorsichtig in Betrieb nehmen...??
Kann man durch Widerstandsmessung der Zeilentrafo-Spulen grob einschätzen, ob diese soweit in Ordnung sind???

Vielen Dank und viele Grüße aus Thüringen
Jürgen
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#5
Hallo Namensvetter,

den Zeilentrafo gleichspannungsmäßig zu messen ist die halbe Wahrheit.
Sollte der Gleichstromwiderstand kalt stimmen. Kann das im "Dampfbetrieb" durch jähes Spratzen enden.

Meine Zeit als ich derartige Geräte reparierte ist  55 und mehr Jahre her.
Die Fehler beliefen sich in der Regel auf Röhren, Zeilentrafo und sogar schon mal Bildröhren.-
Aber keine Kondensatorkuren o. ä.
Gerne würde ich helfen, nur ist das logistisch seit 6 Jahren schwierig, weil ich nicht mehr in Leipzig wohne.

Übrigens, falls es noch nicht geschah, der MichaelM und der Morningstar sind bei den diesen Geräten absolut pfiffig unterwegs.
Gruß aus dem Kreis Siegburg vom Hans-Jürgen
"Was Hänschen nicht lernt lernt Hans nimmer mehr"

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#6
Hi Jürgen,

die Kondensatoren für 630V Gleichspannung kann man statt der alten für 250V Wechselspannung verwenden.

Lass erstmal die Finger von der EY51 (oder DY51), nur auch alles entstauben, soweit möglich. Die Röhre ist nicht gesteckt/streckbar und das Löten der hochspannungsbelasteten Drahtanschlüsse ist nicht ganz trivial. Wenn die Lötstellen nicht weitgehend kugelförmig sind, tritt Koronaentladung oder noch schlimmeres auf, was im schlimmsten Fall sogar zum Brand führen kann.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#7
Hallo,

ich würde am Zeilentrafo zunächst garnichts machen, die Röhre kann durchaus noch in Ordnung sein und die EY ist schwer zu tauschen und man muß an der Hochspannungsspule arbeiten, da reißt gern der Draht ab. Optisch sieht der Trafo nach vielen Betriebsstunden aus, hoffentlich ist auch die BiRö noch brauchbar.

Vor der Inbetriebnahme würde ich die gesamten Aufbauten einer gründlichen Sichtprüfung unterziehen, also auf überhitzte Widerstände, problematische Lötstellen etc. achten. Muß man nicht unbedingt tun, aber viell. erhält man schon Hinweise auf später festzustellende Fehler. Auf jeden Fall nicht vorher irgendetwas ändern, Stichwort eingebaute Zusatzfehler.
Problematische Papierkondensatoren sollten aber durchaus vor der ersten Inbetriebnahme (nach langer Zeit Herumstehens) getauscht werden, dabei kann man allerdings auch Fehler machen oder es löst sich unbemerkt ein Draht wie bei mir letztens... Es ist immer schwierig, mehrere vielleicht eingebaute Zusatzfehler dann suchen zu müssen.
Vielleicht zunächst die kritischen Kondensatoren an Steuergittern von Endröhren und den netzparallelen zu tauschen, dann vorsichtig in Betrieb nehmen (Trenn-Stelltrafo, zunächst mit 200...300A-Glühbirne in Reihe zur Netzeinspeisung, ohne Stelltrafo vielleicht mit 60W Reihenglühbirne beginnen, um die Elkos nicht zu stark zu beanspruchen, falls diese erst formieren müssen). Die 60W-Glühbirne ermöglicht aber keine Funktion, wenn sich herausstellt, daß die Netzelkos vernünftig aufladbar sind (Glühlampe verlischt zunächst wieder um später beim Anfahren der Heizung wieder aufzuleuchten... dann sollte man also die Glühlampe wieder überbrücken oder man muß die Vorschaltlampe erheblich stärker machen...

Ohne Netztrennung (Trenntrafo) nicht arbeiten oder nur ohne jedes Hantieren im Gerät oder Messungen.

Hat man dann kurzzeitig Helligkeit und Ablenkungen sowie Tonrauschen und im Idealfall sichtbare Auswirkungen des Durchstimmens/Umaschaltens am Tuner, dann tauscht man die übrigen Problemkondensatoren, wobei man nach 2...5 kontrollieren sollte, ob die Funktion unverändert ist.
Die Spannung der Kondensatoren am Besten original einhalten, in einigen Fällen genügt auch 400V statt original 630V, im Vertikalablenkteil kann das aber schiefgehen, weil hier und da hohe Impulsspannungen entstehen.

In die Spannungszuführung zur Zeilenendstufe könnte man ein Amperemeter reinhängen, wobei eine grobe Prüfung auf Anschwingen des Zeilengenerators auch ohne Stromüberwachung erfolgen kann: Wenn der Zeilengenerator nicht anschwingen sollte, entsteht kein Zeilenpfeifen und keine Hochspannung, dann sollte man nach einigen 10s (nach vollständigem Hochlaufen, also wenn die Heizungen alle ordentlich hell leuchten) erstmal wieder ausschalten und dann wird auch nichts so überlastet, daß Schaden entstehen kann. Die Fehlersuche muß dann systematischer erfolgen, auch mit teilweise Totlegen der Endstufe... aber das sind zunächst ungelegte Eier.

Gruß Ingo
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#8
Servus,

(31.10.2021, 21:25)Morningstar schrieb: Interessant ist schon mal, das es beim Fernseh-UKW Rundfunkgerät Cranach " Forum " FE866A eine EY51 im Röhrenlageplan eingezeichnet ist.
Gelistet ist die Röhre 17 aber mit DY86. Auch im Schaltplan...

Wer aufmerksam hier (Röhrenlageplan, Rö17) und hier (mittig, Text und Bild beim Zeilentrafo) gelesen hat und sich gedanklich die Serien der seinerzeit hergestellten TVs vor Augen führt, dem sollte das an und für sich eigentlich nichts Neues mehr sein.

Hier gerne noch einmal: Spätestens mit dem Auslaufen der Rubens-Serie, also beim Dürer schon, verschwanden die EY51 mit deren Zeilentrafos. Wenn sich in den Unterlagen dennoch EY51 oder Mischangaben finden (in der Technik der E-Gitarrenverstärker, insbesonders z.B. bei der Historie alter Amps des Herstellers Fender, spricht man neudeutsch von "Transition Modelle"), dann sind diese Diskrepanzen möglicherweise einfach dem geschuldet, was in anderen Threads zu RFT- bzw. DDR-Geräten hinreichend erklärt wurde (an dieser Stelle nochmals meinen Dank an Bernd) und was ich hier einfach so schreibe: "Das bereits gedruckte, kostbare Papier war dem realen Stand hinterher oder offiziell: "Änderungen im Sinne des technischen Fortschrittes vorbehalten"...

Gruß Michael
Penthode?
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#9
Hallo zusammen,
als Neuling hier im Forum habe ich mich sehr über die Resonanz und die schnellen Antworten auf meine Fragen gefreut!
Das hätte ich so gar nicht erwartet! Toll!!

Da fallen mir gleich noch weitere Fragen ein:

(1) Man soll ja erst mal die Papierkondensatoren austauschen.
Wenn man so einen Kondensator einseitig ablötet und mit einem Kapazitätsmessgerät misst und
der Wert stimmt, sollte man ihn trotzdem wechseln??
Und wenn man die Elkos misst und der Wert stimmt, trotzdem wechseln?

(2) Wenn man die Röhren wieder einsetzt, sollte man die Kontaktstifte mit einem Kontakt-Spray bzw. Oszillin T6 versehen?

(3) Darf man in die Potis auf die Schleifbahn Kontakspray aufbringen oder besser nicht?
Ich habe von anderer Seite gehört, dass die Chemie in den Sprays die Kontakte nach und nach frißt...?

(4) Bei meinem Zeilentrafo sitzt die Wicklung, deren Ende auf die Anode der EY51 geht, locker auf dem Kern.
Die müßte doch sicher fixiert bzw. festgeklebt werde?

(5) Beseitigt man den schwarzen Film, der teilweise auf den Pertinax-Teilen ist, mit Alkohol oder Waschbenzin?

(6) Sollte man die Röhrensockel wechseln, wenn sie schon so dunkel aussehen? Aber, das wäre ein ziemlicher Aufwand...!

Besten Dank für eure Antworten und viele Grüße
Jürgen
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#10
Nabend,

ich würde mich auch nicht über gewisse Abweichungen wundern, das ist auch rel. unerheblich für die Funktion... deshalb bin ich auch nicht so ganz fit, wann was verbaut wurde..^^ Man kann später auch eine DY86 Als Ersatz verwenden, wenn man z.B. von einem alten Zeilentrafo die Fassung nimmt und diese an geeigneter Stelle fixiert, die Heizschleife entspr. um den Kern anordnet (die EY braucht eine Wicklung mit 5..6 Wdgn.  (?) aus der Polyethylenleitung), sollte das kein grundsätzliches Problem geben.

Der Austausch der Papierkondensatoren sollte ohne weitere Messungen erfolgen, da sie auch dann defekt sind, wenn sie neu und originalverpackt die Jahrzehnte in einer Kiste verbracht haben. Auf die Kapazität wirkt sich der allg. und weltweit beobachtete Feuchtigkeitsschaden (wobei minimalste Mengen Wasser selbst durch dünne Kunstharzschichten...risse diffundieren) so aus, daß sie stark erhöht ist. Der mit niedriger Spannung gemessene Isolationswiderstand kann unauffällig sein (war damals als Anfänger mein großer Fehler, da was mit einem Vielfachmesser messen zu wollen), bei hoher Spannung fließt dann ein gewisser Leck-Strom, der bei hochohmigen Röhreneingängen genügt, den Anodenstrom gefährlich hochzutreiben, 100MOhm sind für einen Koppel-C schon ein zu kleiner Isolationswiderstand !! Aber auch Impulsstufen können dadurch schlecht funktionieren... Der netzparallele C stirbt daran meist mit einem häßlichen Bratgeräusch und Auskotzen der Vergußmasse...

Alle anderen elektrischen Sachen können später kommen, Kontakte, Röhrenfassungen, Potis wenn sie kratzen mit KONTAKT 61 behandeln, das geht zu 99% sehr gut und braucht nicht wie das ...60 abgewaschen werden (KONTAKT 60 ist ziemlich ätzend, wobei außer gewisse Korrosionsspuren ich noch keine Ausfälle hatte und ich hab das nie abgewaschen...

Reinigen mit Vorsicht, lieber anfangs immer erstmal lauwarme Seifenlösung probieren, Spiritus wäre dann meine nächste Stufe, Alkohol greift so gut wie keinen Kunststoff an. Benzin: äußerste Vorsicht !! Das kann ältere Farben... anlösen oder ältere Kunststoffe angreifen, nich gut...

Gruß Ingo
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#11
Hallo zusammen,
wollte kurz berichten, wie weit ich mit meinem FORUM gekommen bin.
Zunächst habe ich erst mal sämtliche schwarzen Kondensatoren ausgetauscht und ebenfalls fast alle Schraubelkos.
Die alten Papierkondensatoren hatten sämtlich falsche Werte, meist viel höher, teilweise doppelt so hoch!

   

Dann habe ich das UKW-Teil eingeschaltet, nachdem ich nur die Röhren, die für UKW 'arbeiten', eingesteckt hatte
..und es funktioniert!
Dann habe ich mich getraut sämtliche Röhren einzustecken und über Regel-Trenntrafo die Spannung hochzufahren.
Vorher mußte ich natürlich das Chassis wieder ins Gehäuse bringen.
Und unglaublich, die Bildröhre arbeitet und zeigt eine starke Helligkeit:

   

Um ein Antennensignal einzuspeisen, hatte ich mir vorher einen Modulator gekauft, bei dem ich die entsprechenden
VHF-Kanäle einstellen konnte. Getestet habe ich die Funktion an einem anderen Fernseher und Kanal 6 eingestellt.
Bei dem funktioniert es einwandfrei.
Aber leider nicht beim FORUM!
Der zeigt nur Helligkeit und leises Rauschen aus dem Lautsprecher.
Somit gibt es wohl Probleme beim HF-Teil, Tuner, Kanalwähler oder so.
Kennt jemand vielleicht schon so einen Fehler beim CRANACH oder eben FORUM (oder auch DÜRER)?
Was könnte es sein?

Meine Frage wäre jetzt auch: Um dem Fehler auf die Spur zur kommen, muss ich sicherlich das Chassis wieder aus dem
Gehäuse nehmen und auf Fehlersuche gehen. Wenn die Bildröhre abgesteckt ist, sollte man dann vielleicht auch
die Endröhren (EL83 - EL81 - EY81..) ziehen? Die werden ja zum Testen des HF-Teils nicht gebraucht, oder??

Übrigens habe ich über die Helligkeit der Bildröhre gestaunt! Ich habe den Regler nicht mal halb aufgedreht und es war schon sehr hell!
Es ist ja auch ein "West - Röhre" ...

   

Vielen Dank für euer Interesse
Kuhli
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#12
Nabend,

na, das ist doch ein prima Zwischenergebnis !! Röhre gut, Zeilentrafo tut, alles andere ist immer rel. gut reparierbar !

bei weißem Bild ohne Rauschen kommt zunächst eher der ZF-Verstärker mit Video-Endstufe in Betracht, bei Tunerfehler hat man meistens wenigstens ein leichtes "Rauschen" auf dem Schirm, nicht so viel wie bei moderneren Empfängern aber deutlich sichtbar.

Wenn man am Kanalwähler umschaltet: Ist das als Zucken im Bild sichtbar u. ggf. knacken im Ton hörbar ? Das würde zunächst auf eine gewisse ZF-Verstärkung hindeuten. Das wäre die einfachste erste Prüfmöglichkeit, das Umschalt"knacken" ist praktisch die Signalquelle. Ist nichts zu sehen/zu hören, spricht das für einen Fehler im ZF-Teil (Totalausfall im Sinn der Gesamtverstärkung, kann auch nur eine Stufe tot sein).

Routinemäßig würde ich da mit Messen der Anoden- Schirmgitter (Ug2) und Kathodenspannungen beginnen, auch die Video-Endstufe einbeziehen, die einen Rückschluß auf den Arbeitspunkt...Zustand der Röhren zulassen, die Regelspannung an g1 der ersten ZF-Stufe (siehe Plan) nicht vergessen. Die kann man im Zweifelsfall durch eine Festspannung von -4... -5V (gegen Masse) ersetzen, wenn man nicht sicher ist, ob sie stimmt (Fehler-Ausschluß). Aber die müßte schon stark negativ gegen Masse sein, damit der ZF-Kanal garnichts mehr durchläßt.

Ergänzung: Alle Röhren drinlassen, ist doch Reihenheizung ? Das MÜSSEN alle Rö drin bleiben. Noch nicht an irgendwelchen Filtern drehen.
Wenn das Umschaltknacken gut sichtbar (und ggf. hörbar) ist, ist natürlich der Tuner die Ursache, auch da beginnt es mit Spannungen messen, sehr oft sind Kontakte die Ursache, bei Totalausfall gibts natürlich zahlreiche Möglichkeiten.. kriegt man aber alles hin, wenns der Tuner ist, schrittweise und überlegt vorgehen, da kann man durchaus was vermurksen.

Müßte alles rel. machbar sein, Du bist jetzt schon im Bereich der "schönen Fehlersuche", ich will aber nicht sagen, daß das alles einfach ist, aber wenn man weiß, es ist machbar, ist das schonmal gut.

Gruß Ingo
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#13
Hallo Ingo,
Du bist aber superschnell mit der Antwort!!!!! Besten Dank!

Ja, beim Kanalwähler-Schalten gibt's kein Zucken oder Knacken im Ton.

Die Röhren in diesem TV sind übrigens sämtlich E-Röhren; also könnte man die Röhren rausnehmen, oder?

Aber, Du meinst, man kann sie trotzdem alle drin lassen; ich dachte nur, weil die Bildröhre als Last nicht mehr dran ist,
dass da irgendwas passiert...

   

Auf diesem Plan habe ich auch den Stempel mit der 'EY 51' entdeckt, weil ich mich doch über diese Röhre
gewundert hatte, statt der DY86.
Übrigens hat die Lötstelle von der HSP-Spule zur EY51 schon mal 'gefeuert'; sodass ich diese nachlösen musste.
Ich hoffe, es hält!!

Viele Grüße
Kuhli
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#14
...solche Sachen sind halt in meinem Beuteschema rel. hoch angesiedelt ^^

Bei E-Rö. könntest Du welche ziehen, das stimmt, aber muß nicht sein, die BiRö ist eher durch Einbrennen gefährdet, wenn zB. ein Leuchtpunkt entstehen würde..

Malsehen was Du herausbekommst..

Gruß Ingo
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#15
Also,

du könntest versuchen, im ein Bild an der Videoröhre zu geben. Über Koppelkondensator ein (F)BAS Signal an g1 der EL 83, Dr 6 und W29 bleiben dran, aber die Verbindung zu den vorherigen Stufen muss an der Stelle getrennt werden.  Also dort wo im Schaltplan Bv866 usw. steht. 

Dann kannst du erstmal feststellen, ob ein Bild wie es soll, angezeigt wird. Dann kannst du erstmal Bild- und Zeilenfang einstellen bzw. wenn das nicht gelingt, erstmal diese Stufen zum Funktionieren bringen.

Thommi
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#16
Dieser Fernsehtyp ist bei mir im täglichen Einsatz.
Allerdings als umgebautes Farbröhrengerät. Spender der neuen Innereien war ein Philips Farbfernseher aus den 80ern.
Es war ein irreparabler Scheunenfund, aber das Gehäuse war noch schön... zu schade zum weg werfen.

Man kann ihn auch am linken Knopf ein- und ausschalten sowie die Lautstärke einstellen Smile
Zusätzlich kann man seitlich über einen Kippschalter zwischen 4:3 und 16:9 umschalten.



.jpg   2neaxgdeq7r.jpg (Größe: 25,96 KB / Downloads: 186)


.jpg   ldlnli9epbes.jpg (Größe: 36,65 KB / Downloads: 186)

   
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#17
Servus Jürgen,

lass' die Röhren stecken. Sie sollen ja ihren Strom ziehen, so dass nicht unnötig hohe Leerlaufspannungen entstehen. Außerdem, wie willst Du den TV überprüfen, wenn u.U. nicht alle Stufen arbeiten?

Ich habe jetzt nicht alles gelesen, falls nun Bekanntes auftaucht, dann sorry.

Hinsichtlich des Kanalwählers: Knackt es beim Umschalten im Lautsprecher? Sieht man ggf. einige dieser schwarzen "Fusseln" beim Umschalten über den Bildschirm flimmern? Was mit einem Modulator an einem TV funktioniert, muss an einem anderen nicht zwangsläufig ebenso gehen: Was sind in dem Kaskodetuner für Kanalwählersegmente drin? Hast Du das überprüft? Der Kanal 6 sollte eigentlich drin sein. Aber "Auf und Nachsehen" ist hier wichtig, denn es kann durchaus passieren, dass Du einen diesbezüglich verbastelten TV erwischt hast, wo entweder falsche oder gar keine Segmente drin sind oder diese sind schlicht und einfach nur wieder falsch zusammengesetzt. Siehe dazu auch, was ich diesbezüglich bei meinem Rubens und Dürer geschrieben haben. Die TV wurden mit unterschiedlicher Bestückung ausgeliefert. Gegebenenfalls solltest Du den Tuner innen reinigen, d.h. bei der Gelegenheit die Federn der Kontakte prüfen, ob sie sauber schalten.

Prüfe bitte auch die Scheibenkondensatoren (die braunen oder blauen, je nachdem, was im ZF-Zeil drin ist), ob sie mechanisch in Ordnung sind. Manchmal ist an einer Seite der Scheiben ein Beinchen ab, das übersieht man oft.

Eine ganz simple Methode übrigens ist, wenn Du an den "HF-Röhren" (nicht die der Kippstufen, die arbeiten ja, da brauchst Du nichts dran zu machen), also beginnend am Tuner, mal klopfst oder dran grackelst, ob es einen Ton im Lautsprecher gibt, also ein leises Krachen oder Kratzen. Dazu kannst Du ruhig auch mal die betreffende Röhre ziehen. Solltest halt nur nicht die Lautstärke voll auf haben.

Ansonsten: Spannungen an den Stufen messen, Einspeisung eines BAS-Signales wie von Tommy beschrieben.


(06.12.2021, 01:24)Phalos schrieb: ...Dieser Fernsehtyp ist bei mir im täglichen Einsatz ... Allerdings als umgebautes Farbröhrengerät...

Banause! Smile

Gruß Michael
Penthode?
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#18
Zitat:
(06.12.2021, 01:24)Phalos schrieb: ...Dieser Fernsehtyp ist bei mir im täglichen Einsatz ... Allerdings als umgebautes Farbröhrengerät...

Banause!  Smile

Gruß Michael

Ich hätte den TV auch wegschmeißen können.  Dodgy
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#19
Hallo Ingo, Thommi, Phalos und natürlich Michael,

ganz herzlichen Dank für eure ausführlichen Anmerkungen und Tipps!
Werde mich demnächst mal wieder dranmachen und sehen, wie weit ich komme!

Viele Grüße und noch eine schöne Adventszeit wünscht
Jürgen
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#20
(06.12.2021, 01:24)Phalos schrieb: Dieser Fernsehtyp ist bei mir im täglichen Einsatz.
Allerdings als umgebautes Farbröhrengerät. Spender der neuen Innereien war ein Philips Farbfernseher aus den 80ern.

Welche Farbbildröhre ist das genau? Wir hatten ja die B43G4C Prototypen, die genau in die Frontmaske der B43M1 passte und eben für die selbstgebauten Farb-TV die Gehäuse der „alten“ S/W-TV verwenden konnten. Heute hab ich da die Überlegung/Idee einen Robotron Color-Vision mit seiner 42er Inline-Farbbildröhre an Stelle der 43er S/W-Bildröhre verwenden zu können.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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