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Atari PONG Nachbau mit Arduino und ATMEGA328P
#1
Ein weiteres Gerät aus meinen Workshops für Jugendliche.
Nach einem Besuch im Oldenburger Computermuseum habe ich festgestellt, dass der alte Atari Pong bei den Kids gut ankam.

   

Sofort habe ich mir gedacht, das können wir auch. Wie immer, machen wir alles selbst. Stromlaufplan erstellen, Platine entwickeln, ätzen und bestücken, Gehäuse entwerfen und mit dem 3D-Drucker ausdrucken, Prozessor programmieren...
Estaunlicherweise schafft das der ATMEGA328P mit 16 MHz. Sogar die kompletten Synchronsignale werden erzeugt. Diese Konsole kann mit einer kleinen Lötbrücke von PAL auf NTSC umgestellt werden.

   

   

Auch hier gibt es 4 Spielvarianten. Diese werden durch die Taste game select umgeschaltet.

   

Außerdem kann man, wie beim Original, den Winkel, die Geschwindigkeit und die Breite des Schlägers einstellen.

   

Um noch mehr Spaß zu haben, haben wir 2 Mikrofone dazu gebastelt. Bestehend aus einem Griff aus dem 3D-Drucker und einem Tischmülleimer von Tedi. Im inneren ist eine normale Mikrofonkapsel mit einem OP als Verstärker. Am Schluß wird das Signal gleichgerichtet und am Controlleranschluß angeschlossen. Den Strom bezieht das Mikrofon aus dem Gerät. An der Seite kann man mit einem Schraubendreher die Empfindlichkeit einstellen.

   

Je lauter man in den Becher brüllt, desto höher geht der Schläger. Durch die starke Richtwirkung der Mikrofone können auch 2 Mannschaften gegeneinander spielen.

   

Das ist das Ergebnis. Man kann es fast nicht vom Original unterscheiden.

Liebe Grüße,
der Jens wars gewesen...

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Die Wege der Elektronen sind unergründlich.
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#2
sehr schönes Spielzeug! Mit sowas konnten wir uns in den 70ern auch lange beschäftigen. Es muss nicht immer alles multimedia-überfrachtet sein.
Gruß,
Jupp
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Die Firnis der Zivilisation ist dünn. An manchen Tagen ist sie sogar durchsichtig und erlaubt einen Blick in die Unterwelt.
(Anpalagan)
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#3
Das ist ja eine tolle Idee!
Prima, dass der Atmega auch die Bildsignale liefern kann.
Würde der Atmega auch Feineres wie z.B. Text schaffen, oder sind da die Ausgänge nicht fix genug?
PAL-Farbe wird vielleicht nicht gehen?!

Vielen Dank für die Vorstellung des Gerätes Smile
Smiley47
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#4
(13.11.2021, 23:31)Siemens78 schrieb: Das ist ja eine tolle Idee!
Prima, dass der Atmega auch die Bildsignale liefern kann.
Würde der Atmega auch Feineres wie z.B. Text schaffen, oder sind da die Ausgänge nicht fix genug?
PAL-Farbe wird vielleicht nicht gehen?!

Vielen Dank für die Vorstellung des Gerätes Smile

Man kann etwa 25 Zeilen mit je 40 Buchstaben schaffen. Auch Grafiken gehen bis 320x240 Pixel. Allerdings muss man gut programmieren, da der Speicherplatz sehr begrenzt ist.

Farbe geht auch. Über ein Widerstandsnetzwerk macht man einen 5 Bit D/A Wandler und nutzt dementsprechend 5 Ausgänge. Da sind einfache Dinge wie ein Streifentestbild möglich.

Wenn es mehr wird, sollte man zum ESP32 greifen. Der kann das durch die höhere Geschwindigkeit und mehr Speicher deutlich besser.
Liebe Grüße,
der Jens wars gewesen...

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Die Wege der Elektronen sind unergründlich.
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#5
(13.11.2021, 23:55)pintel schrieb:

Farbe geht auch. Über ein Widerstandsnetzwerk macht man einen 5 Bit D/A Wandler und nutzt dementsprechend 5 Ausgänge. Da sind einfache Dinge wie ein Streifentestbild möglich.

Da ist mehr als nur ein einfaches PAL Farbstreifentestbild möglich, siehe

https://www.mikrocontroller.net/articles...dgenerator

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#6
Vielen Dank für Euere Erklärungen und den Link!
Sowas interessiert mich schon länger. Allerdings habe ich vom Programmieren keinen Schimmer. Etwas BASIC habe ich mal gelernt, aber das war's dann schon.
Ein vollständiges FUBK-Testbild mit Kreis und Text wäre echt toll für die Fernseher-Sammlung.

Gruß,
Daniel
Smiley47
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#7
Testbild mit Kreis scheitert wahrscheinlich an zu wenig Speicher der ATmega AVR. Die Testbilderzeugung beruht ja darauf, dass das auszugebende FBAS-Signal als „digitalisierter Programmcode“ vorhanden ist. Das macht das Pascal-Programm, was ein Bild in entsprechenden Befehlscode umwandelt, wobei aufeinanderfolgende Zeilen mit dem selben Bildinhalt als Programmschleife speichersparend erzeugt wird, was bei einem Kreis im Bild nicht gegeben ist. Dabei wird ausgenutzt, dass die AVRs je Takt genau einen Ausgabebefehl mit einem direkt im Befehl codierten Wert abarbeiten können und keine Ladezeit für Werte, die ausgegeben werden sollen, verschwendet werden muss. Sonst wäre ein ATMega AVR zu langsam.
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#8
Man sollte wissen, dass man bei dem Farbtestbild mit Atmega weit weg von einem normgerechten Signal ist. Die meisten Geräte zeigen das Bild mehr oder weniger gut, manche verweigern sogar die Anzeige. Gerade ein Testbildgenerator sollte schon ein normgerechtes Signal liefern. Als Spielerei ist das Ok, für den ernsthaften Gebrauch kann ich einen ESP32 empfehlen. Der kann sogar noch nebenbei die aktuelle Zeit für eine Anzeige aus dem Internet holen und liefert trotzdem ein fast normgerechtes Signal (und das sogar in 8 Bit). Auch ein Kreis im Testbild oder jedes andere Billd ist möglich, da hier das Bild (oder mehrere) komplett gespeichert wird.
https://www.espressif.com/en/news/ESPFLIX
Doch da geht sogar noch viel mehr:
https://hackaday.com/2020/06/09/run-your...-an-esp32/
Liebe Grüße,
der Jens wars gewesen...

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Die Wege der Elektronen sind unergründlich.
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#9
Hallo, Jens,
tolle Sache, würde ich so schnell wie möglich nachbauen. Gibt es die Möglichkeit? Mein Enkel wird sich freuen.
Gruß!
Ivan
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#10
(14.11.2021, 18:11)navi schrieb: Hallo, Jens,
tolle Sache, würde ich so schnell wie möglich nachbauen. Gibt es die Möglichkeit? Mein Enkel wird sich freuen.

Ich könnte Dir die HEX-Datei, die Fuses des Atmega und den Stromlaufplan schicken. Im Notfall auch einen fertig programmierten Atmega328P. Aufbauen kann man die paar Teile auch auf einer Lochrasterplatine. Die Teile sind normaler Standart. Notfalls habe ich auch ein fertiges Gerät, wobei dann natürlich der Bastelspaß weg ist.
Liebe Grüße,
der Jens wars gewesen...

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#11
Hallo, Jens,
Du hast PN
Gruß!
Ivan
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