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neues Unterforum - Photographica-Bereich
#1
Philipp (Vagabund) hat die Aufgabe übernommen, den neuen Bereich mit Leben zu füllen und als Moderator zu betreuen.

Wir vom RBV wünschen Philipp dabei viel Erfolg und allen Forumsmitgliedern viel Freude mit dem neuen Foto-Bereich.
Alles ist gut
Andrea

Röhren(Radios,Verstärker) - ich brauch sie nicht, so sprach der Rabe,
es ist nur schön wenn ich sie habe.


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#2
Vielen Dank Andrea und dem Vereins-Admin-Team für dieses Unterforum.

Ich möchte den Start von Andrea zu diesem Unterforum gleich nutzen, um eine kleine Einführung dazu zu geben und ein wenig über die Gründe zu erzählen, warum ich im RBF zu diesem Unterforum gebeten habe.
Auch war ich früher schon Moderator und habe immer versucht, bei den zahlreichen Themen und Einträgen - das Forum ist ja schon bald eine riesen Enzyklopädie an Wissen und Erfahrung - übersichtlich und sauber zu halten. Darum werde ich Andreas Eingangspost gleich nutzen und keinen neuen beginnen.

Als ich vor einigen Jahren ins RBF kam, war die Themenwelt noch recht überschaubar, ich meine, wir hatten halt eben nur mit ein paar Röhrenradiothemen angefangen. In meiner ersten Moderator-Zeit wuchs das RBF dann schon rasant an, es kamen da schon einige Themen dazu, die nicht mit Radiobasteln zu tun hatten, etwa die Mikrocontroller und der 3D-Druck, den ich damals gerade anfing, da kam das Thema auch gerade recht. Viele Ersatzteile ließen sich damit schon auch da schon drucken, seltene Teile so ersetzen.

Mittlerweile vergingen ein paar Jahre, das RBF ist weiter gewachsen und auch in den Jahren wuchs das RBF stetig weiter mit verschiedenen Themen und Unterforen, es ist einiges dazu gekommen. Mittlerweile ist das RBF eine Institution und ist zum Verein geworden.

Aber nicht nur das RBF hat sich weiter entwickelt und hat noch mehr Wissen, Erfahrung und Themen gesammelt und von Euch Mitgliedern erhalten, sondern ich habe meinen Themenschwerpunkt auch weiter entwickelt, nämlich zur Reparatur und Benutzung von alten Kameras, vornehmlich mit Film, den ich auch, überwiegend schwarz-weiss, selbst entwickle.
Hier lag der Vorschlag an den Verein des RBF, ein Unterforum zu gründen, natürlich nahe für mich, was nun auch positiv entschieden wurde.

Die Bedingung dazu war, um den bestehenden Moderatoren nicht mehr Arbeit zu bescheren, dass ich das übernehme. Dieser Aufgabe möchte ich nun sehr gerne (wieder) übernehmen und freue mich sehr darüber, wieder aktiv im RBF mitzuwirken, wenn auch im Kleinen, aber man soll nicht gleich übertreiben.


Nun möchte ich Euch alle herzlich einladen, neben den Beiträgen, die ich verfassen werde, auch Beiträge über Eure Erfahrung der Fotografie zu schreiben, Fragen zu stellen, Anregungen zu verfassen oder Bilder zu zeigen. Ich denke, der Bereich Photografica - analoge Fotografie passt hier sehr gut und findet Eure Zustimmung.

Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge, zeigt, erzählt und teilt Eure Eindrücke.

Vielen Dank.
Viele Grüße 
Philipp
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#3
Na dann hier mal ein Bild, ich sammle nicht, aber wegwerfen geht auch nicht.
So sammelt sich eben das ein und andere Gerätchen bei mir an.

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#4
Hallo, Philipp,
Ich freue mich dass dieses Themenbereich jetzt hier Platz gefunden hat - viele hier fotografieren gern, manche auch analog. Und die analoge Fotografie hat es wie das analoge Radio auch nicht einfach, trotz der Hype. Ich hoffe, du findest den besten Schnitt und wünsche dir viel Erfolg!
Gruß,
Ivan
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#5
Servus,

Woahnsinn... Dann kommt ja vielleicht hier meine olle P6 (PentaconSix TL) noch zu Ehren, die sich inzwischen zu einigen anderen Apparaten, wie Exa, Praktica, Beirette, etc. in der Vitrine hinzugesellt hat.

Ja, das waren noch Zeiten, als man mit NP20 & Co, der Entwicklerdose, R09 oder A49 & Consorten in der DuKa herumhantiert hat. Das essigsaue Stoppbad... Big Grin

Dann zu DDR-Zeiten der ewige Krampf, wirklich gutes Fotopapier zu bekommen, idealerweise Barytpapier... Bis hin dann zu der Nachwendezeit, als Pentacon-Objektive verschleudert wurden, sich bei mir diverse Zeiss-Sonnare ansammelten; bis zu den Riesentüten für die P6. Smile

Und man konnte endlich auch Fremdobjektive adaptieren; ich denke da an meine "West"-EOS100 mit dem Wahnsinns-Pancolar Auto 1,8/50. Herrlich! Da werden Erinnerungen wach!

Schön, dass es hierzu nun ein Sub hat, danke! Smile

Gruß Michael
Gruß Michael

Penthode?
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#6
Ach ja, das war wunderschön früher.
Mit 12 bekam ich von meinem Vater eine abgelegte Exa und einen Belichtungsmeser von Photo Quelle.
Es folgte eine Porst Reflex, schon mit integriertem Belichtungsmesser.
S/W entwickelte ich schon als Kind, aber der Wunsch nach Farbe wurde erst Realität als Agfa mit dem phantastischen Agfachrome Speed auf den Markt kam. Als Vergrösserer diente ein gedimmter Diaprojektor. Die Bilder waren richtig gut und 40 Jahre später haben sie immer noch nichts von ihrer Farbqualität eingebüßt.
Dann, so mit Anfang 20, erfüllte ich mir meinen Traum. Eine Olympus OM2n mit 3 Systemblitzen. Hat ne Stange Geld gekostet damals, aber ich liebte diese Kamera.
Als ich dann richtig verdiente richtete ich mit einem Freund zusammen ein Fotostudio in einem stillgelegten Saal eines alten Bauernhauses ein. Das Heizen war genauso abenteuerlich wie die selbstgebaute Blitzanlage. Aber wenn die Mädels kamen musste es warm sein.
Die Schaltung der Blitzanlage war primitivst. Netztrennung gab es keine, als Ladewiderstände für die Kondensatorbatterien dienten Toasterheizungen. Beim Bau berührte ich versehentlich mit dem Unterarm eine der Kondensatorbatterien. Seither weiß ich wie sich 450 Volt anfühlen. 30 min. lag ich benommen am Boden, dann kamen die Sinne langsam wieder. Aber es funktionierte und zu der Olympus gesellte sich eine Mamiya 645 1000s und ein Gossen Mastersix.
Auf der Suche nach mehr Format ersetzte eine Rolleiflex 66 LS die Mamiya, aber die machte viel Ärger und die Optiken waren elend teuer. So wurde sie gegen eine Zenza Bronica SQA eingetauscht, die von der Bildqualität her aber enttäuschte. Der Wunsch nach einem Drehrahmen wurde immer stärker und so wurden die Olympus und die Zensi gegen eine RB67 eingetauscht.
Es war eindeutig meine genialste Kamera. Einfach ein Traum der Drehrahmen mit den Magazinen. Endlich konnten aussagekräftige Polaroids gemacht werden.

Zeitgleich wurde in meinem Keller, da wo heute Tefis und Radios lackiert werden, ein Fotolabor eingerichtet.
Der Dunco 66 reichte bald nicht mehr und ein Durst Laborator zog ein.
Der Jobo cpa2 Lift erzeugte bei Cibachrome an den Haltestegen in der Trommel unschöne Verwirbelungen der Chemie, was Unregelmässigkeiten verursachte.
Zu der Zeit kamen die genialen Chemikalien von Kleinschmidt und das englische Photo RT auf den Markt.
Nun war Entwicklung in der Schale möglich und Roland Gehm und Karl Stechl von der Zeitschrift "Foto Hobby Labor" brachten einen Artikel und ein Projekt heraus das den Commodore C64 in das Labor integrierte.
Das war mein erster Kontakt mit Computern. Über ein Jahr lang tüftelte ich nun an einer vollautomatischen Schalenentwicklungsmaschine die von einem C64 gesteuert wurde. Über 50 Seiten in Simons Basic waren erforderlich.
Nun konnte Cibachrome und RA4 in einer Maschine vollautomatisch, incl. Reinigung gefahren werden.
Sie war bis zum Schluss im Einsatz. Durch einen Schicksalschlag musste das Fotostudio und das Labor aufgegeben und alles verkauft werden.
Die Liebe zur Fotografie aber ist geblieben und der zauberhafte Duft der Chemikalien ist noch heute in der Nase.
Aufgehoben habe ich aber die allererste Entwicklungsschale die mein Vater schon zu Kriegszeiten benutzt und mir im Alter von 8 Jahren vermacht hatte. Ich halte sie in Ehren
Was bleibt sind wundervolle Erinnerungen und Cibas deren strahlende Leuchtkraft wohl auch die nächsten 100 Jahre ungebrochen bleibt
Wenn man das so alles schreibt wird einem erst bewusst was man schon alles erlebt hat und wie alt man geworden ist.

Gruß,
Achim
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#7
Hallo Achim,
das ist eine eindrucksvolle Geschichte die von einem
Leben ohne Langeweile berichtet

Gruß
Wilhelm
Niemandes Herr, Niemandes Knecht,
so ist es gut, so ist es recht

von Fallersleben
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#8
Ein Bild zur von Achim besagten RB67.
Geniales Teil im Studio, macht Spaß, aber wenn man damit in die Stadt geht wird man entweder müde belächelt oder angequatscht…
3kg reine Filmkamera mit zwei mal Aufzug, einen für den Verschluss, einen für den Film.
Mittelformatkamera, 6x7cm Negativgröße

   
Viele Grüße 
Philipp
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#9
Tja ... hatte ich auch mal ne Zeit gemacht ... mein Lieblingsmaterial war NP15, welchen ich mit F43 entwickelt habe ... den F43 ... glaube ich ... habe ich mit doppelt so viel Wasser angesetzt und entsprechend länger entwickelt.
Das Ergebnis war ein extrem feinkörniges Negativ mit guter Gradation ... hat Spass gemacht ... ist für mich nunmehr jedoch Geschichte ...
Viele Grüsse, Micha

Ich wohne am deutschen Elbkilometer 358 westelbisch ... und genieße die Natur ... die Röhrentechnik zeigt, dass sich der Strom nur von Minus nach Plus bewegt ... und damit die echte technische Stromrichtung erkennbar macht ... alle Halbleitersymbolpfeile sind Unfug ... der Praktiker ist trotzdem erhaben darüber ...



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#10
Guten Abend zusammen ,

na das ist ja toll . Smiley34 Ich habe früher so etwas mal repariert ( DDR ) .
Vielleicht kann ich hier ein paar Erfahrungen beitragen , wenn ich für Radios sonst immer
gerne Erfahrungen und Tipps mitnehme .

Einen schönen dritten Advent .....
Viele Grüsse Uwe 
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#11
(10.12.2021, 09:01)MichaelM schrieb: ...Und man konnte endlich auch Fremdobjektive adaptieren; ich denke da an meine "West"-EOS100 mit dem Wahnsinns-Pancolar Auto 1,8/50. Herrlich!...

   

Smile

Wenn ich so sehe, was man inzwischen an Preisen für das Meyer-Görlitz Trioplan 2,8/100 aufruft... Der Scherben liegt bei mir zusammen mit zwei weiteren M42-Zeiss-Silberlingen (Tessar 2,8/50 und Flektogon 2,8/35) als Erbstücke meines Vaters im Schrank (seine alte Praktica steht in der Vitrine) und ich wusste nicht, bzw. reibe mir verwundert die Augen, wenn ich sehe, dass das inzwischen Wertanlagen sind. Völlig verrückt geworden, sowas.

Gruß Michael
Gruß Michael

Penthode?
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#12
(10.12.2021, 20:05)Vagabund schrieb: ...macht Spaß, aber wenn man damit in die Stadt geht wird man entweder müde belächelt oder angequatscht…

Finde ich schön! Denn wenn man angequatscht wurde, dann nicht von den Diggiknipsern!

Anekdote:

Ich als Touri Ende der 90er in der Schweiz mit Fototrolley mit P6 und Zubehör drin und drangeschnalltem Stativ. Baute auf einem Berg die P6 aufs Stativ. An der P6 war mein 180er Zeiss-Sonnar dran und die schon recht bollerige Tüte macht mit ihrer großen Geli schon was her. Belichtungsmesser raus (den hat inzwischen mein Sohnemann, der photographiert tatsächlich noch sw mit Kleinbild) und bedächtig das Motiv angemessen.

Kam eine Familie mit einem lebhaften Kind. Vater zu ihm (oder ihr, weiß es nicht mehr so genau) deutlich mahnend: "Nich stören! Da arbeitet ein Fotgraf!"  Smile

Gruß Michael
Gruß Michael

Penthode?
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