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Will Travel Kamera 4x5“
#1
Naja, wo passt es hin? In den 3D-Druck-Fred oder zur Fotografie?

Wenn ich weiter denke, dann ziele ich eher auf den Zweck, als auf die Bastelei und das ist die Fotografie nach dem Bau.

Es geht um die 3D-gedruckte Kamera Will Travel, die als OpenSource auf Thingiverse liegt. Mit dieser kann man großformatige Negative belichten und das - untypisch für Großformat - aus der Hand.

Der erste Body ging mir schief, der Extruder bekam vom Feeder kein Material mehr und verstopfte dann.

   

Gestern habe ich einen zweiten Versuch in Präsenz und tagsüber gestartet und dies hat dann nun auch geklappt.

   

Weiter geht es heute mit der Frontkappe, die den Helicoid (Fokussierschnecke) und gleichzeitig die Frontstandarte/Objektivaufnahme bildet.
Viele Grüße 
Philipp
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#2
Hallo Philipp

Hast Du schon eine Vorstellung, was dort für ein Objektiv Verwendung findet? Was planst Du beim Filmrückteil? Rollfilmmagazin oder Planfilm?
Radiogrüße Detlef

Wer nicht mit dem zufrieden ist was er hat, wäre auch nicht zufrieden mit dem was er hätte, wenn er es haben würde.
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#3
Als Objektiv habe ich ein Super Angulon 90mm f/8, Linhof gelabelt, mit Copal Press 0 Shutter recht günstig erstehen können. Als Film wird die normale Elite-Doppel-Planfilmkassette vor die Mattscheibe geschoben.
Mattscheibe werde ich eh nicht brauchen, der Schutter geht nur bis zur 1/125 s und wird mir vermutlich mit HP5+ und dessen 400 ISO eine recht hohe Blende ergo Tiefenschärfe geben, um das ganze dann aus der Hand zu benutzen. Einen Sucher bekommt die Kamera noch gedruckt und mit Linsen aus China-Produktion. Als Entfernungsmesser kommt dann einer zum Aufstecken aus den 60ern zum Einsatz.
Ist eigentlich auch eher ein Luxusgut-Spielprojekt. Wer druckt sich sonst eine Großformatkamera, um aus der Hüfte zu fotografieren.
Viele Grüße 
Philipp
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#4
Hallo zusammen,

mittlerweile konnte ich vieles an der Travel-Kamera schaffen.

Die Frontkappe/Fokussierring mit dessen Schnecke ist gedruckt und passt soweit zwar, aber zum Fokus stimmt es nicht ganz. Dazu später mehr.
Der Trichter, um die Fokussierung dicht zu bekommen ist bereits auch gedruckt und innen montiert. Er ist dazu da, möglichen Lichteinfall in der Fokussierung zu verhindern, bzw. zu blocken.

Das Objektiv konnte ich samt Verschluss auf die Frontkappe montieren und das ganze zusammen setzen. Hier handelt es sich, wie geschrieben, um ein von Linhof vertriebenes Schneider Super Angulon 90mm mit Blende f/8.

Weiter konnte ich den Rahmen, der die Planfilmkassetten aufnimmt, drucken, einpassen und verkleben. Als Lichtdichtungsmaterial hatte ich noch blauen Samt in der Kiste, den ich ebenfalls verklebt habe.

Was fehlt nun noch?
Der Rahmen für die Mattscheibe liegt gerade im Drucker. Dessen Gummibänder sind bestellt, die Mattscheibe aus 3mm-Acryl ist auch bestellt und wird von mir mit feinem Schmirgelpapier nass mattiert.
Ferner muss ich doch nochmal einen längeren Fokusring drucken, da das Angulon doch eine etwas längere Brennweite als 90mm hat. Und natürlich fehlt noch ein Griff und dessen Schrauben. Ein Drahtauslöser müsste ich noch sicher in der Kiste haben.

Wer ist außer mir gespannt auf die ersten Bilder?

   

   

   
Viele Grüße 
Philipp
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#5
Einen Status zur Eigenbau-Kamera habe ich ganz vergessen.
Nun, eigentlich ist nicht mehr viel passiert, ausser das ein Rahmen für die Mattscheibe, die Mattscheibe selbst aus Acryl und ein Gummiband, welches das ganze zusammen hält, dazu gekommen ist.
Ausserdem habe ich mir noch mit Klebeband eine Fokusskala vorne aufgezeichnet.

Die ersten Probeblätter sind belichtet, das Resultat sieht vielversprechend aus.
Untenstehende Aufnahme habe ich also mit dieser Kamera bei vermeintlichem Unendlich-Fokus, 1/125s (schneller kann der Verschluss nicht) und f/22 auf Fomapan 100 im Format 9x12 Planfilm aus der Hand gemacht.

   
Viele Grüße 
Philipp
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#6
Das Ergebnis der Aufnahme kann sich sehen lassen! Auch wenn ich null Ahnung von Photografie haben, gefällt mir doch gerade die leichte Unschärfe der Aufnahme. Da würde sich ein Vierjahreszeiten Zyklus dieses schönen Motives anbieten, für ein Wandbild.
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#7
Die Unschärfe ist mir auch schon aufgefallen, das gehört an der Kamera nochmal richtig optimiert. Befinden sich im Negativ Unschärfen, schaukelt sich das bis zum Einstellen im Forum hoch.
Macht jetzt aber erstmal nichts, bin jetzt erstmal froh, dass überhaupt schon mal was rauskommt. Ist ja bei Selbstgebautem nicht unbedingt immer der Fall.
Viele Grüße 
Philipp
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#8
Hallo Philipp
Ich lese Interessiert mit.
Ich vermute, der Abstand Objektiv - Planfilm ist nicht OK. Ähnliches hatte ich mal an einer Linhof Luftbildkamera ( leider schon lange verkauft ) Hier habe ich dann mit Hilfe eines Diagrammhintergrund ( war auch von Linhof ) den Abstand zwischen Objektiv und Standarte eingestellt. Bei Luftbildaufnahmen eigentlich völlig egal, aber da ich an die Kamera auch mal ein Rollfilmrückteil anbaute, wollte ich das schon vernünftig eingestellt haben. Verwendet habe ich damals das Voigtländer Heliar f:4,5. F15cm mit Compur Verschluß von meiner Voigtländer Bergheil. Als Befestigung diente damals ein selbst gebauter Adapterrind, so das das Objektiv an die Original Linhof Platine gesteckt werden konnte.

Leider waren die Ergebnisse beim Entwickel verdorben worden, da ich so etwas leider nicht selbst machen kann.
Radiogrüße Detlef

Wer nicht mit dem zufrieden ist was er hat, wäre auch nicht zufrieden mit dem was er hätte, wenn er es haben würde.
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#9
Oh ja, das Foto ist toll geworden.

Schwarz-Weiß-Aufnahmen haben ein gewisses Etwas

und gafallen mir immer wieder gut....

Viele Grüße,
Rolf
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#10
(28.12.2021, 13:33)Radionar schrieb: Hallo Philipp
Ich lese Interessiert mit.
Ich vermute, der Abstand Objektiv - Planfilm ist nicht OK. Ähnliches hatte ich mal an einer Linhof Luftbildkamera ( leider schon lange verkauft ) Hier habe ich dann mit Hilfe eines Diagrammhintergrund ( war auch von Linhof ) den Abstand zwischen Objektiv und Standarte eingestellt. Bei Luftbildaufnahmen eigentlich völlig egal, aber da ich an die Kamera auch mal ein Rollfilmrückteil anbaute, wollte ich das schon vernünftig eingestellt haben. Verwendet habe ich damals das Voigtländer Heliar f:4,5. F15cm mit Compur Verschluß von meiner Voigtländer Bergheil. Als Befestigung diente damals ein selbst gebauter Adapterrind, so das das Objektiv an die Original Linhof Platine gesteckt werden konnte.

Leider waren die Ergebnisse beim Entwickel verdorben worden, da ich so etwas leider nicht selbst machen kann.

Ja richtig, der Fokus stimmt noch nicht so ganz glaube ich, und/oder bei Scannen ist das Negativ aus dem Fokus gerutscht. Muss ich nachsehen, aber ich bin wenigstens schon mal im Bereich, dass was entstehen kann.
Möglicherweise suche ich mir auch erstmal eine gute Mattscheibe.
Viele Grüße 
Philipp
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