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Reparatur für Kuba Venetia 10 - Transistor
#1
Mein geliebtes Küchenradio, erworben in 2006, hat jahrelang wunderbar und mit fantastischem Klang gespielt. https://www.radiomuseum.org/r/kuba_kuba_venetia.html

Jetzt macht es leider schlapp. Fehler:

- Der UKW Sender wandert immer ein wenig, wenn das Gerät eine Weile läuft und lässt sich nachregulieren, spielt dann wieder eine kurze Weile gut, dann wird der Empfang immer schlechter, bis es schließlich keinen Ton mehr von sich gibt. Nach kurzem Aus- und Einschalten, spielt es wieder kurz, dann ist wieder Ruhe, also kein Empfang mehr. Möglicherweise Transistorproblem? Whiskerbildung?

Mein Anliegen: Transistorradios, Platinenbestückung sind in der Reparatur überhaupt nicht mein Fall. Meine Hände sind auch viel zu zittrig dafür geworden. Hätte Jemand von Euch Lust, sich mit der Reparatur meines Gerätes zu befassen? Ich hänge wirklich sehr an dem Radio. Selbstverständlich würde ich sämtliche Kosten übernehmen und auch für die Reparatur selbst bezahlen.

Das Radio hat nur Batteriebetrieb, keinen Netzanschluss. Es ist trotz seines Alters von fast 60 Jahren noch in einem sehr guten Zustand.

Es würde mich wirklich sehr freuen, wenn sich Jemand meldet, dem ich das Radio zusenden kann und der es für mich wieder fit macht.

Hier ein Foto meines Radios:

   
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~

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#2
Hi Anton The electrolyteic capacitors will need replacing. I am in Canada, otherwise I would repair it for you. 

john
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#3
Do you think, it`s only a problem with the electrolytic capacitors? If it`s only about that, I think I can do it by myself. But let us hear some other opinions.

First of all, thank you very much for your contribution
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~

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#4
Neben den Elkos, dessen Wechsel, besonders in diesem Alter, zu empfehlen ist, verdächtige ich die Stabi Diode, die zur Stabilisierung der Basisspannungen dient.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#5
Peter, Laurel1 hat sich bereiterklärt, die Reparatur für mich zu übernehmen. Vielen Dank dafür schon mal im Vorraus! Insofern hat sich meine Anfrage hier erledigt. Vielleicht hat Peter Lust, hier etwas zur Reparatur zu schreiben, wenn das Gerät fertig ist.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~

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#6
Moin,

gestern ist das gute Stück, tiefgefroren, aber unbeschadet bei mir eingetroffen. Erst mal in Ruhe durchwärmen lassen und dann auf den Tisch.

Ein Test ergab, das von Anton beschriebene Problem. Außerdem mußte die Lautstärke recht weit aufgedreht werden, und der Empfang war auch nicht der Reißer.
Zwar gegeben, aber da muß mehr gehen. Die letzten beiden Probleme treten ja schleichend auf, insofern merkt das meist ein unbedarfter eher, da er unwillkürlich einen Vergleich mit einem anderen Radio anstellt.

Lange Rede kurzer Sinn. Wie nicht anders zu erwarten waren alle Kleinelkos (<= 10µF) im Gerät "trocken". Der Ratioelko z.B. mit einem Sollwert von 10µF brachte es gerade mal auf 0,8µF. In der Endstufe fand sich noch ein Papierwickler der zum Widerstand mutiert war, also ersetzt. Die "großen" Elkos waren bis auf zwei Stück absolut Top und durften bleiben. Nach der Kondensator Razia verhielt sich die Lautstärkeregelung so wie erwartet, und auch der Empfang war deutlich besser. So weit so gut, nur wanderten die Sender leicht, ein ständiges Nachregulieren war nötig. Weiteres sollte dann heute erfolgen.

Leider war die Nacht um halb 5 zu Ende, insofern ging es weiter. Einige Messungen später war die Ursache gefunden, die Spannung am UKW Tuner war instabil. Hier entpuppte sich eine Oxydierte Masseverschraubung am Tuner als Fehlerquelle. Also gründlichst gereinigt und neu verschraubt, schon war die Kuh vom Eis.

Stand der Dinge. Seit knapp 2 Stunden spielt das Radio stabil, der Sender wandert nicht mehr, was will man mehr. Als nächstes werde ich die Front vom Gehäuse teilweise neu verkleben, da einseitig etwas lose. Heute Nachmittag oder Morgen baue ich das Venetia dann zusammen. Danach der obligatorische 2 Tagestest, und sollte der, wie ich eigentlich erwarte, positiv ausfallen, tritt das Radio nächste Woche die Rückreise an.

Beste Grüße und ein schönes Wochenende

Peter
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#7
Thumbs_up Thumbs_up Thumbs_up
Grüße aus dem Odenwald,

Werner



Lesen gefährdet die Dummheit!
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#8
feine Arbeit, Peter!
Gruß,
Jupp
-----------------------------

Gehen Sie weiter. Es gibt nichts zu sehen.
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#9
Hallo Peter,

ja Du bist eben der Fachmann für die Transistorgeräte. Ich muss sowas ja auch weg geben. Damit kenne ich mich absolut nicht aus. Großes Lob! Thumbs_up
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#10
Ohman Peter, bist Du schnell und fleißig! Da freue ich mich aber sehr. Aber mache Dir bitte keinen Stress, wenn die Reparatur länger dauert, ist das für mich überhaupt kein Problem. Ich danke Dir sehr!
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~

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#11
Moin,

ich danke Euch. Eben habe ich noch eine Baustelle abgearbeitet. Eigentlich wollte ich nur mal schnell die Batteriekontakte noch etwas reinigen, die entsprechende Bürste war eh noch in der biegsamen Welle vom Dremel. Nach der Reinigung entdeckte ich, das Die Messingfahne (die arbeitet als Feder) der Masse einen Riss über knapp 3/4 der Breite hatte. War vorher nicht zu sehen, also mal eben ausbauen und dann schauen wir mal. Ausgebaut war die schnell, allerdings zerlegte diese sich dabei komplett. Messingblech gesucht und gefunden, und nach knapp 20 Minuten Dremeln und feilen war die neue "Feder" fertig. Nur noch in die Führung eingeschmolzen und zusätzlich verklebt. Der Kleber trocknet jetzt erst einmal, Morgen geht es dann an den Zusammenbau.

Och, Streß mache ich mir keinen. Ich hatte auf dem zweiten Arbeitsplatz zwar auch noch etwas stehen, aber irgendwie gar keine Lust da weiter zu machen. Ist eh für mich und eine etwas größere Aktion.

Beste Grüße

Peter
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#12
Super!
Ich liebe unser Forum Smile
Gruß,
Uli
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#13
(08.01.2022, 06:43)Uli schrieb: Super! Ich liebe unser Forum Smile

Thumbs_up Thumbs_up
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~

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#14
Moin,

ein kurzes Update. Der 2 Tages Test verlief negativ, was war passiert. Ich wollte noch eine Kleinigkeit prüfen, drehte das Gerät auf dem Tisch, und schon war das berühmte schweigen im Walde. Der Fehler war schnell gefunden, durch das ständige hin und her drehen, hatte sich ein Kabel in seiner Lötstelle gelöst, eine perfekte kalte Lötstelle. Also kurz gereinigt, neu verlötet, und er spielt wieder.

Lassen wir ihn noch mal kurz spielen bis der Zusammenbau erfolgt. Nach 20 Minuten laufen die Sender weg und das Radio wird immer leiser, ich denke ich bin im falschen Film. Kurz geprüft, die Batterien sind leer, kann passieren, aber da war doch noch was. Stimmt, ich hatte immer noch nicht den Ruhestrom der Endstufe geprüft, das gehört immer dazu. Dazu also den Originalen Lautsprecher wieder angelötet und mal gemessen, soll 7,5mA, ist 179mA!!! Da macht die Beste Batterie nach einiger Zeit schlapp.

Schon ahnend, das wird wohl nichts mit dem einstellen, bestätigt sich dieses. Ich komme mit dem Poti bis auf 35mA runter und das war es dann auch. Da man sehr gut an die Endstufentransistoren herankommt, mal probehalber ein neues Pärchen verbaut, 19mA sind schon besser, aber immer noch nicht das gelbe vom Ei.

Dazu noch folgendes, das Gerät hatte die ganze Zeit ein leichtes Grundrauschen bei Lautstärke null. Nicht wirklich störend, da nur zu hören, wenn man schon fast in den Lautsprecher gekrochen ist. Das ist auch weiterhin vorhanden, erhöht sich jetzt jedoch mit der Laufzeit, bis es in leisen Passagen nicht mehr zu überhören ist. Nach ca. 20 Minuten gesellt sich noch ein Prasselgeräusch dazu, ähnlich einer staubigen Auslaufrille einer Schallplatte. Anbei mal der Schaltplan der Endstufe, nichts außergewöhnliches.

   

Leider muß ich erst einmal eine kleine Pause einlegen, da ich seit zwei Tagen eine massive Erkältung mein Eigen nenne. Der ganze Kopf ist zu, die Nase läuft schneller als ich je laufen konnte, und gäbe es einen Wettbewerb für Dauerhusten, der Pokal wäre mir sicher. So bekomme ich das nicht auf die Reihe, die Konzentration geht gegen Null.

Noch ein Bild für Euch.

   

Einmal die zerbrochene "Feder" aus dem Batteriefach, und der Papierwickler aus der Endstufe (C77). Diese rotbraunen Kondensatoren hat der Teufel gesehen, jedwedes messen ist hier überflüssig, die sind immer hin. In Röhrenradios eher nicht zu finden, aber oft in Transistorradios diverser Hersteller.

So, genug für heute. Ich mache mir gleich mal einen Tee und haue mich dann noch mal aufs Ohr.

Beste Grüße

Peter
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#15
Was bin ich froh, dass ich das Radio zu Dir geschickt hab und nicht selbst versucht habe, das Problem in den Griff zu bekommen! Ich wäre daran verzweifelt.

Lieber Peter, hüte erstmal eine Weile das Bett und lass Dich gesund pflegen. Das Radio kann warten!

Gute Besserung!
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~

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#16
Hallo Peter,

könnten zu hoher Ruhestrom und Rauschen auf einen defekten NTC zurückzuführen sein?

VG Ingo.
Die Konvergenz der Apokalypse führt unweigerlich zur Hybris.
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#17
Moin Ingo,

ich habe gerade eben erst Deinen Beitrag entdeckt, Sorry. NTC und Ruhestrom passt schon, rauschen aber eher weniger.

Natürlich hatte ich den NTC schon gemessen, gemäß dem Motto, wer viel mist mist Mist. Insofern meinen Dank an Dich, jetzt weiß ich auch wo das große Brett, in der größe einer Schrankwand, hier im Zimmer herkommt. Das hatte ich vor dem Kopf. NTC soll 50 Ohm, gemessen 56 Ohm, sieht doch gut aus. Ja aber, ein Blick in den Schaltplan verrät, da liegt noch ein Widerstand parallel. Also heute einseitig abgelötet und alles mögliche gemessen, nur nichts in Richtung 50 Ohm. In den Katakomben bin ich dann tatsächlich fündig geworden, sehr zum Leidwesen meiner Frau schmeiße ich ja nie etwas weg. Das Teil verbaut, und siehe da, schon läßt sich der Ruhestrom einstellen.

So weit so gut, alles eigentlich perfekt, bis auf dieses leise rauschen und prasseln. Ok, ist wirklich leise, aber mich nervt das total. Zuerst spielt das Radio einwandfrei, dann kommt nach lurzer Zeit das Rauschen und wieder etwas später kommt das Prasseln mit hinzu.

Mir gehen da langsam die Ideen aus, deshalb bin ich für jeden Tipp dankbar.

Das Geräusch ist Wellenunabhängig, also bei AM und FM gleich vorhanden. Alle Transistoren der Endstufe wurden probehalber mal ersetzt, keine Änderung. Die
"Stabilisatordiode" (Gr5) ist in Ordnung. Alle Kondensatoren in der Endstufe und Stromversorgung sind geprüft, und teilweise ersetz (z.B. die Koppelkondensatoren).

Beste Grüße

Peter
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#18
Ist das Prasseln auch noch da, wenn die Lautstärke auf Null gedreht wird?
Grüße aus dem Odenwald,

Werner



Lesen gefährdet die Dummheit!
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#19
Hallo Peter,
wechsel doch mal den NF Vorstufen Transistor T7 OC75, denn das Problem könnte dieser selbst generieren.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#20
Moin,

herzlichen Dank Ihr Beiden. Ja, Rauschen und Prasseln sind auch bei Lautstärke Null zu hören. Zwar nur ganz dezent, man muss dann schon ganz nah mit dem Ohr ran, aber hörbar. T7 bis T10 hatte ich probehalber mal durch andere Transistoren ersetzt (T9 und T10 als Pärchen NOS ersetzt), immer nach und nach, und immer wieder zurückgebaut, da überhaupt keine Änderung feststellbar war.

Beste Grüße

Peter
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