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Porst Lucky
#1
Hallo Photofreunde
Schon länger geplant, jedoch immer wieder verschoben – die Vorstellung meiner Kameras aus meiner Photographica-Sammlung.
In den letzten zwei Jahren habe ich einen großen Teil meiner Kameras verkauft. Darunter Hasselblad, Rolleiflex SL66, Rolleiflex 6008 und sämtliche Großbildkameras von Linhof, samt einer umfangreichen Literatursammlung über die Bayrischen Großbildkameras.
Natürlich bedauert man in Erinnerung an die Stücke den Verkauf. Allerdings muß ich dazu auch sagen, vom in der Vitrine stehen werden diese nicht besser. Und es gab wieder Geld für die Bastelkasse und mein anderes Hobby, den Modellflug.
Aber schon lange ist Schluß mit dem Ausverkauf an Photoapparaten. Im Gegenteil, ab und zu kommen wieder Flohmarktfunde oder Kameras aus Haushaltsauflösungen dazu.

Analoge Fotografie betreibe ich schon lange nicht mehr. Aber das kann ich jederzeit wieder anfangen, mit einer meiner Kameras. Wobei das Kleinbildformat bevorzugt ist, da die Entwicklung vom Film bis zum Foto in einer hiesigen Drogerie machbar ist. Nur der 120er Rollfilm, das will niemand mehr machen und selber Entwickeln? Das habe ich Anfang der 70er Jahre gemacht, das fange ich auch nicht mehr an.

Nun zu der ersten Vorstellung einer Kamera aus meiner Sammlung. Da fange ich doch mal mit den Einfachen Kameras an.
 
Heute stelle ich eine Porst Lucky Kleinbildkamera vor. Porst war ja seinerzeit einer der bekanntesten Unternehmen in der Foto Branche. Informationen über diesen Fotoriesen findet man im www. Gegründet 1919 Aufgelöst 2002 Hauptsitz Nürnberg. Im Vertrieb hatte Porst auch DDR Kameras. Deshalb finden sich auch in meiner Sammlung sehr viele DDR Kameras, die hier auch noch nach und nach vorgestellt werden, einige habe ich bereits seit Anfang 80er Jahre, sie stammen überwiegend aus dem Besitz meiner Verwandten. Vieles habe ich aber auch nach der Wende auf Flohmärkten bekommen. Und mit Beginn der Internet-Angebote war das ja noch einfacher zu Kameras zu kommen.


Zurück zu der Porst Lucky, der nette Flohmarktfund von 2014. Porst hatte diese Kassettenkamera 1968 auf den Markt gebracht. Zu dieser Zeit boomte der Fotomarkt regelrecht. Wie man gut sehen kann, befindet sich die Kamera in sehr guten Zustand. Die Verpackung, von der es seinerzeit zwei Ausführungen gab ist leider nicht mehr so gut erhalten. Natürlich fehlen die Batterien aus der Verpackung und eine Filmkassette ist auch nicht mehr vorhanden. Als Film dienten die Kassetten Pak bzw. „126“ Die Bedienung war Kinderleicht. Klappe öffnen Kassette einlegen, zuklappen und verriegeln – fertig. Der Rest war ebenso leicht, wie die Original Bedienungsanleitung es beschreibt. Die Kamera besaß ein Miniscusobjektiv, eines der ältesten Objektiv Konstruktionen, die man früher auch als Französische Landschaftslinse bezeichnet hat. Diese Konkavkonvexe Linse ist so eingebaut, das die Konkave Seite dem zu fotografierenden Objekt zugewandt ist. Schaut man bei vielen Kleinbildkameras aus dieser Zeit auf die Linsentechnik im Objektiv, findet man reichlich ähnliche Konstruktionen. Auch bei manchen Box Kameras war ein Miniscus-Objektiv verbaut. Der Verschluß war einfach gehalten. Es gab zwei Blendestellungen , Sonne oder bewölkt. Mehr wollte man dem Gelegenheits Fotografen nicht zumuten. Dieser Trend der Einfachheit, war bei vielen billigen Kameras auf dem deutschen Markt zu finden. Für Urlaubsschnappschüße genügend und um als Einsteigermodell die Fotografie schmackhaft zu machen.


Fotografiert habe ich damit nie, aber sie ist auf Grund ihrer noch schönen Verpackung ein kleiner Hingucker in der Vitrine.
   
   


Bis zur nächsten Kamera

Und immer daran Denken – die Sonne lacht, nimm Blende acht


Daten der Lucky findet man im großen Kadludbeks Kamera-Katalog
Radiogrüße Detlef

Wer nicht mit dem zufrieden ist was er hat, wäre auch nicht zufrieden mit dem was er hätte, wenn er es haben würde.
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#2
Hallo Detlef,
danke für die Vorstellung. Irgendwie kam mit der 126er Kassette auch die Schwemme der Plastikknipsen. Ich habe auch einige dieser Exemplare.
Halt! Natürlich gab es solche Plastik-Klötze auch schon vorher mit dem Rapidfilm, aber der „Instamatic“-Film gab dem wieder einen Schub. Kodak war bei solchen Dingen oft der Treiber und hat hin und wieder so Konsumer-Ideen gebracht.

Eine Ergänzung habe ich noch, 120er Rollfilm wird sogar noch von den Drogerien entwickelt, dauert nur immer etwas länger. Aber so ein SW-Film ist einfach und schnell entwickelt.
Wenn es sich um einen Probefilm handelt, kann ich das auch übernehmen.
Viele Grüße 
Philipp
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