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LUXOMAT VT230 SW Fernseher RFT
#21
Nun lese ich ja oftmals, das die Russischen Bildröhren qualitativ nicht so gut sind.
Kann das jemand erklären, um welche Qualitätseinbußen es geht.
Ich habe ja auch einige russischen Geräte, vier verschiedene Junost , Silelis, Elektronica, dort sind die Bildröhren bestens.

Ja, Staub muss sein, schon der vielen Röhrengeräte die ab und an auch arbeiten müssen. Zudem es ja ein Allzweckraum ist. Neuerdings steht da auch ein Schlagzeug, welches ordentlich krach macht.

Frühjahrsputz ist eben im Frühjahr.

Viele kennen den Raum ja noch vom Treffen damals 2015. Jetzt ist der aber noch voller. Smile
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#22
Hm, keine Antwort auch eine Antwort.
Habe heute mal den VT130 vom Dachboden geholt. Der hat eine RFT Bildröhre drin.
Vom Aufbau her ist der Fernseher fast identisch mit dem VT230, ein paar kleine technische Veränderungen auf der Platine.

   

Alles gereinigt und mal angeschlossen. Das Ergebnis war nicht das besten. Die Russische Bildröhre ist bei weitem besser.
War auch fast klar, die vom VT130 war 1977 hergestellt, hat also schon ein paar Jahre mehr auf der Matschscheibe.
Der VT130 war übrigens der erste volltransistorierte SW Fernseher von RFT. ( DDR )
Also verbleibt die russische Bildröhre im Gerät.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#23
Zitat:Nun lese ich ja oftmals, das die Russischen Bildröhren qualitativ nicht so gut sind.
Kann das jemand erklären, um welche Qualitätseinbußen es geht.
Ich habe ja auch einige russischen Geräte, vier verschiedene Junost , Silelis, Elektronica, dort sind die Bildröhren bestens.
Wenn ich mich recht erinnere, waren vor allem die 61iger BR betroffen. Die Bilder wurden zu dunkel, übersteuerten manchmal oder zeigten ein  negatives Bild. Eine Erhöhung der Heizspannung brachte nur kurzzeitige Besserung. Oft  traten die Fehler schon kurz nach Garantieende auf. Nach Austausch der Bildröhren konnte keiner garantieren ob die Neuen besser halten. Es gab Kunden die 2-3 die Bildröhren in 10 Jahren getauscht haben. Der EVP der Bildröhre betrug 420,00 Mark. Mit Arbeitslohn also ca. 500,00 Mark. Wurde trotzdem oft gemacht, da Neugeräte ein Mehrfaches kosteten.


Gruß Martin
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#24
Hallo Martin,
@....Die Bilder wurden zu dunkel, übersteuerten manchmal oder zeigten ein negatives Bild. Oft traten die Fehler schon kurz nach Garantie ende auf.

Bei diesem Fehlerbild hatte ich des Öfteren den ZF IC A240 defekt, dieser übersteuerte bereits bei schwachem Empfangssignal
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#25
Nabend Frank,

einiges hatten wir zum leidigen Thema Bildröhren aus der UdSSR (CCCP), Sowjetunion ja schon an mancher Stelle diskutiert...
... war mir bissel durchgerutscht ^^ ist auch nicht ganz kurz beantwortet, Vieles hab ich live im Werk erlebt:

s/w-Bildröhren: Hier gibts eigentlich nix groß zu meckern ! Gerade die kleinen Röhren im SILELIS oder WL100 haben ein ausgesprochen gutes Bild sowie Langzeitstabilität, was ja bei kleinen Röhren oft zu beobachten ist, vergleichbar mit dem Quelle/Universum-Geräten SK992, ebenfalls extrem gutes Bild !

Junost-Bildröhren (31LK3Z) waren neu auch rel. gut, ich habe aber auch einige etwas "vermatschte" Bilder bei rel. neuen Junosten in dem wunderschönen Plastik-Gehäuse gesehen...

Größere russische s/w-Röhren (50 und 61 cm ab Mitte 70-er, davor hab ich keine Erfahrungen (in Rö-TV, zB "START" gab es zuweilen auch russische BR): Neu eigentlich immer rel. gut, nur manchmal etwas "müde" Kathoden (das gab sich mit steigender Betriebszeit... Langzeitstabilität und Schärfe waren aber oft nicht so gut wie bei den WF-Röhren) und gewisse Qualitätsmängel, wie kleine schwarze Partikel, die von innen auf der Leuchtschicht saßen. In der Produktion gab das einen kurzen Hieb mit einem Kunststoffschraubenzieher-heft und gut wars... sehr zweifelhafte Methode.
Abblätternde Außenbeschichtungen hatten wir ja schon diskutiert.
Alles in Allem hab ich mit russischen s/w-Bildröhren nicht so ein großes Problem.

Russische Delta-Farbbildröhren: Und hier beginnt nun ein wahres Drama ! Es ranken sich auch Geschichten um das Thema, die ich nicht zu 100% bestätigen kann...
Es gab wohl "Verträge" innerhalb des RGW (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe), die u.a. regelten, welches Land welche Bauteile herstellen "durfte" und wer wieviel importieren "mußte". Das könnte Reflex-Kalle vielleicht noch untersetzen... Jedenfalls gab es wohl keine Möglichkeit für Reklamationen und die Qualität der gelieferten russischen Farbbildröhren war unterirdisch, so daß es im Betrieb schon eine Vorauswahl geben mußte, um nicht zu viel Aufwand in den Bildröhrenwechsel stecken zu müssen. Mit wurde mehrfach berichtet, daß die Scherben der ausgesonderten Bildröhen in stillgelegte Bergbauschächte gekippt wurden. Genaue Fehlerquoten kann ich zwar nicht benennen, aber es war wohl sehr schlimm... Der ZWang zum Import führte auch dazu, daß Anfang der 80-er ein Rückschritt zur Delta-Röhre eingeschlagen wurde, es gab nämlich schon Fernseher mit INLINE-Bildröhren seit ca 1980 mit importieren INLINE-Farbbildröhren (nKn oft VIDEOCOLOR mit recht guter Qualität) So ging man ab 1982 wieder zu veralteten Gerätekonzepten für DELTA-Röhren über... kein guter Weg, einfach aufgezwungen und neben dem Trabbi/Wartburg-Drama ein gutes Beispiel, warum es in der DDR nicht vorwärts gehen konnte.

Es gibt auch glaubhafte Berichte, daß die guten russischen Bildröhren in die eigenen RADUGAs eingebaut wurden, die schlechteren dagegen in die DDR exportiert wurden. Das kann ich insofern bestätigen, als daß die RADUGA öfters beeindruckend gute Bilder lieferten (in der Zeit zwischen Inbetriebnahme und Wohnungsbrand *autsch* der mußte sein), einige schoben das auf die guten Video-Endstufen mit Röhren, da ist sicher was dran, aber war nicht der einzige Grund, denn schwache Video-Endstufen gabs nur beim COLOR20/21, da noch keine hochsperrenden Endstufentransistoren zur Verfügung standen. Mit dem CHROMAT war das aber Geschichte (BF258... in Verbindung mit westdeutschen IC-Ansteuerschaltungen).

Die Fehler im Einzelnen, die ich auch bestätigen kann:
- schlechte Punktschärfe, also "Matschbilder" selbst bei ausreichend Helligkeit
- schon im Neuzustand kein vernünftiger Sperrpunktabgleich möglich
- verdreht eingebaute Strahlsysteme
- allgemein schlechte Konvergenz und Farbreinheit
- auch bei optimaler Einstellung schlechte "schmutzige" Farben (Leuchtstoffqualität)

ich seh es aber auch so: Übersteuernde, "negative" oder zu dunkle Bilder kann man nicht unbedingt der Röhre zuordnen, ausschließen will ichs aber nicht. Genauere Analysen müßte ein Kollege aus dem Betrieb liefern, der sich mit der Problematik befasst hatte, ich stell es mir kompliziert vor, da in jedem Fall genaue Diagnosen abzuliefern (Pathologie defekter Bildröhren ^^). Wenn die Arbeitspunkte der Videosektion falsch lag, konnte es ebenfalls übersteuernde Bilder geben (A270...A231, zu beiden IC gibt es entspr. TCA...-Typen... defekte A240 (TDA440) in der ZF kamen wie erwähnt für diesen Fehler auch in Frage)

Es gab aber auch positive Ausnahmen bei den gelieferten russischen Röhren, aber es ist schon traurig, das so benennen zu müssen ! Leider war aber auch dann die Lebensdauer recht mäßig, d.h. nach 4...6 Jahren ließ die Qualität merklich nach mit typ. Ausfallerscheinungen (eine Farbe schwach, Grundhelligkeit...Schärfe wird schlechter).

Ich hatte mal eine 59LK3W aus einem RADUGA der 70-er, das war die Beste russische Fabbildröhre, die ich je in der Hand hatte. Obwohl die schon mehrere Jahre gelaufen war, lieferte diese bestechend schöne Farbbilder (mit ebenfalls recht guter Farbreinheit/Konvergenz), was man besonders an den Farben Rot und Grün sah, einige Fotos von amerikanischen "Roundies" (u.a. von Eckhard Etzolds Sammlung) erinnern mich an diese Röhre ! Das war ein Glücksgriff, um den ich einen meiner ersten eigenen Farbfernseher gebaut hab, teils mit selbstgefertigten Modulen und Baugruppen, nach Plan CHROMAT... das war natürlich ein doppeltes Erfolgserlebnis, denn ich kannte während des Baus und der Investition einiger Hunderter (Ostwährung^^) die Güte der Röhre noch nicht!

Zum Vergleich: Importierte DELTA-Farbbildröhren von MULLARD, TOSHIBA, (VIDEOCOLOR?) ... waren um Längen besser, auch die Langzeitstabilität war bei diesen teils überragend. Allerdings hatten diese aber nur eine Bildgröße von ca. 51 cm, was auch die Lebensdauer etwas erklärt.
(ab ca. 1984 gab es dann in Berlin ein Bildröhrenwerk mit TOSHIBA-Produktionslinie (Gestattungsproduktion) für INLINE- Farb-Bildröhren, die allererste Sahne waren (mit kleinen Einschränkungen bei der 67-er Größe... geringe Schärfeprobleme), aber das Bildröhrenproblem war von dem Zeitpunkt an erledigt, aber die Geräte (auf Grundlage eines überarbeiteten Konzeptes der Gerätereihe von Anfang der 80-er) sehr teuer (5600...6200..(6900) Ostmark bei Verdiensten von 600... knapp unter bis etwas über 1000 Mark für Facharbeiter je nach Branche, auch Ings verdienten nicht unbedingt mehr... )

...soweit vielleicht ein paar Erfahrungen... Erzählungen, bitte korrigieren, falls was aus eigener Sicht nicht korrekt sein sollte!


Gruß Ingo
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#26
(12.01.2022, 20:22)Morningstar schrieb: Hm, keine Antwort auch eine Antwort.
Habe heute mal den VT130 vom Dachboden geholt. Der hat eine RFT Bildröhre drin.
Vom Aufbau her ist der Fernseher fast identisch mit dem VT230, ein paar kleine technische Veränderungen auf der Platine.
...

Hi Frank,

da sieht man dann beim VT130, wie die Widerstands-/Kondensator-Kombination für den Masseanschluss des Bildröhrenaußenbelags original bei den TVs gemacht wurde. Der Teerwickelkondensator an der Stelle bei deinem VT230 ist höchstwahrscheinlich so nicht mehr original.

(12.01.2022, 22:14)ELEK schrieb: ...
Russische Delta-Farbbildröhren: Und hier beginnt nun ein wahres Drama ! Es ranken sich auch Geschichten um das Thema, die ich nicht zu 100% bestätigen kann...
Es gab wohl "Verträge" innerhalb des RGW (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe), die u.a. regelten, welches Land welche Bauteile herstellen "durfte" und wer wieviel importieren "mußte". Das könnte Reflex-Kalle vielleicht noch untersetzen...

Hi Ingo,

Kann ich auch nichts genaues zu sagen, außer eben die Gerüchte, die damals verbreitet wurden. Zumindest wurde die ja schon 1961 abgeschlossene Entwicklung einer 43er Vollglas-Rechteck-Lochmaskenfarbbildröhre mit 70° Ablenkwinkel (B49G4C) abgebrochen. Die dann Ende der 60er aufkommende Gerüchte waren, dass wegen der 70° Ablenkwinkel diese Farbbildröhren (eine 61er G61C
war wohl auch schon ansatzweise in der Entwicklung gewesen) diese nicht mehr "dem Stand der Technik" entsprechen und da die Weiterentwicklung abgebrochen wurde, wenigstens eine 90° Lochmasken-Farbbildröhre für die Serienproduktion von FarbTVs notwendig wäre, die nur aus Importen stammen konnte. Gerüchteweise wurde sogar behauptet, dass die russischen 59er Lochmaskenfarbbildröhren angeblich auf einer ausgemusterten Fertigungsanlage von RCA, die von der UdSSR gekauft wurde, produziert wurden. RCA hat zu dem Zeitpunkt schon angefangen, 110° Farbbildröhren zu produzieren. Könnte was Wahres dran sein und auch die stark schwankende Produktionsqualität der russischen Lochmasken-Farbbildröhren erklären, weil es eben eine ausgemusterte Fertigungsanlage von RCA gewesen sein soll.

Aber es stimmt, im RGW (Rat der gegenseitigen Wirtschaftshilfe) der sozialistischen Staaten wurde oftmals die Produktion bestimmter Waren aufgeteilt und nicht jeder Staat durfte alles produzieren, auch wen er vorher das bereits entwickelt oder sogar produziert hatte. Hab ich als Konstrukteur im VEB Wägetechnik Rapido Radebeul Ende der 70er Jahre selber so miterleben können. Zum VEB Wägetechnik Rapido gehörte auch der ehemalige Spezialmaschinenbau Radebeul, der gleich neben Rapido angesiedelt war. Spezima produzierte u.a. Brotbackmaschinen für die Großbäckereien, die dann auf RGW-Beschluss eigentlich nur noch in der CSSR produziert werden sollten. Trotzdem sah man in den Werkhallen immer mal wieder, dass eine Brotbackmaschine gefertigt wurde, damit eine Brotbackfabrik der DDR überhaupt sowas neu zur Produktion(serweiterung) bekommen konnte (aus der CSSR kam da meines Wissen nichts in der DDR an). Das war insbesondere auch deshalb möglich, weil sonst ähnlich gestaltete Waffelbackautomaten weiterhin produziert wurden. Der wesentliche Unterschied war nur, dass zum Waffelbacken eben Waffeleisen in einer endlos aufgereihten Kette durch den Backautomaten gelaufen sind und zum Brotbacken stattdessen dann ein endlos zusammengeschweißtes Stahlblechband, was hochwarmfestes, zunderfeies und rostfreies Stahlblech aus Schweden war (daran hat man es immer erkannt, dass imal wieder eine Brotbackmaschine aufgebaut wurde). So nebenbei bemerkt, die Gasbrennerrohre aus hochwarmfesten, zunderfreiem und rostfreiem Stahlrohr der Backautomaten hatten "zufällig" genau die Durchmesser für Auspuffanlagen der Trabant und Wartburg.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#27
Interessant, was ihr so alles wisst. Schön zu lesen.

Zum Kondensator, es dürfte ein Original Y Kondensator sein, Baujahr 1980 mit Teer vergossen. Es sind keinerlei nach Lötungen zu sehen. Der Fernseher TV230 ist auch Baujahr 1980.
Der TV130 hat einen Styroflex Kondensator mit der Aufschrift Y, 5nf, 250 Volt Wechselstrom, 50 Hz.


.jpg   Y-Kondensator.jpg (Größe: 108,97 KB / Downloads: 318)


.jpg   Kondensator-Y.jpg (Größe: 31,79 KB / Downloads: 318)
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#28
Gut Frank,

das Pertinaxplättchen mit dem Teerkondensator und dem Widerstand war auf den Bildern des VT230 so nicht (gut) zu sehen. Dann ist das so auch original gewesen. Hatte man eben bei der Fertigung des TVs gerade keine Styroflex-Kondensator. War ja in der DDR immer irgendwie eine „Mangelwirtschaft“, wo man nehmen musste, was man gerade bekommen konnte. Aber 1980 hätte ich auch keinen teervergossenen Kondensator mehr erwartet. Man lernt eben nie aus.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#29
Die Frage war:

Zitat:Nun lese ich ja oftmals, das die Russischen Bildröhren qualitativ nicht so gut sind.
Kann das jemand erklären, um welche Qualitätseinbußen es geht.
Ich habe ja auch einige russischen Geräte, vier verschiedene Junost , Silelis, Elektronica, dort sind die Bildröhren bestens.


Ich habe versucht zu erklären, wie sich die Alterung dieser Bildröhre zeigt. Nämlich durch dunkle unscharfe Bilder, dreht man die Helligkeit auf übersteuert das Bild, zieht Fahnen und wird negativ.

Ich habe nicht behauptet, dass dieses Fehlerbild generell durch die Bildröhre verursacht wird.
In den 80iger Jahren beutete diese Fehlererscheinung bei Geräten mit einer russischen 61 cm Bildröhre aber mit Sicherheit, dass die Bildröhre defekt ist. Bewiesen wurde es dadurch,  dass nach dem Wechsel der BR das Gerät wieder funktionierte.
Natürlich können negative und übersteuerte Bilder auch andere Ursachen haben. War in meiner Praxis aber eher selten gegenüber den Bildröhrenfehlern.
Aber in TV vom Frank ist ja eine WF Bildröhre, die wird halten.
Gruß Martin
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#30
Habe ich auch so verstanden, Martin. Und nein ich habe die russische wieder eingebaut, da die besser ist. Bei großer Helligkeit ist das Bild schärfer und kontrastreicher.
Die WF Bildröhre ist verbrauchter, erhöhe die die Helligkeit, kann man intern noch etwas anpassen, dann wird das Bild leider verschwommen, eben größer und unscharf. Gut, diese Röhre aus dem VT130 auch von 1977, die russische ist von 1980. Bin daher mit der russischen zufrieden. Zum Vorführen bestens geeignet.
Man darf auch nicht vergessen, ich habe nur einen Elko, 10µf 245 Volt, gewechselt. Alles andere ist noch Original von 1980.
Die Stromaufnahme liegt jetzt bei 54 Watt, laut Rückwand sollten es 70 Watt sein, laut Unterlagen nur 60 Watt. Also dürfte alles bestens sein.

Der Anschluss des Gerätes erfolgte übrigens Stufenweise, aller 5 Minuten habe ich langsam die Spannung erhöht, bis das Bild voll da war. dann lief er über 2 Stunden ohne Probleme wieder.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#31
Zitat:Ich habe versucht zu erklären, wie sich die Alterung dieser Bildröhre zeigt. Nämlich durch dunkle unscharfe Bilder, dreht man die Helligkeit auf übersteuert das Bild, zieht Fahnen und wird negativ.


Hallo Martin,

das ist natürlich völlig korrekt beschrieben, bekannt ist ja diese eigenartige Erscheinung bei schwacher Emission, daß die hellen Stellen Gradationsverzerrungen aufweisen, wodurch das so komisch "glänzend" aussieht.
Ich hatte die Frage aber auch in Bezug auf neuere Röhren verstanden und die russischen Röhren konnten bereits im Neuzustand gewisse Mängel aufzeigen.

Mir ist auch bei einem CHROMAT schonmal eine Fehldiagnose bei dem Fehler "Bild zu dunkel" passiert, weil an der g1-Spannung (für alle 3 Elektroden) eine Funkenstecke auf der BR-Platine Kurzschluß hatte und das Bild leicht unscharf eingestellt war, hatte ich ein extrem dunkles und unscharfes Bild und "defekte BiRö" geschlossen (Sperrpunktabgleich sah garnicht schlecht aus, (die Potis waren aber schon sehr weit aufgedreht worden..) das machte mich dann aber irgendwie stutzig..., eine Routinemessung ergab dann Ug1 = 0 statt +30V (oder so). Nach der Fehlerbehebung und Einstellung der Schärfe hatte ich ein Bild der Note 2...3, also zwar auch nich doll, aber eben keine 5 mehr !

Das hab ich mir gemerkt und messe bei "Bild dunkel" dann doch immer nach.

Gruß Ingo
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#32
Hier zum Abschluss noch mal zwei Bilder.
Ich habe nun keinen Platz mehr die Geräte in Regalen unterzubringen. Da viel mir die Werbung von dem Fernseher ein. Den gab es auch mit Standfuß. Woher nehmen, Upcycling oder wie man das so nennt.
Ein Stück Gerüststange aus Stahl und Teile von einem PC/ Computerstuhl. Ich schmeiß ja soooo schnell nicht weg. Der Fernseher heiß dann VT330, die selbe Technik ist es aber.


.jpg   VT230.jpg (Größe: 160,37 KB / Downloads: 196)

Der Vorteil des neuen Fußes ist, ich kann ich beliebig hin rollen, wo er dann nicht im Wege rumsteht. Smile

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#33
Coole Idee, Frank!
Gefällt mir und ich überlege demnächst 2 mal, ob ich nen alten Bürostuhl entsorge.

Grüße
Frank
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#34
(10.01.2022, 10:53)Morningstar schrieb: Ja leider fehlt die. Ich dachte schon das ich die auf dem Dachboden verloren habe aber auch am VT130 ist sie auch weg. Schade. 

Hallo Frank,

ich kann dir helfen, seit deinem Post Anfang Januar schwirrte mir im Kopf herum, daß ich doch irgendwo so eine Klappe haben müßte...
Im "Außenlager" habe ich dann in einer Kiste mit RFT Teilen (4000er Colormat) die Klappe gefunden. Der Zustand ist leider so lala, das war sie schon, als ich sie bekommen habe.

   

   

Ich würde sie dir kostenlos abgeben, das Porto kann ich schon "verschmerzen", schreibe mir deine Adresse bitte per PN wenn du die Klappe haben möchtest.

Edit: Jetzt sehe ich ja gerade, daß es hier um den Luxomat geht, meine Klappe ist ja vom Luxotron.

Grüße

Manfred
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#35
Ja schade, aber irgendwann wird mir so ein Teil schon mal über den Weg laufen.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#36
Hallo Frank,

ich hab hier eine Ausführung solch einer Klappe, die ist zum runterklappen.
Wobei der Gesamtzustand eigentlich ganz gut ist. Allerdings ist auf der linken Seite das Scharnier abgebrochen.
Aber guck selber, ich hoffe man sieht es.

HG Fredy

   

   
"Traue niemals blonden Frauen , aber Dingen die die Russen bauen. "  Big Grin
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#37
(09.01.2022, 22:37)Morningstar schrieb: Sorry Ingo, ich dachte ich komme damit bei euch durch. Smile

Nein im Ernst, ja diese blauen habe ich da, eine halbe Rolle voll. Habe zwar nur 3,3nf sollten aber auch gehen.




Ja danke auch für das Angebot der Röhren, derzeit habe ich noch welche da, werde es mir aber merken.

Hallo Frank,
...nach meiner Meinung ist das ein Varistor. Oder liege ich da falsch?

VG Richie
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#38
?? was meinst du Richie ??
Die blauen sind Kondensatoren, der an der Bildröhre ist auch ein einfacher Kondensator.
Einen Teer vergossenen hätte ich 1980 nicht mehr erwartet.

Ja gerne Fredy, würde ich nehmen wollen.
Adresse kommt per PN.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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