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OWIN E62B
#1
Hallo zusammen,

zurzeit habe ich einen recht selten anzutreffenden Rundfunkempfänger der Firma OWIN in Arbeit,
genauer gesagt, einen OWIN “E62B“ aus dem Jahre 1934.

Hierbei handelt es sich um einen Batterie-Zweikreis-Empfänger mit einer Gegentakt-Endstufe, aber ohne eingebauten Lautsprecher.

(Die Variante mit eingebautem LS nennt sich “L62B“ und die für Wechselstrom “L62W“)

Empfangen wird auf Lang- und Mittelwelle.
Bestückt sind folgende  fünf Röhren: RES094 / RE034 / RE084 / 2 x RE114

Und so sieht das Gerät aus:

   
   
   

hier das Typenschild:
   

und hier der Schaltplan:
   

Ich hatte eine Reparatur immer vor mir hergeschoben, weil ich wusste, dass sich ein Vorbesitzer schon mal mit dem Gerät “beschäftigt“ hatte.

Nur vor etwa 2 Jahren hatte ich den Empfänger kurz geöffnet, um seine Skala zu duplizieren.

   

Andreas benötigte Ersatz für die unleserlich gewordene Skala seines OWIN  L62W.
https://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=12412

In diesem Zuge, tauschte ich die ebenfalls verschlissene Skala meines Gerätes gleich mit aus.
https://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=12321

Vor etwa 2 Wochen war es dann doch so weit, ich wollte dem “E62B“ endlich wieder Töne entlocken.

Also zunächst einmal das Chassis ausgebaut:

Hier sieht man, dass der Ausgangsübertrager nicht mehr original ist und nur behelfsmäßig befestigt wurde:

   

hier das Chassis von hinten
   

…von oben
   

hier die Unterseite
   

An sich sind diese einfach aufgebauten Batterie-Empfänger recht schnell zu reparieren,
so dachte ich jedenfalls.
Leider war das ein Irrtum.


Denn als ich mir den Wellenschalter etwas genauer ansah, musste ich feststellen, dass sich einige Kontakte nicht mehr öffneten,
die Bleche hatten keine Federwirkung mehr, da sie gebrochen, bzw. angebrochen waren.
Man hatte sich damit beholfen, sie mit Lötzinn zu fixieren, was natürlich nur von kurzer Dauer war.

So baute ich den Wellenschalter zunächst einmal aus,
da ist er:

   

hier ist die Schaltwelle entfernt:
   

Da ich keine passenden Ersatzkontakte hatte, die dann auch noch vernietet werden müssten,
entschloss ich mich, einen anderen Schalter einzubauen.

Etwas Passendes fand ich nach intensiver Suche in der “Bucht“:

   

Mag die Sache mit dem Wellenschalter schon schlimm gewesen sein,
es geht aber noch schlimmer.

Der Wellenschalter wurde von 2 Schrauben gehalten, um diese entfernen zu können,
mussten die Abschirmbecher der beiden Spulen entfernt werden.

Als ich die Becher entfernt hatte, zeigte sich ein weiteres Problem, die Spulenkörper,
oder das, was von ihnen übriggeblieben war.

   
   
   

Ich denke mal, hier handelt es sich um das berüchtigte “Ferrocart“,
das oxidiert und stark aufgequollen war.
Dadurch wurden Spulendrähte abgerissen und das Gehäuse gesprengt.

Diese Spulen kann man nicht reparieren, diese muss man ersetzen,
also war wieder guter Rat teuer.

Ich hatte in meiner “Spulenkiste“ noch einen Zweikreiser-Spulensatz von der Firma “Ultrakust Gerätebau“,
bestehend aus dem
Zweikreiser-Vorkreis Spulensatz Nr. 3501b
und dem
Zweikreiser-Audion Spulensatz Nr. 3501c

   

Diese Spulen wollte ich anstelle der aufgequollenen Spulen einbauen,
die originalen Abschirmbecher würden das Ganze dann “vertuschen“.

Aber zunächst musste ich den Schaltplan auf die neuen Spulensätze und den
Ersatz-Wellenschalter anpassen:

   

Fortsetzung folgt…

Viele Grüße,
Rolf
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#2
Hallo Rolf,

ja wie ich Dein Gerät sah, dachte ich mir doch, das kennst Du doch. Und ja, ich habe das mit Lautsprecher in Wechselstrom-Ausführung und einer herrlichen, von Dir gefertigten Skala.

Bei meinem Gerät ist zwar der Wellenschalter i. o.. Allerdings ist der Empfang nicht ganz so empfindlich, wie man das erwarten würde. Ja, der Anblick Deiner Schwingkreise gibt mir allerdings eine Erklärung. Nämlich die Ferrocart Kreise. Ich hatte bei meinem Gerät die Bandfiltertöpfe nicht geöffnet. Ich könnte natürlich wetten, dass es in meinem Gerät genauso aussehen wird.

Ich werde gerne Deine Dokumentation weiter lesen. Ich bin doch gespannt, wie Du die Probleme löst. Eins weiß ich eh, Du machst das wieder.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#3
Hallo Rolf,

als ich die ersten Fotos Deines Beitrages sah, dachte ich: Das ist ja mal ein wirklich gut erhaltenes Radio, das nie einen Keller gesehen hat.
Das Foto von den Ferrocartspulen hingegen gehört zum Schlimmsten, das ich je sah. Spätestens hier hätte ich die Flinte ins Korn geworfen.
Ich erinnere mich, bei rm.org mal über den Ersatz solcher unrettbar gewordenen Spulen gelesen zu haben. Ich meine, es war dort ein NORA-Gerät.
Jedenfalls drücke ich Dir die Daumen, dass dieser Umbau so läuft, wie Du es möchtest. Der OWIN ist ein optisch sehr ansprechendes Gerät.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#4
Hallo Rolf
Sieht ja super aus, und mit der Skala ist das Topp, die ist bei dieser OWIN Serie fast immer schlecht erhalten...


Hier der Prospekt vom Juli 1934:

   

Und der Ausschnitt zum Ökonom:

   

Nette Grüße - Alfons
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#5
Die Spulen bei meinem Weltenbummler L73W sehen ebenso desolat aus, entsprechend ist der Empfang. Viel mehr als der Heimsender ist nicht drin...

Da die Reparatur meine Fähigkeiten übersteigt, bleibt es halt so.
Beste Grüsse

Thorsten


"Das Leben ist nichts weiter als das Proben für eine Vorstellung, die niemals stattfindet."

(Die fabelhafte Welt der Amelie)
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#6
Hallo, Rolf,
Ein sehr schönes Gerät. Ich habe die Wechselstromvariante mit Lautsprecher, aber dein Radio gefällt mir optisch besser.
Hier zum Vergleich:    
Mein Radio hat eine sehr gute Trennschärfe. Ich auch habe nie die Filter ausgebaut, über Ferocart habe ich bisher nur gelesen, jetzt sehe ich die Zerstörung in Aktion - schrecklich! Hoffe, werde so was nicht reparieren müssen. Eigentlich wie du sagst, es ist irreparable, eher mit passenden Induktivitäten zu ersetzen.
Der Wellenschalter sieht optisch anderes aus, aber so einen zu fi n den, wie das Original wird schwer. Hauptsache die Funktion ist gegeben. Der Platz ist da.
Ich lese mit Interesse weiter.
Gruß,
Ivan
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#7
Hallo also Owin hat ja echt schicke Apparate gebaut. Ich hatte Owin noch nie groß gehört , jetzt hatte ich mal recherchiert und klar das man da nur Geräte bis so 1936 findet denn dann war Schluss so wie ich gelesen habe ist Owin eine Firma aus Hannover und ging dann , aus welch Gründen auch immer, 1936 in Konkurs. Aber echt schick dies Modelle aber einen zu bekommen wird sehr schwer werden. Gutes gelingen werde es stets verfolgen. LG.Maik
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#8
Schickes Gerät, ja Owin taucht ab und zu in der Bucht auf, aber immer nicht ganz billig (sonst hätte ich mir auch eins gekrallt). Was mich etwas erstaunt ist die Bestückung mit, damals schon alten, Batterieröhren.
Gruß
Alex

M(Ende) gut - alles gut! Smile
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#9
Eigentlich bis auf die Vorstufe - eine klassische Transistor Schaltung! Smile
Gruß,
Ivan
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#10
Hallo zusammen,

in den vergangenen Tagen habe ich zwischenzeitlich an meinem “OWIN E62B
weitergewerkelt:

Zunächst mal das Chassis großzügig, bis auf ein paar wenige Bauteile, entkernt und gereinigt.
   

Die Kondensatoren wurden neu befüllt oder durch “neue Alte“ ersetzt.

Dabei fand ich noch einen Fehler, den ein Vorbesitzer wohl mal unwissentlich eingebaut hatte.
Ein Fehler, der mir schon öfters untergekommen ist:

Man hatte den Rückkopplungs-Drehko ausgetauscht, aber nicht darauf geachtet,
dass die Drehachse, vom Rotor isoliert sein musste, so lag dieser immer auf Masse.
Das ist halt bei Standard-Quetschern so.
   

Das funktioniert aber nicht, wenn der Rückkopplungs-Drehko einseitig mit der Anode verbunden ist,
bei falscher Polung des Quetschers, würde man sogar die Anodenspannung kurzschließen.
   

Da ich auf die Schnelle auch keinen passenden Quetscher fand, wurde er kurzerhand isoliert eingebaut.
   

Danach baute ich die beiden “ Ultrakust-Ersatzspulen“ ein
   

und anschließend den neuen Wellenschalter.

Die HF-Stufe konnte jetzt neu verdrahtet werden:
   

Danach war ich natürlich neugierig, ob der Umbau überhaupt funktionierte,
also RES094 und RE034 bestückt und mit Spannung versorgt.

Da die beiden Spulen noch abgeglichen werden mussten, monierte ich vorher ihre Abschirmbecher.
   

Da man jetzt kapazitiv (Trimmer auf dem Drehko) und induktiv (Spulen) abgleichen konnte, bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Signalverfolger an die Anode der Audion-Röhre.
Messender auf etwa 1400 KHz, den Abstimmdrehko auf diese Frequenz eingestellt,
dann die Audion-Spule auf Maximum abgeglichen.
Danach den Vorkreis noch etwas nachgeglichen.

Anschließend den Messender auf etwa 600 KHz eingestellt, den Abstimmdrehko dementsprechend verstellt
und den Kondensator-Trimmer der Audion-Stufe auf Maximum justiert, danach den Vorkreis-Trimmer.
– Fertig –

Nach dieser Prozedur konnte ich auf mein angeschlossenes “4-fach-Senderlein
einwandfrei abstimmen, die Lautstärke war über den ganzen MW-Bereich fast gleich laut.

Der Umbau auf den Ersatz-Spulensatz funktionierte also,

Da die Spulensätze auch noch einen Kern für den LW-Bereich haben,
hatte ich diese zum Schluss auch noch justiert.

Leider funktionierte die Rückkopplung nicht so zufriedenstellend,
bis zum Schwingeinsatz reichte es einfach nicht.

Ich denke mal, dass man mehr HF benötigt, was aber diese Batterie-Röhren-Schaltung nicht hergibt.

Fortsetzung folgt….

Viele Grüße,
Rolf
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#11
Hallo,

sehr schöne Sache...Ergebnis, Beschreibung und Fotos sind auch Klasse !

Kleiner Einwand: Muß man nicht mit der Spule am unteren und mit dem Trimmer am oberen Frequenzband abgleichen ? Normalerweise ist der "Durchgriff" der Spule am "oberen Ende" auf die Resonanzfrequenz viel zu groß und die Wirkung des Trimmers am unteren Frequenzband fast Null, also müßte man am unteren Frequenzband mit Spule beginnen, wechselseitig optimieren und "oben" am Trimmer den Abgleich beenden.

(Zweikreiser hatte ich noch nicht in der Mache, ich würde versuchen, beide Kreise "von hinten nach vorn" also Audion und dann Vorkreis gleichzeitig zu optimieren, wie beim ZF-Verstärker, nur in diesem Fall für die beiden Abgleichpunkte und wechselseitig.)

Vielleicht wird bei dieser Optimierung der Empfänger noch etwas empfindlicher, auch für gut funktionierende Rückkopplung... wobei die eigentlich auch so reichen müßte, am oberen Frequenzband mehr als unten, aber das ist ja bekannt...

Gruß Ingo
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#12
Hallo Ingo,

ich habe natürlich von hinten nach vorn und wechselseitig abgeglichen,
das ging recht gut.

Also, damals hatte ich von meinem Ausbildungs-Meister beigebracht bekommen,
dass Spulen am oberen und Trimmer am unteren Frequenzband einzustellen sind,
aber ich bin ja gelehrig und für jede Kritik zu haben, vielleicht ist es andersherum doch besser...

Viele Grüße,
Rolf
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#13
Hallo,

Zitat:Also, damals hatte ich von meinem Ausbildungs-Meister beigebracht bekommen,
dass Spulen am oberen und Trimmer am unteren Frequenzband einzustellen sind,

bist Du da sicher ?? Denn grundsätzlich ist es genau umgekehrt, aber man soll nie "nie" sagen... Restskepsis ist immer angebracht.

Aber der Grundsatz im Super (C-Abstimmung von Vorkreis und Oszillatorkreis) ist tatsächlich unten Spule, oben Trimmer und sehr wichtig: Am Trimmer beenden.

Das kann man sich rel. einfach klar machen (siehe z.B. Bastelbuch Lothar König "Rundfunk und Fernsehen - selbst erlebt", dort ist auch eine Rechnung dazu aufgeführt):

Unteres Ende: Spule ist ja konstant (...bei Variometer isses eventuell anders ... würde da zb. grad nichts beschwören), Drehko ist voll eingeschwenkt, also 330...500pF wirksam, Durchgriff des Trimmers mit 10...40pF auf der Resonanzfrequenz sehr gering (< ca. 10%), also Verschieben der Resonanz-f mit Spule

Oberes Ende: Spule konstant, Drehko voll ausgeschwenkt, nur noch mit Anfangskapazität von 30...50pF wirksam, Trimmer 10...40p hat im Vergleich großen Einfluß auf die obere Resonanzfrequenz, fast 50% Anteil auf C gesamt (!)

Die Spule hat natürlich am oberen Ende einen "gigantischen" Anteil, da ja die Kapazität klein ist und damit das L/C-Verhältnis viel größer, Änderung L wirkt sich sehr stark auf die Resonanzfrequenz aus (eigentlich nach Thomsongleichung nicht, aber die L-Änderung ist unabhängig vom oberen oder unteren Bandende in dem Fall beidseitig gleich groß, da es keine "Zusatzspule" gibt wie beim Trimmer..), da aber das untere Ende schon "vorabgeglichen" ist, macht es keinen Sinn, mit der Spule was zu machen...

Wechselseitig ist auch wichtig, da so "iterativ" die richtigen Bereichsgrenzen erreicht werden, denn auch der C-Abgleich oben hat Einfluß auf die fr unten, wenn auch nicht sehr stark. Mehrfach Wechselseitig führt also zu immer geringeren Änderungen und damit ungewollten Einfluß auf die "Gegenseite".

Aber es wird auch klar, warum man am oberen Ende unbedingt beenden muß: Jede kleine Änderung an der Spule macht den Abgleich am Oberen Ende wieder zunichte, da sehr starke Verschiebung der Resonanz

...bitte recherchier das aber selbst nochmal in industriellen Abgleichanleitungen...Büchern, bin gespannt, wie das Ergebnis ist, wenn Du es so machst (...so Du es machen willst...)

Gruß Ingo
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#14
Hallo Ingo,

klar, ich werde es mal nach Deiner Anleitung versuchen, bin schon auf den Unterschied gespannt,

viele Grüße,
Rolf
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#15
Hallo zusammen,

bevor die restlichen Bauteile wieder an ihren Platz kamen, hatte ich noch einen Abgleich nach Ingos Anleitung vorgenommen.

Ein großer Unterschied war im Ergebnis nicht wahrnehmbar, jedoch vom Gefühl her,
war der Empfänger im höheren Frequenzbereich jetzt etwas empfindlicher geworden.
In Sachen Empfindlichkeit, gehört dieser Batterie-Empfänger eh nicht zu den “Überfliegern“.

Danach komplettierte ich die Chassis-Oberseite, also Treiber- und Ausgangstrafo,
die beiden Abschirmbecher, sowie die Skalenscheibe.
   
   

Die Verdrahtung auf der Chassis-Unterseite ging ebenfalls recht schnell vonstatten,
Probleme traten nicht auf.

Der Funktionstest verlief sehr zufriedenstellend.
Was vor allem auffiel, war die erzielbare Lautstärke, sowie die tolle Wiedergabequalität.
So eine Gegentakt-Endstufe hat schon etwas.

Eigenartigerweise waren die Gittervorspannungen im Schaltplan etwas zu negativ angegebenen:
So war das Gerät mit -2,5V bis -3,0V empfindlicher, als mit den angegebenen -3,5V
und bei -20V machten die Endröhren schon fast "zu" und verzerrten, bei etwa -15V war alles gut.

Hier das fertig bestückte Chassis:
   

…ein Blick auf die Vorderseite:
   

und hier die Rückansicht:
   

Danach konnte das Chassis wieder ins Gehäuse.
   
   

   
   


Zum Schluss verpasste ich den Batterie-Leitungen noch ein paar Schildchen,
so muss ich mir die Farbzuordnung der Bananenstecker nicht merken.
   

Danach durfte der “OWIN E62B“ wieder ins Regal….

Viele Grüße,
Rolf
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#16
Hallo Rolf,

das Ding sieht ja aus wie neu!

Alle Achtung!

Thumbs_up Thumbs_up Thumbs_up 


Viele Grüße

Martin
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#17
Mensch, ist es nicht fair - Martin war zwei Minuten schneller! Chapeau!!!
Sonst beim Abgleich - klar beim ausgedrehtem Drehko - mit Trimmer, beim eingedrehtem - Indiktiv.
Gruß,
Ivan
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#18
Hallo Rolf,

auch ich kann hier nur sagen, tolle Arbeit. Das Gerät ist doch wieder sehr schön geworden. Am Meisten hat mir natürlich der Trick mit den Spulen gefallen. Tja, wenn man sowas mal immer zur Hand hätte. Mit supern habe ich das ja schon öfter gemacht. Ja und es ist, wie der Ingo schon schrieb. Man gleicht die unteren Frequenzen grundsätzlich an den Spulen ab. Die höheren Frequenzen werden mit Trimmern kapazitiv beeinflußt. Aber man kann den Abgleich noch so gut machen, irgendwo in der Skalenmitte driften die beiden Kreise eh etwas auseinander. Aber - das ist ja nun ein altes Radio.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#19
Nabend,

jetzt bin ich doch nochmal auf diesen Beitrag getriggert worden... Das Ergebnis, auch das optische, ist äußerst zufriedenstellend ^^

Folgende, zumindest theoretische Idee:
Wenn die Kreise "auseinanderlaufen" ...

...Einschub: Normalerweise können beim Zweikreiser die Kreise nicht so auseinanderlaufen, wie beim Super, weil stets die gleichen Frequenzbereiche überstrichen werden müssen. Beim Super gibts ja das prinzipielle Gleichlaufproblem, das bei MW am stärksten in Erscheinung tritt: Vorkreis und Oszillator sind prinzipiell durch die ZF-Differenz etwas auseinanderlaufend, weshalb man einen "Zweipunkt"- (oder wars Dreipunkt?) Abgleich macht, jedenfalls nicht ganz oben und unten, sondern bei zwei zwischenliegenden Frequenzen, so daß minimales "Auseinanderlaufen" auftritt...

... würde ich mal etwas ähnliches versuchen, d.h. bei 1/4 und 3/4 der Skale abgleichen, vielleicht klappts dann noch besser...

...ansonsten kann man das Auseinanderlaufen rel. leicht feststellen: an verschiedenen Punkten mal ein bischen an der Spule... drehen, wenns (..vorher exakt abgeglichen) lauter wird, stimmt der Gleichlauf nicht... oder so.

...hab ich schon gesagt, daß mir das Gerät gefällt und so ... ? ^^

Gruß Ingo
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#20
Da haben die ja damals schon wirklich auf Energieeffizienz gesetzt, sprich Gegentaktendstufe, trotz anachronistischem Empfangskonzeptes ..  ich denke, damals haben die Firmenverantvortlichen das gemacht, was die Entscheidungsträger interessiert haben ...
Viele Grüsse, Micha

Ich wohne am deutschen Elbkilometer 358 westelbisch ... und genieße die Natur ... die Röhrentechnik zeigt, dass sich der Strom nur von Minus nach Plus bewegt ... und damit die echte technische Stromrichtung erkennbar macht ... alle Halbleitersymbolpfeile sind Unfug ... der Praktiker ist trotzdem erhaben darüber ...



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