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Robotron Mikrorechnerbausatz Z1013
#1
Hallo Bastelfreunde

Beim Aufräumen meines Schrankzwischenbodens fiel mir heute mein erster Rechner wieder in die Hände.

   
Es ist ein Mikrorechner-Bausatz Z1013. Der ist per Definition noch kein PC, aber ein freiprogrammierbarer Rechner auf Z 80 Basis.
Die Homecomputer steckten 1982 noch voll in den Kinderschuhen!
Bausatz bedeutet: da ist nix fertig, kein Gehäuse und spielfähig war das Teil erst nach "Handanlegen"

   

Im Originalzustand waren da 16k Ram verbaut, 2k Rom und 2k Grafik-ROM. Die Bedienung erfolgte über eine Folien-Flachtastatur

   

und Bildausgabe (s/w) über einen Modulator Kanal 3 auf dem Fernseher (Raster: 32 x32 Zeichen).
Mein "Zetti" bekam als erstes eine Speichererweiterung auf 64k Ram verpasst! Das hieß: original Speicherchips runterfräsen, "Beine". auslöten und Löcher freimachen. Danach Schaltkreisfassungen einlöten, zusätzliche Adressverdrahtung einlöten und Speicher bestücken.
Mann, war ich froh, daß das Teil auf Anhieb lief.
Als nächstes hatte ich die Multipexer Platine gezeichnet, geätzt und gebohrt.

   

 Die Volltastatur hatte ich auch recht schnell bekommen und so stand einer komfortablen Funktion nur noch das Betriebssystem im Weg.
Programme und Anwendungen konnte man entweder auf ROM-Erweiterungskarten, oder über einen "stinknormalen" Kassettenrecorder laden.
Für alle Zusatz-Baugruppen brauchte man den Baugruppenträger (man beachte den Preis!)

   

mit einem ROM-Modul

               

 habe ich dann BASIC geladen und mich bissel in die Syntax eingearbeitet und kleine Beispielprogramme geschrieben. Später bin ich dann auf PASCAL umgestiegen und das "dickste" Programm, was jemals unter PASCAL lief war die Iteration (Apfelmann) --> die lief dann aber auch 9 Tage am Stück! Wie dann der s/w Apfelmann auf dem Fernseher zu sehen war, war ich auch "stolz wie Bolle"!!
Nach und nach kamen dann noch über Tauschhandel (siehe Preise) verschiedene Erweiterungen dazu,

       

und irgendwann sollte auch eine Floppy dran laufen. Leider hat die Verfügbarkeit der Teile die Entwicklung verzögert und "plötzlich" war der PC da. Ok habe ich mir gesagt und den ganzen Kram "eingemottet" ---> bis heute  Shy

Herzliche Grüße Peter
Die Deutsche Sprache ist FREEWARE, du darfst sie ohne Einschränkungen verwenden.
Die Deutsche Sprache ist nicht OPENSOURCE, du darfst sie nicht nach deinem Gutdünken verändern!
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#2
Sehr schön zu sehen, dafür hatte es bei mir nicht gereicht mit dem Geld.
habe dann einen aus der Funkamateur, ich glaube AC1 hieß der, nachgebaut.
Komplett alles selbst gezeichnet und gebohrt. Die Eproms hatte mein damaliger Schwager bei Carl-Zeiss Jena besorgt und auch Programmiert.
Das Teil hatte tatsächlich funktioniert. Leider habe ich nur das einzige Bild von dem Teil noch gefunden.

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#3
Das waren noch Zeiten, als man mit der Rechenpower und so'n bissel RAM auskam!! ---> und heute? Jedes "schrottige" Telefon hat mehr von allem (Rechenpower und -Geschwindigkeit, RAM, Display)!
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#4
Hallo Peter,
hattest Du PASCAL auf dem Z1013 zu laufen?
Gruß
Mathias
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#5
Zitat:... habe dann einen aus der Funkamateur, ich glaube AC1 hieß der, nachgebaut.

Komplett alles selbst gezeichnet und gebohrt. ...


...und Du sagst immer, Du seist nur ein Teileauswechsler ^^

...Respekt !

Gruß Ingo
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#6
Hallo Peter,
das waren wirklich noch Zeiten, das erste IBM System, mit dem ich beruflich zu tun hatte, hatte minimal 8 K und max 16 Speicher. Mit basic assembler konnte man quasi in " Maschinenschrift " einiges programmieren. Ich habe mich mal in einem Lottozahlen Generator versucht und trotzdem nichts gewonnen.
Gruß Franz
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#7
Hallo Mathias

Um es konkret zu machen, es war Turbo-Pascal und ja, es lief auf dem Z1013! Mit BASIC war bei der Geschwindigkeit nicht wirklich "ein Staat" zu machen, egal ob man Interpreter, Compreter oder Compiler eingesetzt hat. Es reichte halt vorn und hinten nicht für größere Programme. ---> Und 6 Seiten A4 Hexlistings abtippen war schon auch "sportlich", dann lieber Turbo-Pascal. Auch wenn auch die Syntax gewöhnungsbedürftig war und die Pascal-Gemeinde gegen die Basic-Jünger stark in der Unterzahl war! Meine damalige Freundin hat zu der Zeit "Informationsverarbeitung" studiert, so hatte ich Berührungspunkte mit Redabas, Assembler, PL1 und anderen (Hoch-)Sprachen.

Viele Grüße Peter
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#8
Interessante Technik!
Sowas fehlt uns noch in unserer Computersammlung in Mainz.
Vielleicht wäre da ein Nachbau mal überlegenswert...
Smiley47
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#9
Oh ja, das gute alte Turbo-Pascal!

Damit habe ich meine ersten Programmierversuche gemacht und später auch verschiedene, lange Zeit benutzte Programme damit geschrieben.


Viele Grüße

Martin
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