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Loewe Opta Sonetta Potentiometer
#1
Hallo Leute,

ich habe ein Sonetta zur Reparatur, bei dem der Besitzer unglücklicherweise versucht hat, das Lautstärkepotentiometer gangbar zu machen. Dabei hat er die Anschlüsse abgerissen...

   
   

Übrigens: ein 1,4M von Preh
   

Im Schaltbild hat dieses Potentiometer zwei seitliche Anschlüsse (im Bild an der linken Seite zum Schaltkontakt 22 und zum R36). Was sind das für Anschlüsse? Ich habe die Beschaltung mal so aufgezeichnet, wie ich sie verstanden habe. 
   

Das Teil ist leider völlig zerstört. Falls sich kein Ersatz findet: Gibt es einen „Umbau“ oder so?
Da die Lichtgeschwindigkeit größer ist als die Schallgeschwindigkeit, hält man viele Menschen für helle Köpfe … … bis man sie reden hört!
—-
Viele Grüße!
Shy Steffen
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#2
die Abgriffe dienen zur Frequenzkorrektur bei unterschiedlichen Lautstärken, entsprechend den Gegebenheiten des menschlichen Ohres. Stichwort "gehörrichtige Lautstärke". Zur Not lasse sie einfach weg. Der Klangunterschied wird sich kaum bemerkbar machen.
Gruß,
Jupp
-----------------------------

Gehen Sie weiter. Es gibt nichts zu sehen.
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#3
Hallo Jupp,

danke. Ich habe gerade auch etwas gegoogelt, weil ich mir nicht richtig vorstellen konnte, wie die Anschlüsse im Inneren des Potis vorgenommen sind.
Ich habe dazu ein Bild gefunden (zwar nur mit einem zusätzlichen Anschluss, aber das Prinzip stimmt):
   

Der Kontakt 22 gehört zur Hifi-Taste, die wäre dann evtl. ohne Funktion.

Jetzt begebe ich mich auf die Suche nach einem Potentiometer. Mal sehen, was die Bastelkiste so hergibt. Wie „kritisch“ ist der Wert? Gefordert sind 1,4M, ginge auch 1M? Den gibt es ggf. als Neuware.
Da die Lichtgeschwindigkeit größer ist als die Schallgeschwindigkeit, hält man viele Menschen für helle Köpfe … … bis man sie reden hört!
—-
Viele Grüße!
Shy Steffen
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#4
1M ist kein Problem. Es zählt ja das Spannungsteilerverhältnis. Logarithmischer Verlauf ist von Vorteil, dann lässt sich die Lautstärke besser einstellen. Mit linearen Potis braucht man mehr Fingerspitzengefühl.
Gruß,
Jupp
-----------------------------

Gehen Sie weiter. Es gibt nichts zu sehen.
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#5
Hallo Steffen,
auf den Bildern mit dem Preh-Poti sind doch alle Anschlüsse dran- lediglich anlöten nötig?
Innerlich sind die Lötösen alle angenietet, die Anzapfungen an "Ohren", die an der Widerstandsbahn abzweigen.

Viele Grüße, Michael
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#6
Hallo Michael,

die Achse lässt sich nicht drehen. Der Besitzer hat mit Zange und Gewalt probiert und dabei das Gewinde zerstört. Ich werde eine Instandsetzung probieren, aber ob ich das Gewinde wieder hinbekomme, ist fraglich. Außerdem ist die Potiachse völlig vermackelt, so dass ich die erst wieder glätten muss, um sie aus der Buchse ziehen zu können.

… und das Beste ist, dass die Zange am eingebauten Poti zum Einsatz kam, was zur Folge hatte, dass die Kabel abgerissen sind (und GsD nicht die Lötösen).

Mann oh Mann  KopfWand
Da die Lichtgeschwindigkeit größer ist als die Schallgeschwindigkeit, hält man viele Menschen für helle Köpfe … … bis man sie reden hört!
—-
Viele Grüße!
Shy Steffen
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#7
Hallo Steffen,
die Unversehrtheit der Wid.bahn und der Anschlußnieten ist das wichtigste, also Pot. zerlegen und die Klemmung lösen mit Hitze o.ä., und die verursachten Schäden nacharbeiten,
oder Gehäuse und Achse von einem mechanisch baugleichen Pot. nehmen.

Ich hatte schon genau solche Preh-Potis mit 3 Anzapfeungen, bei denen die Nieten gerissen waren- das war kniffelig und konnte dann mit Messing-Minischrauben gelöst werden.

Viele Grüße, Michael
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#8
Hallo zusammen,

ich habe das Potentiometer erfolgreich repariert (15 Sekunden Heißluft reichten schon, der Schmodder ist im dritten Bild im Gehäuse gut zu erkennen). Neben den äußerlich sichtbaren Schäden war die Pertinax-Platte, die den Schleifkontakt trägt, gebrochen. Das ließ sich aber reparieren. 
Übrigens: Was da so schön glänzt, sind die Unmengen an Öl, die der Besitzer hier literweise reingekippt hat  KopfWand
   
   
   
   
   

Nach ca. 2 Stunden Arbeit ist das Teil wieder flott. Jetzt muss ich nur noch die Kabel passend zuordnen, die waren ja dank des "Einsatzes" des Besitzers abgerissen.

Die anschließende Messung zeigte zum einen, dass alles funktioniert und zum anderen, dass es sich um ein Potentiometer mit logarithmischer Charakteristik handelt. In der Mitte am Abgriff für die gehörrichtige Lautstärke-Anpassung messe ich 400k (statt 700k bei linearer Charakteristik).

   

Da die Lichtgeschwindigkeit größer ist als die Schallgeschwindigkeit, hält man viele Menschen für helle Köpfe … … bis man sie reden hört!
—-
Viele Grüße!
Shy Steffen
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#9
Hallo Steffen,
wer nicht wagt der nicht gewinnt, und wieder wurde ein "gehörrichtiges" Potentiometer vor der Entsorgung gerettet. Schöner Bericht, auch dein YouTube Video ist sehr lehrreich für Bastler die gerade damit anfangen.
LG,
Thomas
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#10
Hallo Thomas,

das Aufwand-Nutzen-Verhältnis ist zwar eine „Katastrophe“, aber mein Ehrgeiz war einfach geweckt. Blöd war halt, dass der Besitzer wegen Unwissenheit den Schaden erst verursacht hat. Hätte er mal das Gerät sofort zu mir gebracht…  Undecided


@all: Den kompletten Bericht zur Instandsetzung findet ihr hier.
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Viele Grüße!
Shy Steffen
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