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Grundig TK 24, Reparatur, Wert Kondensator 4µF statt 5µF
#1
Guten Abend,

ich versuche, ein Grundig TK 24 Tonbandgerät zu reparieren. Das TK 24 hat einem Freund meines Vaters gehört, der es mir vor ca. 25 Jahren geschenkt hat. Das Gerät ist mechanisch soweit in Ordnung. Der Fehler tritt nach ca. 5 - 10 min. in der Elektronik auf, der Ton (über den eingebauten Lautsprecher) wird leiser, bis er verschwindet. Nach dem Einschalten (in kaltem Zustand) geht es wieder für die 5 - 10 min.
Ich bin jetzt dabei, erst einmal die Kondensatoren zu tauschen.
Dabei ist mir aufgefallen, dass an einer Stelle statt eines 4µF-Kondensators (wie im Schaltplan angegeben ist) ein 5µF-Kondensator verbaut wurde.
Ich würde beim Austausch jetzt versuchen, durch eine Kombination von mehreren neuen Kondensatoren auf die 4µF zu kommen.
Oder sollte ich lieber einen Kondensator (oder mehrere parallel, um auf 5µF zu kommen) mit dem Wert einbauen, der im Werk verbaut wurde?

Grüße

Michael
   
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#2
das ist einfach nur die Schirmgittersiebung, der Wert ist total unkritisch.
Gruß,
Jupp
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Die Firnis der Zivilisation ist dünn. An manchen Tagen ist sie sogar durchsichtig und erlaubt einen Blick in die Unterwelt.
(Anpalagan)
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#3
Zur weiteren Info: Das Gerät wurde in den "Technischen Informationen" von Grundig, Heft 4/1959 beschrieben .... Schaltbild ist auch dabei.
Grüße aus dem Odenwald,

Werner



Lesen gefährdet die Dummheit!
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#4
(01.05.2022, 22:19)saarfranzose schrieb: das ist einfach nur die Schirmgittersiebung, der Wert ist total unkritisch.

Hallo Jupp, danke für die Info! Grüße, Michael
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#5
(02.05.2022, 07:47)Werner schrieb: Zur weiteren Info: Das Gerät wurde in den "Technischen Informationen" von Grundig, Heft 4/1959 beschrieben .... Schaltbild ist auch dabei.

Hallo Werner, danke für den Hinweis, ich werde das Heft suchen und dort nachschauen. Grüße, Michael
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#6
Habe gerade die Grundig Hefte gefunden, kannte ich nicht, tolle Lektüre!
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#7
Die bestellten Bauteile sind eingetroffen, die ersten drei Kondensatoren sind getauscht. Ich habe mir für den Anfang nicht den leichtesten Aus- bzw. Einbauort ausgesucht, um gleich in Schwung zu kommen. Die alten Kondensatoren habe ich abgeknipst, damit ich nicht den Überblick verliere und mich an den stehenden bleibenden Drahtenden orientieren kann.
Ein 0,22 µF Wima-Kondenastor ist ein ganz schön dicker Brocken, wie mir aufgefallen ist.
Auf dem einen Foto sieht man die neu eingebauten Kondensatoren.

       

(Falls jemandem die neuen Elkos auffallen sollten, die auch im Foto zu sehen sind, keine schöne Geschichte: ich hatte das TK 24 tatsächlich mal vor Jahren wegen mechanischer und elektronischer Probleme probeweise an einen mir unbekannten Reparaturservice um die Ecke gegeben, die mechanischen wurden instandgesetzt, die elektronischen angeblich auch, das traf aber nicht zu, der Fehler, den ich eingangs beschrieben hatte, war immer noch da und Grund für die jetzt begonnene Reparatur. Ich habe jetzt bemerkt, dass der Reparaturservice sich tatsächlich auch an den elektrischen Komponenten versucht hat, leider mit der Erkenntnis, dass die neu eingebauten Kondensatoren falsche Werte haben:


   
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#8
ein höherer Wert des Katoden-Elko, sogar wenn wie hier masslos übertrieben, bringt keine Nachteile. Evtl. sogar etwas Bassanhebung.

Bei dem Abschaltrelais hingegen bestimmt der Elko das Zeitverhalten des Relais. Es kann sein dass das Relais jetzt zu spät abfällt. Das könnte evtl. störend sein.
Gruß,
Jupp
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Die Firnis der Zivilisation ist dünn. An manchen Tagen ist sie sogar durchsichtig und erlaubt einen Blick in die Unterwelt.
(Anpalagan)
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#9
(04.05.2022, 21:18)saarfranzose schrieb: ein höherer Wert des Katoden-Elko, sogar wenn wie hier masslos übertrieben, bringt keine Nachteile. Evtl. sogar etwas Bassanhebung.

Bei dem Abschaltrelais hingegen bestimmt der Elko das Zeitverhalten des Relais. Es kann sein dass das Relais jetzt zu spät abfällt. Das könnte evtl. störend sein.

Hallo Jupp,
danke für die Info. Ich habe jetzt für die beiden Kondensatoren Ersatz mit den richtigen Werten beschafft.
Der 10 µF Elko ist mit einer Bedruckung angekommen, die bei mir Fragen aufwirft: Nehme ich richtigerweise an, dass das kleine Pluszeichen vor der Zahl 25 die Seite des Pluspols anzeigt?
Ich habe so eine Bauform noch nie gehabt. Der Kondensator ist (für einen Elko) winzig.

Grüße
Michael

           
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#10
Zitat:Nehme ich richtigerweise an, dass das kleine Pluszeichen vor der Zahl 25 die Seite des Pluspols anzeigt?

würde ich auch sagen. So ein Ding hab ich auch noch nicht gesehen. 25V ist für an der Katode ausreichend. Wenn du die Möglichkeit dazu hast dann prüfe das Teil erst mal.
Gruß,
Jupp
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Die Firnis der Zivilisation ist dünn. An manchen Tagen ist sie sogar durchsichtig und erlaubt einen Blick in die Unterwelt.
(Anpalagan)
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#11
Hallo Michael,
sowas habe ich auch noch nicht gesehen, aber wenn der Pluspol gekennzeichnet ist würde ich auf Tantal tippen.

Alfred
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#12
Servus,

Das ist wirklich ein Tantalkondensator. Obwohl da keine Flüssigkeit drin ist, wie bei normalen Elkos, sind die Dinger nicht Ohne. Wenn man sie falsch herum einlötet, brennt dir der Tantalkondensator ab, da diese wie Elkos auch gepolt sind. Das passiert auch bei einer zu Hohen Spannung am Kondensator.

Zur Bedruckung: Die 106 bedeuten 10 000 000 pf = 10 uf. Die 25 bedeuten eine Spannungsfestigkeit bis 25V. Wie du schon richtig gesagt hast gibt das + die positive Seite des Kondensators an.

Normalerweise kenne ich diese aus der Welt der SMD Bauteilen auf Computerplatinen oder als Tropfenförmige Pille auf Platinen mit Durchsteckmontage. Einen Bedrahteten Tantalkondensator in dieser Form habe ich noch nie zu Gesicht bekommen.

Gruß
Fabian
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#13
Hallo Alfred, hallo Fabian,

vielen Dank für Eure Infos! Der Kondensator ist jetzt eingelötet.
Und wieder habe ich etwas gelernt.

Viele Grüße
Michael

P.S. Sorry für meinen späten Dank, zwischen dem 06.05. und jetzt lag meine Hochzeit, ich fange an, mich wieder um mein Hobby zu kümmern
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#14
Kurzer Zwischenbericht, die Wartung des TK 24 schreitet fort. Leider habe ich ein "Nest" von Kondensatoren übersehen. Hier musste ich noch 5 nachbestellen. Sie steckten in einem geschirmten Ort, einem der "Blechkästchen" im TK 24.
   
Den Siebelkeo habe ich jetzt auch ersetzt (mit den vorher verbauten 33µF, nicht mit den im Schaltplan angegebenen 40µF) sowie die beiden 16µF-Kondensatoren. Alle drei passten zusammen in die alte Befestigung mit dem Messingstreifen (s. Foto). Einzig den im alten Zustand noch oben drauf angeordneten 50µF-Elko muss ich separat montieren.
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#15
Servus,

das kenne ich. Bei meinem ersten Grundig Tonbandgerät habe ich den Kasten vergessen und wunderte mich, wieso es immer noch nicht richtig funktioniert hat.
Es freut mich, dass es so gut bei dir voran geht mit der Restauration.

Gruß
Fabian
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#16
Vielen Dank, Fabian!

Gestern habe ich das TK 24 probeweise in Betrieb genommen, die Wiedergabe funktioniert gut (Aufnahme noch nicht getestet). Die Kondensatorkur hat gewirkt.
Im eingebauten Lautsprecher ist noch ein leichtes lautstärkeunabhängiges Brummen zu hören. Ich prüfe noch, ob das auch über den Radio- / verstärkerausgang zu hören ist (oder ob das Brummen nur in der Endstufe auftritt).

Ich würde gerne mal einen externen Lautsprecher anschließen, allerdings ist mir die Belegung des Ausgangs nicht ganz klar. Habe auch noch nie eine fünfpolige Buchse für einen externen Lautsprecher gesehen. Gibt es hier ein Adapterkabel, was noch zu beziehen ist? Wenn nicht, müsste ich eines herstellen. Bislang konnte ich nur nur einen Pin für den LS zuordnen. Der Pin "-7 V" erschließt sich mir noch gar nicht. Falls hier jemand einen Tip hat, welcher zweite PIN für den LS zu verwenden ist?

Grüße

Michael
   
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#17
Moin Michael,
ich meine es wird die Masse sein und die ist der Metall Körper der idR mit dem Pin 2 verbunden ist.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#18
Danke Harry,
so werde ich es belegen / löten.
Grüße
Michael
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