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Paul Gossen Voltmeter
#1
Hallo,
ich möchte euch heute mal ein altes Voltmeter von Gossen vorstellen.
Ein 400 Volt Voltmeter mit einem Durchmesser von 18 cm.
   
   
Paul Gossen Logo von 1919 bis 1936 (PGCO) vom 12.10.1919 ?
   
   
Hinten der Schraubanschluss
   
und der Widerstand.
   
Die Inventar NR. von I.F.H.  Über die Firma I.F.H. habe ich nichts gefunden.
Es könnte aber etwas mit der Reichsbahn zu tun haben, da mein älterer Bruder (Bahn- Beamter) das Teil beim Aufräumen
und Ausmisten des Schrankenwärterhäuschen, mitgebracht hat.
   
   

Viele Grüße aus Peine

Detlef
Jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn.
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#2
Hallo Detlef
Hier zwei Katalogausschnitte, mit so Ähnlichen Sachen...

   


.jpg   gossen-d1-2.jpg (Größe: 75,29 KB / Downloads: 261)

Nette Grüße - Alfons
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#3
Hallo Alfons,
Du musst ja ein riesiges Lager an Unterlagen haben!
Das Logo von meinem Voltmeter wurde nur bis 1936 verwendet.
Die Bilder von deinen Katalogausschnitten sehen fast so aus, wie von meinem Voltmeter.
Das mit dem Datum ( 12.10.19 ) ist auch nur eine Vermutung von mir.
Ich habe im Netz noch eine Seite gefunden, da ist ein fast baugleiches Ampermeter abgebildet (Bj. 1920).
"Sammlung Kusdas historische Messtechnik" ( Schalttafel-Instrumente )

Viele Grüße aus Peine

Detlef
Jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn.
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#4
Sehr schönes Sammlerstück! Das würde sich auch gut machen, auf so einer Marmortafel, die man mit solche alten Anzeigen und Schalthebeln, etc. bestückt und an die Wand hängt. Einfach nur als Deko und um die hist. Technik darzustellen.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~

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#5
Hallo Alfons,

Steht in den Katalogen irgendwo etwas mehr zu dem bepriesenen "Wirklast-Asymmeter"?
Viele Grüße, Mark

Radioten aller Länder, vereinigt euch!
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#6
(08.05.2022, 08:42)MIRAG schrieb: Steht in den Katalogen irgendwo etwas mehr zu dem bepriesenen "Wirklast-Asymmeter"?

Hallo, ja, das interessiert mich auch. 
Das Prinzip der Leistungs- und Blindleistungsmessgeräte ist mir bekannt, das in Liste D in der Mitte nicht.
Ich kenne so was mit internen Glühlampen. Die leuchten dann Teilabschnitte der Frontfläche mehr oder weniger stark aus.
Gleiches Prinzip wie beim Phasenvergleich für Parallelprüfung zum Synchronisieren von Generatoren.
Es gibt auch eine Bauform nach dem Prinzip des Spiegelgalvanometers. Da wandert dann ein kleiner Leuchtpunkt innerhalb der Skalenfläche umher, je nach Netzzustand.

Sonst aber ein schönes Stück. Und für 80+ Jahre noch passabel erhalten.

Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#7
(08.05.2022, 08:42)MIRAG schrieb: Hallo Alfons,

Steht in den Katalogen irgendwo etwas mehr zu dem bepriesenen "Wirklast-Asymmeter"?

Hallo Mark
Leider habe ich nur diese wenigen Scans, die ich wohl mal im Internet gesehen, und dann abgespeichert habe....
Nette Grüße - Alfons
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#8
Nabend,

obwohl ich mit sowas meine Brötchen verdiene, ist dieses "Wirklast-Asymmeter" für mich auch Neuland:

https://www.historische-messtechnik.de/d...s-1927.pdf

Gruß Ingo
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#9
Hallo Leute, noch ein Satz zu Wirklast-Asymeter.
Die Physik funktioniert so: Im Drehstromnetz fließen bei gleicher Belastung gleich große Ströme in den drei Leitern.
Der Neutralleiter ist stromlos.
Bei unsymmetrischer Belastung fließen unterschiedliche Ströme und der Neutralleiter überträgt die Differenz.
In Dreileiternetzen ist das anders. Da fehlt der N. Man kann einen künstlichen N schaffen.
Da der aber keinen weiteren Bezug zum Netz hat gibt es hier keinen Ausgleich.
Die Spannung des N wandert im Spannungsdreieck je nach Belastung umher.
Und das kann ich ausnutzen.
Sprich: Verschieden ausgeleuchtete Anzeigebereiche.
Oder über Magnetspulen wird ein gemeinsamer Lichtpunkt spannungsabhängig ausgelenkt.
In Vierleiternetzen funktioniert das nicht. Da gibt es einen N.
Aber wehe wenn der N mal unterbrochen ist.
Dann tritt der o.g. Effekt auf und dann bleibt kein Auge trocken bzw keine Elektronik heil.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#10
Noch nie gesehen, obwohl ich mich damit auch gut beschäftigt habe. Genial!
Viele Grüße, Mark

Radioten aller Länder, vereinigt euch!
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#11
(08.05.2022, 18:32)ELEK schrieb: Nabend,

obwohl ich mit sowas meine Brötchen verdiene, ist dieses "Wirklast-Asymmeter" für mich auch Neuland:

https://www.historische-messtechnik.de/d...s-1927.pdf

Gruß Ingo

Hallo Ingo,

das fällt in die Rubrik "Verlorenes Wissen" - da gab es früher einfachste Lösungen die auch noch ewig funktionierten. Heute muß ja alles mit Prozessor sein - ist ja auch klar, so ein Chip ist viel billiger als ein Meter Kupferdraht ........

Mach dir nichts daraus "Wissen ist Macht, nichts wissen macht nichts" Smiley58 Smiley58 Smiley58 

Viele GRüße
Bernd
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#12
Mahlzeit,

Zitat:... da gab es früher einfachste Lösungen die auch noch ewig funktionierten. Heute muß ja alles mit Prozessor sein ...

Naja, hat alles seine 2 Seiten. Heute muß alles "digital" sein, wobei das auch Vorteile hat, wenn Dir das Thema Schutztechnik, Auslösepolygon... was sagt. Aber es ging eben auch ne Zeit lang modern, aber ohne Prozessor, Stichwort "statische" Schutztechnik (Analog-Elektronik).
An die Stelle von Marmortafeln ist über Mosaik-Blindschaltbilder die reine Bildschirmanzeige getreten. Das hat auch viele Vorteile und die Anzeige von allen möglichen elektrischen Größen ist eine Kleinigkeit, ein Mausklick und man hat Ganglinien, sogar mathematisch verknüpfbar... in Excel statistisch aufbereitbar etc...
Schieflast spielt in der Netzpraxis nur eine untergeordnete Rolle... (außer nat. in Kraftwerken) deshalb kennt "keine Sau" so ein Gerät... noch dazu wo das Verfahren Asbach...

Nachteil von Elektronik: Lebensdauer, Netzteile...Elkos bis hin zu chips/software, ich hab mechanische Schutzgeräte aus den 30-ern in Betrieb gesehen (im Jahr 2005), dort konnte man mit Uhrmacherfähigkeiten noch Drehspulenrelais reparieren... aber deshalb würde ich keine Marmortafeln mehr fertigen, ein bischen mehr Überlegung im Vorfeld hätte aber manchmal wirtschaftlichem Schaden vorgebeugt. Die richtig dummen Entscheidungen werden aber nicht von Technikern gefällt. *hust*


Zitat:Mach dir nichts daraus "Wissen ist Macht, nichts wissen macht nichts"

...also was er damit nun wieder sagen will...

besser find ich neben dem Bartwickelmaschineneffekt obigen Spruchs:

" Etwas nicht zu wissen, ist keine Schande, aber nichts lernen zu wollen ... " oder so.

Gruß Ingo
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#13
Hallo Leute, so ein Wissen um Spannungs- und Stromwerte ist manchmal sehr nützlich.
Und ist in der Betriebsführung eines Netzes unumgänglich.
Und in kleinen regionalen Netzen muss man unbedingt dafür sorgen daß das Netz möglichst gleichmäßig ausgelastet ist.
Darum als Hilfsmittel für das Betriebspersonal eben ein Mess- oder Anzeigegerät.
Zu meiner Zeit gab es im Unternehmen eine Kabelkartei, eine Trafokartei und eine Hausanschlusskartei mit den darin zugeordneten Hausanschlusssicherungen und Zählervorsicherungen.
Da konnte man schon was mit anstellen und auch manche Ungereimtheit vom Schreibtisch aus erkennen.
Wir hatten in den 70ger Jahren des vorigen Jahrhunderts Strommessgeräte nach dem Thermoprinzip für mobilen Einsatz beim Kunden.
Da wurde ein Schleppzeiger mitgeführt. Rot für Maximum und Blau für Minimum.
Konnte man schon was mit anfangen. Setzte aber eigenes Gehirn und Fachwissen voraus.
Und so ist das mit dem Schieflastanzeiger auch.
Wenn sich da Dauerzustände einstellen, dann muss der zuständige Revierförster eingreifen und das Netz umrangieren.
Und was Elektronik anbetrifft: Die ersetzt kein Fachwissen!
Die führt nur schneller zu einem Anzeigewert, den ich dann noch auswerten und interpretieren muss.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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