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Philips Capella 663 - Lautsprecherprobleme
#1
Hallo zusammen,

ich bin gerade als Zwischenprojekt (oder eher ein On/Off-Projekt) an einem Philips Capella 663.
Der FM-Bereich funktioniert ganz gut (nach Gehör, habe noch nicht die Durchlaskurve angeschaut), AM ist tot.
Aber bevor ich da weitermache, muss erstmal das Audio wieder normal funktionieren. Hier gibt es inzwischen ein Problem: Einer der beiden großen Tieftonlautsprecher ist deutlich lauter als sein Partner.
Den leiseren Partner musste ich leider neu zentrieren und dabei auch gleich die zwei Magnetringe wieder neu kleben, da die auch lose waren. Das hat soweit gut funktioniert, der Lautsprecher lässt sich zentrieren und es kratzt nix. Allerdings ist der jetzt einfach deutlich leiser als sein Partner, an dem ich nix gemacht habe. Das hört man sogar, da es merklich linkslastig ist.

Die beiden DC-Widerstände der Lautsprecherspulen sind eng beisammen, bewegen sich beide um die 260/270 Ohm. Ich habe auch schon probiert durch Unterlegscheiben die Ruheposition der Lautsprecherspule im Magnetspalt etwas zu verschieben. Das hat bei einer Unterlegscheibe keine merklichen Auswirkungen, bei zwei wird der Lautsprecher deutlich leiser. Ich messe das mit dem Smartphonemikrophon und einer APP, die das Audiospektrum des Mikros darstellt. Dabei versuche ich möglichst das Smartphone gleich in Relation zum Lautsprecher zu positionieren. Wobei beim Versuch mit zwei Unterlegscheiben war es auch subjektiv hörbar leiser.

Kann es sein, dass ich den Magneten durch das Kleben runiniert habe? Oder kann es noch was anderes sein? Gibt es eine Möglichkeit, den Lautsprecher wieder hinzubekommen? Ersatz gibt es nur sehr selten und dann ist er immer sehr teuer. Habe das Radio für 80€ bekommen, wollte nicht 250€ in einen Ersatzlautsprecher investieren. Ich kenne mich mit der ganzen Materie rund um Lautsprecher leider garnicht wirklich aus.

Ich danke schonmal für Ideen und Anregungen!
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#2
ist es auch wirklich der Lautsprecher? Hast du die mal untereinander vertauscht?
Viele Grüße, Juan
Printed on recycled Data
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#3
Hallo Juan,

ja leider. Habe beide ausgebaut und auch in Reihe geschalten. Und mit dem Audiogenerator dann entsprechend die Lautsprecher angesteuert. Und da war es leider eindeutig, dass einer deutlich lauter ist als der andere. Ich habe das ganze auch nochmal getauscht also die Reihenfolge der Reihenschaltung und die Polung. Trotzdem der gleiche lauter als der andere.

Viele Grüße,
Raphael
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#4
Vielleicht doch noch nicht richtig zentriert?
Gruß aus Bremen

Enno
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#5
Hallo, Raphael,

diese Philips Lautsprecher sind, wie andere hochohmige Lautsprecher auch, häufiger problematisch, als niederohmige Lautsprecher.

Es wäre denkbar, daß der Lautsprecher einen Windungsschluß hat, z.B. weil der Koppelkondensator Gleichstrom durchgelassen hat, und dadurch die Spule überhitzt gewesen ist. Aufschluß kann nur eine Induktivitätsmessung liefern.

Oder die Spule ist unrund, da kann man dann den Lautsprecher nicht zentrieren.

Vergleichsweise kann man beide Lautsprecher dahingehend untersuchen, ob bei gefühlt gleichem Druck auf die Membran, diese um den gleichen Betrag nachgibt.

Auch wäre interessant, wie sich die Lautsprecher bei 10Hz und großer Auslenkung verhalten. 10Hz, weil das unterhalb des Hörbereichs liegt. Da würde sich dann auch herausstellen, ob die Spule im Spalt klemmt, oder doch nicht zentriert ist, oder die Sicke verhärtet ist.

Vielleicht hilft das weiter.

Oder hier im Forum eine Suchanzeige schalten....

VG Henning
Schlau ist, wer weiß, wo er nachlesen kann, was er nicht weiß.
Nur Messungen liefern Fakten, alles andere ist Kaffeesatz.
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#6
Guten Morgen 
du hast aber nicht ausversehen einen magneten verpolt eingebaut oder ist mir auch schon passiert bei einen Nora da war es auch leise. sie müssen sich immer voneinander wegdrücken beim einbau also gegenpolig sein.
Gruss Jens-Uwe
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#7
Hallo zusammen,

nach den Anregungen habe ich nochmal den Lautsprecher genau angeschaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass er deutlich mehr aus der Ruhelage weg vom Magneten ausgelenkt werden kann als nach innen gedrückt werden. Nach innen hat er eigentlich kaum Spiel.
Liegt das an der Membran? Oder hat sich da sonst noch was verschoben und ist einfach gealtert?

Das mit dem Magneten verstehe ich leider nicht ganz. Ich habe ja nur die zwei Ringe oben wieder angeklebt, die mit dem mitleren Magneten den circularen Spalt für die LS-Spule bilden. Ich weiß leider garnicht mehr, ob die zwei Ringe auch an sich magnetisch waren. Wieso man aber beide Süd- oder Nordpole zusammenkleben soll, verstehe ich nicht. Was erreiche ich dadruch für einen Effekt?

VG
Raphael
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#8
Hallo Raphael,

ich verstehe deine Aussage nicht. Hast Du den Magneten auf die Polplatte und die ringförmige Polplatte auf den Magneten geklebt? Oder sieht die Konstruktion ganz anders als hier aus?
https://de.wikipedia.org/wiki/Dynamische...Schema.svg

Gruß,
Peter
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#9
Hallo Peter,

mit dem Bild kann ich das jetzt auch benennen, vielen Dank dafür!
Ich musste den Magnetring neu auf den Polplatte kleben. Durch die Verfärbungen und Lackschäden, habe ich ihn möglichst so wieder dran geklebt, wie er vorher war.
Zusätzlich musste ich noch die beiden Polplatten oben darauf kleben. Hier habe ich mit einem 3D Druck die Zentrierung versucht herzustellen, damit die wirklich coaxial zum zentralen Polzylinder sind.

Viele Grüße,
Raphael
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#10
Hallo,
ich habe inzwischen einen Ersatzlautsprecher für relativ geringes Geld bekommen. Der hat zwar ein paar mehr Rostfelcken aber dafür funktioniert er super.
Somit ist das Radio inzwischen komplett. Jetzt geht es weiter mit den noch offenen Arbeiten:
- Zu viel Brumm, über den zwei Tieftonlautsprechern liegen ca. 150mVss Brum 100Hz an. Der Brumm ist unabhängig vom LS-Poti, also auch bei ganz zugedrehter Lautstärke vorhanden. Am Netzteilelko, an dem die Endstufenspannung abgegriffen wird, messe ich ca. 10Vss 100Hz Brummen. Die Elkos wurden getauscht. Muss morgen überprüfen, ob irgendwo zu viel Strom gezogen wird oder ob einer der Ersatzelkos vlt. doch iwie nicht taugt.
- Auf MW empfängt man zwar ganz ganz leise ein paar englische Stationen, aber dafür muss ich die LS schon arg aufdrehen. Hier muss ich morgen nochmal nachprüfen, ob die ZF zu wenig liefert oder ob es am Mischer liegt (Gleichlauf).

Ich werde weiter berichten.

Viele Grüße,
Raphael
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#11
Hallo zusammen,

ich bin wieder ein Stück weitergekommen.
Die AM-Schwäche hatte  zwei Ursachen: Jemand hat den letzten AM-ZF-Filter maltretiert, sodass einer der Schraubkerne eingebrochen ist. Bei Philips kann man hier Glück haben, da die Ferritkerne an eine kleine Messingschraube geklebt sind und man so noch ein Stück des Plastikgewindes oft retten kann und oben in die Filterhalterung wieder einkleben kann. So lässt sich das Filter wieder ganz wie vorher einstellen und man hat keine Probleme. Jetzt habe ich auf MW abends schönen Empfang.

Zum Brummen bin ich leider noch kein Stück weitergekommen. Ein größerer Filterkondensator hat nicht geholfen. Auch das Kurzschließen des Eingangs der Tieftonendstufe brachte keine Verbesserung. Ziehe ich die Röhren der Tieftonendstufe wird es sehr viel leiser, das 100Hz Brummen. Dann hört man es nur, wenn man ganz dich vor dem Radio steht. Es scheint so, als ob das irgendwie in die Lautsprecherzuleistung einstreut und und wahrscheinlich auch in die Endstufe, aber nicht auf das Gitter der "unteren" Röhre. Da habe ich ja kurzgeschlossen und es hat sich nichts verändert. Vlt. schließe ich den 150 Ohm Widerstand zwischen Kathode obere Röhre und Anode untere Röhre mal mit einem Kondensator kurz, um zu schauen, ob es dann besser wird.

Wenn jemand noch eine Idee hat, gerne her damit. Ich wäre ihm sehr dankbar dafür!

Viele Grüße
Raphael
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